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3. Don Quijote 3.1. Erste Hauptfigur / Don Quijote
Don Quijote ist mit dem Namen Alonso Quijano der wichtigste Protagonist dieses Stücks. Dieser Herr ist über fünfzig Jahre alt. Er ist groß, dünn und hat einen langen Bart. Er liebt es sehr früh aufzustehen. Sein größtes Hobby ist das Lesen von Büchern über Ritterlichkeit und das ist, was sein Gehirn ausgetrocknet hat. Diese Bücher werden eine Obsession für ihn. Er ist auch ein Edelmann von hoher sozialer Klasse. Er hat einen Bauernhof, den er mit allem seiner Nichte und zwei Mitarbeitern, die auf seinem Hof arbeiten, zur Verfügung gestellt hat. Sein soziales Leben ist nicht sehr reich, so trifft er mit dem Pfarrer und dem Barbier des Dorfes zusammen, um Rittergeschichten zu diskutieren. In der übrigen Zeit liest er gerne, ohne ein anderes Interesse zu haben.
“Tenía en su casa un ama que pasaba de los cuarenta, y una sobrina que no llegaba a los veinte, y un mozo de campo y plaza, que así ensillaba el rocín como tomaba la podadera.” 1 “Tuvo muchas veces competencias con el cura de su lugar (que era hombre docto, graduado en Sigüenza) sobre cuál había sido mejor caballero: Palmerín de Inglaterra, Amadís de Gaula,…barbero del mismo pueblo decía que ninguno llegaba al caballero del Febo...” 2 Nachdem er viele Bücher über das Rittertum gelesen hat, wünscht er sich endlich ein Ritter zu sein. Deswegen baut er sich seine Rüstung und legt sich einen neuen Namen zu: Don Quijote de la Mancha. Don Quijote war heikel, und hatte einen ganz besonderen Charakter. Er ist klug und weiß, wie man jemandem etwas erklären kann. Er ist von sich überzeugt. Aber am Ende des ersten Teils ändert er sich. Er wird ruhig und gelassen. Er ist freundlich und hat nie die Hoffnung verloren. 3.2. Der Charakter von Don Quijote
Im ersten Teil des Don Quijote ist er ein idealistischer Charakter. Es gibt keine Unterscheidung zwischen dem realen Leben und der Literatur. Sein Ziel ist es, die
1 Miguel de Cervantes / El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (1978:71)
2 Miguel de Cervantes / El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (1978:73)
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Abenteuer der Helden aus den Büchern des Rittertums zu erleben. Doch im zweiten Teil erleidet dieser Charakter einen moralischen Zusammenbruch und beginnt, die Wirklichkeit auf eine progressive Art und Weise zu sehen.
Er hat einen außergewöhnlichen Charakter und ist immer in der Lage unterschiedliche Sachverhalte mit seiner Intelligenz zu vermischen, wodurch manchmal auch eine ungewöhnliche Klarheit entstehen kann. Man nimmt an, dass ihm seine Verrücktheit das Verhalten vorschreibt. Es ist aber gut, dass es von hohen Idealen und Liebe bewegt wird, aber es unterscheidet nicht zwischen Realität und Fiktion. Damit wandelt er die Wirklichkeit in seiner Fiktion um. Dieser vermeintliche Wahnsinn ist vor dem Hintergrund so vieler Rittergeschichten zu finden, wie er gelesen hat.
Er ist auch sehr kultiviert und sehr einfallsreich. In Kapitel XII Teil II tröstet er z.B. einem anderen Herrn. Dieses Detail zeigt, dass Don Quijotes Verrücktheit im kompletten Roman nicht erkennbar ist. Im Kapitel XII Teil II spricht er zum Beispiel sehr kultiviert und intelligent über das Leben und den Tod.
Er wählt seinen Nachbarn Sancho Pansa als Knappen, und stellte sich immer vor, dass es ein Mädchen aus dem Dorf Aldonza Lorenzo gäbe und ihr Namen Dulcinea wäre. Don Quijote verliebt sich in sie. 3.3. Die Persönlichkeit des Don Quijote
Die Hauptursache für den Wahnsinn des Alonso Quijano ist zweifellos die Literatur. Aber dieser Wahnsinn ist nicht so wie gewohnt.
“ En resolución, el se enfrascó tanto en su locura, que se la pasaban las noches leyendo de claro en claro, y los días de turbio en turbio y así del poco dormir y del mucho leer se le secó el cerebro de manera que vino a perder el juicio. Llenósele la fantasía de todo aquello que leía en los libros, así de encantamientos, como de pendencias, batallas, desafíos, heridas, requiebros, amores…” 3
Cervantes macht deutlich, dass Don Quijote nicht unter der Verrücktheit leidet, sondern eine
3 Miguel de Cervantes / El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (1978:73)
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Substitution der Wirklichkeit erlebt. Für alle Dinge, die er sieht, findet er einen Grund, um seinen Willen, Ideen und Phantasien durchzuführen. Aus dieser Perspektive ist Don Quijote nicht verrückt. Bei ihm es noch weiter mit einem verzweifelten Versuch, sein Leben so zu verbringen, wie er es leben möchte. Er ist sogar bereit, für das Ausleben seines persönlichen Stilles sein Leben zu verlieren, was er bei mehreren Gelegenheiten beweist. “En efecto, rematado ya su juicio, vino a dar en el más extraño pensamiento que jamás
dio loco y fue que le pareció convenible y necesario, así para el aumento de su honra como para el servicio de su república, hacerse caballero andante e irse por todo el mundo con sus armas y caballo a buscar sus aventuras y a ejercitarse en todo lo que el había leído que los caballeros andantes se ejercitaban…” 4
Alonso Quijano besitzt eine Bibliothek und viel Lektüre. Er weiß aber nicht, dass der Schlüssel der Welt das Wort ist. Von Jahr zu Jahr wird ihm immer bewusster, dass er durch die bloße Lektüre der mehrerer Autoren die Welt nicht mehr kennen kann. Auf diese Weise, den Namen zu ändern ist auch das Ändern der Realität. Für einige Tage ist er auf der Suche nach einem geeigneten Namen für sein Pferd, sich selbst und für seine Geliebte. Er tauft sein altes und schwaches Pferd wie ein Ritterpferd und gibt ihm den Namen „Rosinante“, und sich selbst tauft er Don Quijote de La Mancha. Letztendlich benennt er ein armes Mädchen mit dem Namen Dulcinea. Hier wird verdeutlicht, dass er die Welt verändert, so wie er sie gerne sehen möchte.
Während des ersten Aufbruchs erfährt Don Quijote, dass es notwendig ist, die Existenz eines "Anderen" anzunehmen, weil er die Absurdität eines kontinuierlichen Monologs lindern möchte und auch ist es der einzige Weg, um seine Heldentaten bekannt zu machen. Hier liegt die Bedeutung von Sancho Pansa für Don Quijote.
Da jeder fahrende Ritter eine Dame besitzt, der zu Ehren er seine Abenteuer vollbringt, sucht sich Alonso Quijano auch nach der Zusammenstellung der Waffen und der Rüstung und
4 Miguel de Cervantes / El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (1978:74)
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nach der Namensverleihung für Rocinante und für sich selbst zu Beginn des Romans eine solche Dame. 5
„se dio a entender que no le faltaba otra cosa sino buscar una dama de quien enamorarse; porque el caballero andante sin amores era árbol sin hojas y sin fruto y cuerpo sin alma” 6 Er wählt die Bauerstochter Aldonza Lorenzo zur Geliebten und kleidet sie mit dem erfundenen Titel „Dulcinea del Toboso“ aus. Die schöne Dulcinea, die die Inspiration für Don Quijote ist, ist eine einfache Bäuerin, die ihn noch nicht einmal kennt. In der Tat gibt es keine Beziehung zwischen den beiden Figuren. Alles passiert in Don Quijotes Kopf. Er ist auf der Suche nach einer edlen Dame, weil er sich in sie verlieben möchte.
“…Llamábase Aldonza Lorenzo, y esta le pareció ser bien darle titulo de señora de sus pensamientos; y, buscándole nombre que no desdijese mucho del suyo y que tirase y se encaminase al de princesa y gran señora, vino a llamarla Dulcinea del Toboso…” 7 Im Verlauf des Romans begeht Don Quijote seine Taten immer wieder im Namen seiner Herrin Dulcinea, ohne dass die echte Aldonza Lorenzo je von ihnen erfährt. Dulcinea bleibt für Don Quijote ein unerreichbares Traumbild. Sie ist seine platonische Liebe, der die wirklichen Frauen, denen er auf seinen Abenteuern begegnet, nicht genügen können. Die ungeheure Phantasie des Don Quijote leidet unter der Liebe zu Dulcinea. Sie enthält eine Leidenschaft, die mit Lügen Sanchos noch stärker wird. Diese stehen im Bezug zu einem Brief, den er an Don Quijote sendet. Dies wird in den Geist des Herrn eine typisch höfische Liebe, die auf die humanistische Spiritualität bezogen wird. In mehreren Episoden von Don Quijote werden viele Fälle der Liebe erläutert. Das Konzept der ritterlichen Liebe, die in Quijote repräsentiert wird, zeigt in der Tradition begründete höfische Liebe. Daher fleht Don Quijote seine geliebte Dulcinea vor jedem Abenteuer an und fordert von ihr den Schutz seiner Person, weil sie seine Frau ist. Durch sie werden die
5 Endress, Heinz-Peter / Don Quijotes Ideale im Umbruch der Werte vom Mittelalter bis zum Barock (1991:10)
6 Miguel de Cervantes / El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (1978:77)
7 Miguel de Cervantes / El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha (1978:78)
Arbeit zitieren:
Fetullah Icyer, 2009, Herr und Diener - Don Quijote und Sancha Panza, München, GRIN Verlag GmbH
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