Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 2
2 Die Anfänge: Kaiserreich und Weimarer Republik 2
3 Damen im Nationalsozialismus 4
4 Entwicklung in der BRD 5
4.1 Das Verbot 5
4.2. Erste Schritte 6
5 Entwicklung in der DDR 8
6 Frauenfußball seit 1990 9
7 Schlussbetrachtung 11
8 Literatur 12
Internetquellen_____________________________________________________________ 12
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1 Einleitung
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Geschichte, der Entwicklung und der gegenwärtigen Situation des deutschen Frauenfußballs auf nationaler Ebene und ferner auch mit den internationalen Erfolgen der vergangenen Jahre. Hierbei soll besonders auf die epochalen Zusammenhänge zwischen dem Bild der Frau und des Sportes Fußball an sich eingegangen werden.
Es gibt heutzutage mehr als 7700 Frauenfußballmannschaften in Deutschland, der DFB engagiert sich mittlerweile umfangreich in der weiblichen Talentförderung und zählt aktuell nahezu eine Million weiblicher Mitglieder und auch die Erfolge der deutschen Fußballerin sind nicht von der Hand zu weisen. Doch das war nicht immer so. Hörte man früher Leute über Frauenfußball sprechen, wurde oft nur geschmunzelt, oder gar herzhaft gelacht. Kickende Frauen wurden und werden teilweise selbst heute noch immer nicht als selbstverständlich angesehen, obwohl sich der Frauenfußball, wenn auch vorerst in fußballähnlicher Form, schon vor dem 19. Jahrhundert entwickelte. Die „richtige“ des Frauenfußballs begann dann in England und drang mit großen Schritten nach Deutschland vor. Die Gründe für die Abneigung und Unterdrückung und den teilweisen Verboten des Frauenfußballs bzw. allgemein des Frauensports in früherer Zeit sind ebenso vielfältig wie unglaublich.
Frauenfußball boomt derzeit wie nie zuvor. Mehr als ca. 30 Millionen Frauen spielen heute weltweit Fußball und die Tendenz ist steigend. Nicht zuletzt durch die WM-Erfolge der deutschen Frauennationalmannschaft erlebt dieser Sport einen enormen Zuspruch und hält im Vergleich zum Männerfußball noch ein enormes Potential bereit.
2 Die Anfänge: Kaiserreich und Weimarer Republik
„Football is coming home“, dieser bekannte Song der Three Lions gilt sowohl für den Herrenfußball als auch für den Frauenfußball. Schon im 18. Jahrhundert nehmen Frauen in Inverness und in Midlothian in Schottland an einem alljährlichen Volksfußballspiel teil. Dabei handelt es sich um eine Form von Brautschau, bei der die verheirateten gegen die ledigen Frauen antreten und die männlichen Zuschauer
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die Möglichkeit haben, die körperliche Konstitution der Spielerinnen zu beobachten. (vgl. http://www.bpb.de)
Nettie Honeyball gründete 1894 in London die erste englische Frauen-Fußballmannschaft namens „British Ladies“ und bereits ein Jahr später besuchen 10.000 Zuschauer das erste „Ladies Football Match“. Die Aufmerksamkeit der Berichterstattung und der Gäste galt aber in erster Linie der ungebührlichen Kleidung, weniger der sportlichen Leistung der Spielerinnen. Im Vergleich zu England ist Deutschland ein Spätzünder. Der englische Herren-Fußball erreichte 1874 Deutschland, als Konrad Koch am Martino-Katharineum-Gymnasium dieses Wettkampfspiel als Sport an seiner Schule einführte. Doch erst mit der Gründung des DFB 1900 wird es zum Breitensport, oder vielmehr: Herren-Breitensport. Denn in den Anfängen des Kaiserreiches gab es nur ca. 50.000 aktive Frauen in Sportverbünden(vgl. HOFFMANN&NENDZA 2005,12). Folglich gab es auch sehr wenige fußballspielende Frauen.
Es existierte lediglich ein für Frauen konzipiertes Kreisfußballspiel, bei dem sich die Frauen den Ball im Kreis zuspielten. (vgl. HOFFMANN&NENDZA 2005,14) Im Kaiserreich sowie in der Weimarer Republik und auch später im Nationalsozialismus gab es eine rigide Ablehnung gegen Frauen im Fußball. Die damals benutzten Begründungen kamen von Ärzten, von Psychologen und dem konservativen Teil der männlichen Bevölkerung, wurde aber auch gestützt durch die mehrheitliche Duldung der Frauen selbst. Man war der Meinung, es geben psychische Gründe, das heißt, dass den Damen der Kampfgeist abgesprochen wurde. Physische Gründe waren eventuelle Organschädigungen oder Vermännlichung des Körpers. Überdies war man der Meinung, dass Frauen gar nicht in der Lage seien, ästhetischen Fußball zu spielen. Ansonsten gab es noch sittliche Gründe, wobei man gegen die öffentliche Zurschaustellung der weiblichen Körper argumentierte. (vgl. HOFFMANN&NENDZA 2005,16) Doch mit dem ersten Weltkrieg veränderte sich das Frauenbild. Durch „kriegsabwesende“ Männer notwendig gewordene Arbeiten wie z.B. in den Fabriken sowie auch in den Sportverbünden gaben den Frauen ein neues Selbstbewusstsein. Frauen wurden berufstätig und nahmen abseits der Familie am „öffentlichen“ Leben teil. So ergriff die in der Weimarer Republik aufkommende Massensportbewegung auch die Damenwelt.
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Arbeit zitieren:
Daniel Scheibelhut, 2008, Girlskick - Die Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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