Inhalt
1. Einleitung 2
2. Zielsetzung und Inhalt der Genealogie 3
3. Wie soll man Nietzsche lesen? 5
4. Der fünfte Aphorismus der dritten Abhandlung 8
4.1. Zusammenfassung 8
4.2. Kernpunkte des Aphorismus 9
4.3 Erster Exkurs: Nietzsches Verhältnis zu Wagner 10
4.4 Erstes „Wiederkäuen“ 13
4.5 Zweiter Exkurs: Wagners Verhältnis zu Schopenhauer aus der Perspektive
Nietzsches 17
4.6 Zweites Wiederkäuen 21
5. Schlussbetrachtung 25
Literaturverzeichnis 27
1
1. Einleitung
Friedrich Nietzsche stellt zu Beginn der dritten Abhandlung seiner Schrift Zur Genealogie der Moral die Frage: „Was bedeuten asketische Ideale?“ 1 Es wird gleichermaßen Aufgabe wie Herausforderung der folgenden Ausführungen sein, dieser Frage am von Nietzsche verwendeten Beispiel der Künstler nachzugehen. Der Schwerpunkt soll hierbei auf der Auslegung des fünften Aphorismus der dritten Abhandlung liegen, da dieser gleichsam eine Schnittstelle zwischen der Bedeutung asketischer Ideale bei Künstlern und Philosophen darstellt.
Um der Aufgabenstellung allerdings in adäquater Weise gerecht werden zu können, gilt es einführend zunächst darzulegen, welche Zielsetzung Nietzsche mit der Genealogie verfolgt. Damit einhergehend, soll sowohl auf den Aufbau des Werkes als auch auf die jeweiligen Inhalte der drei Abhandlungen eingegangen werden. Im hieran anschließenden Kapitel gilt es dann der nicht unerheblichen Frage nachzugehen, wie Nietzsche überhaupt gelesen werden kann bzw. gelesen werden sollte. Schließlich wird der besagte fünfte Aphorismus im vierten und zentralen Kapitel dieser Ausführungen zusammengefasst, bevor das von Nietzsche für die „Kunst der Auslegung“ eines Aphorismus geforderte „W i e d e r k ä u e n“ 2 beginnen kann. Zwischen den einzelnen Phasen des Wiederkäuens werden, zum besseren und vertiefenden Verständnis, überdies Exkurse zum Verhältnis Nietzsches zu Richard Wagner, sowie zu Wagners Verhältnis zu Arthur Schopenhauer aus der Perspektive Nietzsches unternommen. Wenn die gewonnenen Ergebnisse dann in der Schlussbetrachtung zusammengeführt werden, wird sich erweisen, ob der nachfolgenden Aussage Nietzsches (in ihrer akustischen Dimension) zumindest ansatzweise entsprochen werden konnte: „Dies Buch, mein Prüfstein für Das, was zu mir gehört, hat das Glück nur den höchstgesinnten und strengsten Geistern zugänglich zu sein: dem R e s t e fehlen die Ohren dafür.“ 3
1 Nietzsche, F., Zur Genealogie der Moral, Stuttgart 1988, S. 92.
2 Ebd., S. 11.
3 Nietzsche, F., Der Fall Wagner (Reihe: Friedrich Nietzsche: Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe in 15
Bänden, Band VI. hrsg. von Giorgio Colli und Mazzino Montinari), München 2004, S. 52.
2
2. Zielsetzung und Inhalt der Genealogie
Nietzsche selbst behauptet, „seine Abhandlung über die Genealogie der Moral zwischen dem 10. und 30. Juli 1887 verfasst zu haben“ 4 . Man geht heute allerdings eher davon aus, dass er die Genealogie, welche „man später als eines der zentralen philosophischen Werke des 19. Jahrhunderts betrachtet hat, in knapp zwei Monaten“ 5 zu Papier brachte. Über die Zielsetzung seines Werkes äußert sich Nietzsche gleich zu Beginn des zweiten Aphorismus der Vorrede:
Meine Gedanken über die H e r k u n f t unserer moralischen Vorurtheile - denn
um sie handelt es sich in dieser Streitschrift - haben ihren ersten, sparsamen und
vorläufigen Ausdruck in jener Aphorismen-Sammlung erhalten, die den Titel trägt
Menschliches, Allzumenschliches. 6
„Meine Gedanken“ betont zunächst, dass Nietzsche von einer persönlichen Perspektive ausgeht, demnach also nicht mit dem Anspruch auf die Vermittlung einer objektiven Wahrheit aufzutreten gedenkt. Eine solche Annahme wird dadurch bestätigt, dass Nietzsche sein Werk Zur Genealogie der Moral (also im Sinne von Beitrag) und nicht einfach Die Genealogie der Moral nennt. Der Untertitel des Werkes, Eine Streitschrift, deutet ebenfalls in diese Richtung, da eine Streitschrift sich erstens gegen etwas bereits Vorhandenes richtet, sich damit konsequenterweise jedoch zugleich auch ihrer eigenen Angreifbarkeit bewusst sein sollte.
Die Hervorhebung des Wortes „H e r k u n f t“ zeigt, dass Moral für Nietzsche nicht aus einer übergeordneten, zeitlosen Begründungsinstanz entspringt, sondern dass sich die „moralischen Vorurtheile“ vielmehr zeitlich, demnach historisch herleiten und erklären lassen. Nietzsche rekurriert im obigen Zitat zudem auf seine im Jahre 1878 entstandene Schrift Menschliches, Allzumenschliches. Mit diesem Hinweis auf ein fast zehn Jahre vor der Genealogie entstandenes Werk macht Nietzsche darauf aufmerksam, welche Bedeutung er seinen Gedanken zu gegebener Thematik zumisst. Als Folge dessen äußert er auch die Hoffnung, „dass die lange Zwischenzeit“ seinen Gedanken „gut gethan hat, dass sie reifer, heller, stärker, vollkommener geworden sind!“ 7 Die Gedanken selbst entspringen dabei „aus einem in der Tiefe gebietenden, immer bestimmter redenden, immer Bestimmteres verlangenden G r u n dw i l l e n der Erkenntnis.“ 8 Neben der Betonung des Willens zeigt letzteres Zitat auch, dass
4 Raffnsøe, S., Nietzsches „Genealogie der Moral“, Paderborn 2007, S. 23.
5 Ebd., S. 24.
6 Nietzsche, F., Zur Genealogie der Moral, Stuttgart 1988, S. 3.
7 Ebd., S. 4.
8 Ebd., S. 4.
3
Nietzsches Gedanken nicht bewusst als System konstruiert sind, sondern sich vielmehr von sich aus aufzudrängen scheinen.
Dem „G r u n d w i l l e n der Erkenntnis“ entwächst für Nietzsche eine Forderung: „Sprechen wir sie aus, diese n e u e F o r d e r u n g: wir haben eine K r i t i k der moralischen Werthe nöthig, d e r W e r t h d i e s e r W e r t h e i s t s e l b s t e r s t e i n m a l i n F r a g e z u s t e l l e n[.]“ 9 Nietzsche nimmt hinsichtlich der moralischen Werte also einen Perspektivenwechsel vor. Diese werden von ihm nicht einfach als gegeben angenommen (um sie dann im Nachhinein zu begründen), sondern stattdessen stellt Nietzsche die Werte selbst erst einmal in Frage. Welche Bedeutung er einem solchen Unternehmen zumisst, geht aus einer Anmerkung in Der Fall Wagner hervor. Hier konstatiert Nietzsche, nicht ohne Eigenlob: „Über den Gegensatz ‚v o r n e h m e Moral’ und ‚christliche Moral’ unterrichtete zuerst meine ‚G e n e a l o g i e d e r M o r a l’: es giebt vielleicht keine entscheidendere Wendung in der Geschichte der religiösen und moralischen Erkenntniss.“ 10 Nietzsche hat seine Genealogie in drei Abhandlungen untergliedert. Hinsichtlich des Versuchs einer inhaltlichen Zusammenfassung derselben, bemerkt Michael Tanner in seinem Buch Nietzsche wenig zuversichtlich: „[D]er Versuch einer Zusammenfassung von GM ist ein hoffnungsloses Unterfangen“ 11 . Nietzsche selbst erschien solch ein Vorhaben in seiner Schrift Ecce homo offenbar nicht als „hoffnungsloses Unterfangen“. Dort nämlich äußert er sich in einem Kapitel über die Genealogie in äußerst komprimierter Form zu allen drei Abhandlungen:
Die Wahrheit der e r s t e n Abhandlung ist die Psychologie des Christentums: die
Geburt des Christentums aus dem Geist des Ressentiment, n i c h t, wie wohl
geglaubt wird, aus dem „Geiste“, - eine Gegenbewegung ihrem Wesen nach, der
grosse Aufstand gegen die Herrschaft v o r n e h m e r Werthe. 12
In der zweiten Abhandlung gibt er Aufschluss über „die Psychologie des G e w i s s e n s: dasselbe ist n i c h t, wie wohl geglaubt wird, ‚die Stimme Gottes im Menschen’, - es ist der Instinkt der Grausamkeit, der sich rückwärts wendet, nachdem er nicht nach aussen hin sich entladen kann.“ 13 Da der Schwerpunkt dieser Ausführungen auf der dritten Abhandlung liegt, soll, ohne die soeben zitierte Zusammenfassung gegenwärtig weiter kommentieren zu können, vielmehr zu Nietzsches Äußerungen bezüglich der letzten Abhandlung übergegangen werden:
9 Nietzsche, F., Zur Genealogie der Moral, S. 8.
10 Nietzsche, F., Der Fall Wagner, S. 52.
11 Tanner, M., Nietzsche, übersetzt von Andrea Bollinger, Freiburg 2002, S. 105.
12 Nietzsche, F., Ecce homo (Reihe: Friedrich Nietzsche: Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe in 15
Bänden, Band VI. hrsg. von Giorgio Colli und Mazzino Montinari), München 2004, S. 352.
13 Ebd., S. 352.
4
Die d r i t t e Abhandlung giebt die Antwort auf die Frage, woher die ungeheure
M a c h t des asketischen Ideals, des Priester-Ideals, stammt, obwohl dasselbe das
s c h ä d l i c h e Ideal par excellence, ein Wille zum Ende, ein decadence Ideal ist.
Antwort: n i c h t, weil Gott hinter den Priestern thätig ist, was wohl geglaubt
wird, sondern faute de mieux, - weil es das einzige Ideal bisher war, weil es
keinen Concurrenten hatte. „Denn der Mensch will lieber noch das Nichts wollen
als n i c h t wollen“[.] 14
Die „ungeheure M a c h t des asketischen Ideals“ erklärt Nietzsche also durch die Konkurrenzlosigkeit desselben. Obwohl Nietzsche es als „das s c h ä d l i c h e Ideal par excellence“ entlarvt, will der Mensch, nach Nietzsche, lieber noch „das Nichts wollen als n i c h t wollen“. Der letzte Satz des obigen Zitats ist, in minimaler jedoch sinngleicher Abweichung, zugleich der letzte Satz der Genealogie selbst. Zweifelsohne ist ihm daher eine ganz besondere Bedeutung zuzumessen. In welchem Zusammenhang hierzu die Frage nach der Bedeutung asketischer Ideale für Künstler zu sehen ist, bleibt allerdings Aufgabe der späteren Betrachtungen.
3. Wie soll man Nietzsche lesen?
Der Schwierigkeit und Brisanz dieser Frage nachzugehen, scheint, als Vorbedingung für die nachfolgende Beschäftigung mit der Genealogie, dringend geboten. Stanislaw Gromadzki bringt die sich ergebende Herausforderung wie folgt auf den Punkt: „Das Schwierigste bleibt, festzustellen, was Nietzsche eigentlich behauptet und ob man ihm aufs Wort glauben kann.“ 15 Um zu verdeutlichen, „dass Nietzsches Gedanken nicht eindeutig interpretiert werden können“ 16 , beruft sich Gromadzki auf Giorgio Colli und Thomas Mann. Dabei zitiert er Ersteren mit den Worten: „Im Bergwerk dieses Denkers ist jedes Metall zu finden: Nietzsche hat alles gesagt und das Gegenteil von allem.“ 17 Unmittelbar anschließend führt Gromadzki dann Thomas Mann an, welcher nicht weniger pointiert als Colli bemerkt hat: „Wer Nietzsche ‚eigentlich’ nimmt, wörtlich nimmt, wer ihm glaubt, ist verloren.“ 18 Beide Standpunkte führen nicht unmittelbar dazu, dass die Beschäftigung mit Nietzsche leichter erscheint. Möglicherweise trifft diese Aporie jedoch gar nicht auf alle Werke Nietzsches zu, denn Gromadzki stellt weiter fest: „Die Unzeitgemäßen Betrachtungen sind
14 Nietzsche, F., Ecce homo, S. 352/353.
15 Gromadzki, S., „Wie soll man Nietzsche lesen?“, in: Kopij, M., Kunicki, W. (Hrsg.), Nietzsche und
Schopenhauer. Rezeptionsphänomene der Wendezeiten, Leipzig 2006, S. 303.
16 Ebd., S. 303.
17 Zit. nach: Ebd., S. 303.
18 Zit. nach: Ebd., S. 303.
5
wahrscheinlich derjenige Text, der die Äußerungen Nietzsches sensu stricto, d. h. Autorenäußerungen enthält. Ebenso verhält es sich z. B. bei der Geburt der Tragödie und bei den drei Abhandlungen in Zur Genealogie der Moral.“ 19 Unter Berücksichtigung letzterer Annahme, vermag eine an Protagoras erinnernde Äußerung Nietzsches in der dritten Abhandlung seiner Genealogie möglicherweise auch die zuvor angesprochenen Schwierigkeiten zu entschärfen:
Es giebt n u r ein perspektivisches Sehen, n u r ein perspektivisches „Erkennen“;
und j e m e h r Affekte wir über eine Sache zu Worte kommen lassen, j e m e h r
Augen, verschiedne Augen wir uns für dieselbe Sache einzusetzen wissen, um so
vollständiger wird unser „Begriff“ dieser Sache, unsre „Objektivität“ sein. 20
Nietzsche sieht im obigen Zitat also das „perspektivische Sehen“ als entscheidend an. Die Hervorhebung von „n u r“ verdeutlicht, dass das Sehen immer an den Betrachter, an einen bestimmten Betrachter gebunden ist. Um zur Vollständigkeit von „Objektivität“ beizutragen, setzt Nietzsche daher die Anstrengung voraus, möglichst viele Perspektiven einnehmen zu wollen. Paradoxerweise würden hierin inkludierte Gegensätze also die Zahl der Perspektiven, damit zugleich auch die mögliche Objektivität, erhöhen. Geboten scheinen daher erhöhte Wachsamkeit bei der Lektüre einerseits, andererseits aber auch die Berücksichtigung der kontextuellen Einbettung von Nietzsches Äußerungen. Bezüglich der hierbei anzuwendenden Methodik bemerkt Michael Tanner:
Oft folgen seine Überlegungen keiner bestimmten Ordnung. Dies bedeutet, daß
man sich aus seinen Schriften viel leichter etwas herauspicken kann als bei
anderen Philosophen, und seine oft zum Ausdruck gebrachte Abscheu vor
Systemen erlaubt es, dies ohne schlechtes Gewissen zu tun. 21
Nietzsche selbst hat sich in der Genealogie zur Verständlichkeit seiner Schrift wie folgt geäußert:
Wenn diese Schrift irgend Jemandem unverständlich ist und schlecht zu Ohren
geht, so liegt die Schuld, wie mich dünkt, nicht nothwendig an mir. Sie ist
deutlich genug, vorausgesetzt, was ich voraussetze, dass man zuerst meine
früheren Schriften gelesen und einige Mühe dabei nicht gespart hat[.] 22
19 Gromadzki, S., „Wie soll man Nietzsche lesen?“, S. 305.
20 Nietzsche, F., Zur Genealogie der Moral, S. 118.
21 Tanner, M., Nietzsche, S. 10.
22 Nietzsche, F., Zur Genealogie der Moral, S. 10.
6
Er fordert also sowohl die Kenntnis seiner „früheren Schriften“ als auch die mühevolle Auseinandersetzung mit denselben. Interessant ist in diesem Zusammenhang zudem, dass Nietzsche, genau wie im in der Einleitung angeführten Zitat, auf die „Ohren“ anspielt. Das Lesen einer Schrift erscheint ja primär als Aufgabe des Sehsinns, um dann verarbeitet und verstanden werden zu können. Nietzsche hingegen bezieht vielfach auch andere Sinne mit ein. In der nachfolgenden Stelle der ersten Abhandlung ist dies beispielsweise der Geruchssinn: „Schlechte Luft! Diese Werkstätte, wo man I d e a l e f a b r i z i e r t - mich dünkt, sie stinkt vor lauter Lügen.“ 23 Es scheint also ein Anliegen Nietzsches zu sein, alle Sinne in die ganzheitliche Erfassung seiner Schriften zu integrieren. Die Thematisierung des Hörsinns im obigen Zitat könnte überdies bedeuten, dass Nietzsche seinen Leser unmittelbar ansprechen und erreichen möchte, es also keiner vermittelnden Zwischeninstanz bedarf. Die Hervorhebung des Körpers und seiner unterschiedlichen Sinne gegenüber einer reinen Orientierung an der Vernunft bedeutet schließlich aber auch, dass die Zahl der Perspektiven und damit die Möglichkeit des Erkennens erhöht wird. Eine Ähnlichkeit zur folgenden Aussage Zarathustras (Nietzsches „G e g e n - I d e a l“ 24 zum ansonsten konkurrenzlosen asketischen Ideal) erscheint in diesem Zusammenhang daher nicht unbeabsichtigt:
Der Leib ist eine große Vernunft, eine Vielheit mit e i n e m Sinne, ein Krieg und
ein Frieden, eine Herde und ein Hirt. Werkzeug deines Leibes ist auch eine kleine
Vernunft, mein Bruder, die du „Geist“ nennst, ein kleines Werk- und Spielzeug
deiner großen Vernunft. 25
Eine weitere Schwierigkeit hinsichtlich des Verstehens von Nietzsches Schriften liegt in der „aphoristische[n] Form“ derselben. Hierzu bemerkt Nietzsche nachfolgend:
In andern Fällen macht die aphoristische Form Schwierigkeit: sie liegt darin, dass
man diese Form heute n i c h t s c h w e r g e n u g nimmt. Ein Aphorismus,
rechtschaffen geprägt und ausgegossen, ist damit, dass er abgelesen ist, noch nicht
„entziffert“; vielmehr hat nun erst dessen A u s l e g u n g zu beginnen, zu der es
einer Kunst der Auslegung bedarf. 26
Nietzsche weist gegen Ende der Vorrede darauf hin, dass er der dritten Abhandlung einen Aphorismus vorangestellt hat, deren Kommentar die Abhandlung selbst darstellt: „Ich habe in der dritten Abhandlung dieses Buches ein Muster von dem dargeboten, was ich in einem
23 Nietzsche, F., Zur Genealogie der Moral, S. 38.
24 Nietzsche, F., Ecce homo, S. 353.
25 Nietzsche, F., Also sprach Zarathustra (Reihe: Friedrich Nietzsche: Sämtliche Werke. Kritische Studien-
ausgabe in 15 Bänden, Band IV. hrsg. von Giorgio Colli und Mazzino Montinari), München 2004, S. 39.
26 Nietzsche, F., Zur Genealogie der Moral, S. 11.
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