Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Hitlers Weltanschauung 3
2.1 Hitlers Naturgesetz. 3
2.2 Der schöpferische Rassenkern 5
2.3 Die NS- Weltanschauung 6
3. Die Grundmotive der Rassenideologie. 8
3.1 Die Verschiedenwertigkeit der Rassen 9
3.2 Die rassenbedingten körperlichen Merkmale und Eigenschaften 10
3.3 Die Unveränderlichkeit der Rasseneigenschaften 11
4. Die Endlösung 12
4.1 Die Wannseekonferenz 13
5. Schlussteil 15
6. Literaturverzeichnis 16
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1. Einleitung
Das Thema meiner Hausarbeit ist die nationalsozialistische Rassenideologie des Dritten Reiches. Ich behandle in dieser Arbeit die Einstellung Adolf Hitlers zur Rassenideologie und seinen Beitrag zu deren Umsetzung im Dritten Reich. Außerdem wird näher auf die einzelnen Elemente der NS-Rassenideologie eingegangen und deren Ausgang.
Ziel der Hausarbeit ist es aufzuzeigen, wie Hitlers Obsession der Rassenideologie aufkam. Außerdem behandele ich die Fragestellung, wie es dem NS-Regime gelang, eben diese Ideologie im Deutschen Reich zu etablieren und zeige auf, wie sich eben diese genau darstellt. Das absehbare, daraus resultierende Ereignis, die Endlösung, schneide ich nur am Rande an, da dieser Bereich zu umfassend ist und nicht Hauptbestandteil der Arbeit werden soll.
Die Hausarbeit wurde von mir so gegliedert, dass ich zuerst Hitlers Einstellung bzw. seinen Beitrag zur Rassenideologie aufzeige und gehe danach auf die nationalsozialistische Weltanschauung über, deren zentrale Komponente die Rassen- und Lebensraumideologie war. Ich möchte darstellen, wie Hitlers Rassenvision auf die Bevölkerung überging. Hitlers Rolle ist für Fragestellungen im Bezug auf die Rassenideologie unumgehbar, da meist alle Ziele und Weltanschauungen des Nationalsozialismus letzten Endes immer wieder bei ihm zu suchen sind. Über die zentrale Rolle Hitlers in der NSDAP und im NS-Staat sind sich fast alle Forschungen einig.
Nachdem diese Fragestellung geklärt wurde, versuche ich aufzuzeigen, was die Rassenideologie genau beinhaltet. Anschließend spanne ich einen Bogen zu dem Themenbereich der Endlösung, die letztendlich die praktizierte NS-Rassenideologie war.
2. Hitlers Weltanschauung
Hitlers Weltanschauung wurde erstmals in seinem Buch „Mein Kampf“ deutlich. Wenn seine Formulierungen darin auch unzureichend und literarisch missglückt erscheinen, so unverkennbar enthält „Mein Kampf“ bereits alle Elemente der nationalsozialistischen Ideologie. 1 In „Mein Kampf“ gibt es zahlreiche Textstellen, in denen Hitler seinen Beschwörungen einen universellen, das Weltall bildhaft einbeziehenden Charakter gibt. Er bezog die Sterne, die Planeten, den „Weltäther“ in das dramatische Geschehen mit ein, und die „Schöpfung“ und das „Himmelreich“ dienten ihm als Kulisse. Es war ein Hintergrund, der sich auf einleuchtende Weise mit dem Prinzip vom erbarmungslosen Kampf aller gegen alle und vom Sieg der Starken über die Schwachen zur Deckung bringen und zu einer Art Darwinismus entwickeln ließ. „Die Erde“, so pflegte Hitler zu sagen, „sei wie ein Wanderpokal und habe deshalb das Bestreben, immer in die Hand des Stärksten zu kommen.
2.1 Hitlers Naturgesetz
Im permanenten, tödlichen Konflikt aller gegeneinander glaubte er eine Art Weltgrundgesetz gefunden zu haben:
„Die Natur setzt die Lebewesen zunächst auf diesen Erdball und sieht dem freien Spiel der Kräfte zu. Der Stärkste an Mut und Fleiß erhält dann als ihr liebstes Kind das Herrenrecht des Daseins zugesprochen Nur der geborene Schwächling kann dies als grausam empfinden, dafür aber ist er auch nur ein schwacher und beschränkter Mensch; denn würde dieses Gesetz nicht herrschen, wäre ja jede vorstellbare Höherentwicklung aller organischen Lebewesen undenkbar.. Am Ende sieht ewig nur die Sicht der Selbsterhaltung. Unter ihr schmilzt die sogenannte Humanität als Ausdruck einer Mischung von Dummheit, Feigheit und eigebildetem
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Besserwissen, wie Schnee in der Märzensonne. Im ewigen Kampfe ist die Menschheit groß geworden - im ewigen Frieden geht sie zugrunde.“ 2 Dieses von ihm verfasste Naturgesetz, zeigte seine Vorstellung, dass es in der Geschichte der Menschheit nur um den Lebenskampf der Völker um Lebensraum gehe und dieser Kampf auch mit „allen denkbaren Mitteln“ erlaubt wäre. Er machte in seinem Werk auch klar, wie die Bestenauslese ablaufen solle: in großen, „blutmäßigen Fischzügen“ werde er über Europa herziehen, um das blonde und hellhäutige Menschenmaterial der „Verarbeitung der eigenen Blutbasis“ dienstbar zu machen. 3
Die Überlegenheit und sein rücksichtsloses Handelns verdeutlichte Hitler auch oft im Vergleich mit der Tierwelt: Er meinte, „die Affen, trampelten jeden Außenseiter als gemeinschaftsfremd tot. Und was für die Affen gelte, müsse in erhöhtem Maße für die Menschen gelten...“ 4
Für Adolf Hitler waren der Krieg und die daraus resultierende Vernichtung ein notwendiges Mittel um die Grundordnung der Welt wiederherzustellen. Wenn er auf vergangene Epochen zurückschaute und die Ursachen für den Niedergang von Kulturen und Völkern suchte, stieß er immer auf die Missachtung der Natur, insbesondere die Rassenvermischung. Denn während jedes Lebewesen den natürlichen Trieb zur Rassenreinheit strikt beachtete und „Meise zu Meise, Fink zu Fink, Feldmaus zu Feldmaus“ ging, war der Mensch der Versuchung ausgesetzt, den Gesetzen der Natur zuwiderzuhandeln und biologische Untreue zu begehen. 5
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Arbeit zitieren:
Johannes Linse, 2009, Die nationalsozialistische Rassenideologie des Dritten Reiches, München, GRIN Verlag GmbH
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