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Contents
Contents 2
1 Introduction 3
2 Intertextualität in Ian McEwan´s Saturday 4
2.1 Zum Autor Ian McEwan und Saturday 4
2.2. Postmodernismus 6
2.3. Intertextualität und seine Begrifflichkeit 8
2.4. Intertextualität in Saturday 10
3 Conclusion 13
4 Works Cited 15
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1 Introduction
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Ausarbeitung und Analyse von Intertextualität in Ian McEwans Bestseller-Roman Saturday, der 2006 im Londoner Continuum-Verlag erschienen ist und sowohl von Kritikern als auch von der Leserschaft gewürdigt wurde; so erhielt Ian McEwan 2006 den James Tait Black Prize für fiction und stand 2005 auf der Nominierungsliste für den Man Booker Prize. Im Rahmen des Seminars mit dem Titel „Postmodern Fiction: Martin Amis and Ian McEwan“ wurde der Roman vor allem in Hinsicht auf seine genretypischen Aspekte und Merkmale untersucht, aber auch mit Blick auf seine zahlreichen intertextuellen Verweise. Die vorliegende Arbeit will nun diesen Faden wieder aufgreifen und den starken intertextuellen Charakter des Romans weiter untersuchen, indem literaturthe-oretische Interpretationen des Intertextualitätsbegriffes hinzugezogen werden. Dazu werden Sammelbände von Literaturtheoretikern sowie Monographien, so z.B. von Gérard Genette, einem der markantesten Literaturtheoretiker auf dem Gebiet der Intertextualität, zur Analyse konsultiert. Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die Art und Weise, wie Ian McEwan intertextuelle Referenzen benutzt, sowie ihre theoretische Verankerung und damit literarische Bedeutung herauszuarbeiten. Aufgrund des limitierten Umfangs dieser Arbeit kann nicht auf alle intertextuellen Referenzen des an solchen so reichhaltigen Werks McEwans eingegangen werden; innerhalb der vorliegenden Arbeit soll jedoch trotzdem einen Kategorisierungsversuch unternommen und anhand ausgewählter Beispiele die Natur des von McEwan gewählten Intertextualitätstypus analysiert werde.
Hierzu soll nach einer einleitenden Darstellung des Autors, seinen prägnanten biografischen Angaben sowie einer kurzen Vorstellung des Inhalts und Kontexts seines Romans eine Definition von Postmodernismus folgen, wie sie im Seminar bereits erarbeitet worden ist. Im darauffolgenden Kapitel soll anschließend der Begriff der Intertextualität wie oben dargestellt geklärt werden, um ihn anschließend für die Analyse von Saturday einsetzen zu können. Für diese Analyse werden im Folgenden Textstellen ausgewählt und in Hinblick auf den vorher ermittelten Intertextualitätsbegriff interpretiert, um in einem abschließenden Fazit zu ermitteln, welchen Typus und von Intertextualität und in welchem Ausmaß Ian McEwan diesen für seinen Roman nutzt.
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2 Intertextualität in Ian McEwan´s Saturday
Im folgenden Kapitel soll nicht nur der Autor des Romans Saturday, Ian McEwan, kurz vorgestellt werden, sondern auch das Genre, dem sein Roman zugeordnet werden kann - der Postmodernismus. Nachdem eine Einschätzung dieser beiden Gegenstände vorgenommen wurde, wird auf den Begriff der Intertextualität und seine Definitionsmöglichkeiten eingegangen. Hierbei sollen die Auslegungen von Gérard Genette und Manfred Pfister im Vordergrund stehen, die den Begriff durch ihre Untersuchungen nachhaltig geprägt haben.
Nachdem nun die Begrifflichkeiten geklärt wurden, soll der eigentliche Gegenstand dieser Arbeit in den Fokus gestellt werden; nämlich die Untersuchung der Intertextualität in Ian McEwans Saturday. Hierbei soll geprüft werden, ob, in welcher Form und Zahl sowie zu welchem Zweck intertextuelle Referenzen von McEwan für seinen Roman genutzt werden.
2.1 Zum Autor Ian McEwan und Saturday
Der in London lebende Bestseller-Autor Ian McEwan wurde am 21. Juni 1948 in Aldershot, England geboren (Malcolm 1). Er erwarb an den Universitäten von Sussex und East Anglia sowohl einen B.A. als auch einen M.A. in English Literature (ibid 2). McEwan hat im Laufe seiner Karriere eine lange Reihe von Auszeichnungen erhalten - nicht nur bereits seit 1976 für seine Kurzgeschichten, sondern auch für seine Romane; so neben vielen anderen beispielsweise für Amsterdam (1998), Atonement (2002, 2003, 2004) und auch für Saturday (2006), den Gegenstand dieser Untersuchung (Official Ian McEwan Website). Einige seiner Romane wurden verfilmt, so z.B. The Cement Garden, The Comfort of Strangers und The Innocent (Malcolm 3). McEwan hat sich jedoch auch in anderen Genres ausprobiert und so auch Drehbücher, Oratorien und kurze Fernsehstücke geschrieben (ibid 182). In seinen Romanen behandelt McEwan aktuelle Themen und Gegenstände der modernen Gesellschaft: ganz allgemein gehalten sind Politik und Geschlechtsbeziehungen ebenso Gegenstand seiner Arbeiten wie (Natur-) Wissenschaft, Wirtschaft und nicht zuletzt natürlich auch menschliche Beziehungen und Emotionen wie Liebe und Hass sowie ethische Grundfragen. Saturday behandelt so nicht nur das gesellschaftliche Leben in London nach den Terroranschlägen des 11.Septembers 2001, sondern betrachtet auch die verwobenen menschlichen Beziehungsgeflechte zwischen Familienmitgliedern, Freunden, Partnern und den Auswirkungen des Eindringens von
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Fremden in diese Beziehungen. McEwan widmet sich dabei vor allem auch der Psychologie seines Protagonisten Henry Perowne. Der tröstende Stellenwert, den das Konzept Familie in Saturday einnimmt, wird stark kontrastiert von den Zerstörungskräften des Terrors, dem sich die Perownes v.a. durch die Figur des Baxter ausgesetzt sehen. Malcolm bemerkt zusätzlich, dass McEwan in seinen Werken häufig die Literatur selbst in den Fokus seiner Arbeit setzt, also „difficulties, possibilities, and complexities of giving an account of things and of telling stories in general“ (9f.). Daneben schreibt Malcolm Ian McEwan einen starken Fokus auf die Rolle der Frau und ausgeprägten Rationalismus zu (ibid 12f.): Frauen verkörperten in seinen Werken oft „very traditional feminine stereotypes […], victims […] or mothers, mystics, and emotionalists“ (ibid 14).
Der vor allem in Hinsicht auf die psychologischen Abläufe seiner Protagonisten äußerst komplexe Inhalt des Romans Saturday kann hier aus Platzgründen nicht in jedem Detail wiedergegeben werden. Der Roman erzählt in der Gegenwart von einem einzigen Tag, dem 15. Februar 2003, in Henry Perownes Leben in London, unterbrochen stetig durch Rückblicke sowie lange innere Monologe, durch die die Personen und Charaktere eindringlich und umfangreich Form erhalten. Ridley bemerkt, dass gerade diese inneren Monologe der Charaktere das sind, „that grips us“ (Ridley VII). Henry Perowne ist ein 48 Jahre alter Neurochirurg, glücklich verheiratet mit Rosalind, beruflich ebenfalls erfolgreich als Anwältin einer großen Londoner Zeitung. Ihre Kinder Theo, trotz seiner jungen Jahre bereits erfolgreicher Bluesgitarrist, und Daisy, die bald ihren ersten Gedichtband herausgeben wird, gehen beide beruflich ihren künstlerischen Neigungen und Talenten nach und erhalten darin volle Unterstützung durch ihre Eltern. Saturday beginnt an einem frühen Samstagmorgen, an dem Perowne nervös und „in an unusual state of mind“ (McEwan 17) in seinem Haus im Londoner Stadtteil Fitzrovia erwacht und ein Flugzeug am nächtlichen Himmel beobachtet, das er zunächst fälschlicherweise für das Werkzeug eines weiteren Terroranschlags hält. An jenem Tag soll zudem eine Friedensdemonstration gegen den Irak-Krieg in London stattfinden. Der so vorbelastete Tag wird durch eine Aneinanderreihung von Zufällen zu einem folgenschweren Ereignis in Henry Perownes vorher sorgenfreiem, sicherem und glücklichem Leben. Der an der Huntington´schen Krankheit leidende Kriminelle Baxter, den Perowne bereits morgens getroffen und in der Folge eines Autounfalls (ibid 81) verärgert hat, verschafft sich auf Rache sinnend bewaffnet Zutritt zu
Arbeit zitieren:
Mareike Jacob, 2010, Intertextualität in Ian McEwans "Saturday", München, GRIN Verlag GmbH
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