Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsanalyse 3
2. Thematische Gliederung des E - Learning - Moduls 5
3. Angestrebte Kompetenzen 7
3.1 Standards des Bildungsplanes 7
3.2 Konkretisierung der angestrebten Kompetenzentwicklung im Modul 8
3.3 Konkretisierung der Standards für den ersten Lernbaustein 9
4. Sachanalyse des ersten Lernbausteins 9
5. Begründung von didaktisch - methodischen Entscheidungen 11
6. Verlaufsplanung 14
7. Kurze Auswertung des ersten Lernbausteins 15
8. Materialien 16
9. Literatur 21
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1. Bedingungsanalyse
Der hier vorliegende Unterrichtsentwurf ist Teil eines umfassenden Projektes zwischen den Pädagogischen Hochschulen Heidelberg und Freiburg mit dem Berufsbildungswerk Neckargmünd. Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung von E - Learning - Modulen zur Förderungen des sprachlichen Informationsmanagements im beruflichen Schulwesen. 1 Auf einer entsprechenden Lernplattform sollen diese Module als Selbstlernmaterial den Auszubildenden als auch den Lehrkräften zum Gebrauch im Unterricht zur Verfügung stehen.
Dabei ist das Projekt so aufgebaut, dass Studierende der Hochschulen im Rahmen einer Lehrveranstaltung Selbstlernmaterial erstellen, das dann mit den Berufsschülern evaluiert und ggf. überarbeitet wird. So arbeiteten Studierende und Berufsschüler gemeinsam an der Qualität des Projektes. Für die Studierenden bedeutet das eine intensive Verbindung von Theorie- und Praxiselementen in ihrer sprachdidaktischen Ausbildung.
In Bezug auf das Berufsbildungswerk Neckargmünd gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Daher sei diese Institution kurz vorgestellt. Das Berufsbildungswerk ist eine Einrichtung der beruflichen Rehabilitation. Es richtet sich an Jugendliche, die von Geburt an oder aufgrund eines Unfalles bzw. einer Krankheit körper- und / oder geistesbehindert sind. Es werden auch Jugendliche mit Schwerstbehinderungen ausgebildet. Es sind 700 Ausbildungsplätze vorhanden, in denen sich die Jugendlichen in rund 40 staatlich anerkannten Berufen ausbilden lassen können. Allerlei Services (medizinische, therapeutische, usw.) unterstützen dabei die jungen Menschen bei ihrer beruflichen Rehabilitation und Arbeitsmarktintegration. 2 Ein wichtiges Lernmedium ist ein virtueller Konferenzraum, in dem durch die Verwendung von Headset und Webcam eine unmittelbare, zeitgleiche Kommunikation zwischen Lehrenden und Auszubildenden hergestellt wird. Nach Angaben des Bildungswerkes konnten positiv Erfahrungen damit gemacht werden. 3 Die Konzeption des hier vorgestellten E -Learning - Moduls ist auf den virtuellen Konferenzraum ,,vitero’’ abgestimmt.
Erstellt wurde dieses Modul um das Thema ,,Allergie’’ im Rahmen der Lehrveranstaltung
1 Vergleiche hierzu: Lévy-Tödter, Magdalène; Meer, Dorothee (Hg.): Hochschulkommunikation in der
Diskussion. Frankfurt a.M.:Lang, 2009. S. 345 - 361
2 Vergleiche hierzu die Homepage des Berufsbildungswerkes: http://www.srh.de/de/bbw-neckargemuend/index.html
3 Lévy-Tödter, Magdalène; Meer, Dorothee (Hg.): Hochschulkommunikation in der Diskussion.
Frankfurt a.M.:Lang, 2009. S. 346 3
,,Sprachliche Kompetenzen von Jugendlichen fördern’’ an der PH Freiburg im SS 2010. In der ersten Phase des Seminars wurden den Studierenden grundlegende sprachdidaktische Aspekte in der Didaktik vermittelt. Dazu gehören u.a. sprachbezogene Anforderungen zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit, Textverstehen, Strukturieren und Präsentieren von Informationen, Texte verfassen, Bestimmung des Lernbedarfs, Aufgaben und Aufgabenformate sowie die Förderung von sprachlichen Kompetenzen im Allgemeinen. Ebenso wurden als Vorbereitung auf die eigentliche Projektphase der Konferenzraum ,,vitero’’ sowie das Freeware - Programm ,,Hot Potatoes’’ vorgestellt. Weiterhin kam es zu einer Einteilung der Studierenden in vier Arbeitsgruppen mit je einem unterschiedlichen Thema. Zu diesem Thema entwickelten die Studierenden in der Gruppe ein didaktisches Konzept. In der Arbeitsgruppe ,,Allergie’’ arbeiteten vier Studierende.
Die eigentliche Projektphase erstreckte sich in 5 Sitzungen, wobei eine Sitzung als Puffersitzung eingeplant war. In jeder Sitzung arbeiteten die Studierenden an der PH Freiburg mit den Auszubildenden in Neckargmünd mittels des Konferenzraumes ,,vitero’’ an der Umsetzung ihres E - Learning -Moduls. In jeder Sitzung sollte idealerweise ein Baustein dieses Moduls umgesetzt werden. Zu Beginn der Projektphase erstreckte sich eine Sitzung über 45 Minuten, wobei im weiteren Verlauf des Projektes die Zeit auf 60 Minuten erhöht wurde. Nach jeder Sitzung wurden im Seminar die Ergebnisse und Schwierigkeiten diskutiert. Den Studierenden wurden ca. 3-4 Schüler zugeteilt. Der hier vorliegende Entwurf ist auf diese Schülerzahl ausgelegt. Geschlecht, Art und Grad der Behinderung sowie die Art der Ausbildung wurden nicht mitgeteilt. Gerade in Bezug auf die Behinderung kann das für die Kommunikation entlastend sein. Im Mittelpunkt soll das Thema stehen und nicht die körperliche oder geistige Behinderung eines Auszubildenden.
Im Anschluss an die Projektphase wurden Ergebnisse und Erfahrungen ausgetauscht. Das beinhaltete Aspekte wie Erfahrungen mit den Aufgaben, den Aufgabenformaten und der tutoriellen Betreuung.
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2. Thematische Gliederung des E - Learning - Moduls
In diesem E- Learning - Modul wird unter Anleitung der Studierenden eine Broschüre zum Thema ,,Allergien’’ erstellt. Hierbei wird zunächst mithilfe von Lesetexten und Grafiken Grundlagenwissen zum Thema erarbeitet und strukturiert (Mind Map). Es geht hierbei um Aspekte wie Definition, Symptome, Diagnose und Therapie. Im Anschluss daran erarbeiten die Schüler konkrete Materialien für eine Broschüre, diskutieren über das Layout und sollen zum Ende dieses Vorhabens eine fertige Broschüre erstellt haben. Es folgt eine Übersicht über die einzelnen Bausteine.
Baustein 1
Thema: Was ist eine Allergie?
Ziel: Die Schüler erarbeiten sich mithilfe von Texten Grundlagenwissen Ablauf: Nach einer kurzen Vorstellung und Erläuterung der Ziele dieses E - Learning -Moduls wird mithilfe einer szenischen Lesung zum Thema hingeführt. Es folgt ein Brainstorming, um das vorhandene Wissen zu aktivieren. Dieses wird durch einen Lesetext und einer Grafik vertieft. Zum Lesetext sind mit dem Programm ,,Hot Potatoes’’ Quizfragen erstellt worden. Der detaillierte Ablauf dieses Bausteins ist unter Punkt fünf und sechs zu finden.
Baustein 2
Thema: Diagnose und Therapie einer Allergie
Ziel: Erweiterung des Grundlagenwissens und Strukturierung durch eine Mind Map Ablauf: Die Inhalte der ersten Sitzung werden kurz wiederholt. Durch Lesetexte erfolgt eine Auseinandersetzung mit den Themen ,,Diagnose’’ und ,,Therapie’’. Jeder Schüler beschäftigt sich nur mit einem Thema. Durch die Methode des WELL tauschen sich die Schüler im Anschluss an die Lektüre aus. Schließlich wird unter Anleitung der Studierenden eine Mind Map erstellt, welche das bisher erworbene Wissen anschaulich zusammenfasst. Die Studierenden leisten hier Strukturierungshilfen. Die Mind Map dient als Grundlage für die Erstellung der Broschüre.
Baustein 3
Thema: Wie erstellen wir eine Broschüre über das Thema ,,Allergie’’? Ziel: Die Schüler erstellen Materialien zur Erstellung einer Broschüre
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Ablauf: Zunächst erfolgt eine Ideensammlung bezüglich möglicher Inhalte und des Layouts
durch ein Brainstorming. Wenn notwendig, leisten die Studierenden Hilfestellungen. Eine Broschürenvorlage wird von den Studierenden bereitgestellt. Im Wesentlichen können folgende Aspekte berücksichtigt werden: 1. Was ist eine Allergie? 2. Symptome 3. Diagnoseverfahren
4. Therapieformen (auch mit Vor- und Nachteilen) 5. Links, Telefonnummer, usw. für weitere Infos, Bilder, Grafiken
Nach einer Diskussion über die Ergebnisse des Brainstormings einigt sich die Gruppe auf die für sie wichtigen Punkte. Die Studierenden legen nun die weiteren Arbeitsschritte fest. Hierzu bekommt jeder Auszubildenden ein Thema zugeordnet, das er bearbeitet. Die Azubis können nun in EA Texte verfassen bzw. im Internet nach geeigneten Links, Telefonnummer, Bilder oder Grafiken suchen. Bei Schwierigkeiten helfen die Studierenden. Es ist zu erwarten, dass nicht alle Schüler fertig werden. Daher werden mögliche Ergebnisse in der nächsten Sitzung diskutiert.
Baustein 4
Thema: Die Broschüre zum Thema ,,Allergie’’ wird fertig gestellt
Ziel: Die Schüler erstellen mithilfe der erarbeiteten Materialien eine Broschüre zum Thema Ablauf: Auf Grundlage der in der letzten Sitzung erarbeiteten Materialien erläutert jeder Schüler seinen derzeitigen Arbeitsstand. Jeder Auszubildende hat die Möglichkeit Fragen zu stellen. Die Auszubildenden erhalten noch eine gewisse Bearbeitungszeit. Bereits fertige Schüler stellen ihre Materialien in die Broschürenvorlage. Nach einer gewissen Zeit werden alle Schüler gebeten, ihre Materialien in die Vorlage zu stellen. Das gilt auch für diejenigen, die nicht fertig geworden sind. Zum Abschluss wird die Broschüre im virtuellen Konferenzraum diskutiert. Es soll auch eine selbstkritische Beurteilung erfolgen. Hierzu geben die Studierenden Hilfestellung.
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Arbeit zitieren:
David Spisla, 2010, Kompetenzorientierter Unterrichtsentwurf zum ersten Lernbaustein des E–Learning Moduls: Erstellen einer Broschüre zum Thema ,,Allergie’’, München, GRIN Verlag GmbH
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am Wednesday, November 17, 2010-