brauchten mehr Zeit, um Aufgabenstellungen zu verstehen und diese dann bearbeiten zu können. Einzelne Schüler traten im negativen Sinn auffällig in Erscheinung und hinderten andere Kinder während der Stunde am Lernen und der Mitarbeit. Eine Jungengruppe musste oftmals ermahnt werden, sich an Regeln im Unterricht zu halten und nur nach vorherigem Melden zu sprechen. Aber auch anderen Schülern bereitete es Schwierigkeiten, sich an die Melderegel zu halten. Sie konnten es oft noch nicht abwarten, bis sie an die Reihe kamen und riefen ihre Ergebnisse oder Meinungen in die Klasse hinein. Wir reagierten darauf, indem wir an die Melderegel erinnerten und nur Kinder aufriefen, die aufzeigten.Ein Schüler zeigte fast täglich aggressive Verhaltensweisen. Diesem Schüler mussten wir klare Konsequenzen aufzeigen, die bei einem unangemessenen Verhalten greifen würden. Ebenso haben wir mit Schülern verfahren, die ständig laut waren. Als Konsequenz vewährten wir ihnen die weitere Mitarbeit im Morgenkreis oder als drastischere Maßnahme wurden sie zur Lehrerin in den Klassenraum geschickt. 2.2 Zum Klassenraum
Der orangene Raum, den wir in der Zeit des Projektes zur Verfügung gestellt bekommen haben, war für unsere Zwecke denkbar schlecht geeignet. Hierfür gab es mehrere Gründe, die wir im Folgenden kurz aufführen werden. Jeden Tag konnten wir erst ab 10:00 Uhr -also zu Beginn der Unterrichtsstunde- den Raum belegen und ihn für unsere Zwecke vorbereiten. Aus diesem Grund mussten wir die Klassenlehrerin bitten, die Schüler vorher in ihrem ursprünglichen Klassenraum frühstücken zu lassen, so dass wir diese „freie Zeit“ dazu nutzen konnten, den Projektraum für die jeweilige Stunde vorzubereiten. Ein weiterer Aspekt war die Aufteilung der Tische in dem Raum, in dem sich lediglich sieben kleine dreieckige Tische befanden, sodass die Schüler nicht viel Arbeitsfläche hatten. Folglich stellte sich die Arbeit zu zweit an solch einem Tisch als sehr schwer dar. Da wir größtenteils Stationenlernen in unserer Unterrichtseinheit durchführen wollten und dementsprechend viel Platz benötigten, wäre es für uns besser gewesen, hätten wir einen anderen Raum zugeteilt bekommen. Letztendlich hat es funktioniert, da die Schüler statt an den Stationstischen meist auf dem Boden des Sitzkreises gearbeitet haben. 3 Methoden - und Medienwahl
Das Thema „Vom Korn zum Brot“ ist interessant und wichtig. Um dies zu vermitteln, haben wir versucht, alle Stunden mit einem Impuls zu eröffnen. Die Schüler waren -vor allem aus persönlicher Erfahrung- sehr emotional an das Thema gebunden, sodass es intensiv behandelt werden konnte. Außerdem wurde die Erarbeitung an konkreten Gegenständen (Weizen- und
Roggenpflanze, Wimmelbilder, gemeinsames Pflanzen einer Getreidepflanze im Blumentopf, thematisches Lied, Rasseln basteln) vorgenommen, was spannend und notwendig war, da die Kinder sich noch in der Phase der konkreten Operation befanden. Ebenso haben wir als Ritual zu jeder Stunde das Brainstorming zu dem Thema „Vom Korn zum Brot“ eingeführt. Das Brainstorming nutzten wir, um die Schüler zur aktiven Teilnahme am Unterrichtsprozess zu ermutigen. Alle Schüler waren gefragt, über das Thema nachzudenken. Die genannten Wörter, die jedem einzelnen zu dem Thema einfielen, wurde von uns auf eine Plakatwand geschrieben, die für jeden Schüler gut sichtbar war. Zur Sicherung haben wir an den jeweiligen Stationen Arbeitsblätter eingesetzt, an dem das Gelernte vertieft, aber vor allem in selbständiger Arbeit oder Partnerarbeit gefestigt werden konnte. Aufgrund des Stationenlernens wählten wir für die Unterrichtsphasen verschiedene Arbeits- und Sozialformen. Zur Hinführung und Erarbeitung jeder Stunde wählten wir den Sitzkreis, da es hier in einem gelenkten Gespräch zum Erfahrungsaus-tausch kommen sollte. Außerdem konnten die Kinder so am besten die Unterrichtsgegenstände (Getreidepflanzen, Stand des Wachstums der Pflanze, sammeln von neuen Wörtern auf Plakatwand) sehen und Spiele zu dem Thema durchgeführt werden. Nach dem Auflösen des Sitzkreises, in Form einer
„Perlenkette“ 2 , suchten sich die Schüler eine freie Station aus und bearbeiteten die Arbeitsblätter in Einzel- oder Partnerarbeit. Voraussetzung war, dass Schüler, die Fragen hatten, auf ihrem Platz sitzen blieben und aufzeigten. Fragen wurden nur am Arbeitsplatz beantwortet. War ein Schüler fertig mit einem Arbeitsblatt, wurde dieses kontrolliert und auf dem Laufzettel abgehakt. Da die Kinder sich täglich mit dem Thema „Vom Korn zum Brot“ auseinandersetzten, konnten sie das Gelernte in der Realität suchen, überprüfen und ggf. anwenden. So konnten sie die gelernten Getreidepflanzen auf Feldern finden, sich ihre Bedeutung vergegenwärtigen und die Nahrung, die sie zu sich nahmen, nach Zutaten untersuchen. Die Schüler waren zudem -spätestens seit dem Besuch im Bauernhausmuseumin der Lage, ihr eigenes Brot zu backen. Anhand der Entwicklung einiger, gemeinsam mit der Klasse eingepflanzten Körner, konnte täglich weitere Praxis verdeutlicht werden.
2 Der Schüler, der am leisesten ist, wird gebeten sich aus dem Stizkreis zu begeben und sich eine Station
auszuchen. Die anderen folgen ihm der Reihe nach, im Uhrzeigersinn.
4 Thema der Unterrichtsstunde „Rassel basteln“ 4.1 Ziele 4.1.1 Grobziel:
Die Schüler sollten den Umgang mit handlungsanweisenden Texten üben, indem sie
unterschiedliche Textanweisungen sinnentnehmend lesen und sachgemäß umsetzen mussten. 3 Außerdem sollten sie ihre Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit mit Hilfe des partnerschaftlichen Arbeitens festigen und ausbauen. 4.1.2 Feinziele:
Die Schüler sollten
⇒ einen ersten Einblick in den Ablauf der Aufgabe erhalten, indem sie die Textanweisung genau lesen und offene Fragen im Unterrichtsgespräch klären,
⇒ die Aufgabe gemäß der schriftlichen Anweisung umsetzen, indem sie die beschriebenen Schritte praktisch-handelnd durchführen. 4.1.3 Prozessuales Ziel:
Die Schüler sollten in ihrer Fähigkeit zum selbständigen, strukturierten Arbeiten gefördert und in ihrem Selbstvertrauen gestärkt werden, indem sie Tätigkeiten mit einem sinnvollen Gebrauchswert (Umsetzung von Textanweisungen) bei steigender Komplexität zunehmend eigenständig durchführen. 4.2 ii. Sachstrukturanalyse
Vorrangiger Gegenstand der vorgegebenen Unterrichtsstunde war das sinnentnehmende Lesen eines Handlungstextes, der eine Vorgangsbeschreibung zur Herstellung einer Rassel behandelte.Wesen und Aufgabe der Beschreibung ist im Allgemeinen ein genaues, sorgfältiges, alle wesentlichen Einzelheiten umfassendes Darstellen von Vorgängen, Gegenständen oder Lebewesen. Sinn der Beschreibung ist die Belehrung. Daher erfolgte eine Beschreibung in einer sachlichen und anschaulichen Darstellungsweise. Die Sprache war schlicht, einfach, klar und leicht verständlich, so dass sich der Leser das Dargestellte gut vorstellen konnte. Voraussetzung für jede Beschreibung ist die sichere Kenntnis des Darzulegenden. Wesentlich bei einer Vorgangsbeschreibung ist die Darlegung der benötigten Materialien und der einzelnen Handlungsschritte in der richtigen Reihenfolge (vgl. Steinbügl 1965, 147 f.). Lesen, also das Rück-„Übersetzen“ von Buchstaben in Laute und das Verschleifen zu Wörtern, auch Rekodierung genannt, wird zum sinnentnehmenden Lesen,
3 Siehe Anhang 1
Arbeit zitieren:
Anne Sandermann, 2009, Praktikumsbericht, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik: neuer Titel erschienen: Praktikumsbericht
Anne Sandermann hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare