Inhaltsverzeichnis
1. Dokumentation der Operationalisierung des Konstrukts 3
2. Dokumentation der Items 4
3. Dokumentation der Formalien des Instruments 5
4. Zusammenfassung Ausblick 7
5. Literaturverzeichnis 8
Anhang :
Anhang I - Fragestellung und Skala 9
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Dokumentation der Operationalisierung des Konstruktes
Das Konstrukt der Selbstverbesserung als Teil des Mediennutzungsmotivs „Sozialer Nutzen“ sowie als Teil „Sozialer Vergleichsprozesse“ wurde hier folgendermaßen operationalisiert. Zunächst wurde das Konstrukt in die Hauptdimensionen psychologische und physiologische Verbesserung zerlegt. Anschließend wurden Subdimensionen erdacht. Für die psychologische Dimension sind dies kognitive, affektive und konative Verbesserungen. Kognitiv meint in diesem Zusammenhang die Verbesserung im Sinne eines Wissenszuwachses oder dem späteren Nutzen einer Information. Affektive Verbesserung stellt einen Ausbau seines „Gefühlsmanagements“ dar. Mit konativ sind alle intrinsisch motivierten Intentionen gemeint, die darauf abzielen eine Handlungs- oder Verhaltensänderung herbeizuführen. Die physiologische Dimension wurde ausschließlich in eine weitere Subdimension differenziert. Diese wird als optisch bezeichnet und zielt auf materielle und physiognomische Verbesserungen des Aussehens von Personen ab. Alle genannten Dimensionen spielen sich auf der sozialen Ebene ab, das heißt sie spielen, neben der selbstreferenziellen Bedeutung für die eigene Person eine übergeordnete Rolle im gesellschaftlichen - also sozialen - Leben.
Daraus ergaben sich kleine Forschungsfragen, zu deren Beantwortung der später folgende Itemkatalog erstellt wurde.
- kognitiv: Möchten Menschen ihren Wissensstand verbessern?
- affektiv: Möchten Menschen lernen mit ihren Gefühlen umzugehen? - konativ: Möchten Menschen bestimmte Verhaltensänderungen herbeiführen? - optisch: Möchten Menschen ihr Aussehen verbessern?
Daraus resultiert schließlich die Frage warum sich Menschen in spezifischen Lebens- und Entwicklungsbereichen verbessern wollen. Hier knüpft die Forschungsfrage an. Theoretisch fundiert ist, dass sich Menschen miteinander vergleichen und dadurch Selbstbewertungs-, Selbstverbesserungs- und Selbstwerterhöhungsprozesse in Gang gebracht werden.
Die Frage dabei ist nun, welche sozialen Vergleichsprozesse stattfinden und welche Strategien dabei dominieren?
Die Selbstverbesserung zählt zu den Vergleichsmotiven und folgt prozessual auf die Selbstbewertung. Das Individuum schätzt sich also in einem lateralen Vergleich mit einer anderen, ihm ähnlichen, Person ein und infolgedessen entsteht die Absicht sich selbst zu verbessern. Dieser natürliche Fortschritts- beziehungsweise Verbesserungstrieb soll die Anpassung an die Umwelt erhöhen (vgl. Festinger 1954: 124). Im Unterschied zu sozialen
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Vergleichen zur Selbstbewertung dient das Vergleichsmotiv der Selbstverbesserung dazu, aus einem Aufwärtsvergleich „Inspiration zu schöpfen und eventuell Fertigkeiten oder Leistungen zu verbessern“ (Schemer 2006: 88).
(Abb. 1: Übersicht über Dimensionen, Subdimensionen & dazugehörige Beispieitems des Konstrukts „Selbstverbesserung“)
Dokumentation des Item-Messbereiches & Item-Legende
Im Folgenden wird beschrieben welche Items, welche Subdimension messen. Die Reihenfolge der Items im Fragebogen folgt dieser Legende.
Die Items 1,2,4,18 messen die kognitive Subdimension. Sie konzentrieren sich dabei auf einen Wissenszuwachs, der sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben von Bedeutung ist. Die Items 5, 10,11,12,13,19 messen die affektive Subdimension, also jenen Bereich, der vordergründig mit den Gefühlen der Befragten zusammenhängt. Die Items 3,7,8,15,17,20 messen die konative Subdimension. Hier stehen bestimmte Verhaltensweisen im Mittelpunkt der Erhebung. Die Items 6,9,14 messen die optische Subdimension, das heißt, sie betreffen das materielle und physiognomische Aussehen einer Person. Es sei an dieser Stelle darauf verwiesen, dass alle Items einen gewissen konativen Charakter haben, was darauf zurückzuführen ist, dass die Frageform der Verhaltensfrage gewählt wurde, auf die im nächsten Absatz eingegangen wird.
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Arbeit zitieren:
B.A. Gordon Oslislo, 2009, Dokumentation der Erstellung eines geeigneten Messinstruments zur Erfassung des Konstrukts „Selbstverbesserung“ im Kontext Parasozialer Interaktionen (PSI), München, GRIN Verlag GmbH
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