Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Grundlagen des logischen Empirismus 4
2.1 Ayers „Kritik der Ethik und Theologie“ 6
3. Kritik an Ayer 8
3.1 Fazit 9
5. Literaturverzeichnis 11
2
1. Einleitung
Der logische Empirismus oder auch der logische Positivismus nach Alfred Jules Ayer ist eine Theorie die dem Nonkognitivismus zuzuordnen ist. Ayers Interpretation steht direkt neben der von Rudolf Carnap sowie Hans Reichenbach und stimmt weitestgehend mit deren Theorien überein. Ayers Theorie ist eine emotivistische, somit kann sie auch als „Der Emotivismus des logischen Positivismus“ 1 bezeichnet werden.
Hauptanliegen dieser Theorie ist es eine rational begründete Normenethik zu kritisieren. In Ayers grundlegendem Werk „Language, Truth and Logic“, welches ich im Rahmen dieser Hausarbeit in einer deutschen Übersetzung verwenden werde, begründet er seine Theorie und attackiert auf sprachphilosophischer Ebene die normative Moraltheorie und in erster Linie ihre metaphysischen Ansätze. Insbesondere im sechsten Kapitel welches sich ausschließlich der Kritik widmet und damit auch für diese Arbeit von zentraler Bedeutung ist. Im Rahmen dieser Hausarbeit möchte ich zunächst einen kurzen Einblick in den logischen Empirismus geben, sowohl in die begriffliche Definition und die inhaltlichen Kernaussagen. Dazu dient mir neben Ayers Buch die Arbeit „Logischer Positivismus - Wiener und Berliner Kreis“. Timm Lampert beschäftigt sich innerhalb seiner Arbeit nicht mit Ayers Theorie, jedoch bietet sie hervorragende Ansätze um zu verstehen woher die Ideen Ayers stammen. Im Anschluss daran widme ich mich Ayers „Kritik der Ethik und Theologie“. Grade anhand Ayers Kritik an der Ethik bzw. der normativen Moralethik und ihrem metaphysischen Sprachgebrauch verdeutlicht sich seine Theorie inhaltlich und offenbart ebenso ihre Schwächen. Obwohl dies nur eine kurze Zusammenfassung darstellt, soll sie in dem Leser vermitteln können welche Kernaussagen Ayer in seinem Werk macht. Auf dieser Basis soll im Anschluss Kritik an Ayers Standpunkt dargestellt werden, dazu dient mir das Werk von Wulf Kellerwessel „Normenbegründung in der Analytischen Ethik“. Kellerwessel intendiert mit seinem Buch, insbesondere dem Kapitel, das sich Ayers Theorie widmet zwar nicht ausschließlich Kritik, jedoch behandelt er das Thema im Aufbau sehr ähnlich, was dieser Hausarbeit und ihrem Untersuchungsgegenstand sehr entgegen kommt. Zum Schluss dieser Arbeit möchte ich noch ein persönliches Fazit ziehen, welches sich jenseits der Standpunkte von Autoren bewegen soll und schließlich meine Perspektive auf Ayers Theorie anbietet.
1 Wulf Kellerwessel, „Normenbegründung in der Analytischen Ethik“, Seite 65
3
2. Grundlagen des logischen Empirismus
Um die diskutierten Kritiken Ayers nachzuvollziehen ist es unabdingbar zunächst die Grundlagen der Theorie zu verstehen. Ayer ist nicht der einzige Urheber des logischen Empirismus, sondern ein Vertreter dieser Richtung.
Bevor jedoch weiter darauf eingegangen werden kann, ist es wichtig den Unterschied bzw. die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Begriffen „logischer Positivismus“ und „logischer Empirismus“ klar zu machen. Der Positivismus ist eine Philosophische Richtung die vom gegebenen ausgeht:
„Als “gegeben” werden zumeist die unmittelbaren Erlebnisse (z.B. Vorstellungen, Willensakte, Sinnesdaten) oder noch enger die Sinnesdaten allein betrachtet. Verwandt mit dem Positivismus ist der Empirismus, d.i. die Auffassung, alle Erkenntnis beruhe auf Erfahrung. Entsprechend wird anstelle des “logischen Positivismus” auch vom “logischen Empirismus” gesprochen. Der Positivismus lehnt metaphysische, über die Erfahrung hinausgehende, Erörterungen ab, da diese Fragen zu beantworten versuchen, deren Antwort sich nicht durch die Erfahrung kontrollieren lässt. Die Bezeichnung “Positivismus” wird auf den französischen Philosophen Auguste Comte (1798-1857) zurückgeführt“. 2 Die Wurzeln des logischen Positivismus finden sich beim „Wiener Kreis“, welcher ein Zirkel von Wissenschaftlern war der sich zwischen 1907 und 1936, in unterschiedlicher Konstellation und bewegter Geschichte, „mit der philosophischen, aber metaphysikfreien Grundlegung der modernen Wissenschaft befasste“. 3 Grundlegend für diese Theorie ist das Verifikationsprinzip:
„Es ist zu unterscheiden zwischen dem Verifikationsprinzip als einem Prinzip, das den Sinn eines Satz bestimmt, und als einem Prinzip, das als Sinnkriterium dient, durch das entschieden werden kann, ob ein Satz sinnvoll ist. Im ersteren Sinne besagt das Verifikationsprinzip, dass der Sinn eines Satzes in der Methode seiner Verifikation besteht: Den Sinn eines Satzes zu bestimmen, heisst demnach, anzugeben, wie der Satz zu verifizieren ist. Im Sinne eines Sinnkriteriums besagt das Verifikationsprinzip, dass ein Satz sinnvoll ist, wenn er verifizierbar ist, und dass er nicht sinnvoll ist, wenn er nicht verifizierbar ist. Ein Satz ist verifizierbar, wenn es ein Verfahren (eine Methode) gibt, seine Wahrheit festzustellen. In beiden Fassungen wurde im Rahmen des logischen Positivismus das Verifikationsprinzip auf mündliche Äußerungen von Ludwig Wittgenstein (1889 - 1951) zurückgeführt.“ 4
2 Timm Lampert, „Logischer Positivismus - Wiener und Berliner Kreis“,
http://philosci40.unibe.ch/lehre/klassiker/sitzung1/logpos.pdf , S. 1-2
3 Ebenda, S. 3
4 Ebenda, S. 2-3
4
Interessant für das Verständnis von Ayers Position sind im Grunde genommen beide Aussagen des Prinzips. Nach Ayers Verständnis muss ein Satz entweder analytisch oder empirisch überprüfbar sein, wenn er sinnvoll sein soll. Damit legt Ayer fest welche Kategorien an Sätzen es gibt und nach welchen Kriterien sie sinnvoll verifizierbar sind. Ein analytischer Satz macht eine Aussage über die Welt die entweder wahr oder falsch ist, ein empirischer, synthetischer Satz macht eine Aussage über die Welt die sich als wahr oder falsch erweisen kann. Beide Kategorien von Sätzen lassen sich in Hinblick auf den Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen sinnvoll verifizieren, entweder mit Hilfe der Logik oder empirischer Methoden. Somit definiert Ayer zum einen, welche Methoden der Verifikation zur Verfügung stehen, zum anderen geht er davon aus das der Satz nur dann sinnvoll ist wenn man ihn überhaupt verifizieren oder falsifizieren kann. Diese Auffassung stellt das Grundgerüst Ayers von Theorie dar.
Im Zuge der Notwendigkeit festzustellen wie ethische Sätze zu verifizieren oder sind unterteilt er diese in Bezug auf ihre Aussagen in vier Kategorien von Sätzen, die da lauten: „ 1) Definitionen ethischer Begriffe sowie Sätze über diese; sie konstituierten die Moralphilosophie.
2) Sätze, die moralische Erfahrungen und deren Ursachen beschrieben; diese seien der Soziologie oder der Psychologie zuzuordnen.
3) Ermahnungen; diese seien Ausrufe oder Befehle (u.ä.) und gehörten demgemäß weder der Philosophie noch der Wissenschaft zu.
4) Wirkliche ethische Urteile; auch diese, meint Ayer, wären nicht Bestandteil der Philosophie (es sein denn, es handele sich um Definitionen, Zitate oder ähnliches).“ 5 Jedoch kommt Ayer zu dem Schluß das ethische Sätze sich nicht in ein Konzept fassen lassen welches analysierbar ist. Somit sind ethische Sätze seiner Auffassung nach nicht belegbar und damit zunächst inhaltlich sinnlos. Wie dem letzten Zitat zu entnehmen ist, war Ayer der Ansicht das die Ethik im Grunde genommen gar keine Wissenschaft sei.
5 Wulf Kellerwessel, „Normenbegründung in der Analytischen Ethik“, S. 66-67
5
2.1 Ayers „Kritik der Ethik und Theologie“
Ausgehend von dem Verifikationsprinzip kritisiert Ayer in dem gleichnamigen Kapitel seines Hauptwerkes die metaethischen Aussagen, die der normativen Moralethik zu Grunde liegen, auf sprachphilosophischer Ebene. Er stellt dabei in Frage, dass bestimmte Aussagen überhaupt eine Gültigkeit haben hinsichtlich ihres Sinngehalts und der Möglichkeit sie zu verifizieren. Betrachten wir dazu folgende Aussage: „Es ist falsch, dass du Geld stahlst.“ 6 Nach Ayers Ansicht enthält dieser Satz keine verifizierbare, daher gültige Aussage darüber ob das Stehlen von Geld falsch ist. So könnte jemand anderes durchaus anderer Meinung sein und die Aussage treffen: „Es ist richtig, dass du Geld gestohlen hast.“ Damit ist also gemeint das man bezüglich der Richtigkeit eines moralischen Gebots verschiedener Auffassung sein kann und das es keine Möglichkeit gibt zu verifizieren ob, in diesem Fall das Stehlen von Geld, richtig oder falsch ist.
An dieser Stelle bringt Ayer den Emotivismus ins Spiel. Er sagt das, wir wollen bei unserem Beispiel bleiben, keiner der beiden Sprecher eine analytisch oder empirisch prüfbare Aussage über die Richtigkeit bzw. Falschheit, was das Stehlen angeht, macht. Ayer zufolge bringen beide Sprecher lediglich ihre eigene, „gefühlte“ Einstellung gegenüber dem Stehlen von Geld zum Ausdruck. Somit enthalten beide Sätze, analytisch betrachtet, lediglich die Aussage: „Du hast Geld gestohlen.“
Die Billigung oder Missbilligung dieses Verhaltens kann zum einen im Satzinhalt zum Ausdruck gebracht werden („Es ist falsch das....“, „Es ist richtig das...“), genauso gut könnten die Sprecher diesen Satz in einem bestimmten Tonfall sagen um ihre persönliche Einstellung zur Geltung kommen zu lassen. In jedem Falle wird keine Aussage über ein moralisches Gebot gemacht. Ethische Aussagen dienen somit dem Ausdruck des persönlichen Gefühls des Sprechers in Bezug auf eine bestimmte Sache und der Möglichkeit über dieses Gefühl seine Zuhörer zu beeinflussen, „Empfindungen hervorzurufen, um so Handlungen anzuregen“. 7 Ayers Auffassung nach basieren unsere Moralvorstellungen auf einem in uns wohnenden Altruismus und es gibt eben keine Möglichkeit diese auf bestimmte, oberste Normen zurückzuführen.
Ähnlich seiner Kritik an der Ethik verläuft die Kritik an der Theologie. Ayer bemüht sich in seinen Ausführungen um eine Darstellung der zufolge keine Aussage über Gott gemacht werden kann.
6 A.J. Ayer, „Sprache, Wahrheit und Logik“, S. 141
Ayer verwendet dieses Beispiel in ähnlicher Form, ebenfalls um seine Ausführungen anschaulicher zu
machen.
7 Ebenda, S. 143
6
Weder analytisch noch empirisch lässt sich Gott beweisen oder widerlegen, somit sind Aussagen wie z.B.: „Gott ist existent“, „Gott ist nicht existent“, „Gott könnte existieren oder auch nicht“, allesamt nichts sagend. Hauptsächlich deshalb, weil Gott als ein transzendentes Wesen definiert wird, die Eigenschaften, die dieser Wesenheit zugeschrieben werden, sorgen dafür das man an sie glauben, aber seine Existenz nicht beweisen kann. Ayer ist der Auffassung das über diesen Beleg sich der Streit zwischen Atheisten, Theisten und Agnostikern beilegen ließe, denn keiner der genannten Positionen macht überhaupt eine Aussage über Gott. 8 Lediglich die gefühlte Einstellung zum Glauben kommt bei den drei hier angeführten Sätzen zum Ausdruck.
8 A.J. Ayer, „Sprache, Wahrheit und Logik“, S. 154
7
3. Kritik an Ayer
Einer der vordergründigsten Kritikpunkte ist der, das mit Ayers emotivistischer Theorie nur in sehr geringen Maßen überhaupt sinnvoll ethische Sachverhalte erfasst werden können. Es fehlt zum einen die Möglichkeit normative Aussagen zu begründen, zum anderen lassen sich der Theorie nach nur „relative Geltungen und Begründungen“ 9 finden „und zwar dann, wenn es Übereinstimmungen in den Grundsätzen schon gibt“ 10 . Es mangelt dieser Theorie insgesamt an Objektivität, dies wird in besonderer Weise an der Tatsache deutlich das Ayer moralischen Wörtern ausschließlich einen emotiven Aspekt zuschreibt. Bei Sätzen, die Vergangenes oder Abwesendes behandeln ist diese Ansicht mehr als problematisch. Außerdem beachtet Ayer nicht das moralische Werte für gewöhnlich auf moralischen Regeln basieren, er wird diesem Sachverhalt mit seiner Theorie nicht gerecht.
Insgesamt ist es sehr schwierig die Bedeutung moralischer Aussagen auf einen emotiven Gehalt zu reduzieren. Es erscheint ebenso widersprüchlich, dass eine nonkognitivistische Theorie auf einen äußerst analytischen Ansatz zurückgreift und über die Logik argumentiert. Dieser Aspekt ist relevant, weil das von Ayer angeführte Argument, dass ethischen Urteilen kein Wahrheitswert zukommt, in sofern nicht zutreffend ist, als das ihnen durchaus kognitive Gehalte zukommen können. Moralische Sprache steht durchaus in direktem Zusammenhang mit rationalen Erwägungen. Die Äußerungen eines Sprechers hinsichtlich seiner moralischen Urteile verfolgen durchaus einen Geltungsanspruch, der argumentativ besteht und somit nicht nur bloße Äußerung seiner Gefühle ist. Somit kann man zusammenfassen: „Seine (Ayers) Kritik hängt in hohem Maße von außerordentlich problematischen Voraussetzungen ab, nämlich von einer deskriptiv inadäquaten Auffassung moralischer Sprache, die deren kognitive bzw. rationale Aspekte ausblendet, und sprachphilosophischen Überlegungen, die dem Phänomen des intersubjektiven Sprachgebrauchs kaum gerecht zu werden vermögen.“ 11
Am strittigsten ist wohl die Auffassung Ayers das es keine Möglichkeit gibt grundlegende moralische Aussagen zu prüfen. Diese wird von ihm lediglich behauptet aber nicht argumentativ ausreichend begründet.
Es wird durch seine Ausführungen nur deutlich das sich ethische Sätze nicht ausschließlich durch Empirie oder Logik erörtern lassen.
9 Wulf Kellerwessel, „Normenbegründung in der Analytischen Ethik“, S. 70
10 Ebenda, S. 70
11 Ebenda, S. 73
8
3.1 Fazit
Ayers Theorie ist sehr provokant, trotz berechtigter Kritik kann ein bestimmter Zusammenhang, nämlich die Zusammenhangslosigkeit zwischen Logik und ethischen Urteilen einer Person oder Personengruppen nicht von der Hand gewiesen werden. 12 Im Grunde genommen ist dies eine der wichtigsten Aussagen, die auch relativ leicht verständlich ist. Zwar kann man sehr schlecht wie bereits im vorherigen Kapitel erwähnt, die kognitiven Aspekte ethischer Urteile und Sätze ausblenden, aber es ist dennoch Möglich, dass sich Menschen auf den Standpunkt stellen ihre moralischen Urteile seien gefühlt. Wobei sich dieser Standpunkt weder belegen noch widerlegen lässt. Es fehlen für Gefühle ganz deutlich die Beweise, die Ayer eben so sehr durch die von ihm angewandten Methoden sucht. Er räumt sogar ein, dass ein Sprecher einen ethischen Satz äußern könnte ohne das dazu gehörige Gefühl zu haben. Somit würde dieser Sprecher seine Zuhörer täuschen und ein Gefühl zum Ausdruck bringen das er gar nicht hat.
Daher fehlt Ayers Theorie die Schlagfertigkeit, er sucht einen Beweis, findet keinen und verweist auf einen Bereich der ebenfalls ohne Beweis existiert. Gefühle sind nur in Erfahrung zu bringen wenn sie zum Ausdruck gebracht werden, es wäre z.B. ein Schauspieler denkbar der in seiner Freizeit seine Mitmenschen hinsichtlich seiner Gefühle erfolgreich täuscht. Wenn überhaupt kommt der emotive Aspekt sehr viel mehr zur Geltung wenn zwei von Grund auf verschiedene Wertesysteme verglichen werden. So ist es mir zum Beispiel möglich, als Mitglied dieser Gesellschaft die Todesstrafe in anderen Kulturkreisen als äußerst ungerecht zu empfinden. Hinsichtlich der Bewertung welches Land mit seiner Praxis gegenüber Straftätern ethisch korrekt handelt, also welche Wertvorstellung wahr oder falsch ist bzw. gültig ist oder eben nicht ist auf dem Weg Ayers nicht erfahrbar. Es lässt sich mit Hilfe sehr anerkannter Methoden erstaunlich wenig über moralische Entscheidungen bzw. ihrer Gültigkeit sagen. Somit erfasst Ayer den emotiven Aspekt moralischer Urteile, dies bleibt ebenfalls eine Leistung seiner Theorie und ein Punkt der von vielen anderen Philosophen nicht berührt wird. Ich kann dem nur in soweit Folgen als das ich feststelle das Gefühle durchaus einen wichtigen Grund stellen können hinsichtlich ethischer Urteile. Jedoch der Beweis diese Gefühle zu haben und sie von einer reinen Empörung zu trennen ist nur schwer möglich. Auch erscheint der Ausschluss kognitiver Zusammenhänge in Bezug auf diese Urteile zu extrem und einer der größten Fehler Ayers Theorie.
Ganz anders verhält es sich bei seiner Kritik an der Theologie.
12 Selbstverständlich ist es möglich mit Hilfe der Logik verschiedene Aussagen ethischer Konzepte zu
formalisieren und zu analysieren, jedoch nicht in dem Rahmen wie es Ayer versuchte.
9
Der Glaube ist Ausdruck eines religiösen Gefühls, es lässt sich lediglich eine Aussage darüber treffen ob man in Bezug auf seine Gefühle eine eindeutige Position oder einen Skeptizismus pflegt. Daher verstehe ich Ayers Ausführungen dazu als einen eher deskriptiven Teil seiner Theorie, man kann als Mensch keine sinnvolle Aussage über Gott treffen, jedoch durchaus zu seinem Glauben. Somit ist dieser Teil seiner Theorie als der deutlich kürzere aber bessere zu bewerten.
10
4. Literaturverzeichnis
1. Alfred Jules Ayer, „Sprache, Wahrheit und Logik“, Reclam 1970 2. Wulf Kellerwessel, „Normenbegründungen in der Analytischen Ethik“, Königshausen & Neumann 2003
3. Timm Lampert, „Logischer Positivismus - Wiener und Berliner Kreis“, http://philosci40.unibe.ch/lehre/klassiker/sitzung1/logpos.pdf
11
Arbeit zitieren:
Robert Alexander Steinadler, 2010, Der logische Empirismus nach A.J. Ayer, München, GRIN Verlag GmbH
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