Abkürzungsverzeichnis
OSS - Open Source Software
KMU - Klein- und Mittelständische Unternehmen SOA - Serviceorientierte Architektur MDA - Model Driven Architecure
MRP - Material requirements planning bzw. Manufacturing resource planning CIM - Computer Integrated Manufacturing ERP - Enterprise Resource Planning GPL - General Public License SaaS - Software as a Service
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Systemeinführung - Herausforderungen an Unternehmen
Abbildung 2: SAP-Systeme im Vergleich
III
Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Anforderungen an ERP-Systeme aus KMU-Sicht 3
3. SAP für KMU 5
3.1. Business One 5
3.2. Business By Design 5
3.3. Business All-In-One 6
3.4. Business 4 ME? - ein Zwischenfazit zu SAP 7
4. OSS ERP-Systeme 9
5. Vergleich 12
6. Fazit 16
Literaturverzeichnis 18
Anhang 21
IV
1. Einleitung
ERPnicht nur das „klassische Produktionsunternehmen“ in jenen ERP-Systemen abgebildet,
1
das ursprünglich aus MRP (material requirements planning bzw. später manufacturing resource planning) und CIM (computer integrated manufacturing) hervorging. Alle Branchen können mit heutigen ERP-Systemen arbeiten, da eine Vielzahl operativer und dispositiver Geschäftsprozesse abgedeckt wird. Dabei werden vor allem die Bereiche Finanz- und Rechnungswesen, Logistik, Vertrieb, Service Management, Produktion, es bedient.
2
Instandhaltung, Qualitätsmanagement und Human Resource Diese Bereiche werden in der ERP-typischen Modularisierung, mit der Hersteller von ERP-Systemen ange passte Branchenlösungen anbieten, abgebildet.
Vor Unternehmen, die die Einführung eines ERP-Systems beabsichtigen, stehen vielfä fältige Herausforderungen. Beginnend m it der Planung sind z.T. unklare Anforderungen und/oder Erwartungen an den Implementierungspartner und auch an das System selbst geknüpft. In der Einführungsphase mangelt es häufig an Mitarbeiterbeteiligung. Gründe dafür liegen in „Ängsten etwas falsch zu machen“ oder schlicht Zeitmangel. Zusammenfassend sei für die sich stellenden Herausforderungen auf folgende Abbildung 1 verwiesen.
men 3 Abbildung 1: Systemeinführung - Herausforderungen an Unternehm
1
Vor allem klein- und mittelständische Unternehmen (KMU), die sich mit solchen Herausforderungen konfrontiert sehen, sind unsicher, ob und wem sie ihr Vertrauen bzgl. einer ERP-Systemeinführung schenken sollen. Zum einen steht der Branchenprimus SAP mit großem know-how und etabliertem System bereit und bietet seit nicht allzu langer Zeit auch speziell für KMU vorgefertigte Branchenlösungen.
Zum anderen lockt Open-Source Software (OSS) mit geringeren Kosten bei der Einführung, die Lizenz ist dank bspw. GPL gänzlich kostenlos und auch die Weiterentwicklung ist durch Communities gesichert.
Eine dritte Möglichkeit sind proprietäre Systeme kleiner (lokaler) Hersteller und Softwarehäuser, diese werden aber aufgrund ihrer Spezifität im Rahmen dieser Arbeit nicht behandelt.
In der Arbeit soll anhand von Vergleichskriterien ein Schritt in der Entscheidungsfindung SAP vs. OSS für KMU gegangen werden. SAP bietet mit Business One, Business By Design und Business All In One drei Vertreter für KMU. Aufgrund der Verschiedenheit der Systeme und der unterschiedlichen Zielgruppen innerhalb der KMU sei nach der jeweiligen kurzen Vorstellung aller Systeme der Fokus auf nur eins gelegt, um die Vergleichbarkeit mit dem OSS-ERP-System zu gewährleisten. Als Vertreter für OSS geht Compiere in den Vergleich.
2
2. Anforderungen an ERP-Systeme aus KMU-Sicht
Ray Boggs, Vice President of Small and Medium Business Research bei IDC: "Kunden suchen nach etwas auf den ersten Blick Unvereinbarem: Nach Lösungen, die ihre individuellen Anforderungen erfüllen, dabei aber trotzdem weitgehend vorkonfiguriert sind, um einen schnellen und kostengünstigen Einsatz zu gewährleisten. […] Der Schlüssel zum Erfolg sind branchenspezifische Funktionen, die schnell und kostengünstig zu implementieren sind. Darüber hinaus werden einfach zugängliche Angebote erfolgreich sein, deren Soft- und Hardware bereits aufeinander abgestimmt sind." 4
Angelehnt an Roy Boggs sind für KMU bei einer anstehenden Systemeinführung individuelle Anforderungen an das System und deren Erfüllung relevant. Die Frage, passen das System bzw. die integrierten Prozesse zum Unternehmen und wie kann man sie im Zweifel doch an die eigenen Prozesse anpassen, sind essentiell. Hochgradige Individualisierbarkeit mit möglichst schon vorhandener Vorkonfiguration, ein Tradeoff, dem heutzutage üblicherweise mit branchenspezifischen Funktionalitäten entgegengetreten wird. Der Begriff „Best Practice“ steht hierbei für ein solches Konzept, bei dem „Lösungen oder Verfahrensweisen, die zu Spitzenleistungen führen und als Modell für eine Übernahme in Betracht kommen“ 5 .
Mittels „Best Practice“ und angemessener Vorkonfiguration wird schließlich auch eine annehmbare Einführungszeit erreicht, die im Sinne des Unternehmens ist. Letztlich soll das neue System schnellstmöglich in vollem Umfang in Betrieb genommen werden, um die Funktionalitäten effektiv nutzen zu können. Kann dabei die Einführung selbst vorgenommen werden oder braucht man dazu Fachwissen externer Dienstleister -Fragen die unbedingter Klärung bedürfen.
Ein weiterer kritischer Punkt bei einem ERP-System ist zweifelsohne die Schnittstellenverfügbarkeit zu anderen Systemen. Besonders in Zeiten des Supply Chain Management ein unverzichtbares Feature für reibungslose Kommunikation zwischen Lieferanten und Abnehmern innerhalb der Supply Chain, aber auch direkt zum Kunden.
4 Boggs, R auf monitor.at, Internet:, http://www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/9677, Stand: 03.04.2008,
Abfrage:05.11.2008
5 Internet: Online-Verwaltungslexikon, http://www.olev.de/b.htm, Stand: 07.11.2008, Abfrage:
08.11.2008
3
Arbeit zitieren:
Dipl.-Kfm. Björn Walther, 2009, SAP – Strategien und Lösungen für Klein- und Mittelständische Unternehmen im Vergleich mit Open-Source ERP-Systemen, München, GRIN Verlag GmbH
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