Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 2
2. Begriff wissensintensiver unternehmensorientierter Dienstleistungen. 2
3. Bedeutung in Deutschland 3
4. Wachstumsdynamik und ihre Gründe. 4
4.1 Externalisierungsthese 5
4.2 Interaktionsthese 6
4.3 Innovationsthese und Parallelitätsthese 6
5. Standortverhalten in Deutschland 7
5.1 Räumliche Konzentration 7
5.2 Agglomerationsvorteile. 9
5.3 Regionale Spezialisierungen. 9
6. Fazit. 10
7. Literaturverzeichnis 11
1. Einleitung
Schon von Jean Fourastié als „große Hoffnung“ gesehen, gewannen Dienstleistungen in der späteren Hälfte des 20. Jahrhunderts stark an Bedeutung. Der wirtschaftliche Strukturwandel wird überwiegend durch die Tertiärisierung bestimmt. Innerhalb dieser dynamischen Entwicklung sticht der moderne Begriff des quartären Sektors und damit auch der wissensintensiven Dienstleistungen, durch starkes Wachstum, besonders heraus.
Diese Arbeit befasst sich mit den wissensintensiven unternehmensorientierten Dienstleistungen - speziell mit ihrer Situation in Deutschland. Sie geht zunächst auf den Begriff der wissensintensiven unternehmensorientierten Dienstleistungen und ihre wirtschaftliche Bedeutung ein. Als ein weiterer Schwerpunkt wird ihre Wachstumsdynamik betrachtet. Abschließend wird auf das Standortverhalten eingegangen.
2. Begriff wissensintensiver unternehmensorientierter
Dienstleistungen
Der Begriff der unternehmensorientierten Dienstleistungen konzentriert sich auf Dienstleistungen (z. B. Forschung und Entwicklung, Wartung, Werbung, Beratung) deren Nachfrager Unternehmen, sowohl aus Produktion, als auch Dienstleistungsunternehmen, sind (Kulke 2008: 142).
Wissensintensive Dienstleistungen bilden eine Teilmenge der unternehmensorientierten Dienstleistungen. Sie basieren auf persönlich erbrachten Dienstleistungen wobei der Mensch hierbei eine höhere Stellung im Erstellungsprozess einnimmt. Da der Wissensbegriff alle theoretischen und praktischen Fähig- und Fertigkeiten umfasst zählt eigentlich jede persönlich erbrachte Dienstleistung zu den Wissensintensiven (Schaffer 2003: 61). Anders als Routinedienstleistungen, die zum Beispiel Wartungsdienstleistungen beinhalten, zeichnen sie sich jedoch durch einen überdurchschnittlich hohen Anteil an besonders qualifizierten Arbeitskräften aus (Strambach 2007: 708).
Zurzeit besitzen mehr als 11% der beteiligen Erwerbspersonen einen Hochschulabschluss oder es wird ein hoher Anteil an Naturwissenschaftlern und Ingenieuren beschäftigt (> 4,5% der Beschäftigen) (Schasse 2009: 4).
2
3. Bedeutung in Deutschland
Allgemein bietet der Dienstleistungssektor oft große Potenziale für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland (Döhrn et al. 2008: 13).
So beruht der wirtschaftliche Strukturwandel nicht nur auf der Zunahme der Bedeutung des Dienstleistungssektors, sondern auch in der stetigen Differenzierung innerhalb der Dienstleistungen (Strambach 2004b: 2). Seit den 1980er Jahren wachsen insbesondere die unternehmensorientierten Dienstleistungen stark an (Strambach 2007: 707). In den 1990er Jahren wurde daraufhin deutlich, dass wissensintensive Dienstleistungen besonders stark wachsen (Strambach 2007: 708). Im Folgenden wird zunächst auf ihre wirtschaftliche Bedeutung sowie die Arbeitsmarktanteile eingegangen.
Die Bedeutung der wissensintensiven unternehmensorientierten Dienstleistung in Deutschland wird an ihrem großen Anteil an der Bruttowertschöpfung deutlich (Tabelle 3-1). Den größten Anteil von 36,5% nehmen hierbei die wissensintensiven Dienstleistungen ein. Über 12% entfallen davon u. a. auf Dienstleistungen überwiegend für Unternehmen, Forschung und Entwicklung also namentlich den wissensintensiven unternehmensorientierten Dienstleistungen. Im Jahr 2001 entfielen 69,7% der Bruttowertschöpfung auf Dienstleistungen (Strambach 2004a: 52).
Tabelle 3-1: Anteil der wissensintensiven Wirtschaftszweige an Wertschöpfung und Beschäftigung in
der Gewerblichen Wirtschaft in Deutschland 2006 (verändert nach Schasse 2009: 6).
Arbeit zitieren:
Heiko Lindner, 2010, Wissensintensive unternehmensorientierte Dienstleistungen, München, GRIN Verlag GmbH
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