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DANK
Für wertvolle Hilfe bei der Entstehung dieses Taschenbuches dankt der Autor: Michael Bech Dmitry Bogdanov Nobu Tamura Mariana Ruiz Villarreal Bernd Werner
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Vor allem Jungen - hier der Enkel Max des Autorssind von Raub-Dinosauriern begeistert.
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Inhalt
Masiakasaurus 60 Vorwort 11 Massospondylus 62 Labocania 13 Maxakalisaurus 65 Lambeosaurus 15 Megalosaurus 67 Laplatasaurus 18 Megapnosaurus 70 Leptoceratops 19 Mei 72 Lesothosaurus 21 Melanorosaurus 73 Lessemsaurus 24 Metriacanthosaurus 74 Lexovisaurus 26 Microceratus 75 Liaoceratops 28 Micropachycephalosaurus 76 Liliensternus 31 Microraptor 77 Linheraptor 33 Microvenator 80 Loncosaurus 36 Mimni 82 Lourinhanosaurus 37 Monkonosaurus 84 Lufengosaurus 39 Monoclonius 85 Lukousaurus 41 Monolophosaurus 87 Luoyanggia 42 Mononykus 89 Lusitanosaurus 43 Montanoceratops 92 Lycorhinus 44 Mussaurus 94 Magyarosaurus 46 Muttaburrasaurus 95 Maiasaura 48 Muyelensaurus 97 Majungasaurus 51 Nanotyrannus 99 Malawisaurus 54 Nanshiungosaurus 101 Mamenchisaurus 55 Nedcolbertia 103 Mandschurosaurus 58 Neimongosaurus 104 Marshosaurus 59
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Paraltitan 161 Nemegtomaia 105 Paranthodon 164 Nemegtosaurus 107 Parasaurolophus 166 Neovenator 109 Parksosaurus 169 Neuquenraptor 112 Parvicursor 171 Neuquensaurus 113 Patagonykus 172 Nigersaurus 115 Patagosaurus 174 Nipponosaurus 119 Pelecanimimus 176 Noasaurus 121 Pelorosaurus 178 Nodosaurus 123 Pentaceratops 180 Nothronychus 124 Piatnitzkysaurus 182 Nqwebasaurus 127 Pinacosaurus 185 Ohmdenosaurus 128 Pisanosaurus 187 Olorotitan 130 Piveteausaurus 189 Omeisaurus 132 Plateosaurus 191 Opisthocoelicaudia 134 Poekipleuron 197 Ornitholestes 135 Polacanthus 198 Ornithomimus 137 Prenocephale 200 Orodromeus 139 Prenoceratops 202 Orthomerus 141 Proceratosaurus 203 Othnielia 142 Procompsognathus 205 Ouranosaurus 144 Prosaurolophus 207 Oviraptor 146 Protoceratops 209 Ozraptor 149 Psittacosaurus 213 Pachycephalosaurus 150 Puertasaurus 216 Pachyrhinosaurus 153 Quilmesaurus 218 Palaeoscinus 156 Rahonavis 219 Panphagia 157 Rapetosaurus 222 Panoplosaurus 159
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Shenzhousaurus 282 Rebbachisaurus 226 Shixinggia 284 Rhabdodon 228 Shunosaurus 285 Rhoetosaurus 230 Shuvuuia 287 Richardoestesia 232 Siamotyrannus 289 Rinchenia 234 Silvisaurus 290 Rinconsaurus 235 Similicaudipteryx 292 Riojasaurus 238 Sinornithoides 294 Rotundichnus 239 Sinornithomimus 296 Saichania 242 Sinornithosaurus 298 Saltasaurus 245 Sinosauropteryx 302 Santanaraptor 247 Sinovenator 305 Sarcolestes 249 Spinophorosaurus 306 Saurolophus 250 Spinosaurus 309 Sauropelta 252 Staurikosaurus 315 Sauroposeidon 255 Stegoceras 316 Saurornithoides 258 Stegosaurus 319 Saurornitholestes 260 Stenopelix 324 Scelidosaurus 262 Stokesosaurus 327 Scutellosaurus 264 Struthiomimus 328 Secernosaurus 266 Struthiosaurus 331 Segisaurus 267 Stygimoloch 332 Segnosaurus 269 Styracosaurus 335 Seismosaurus 271 Suchomimus 339 Sellosaurus 273 Supersaurus 341 Shamosaurus 275 Suwassea 343 Shanag 276 Suzhousaurus 345 Shantungosaurus 278 Szechuanosaurus 347 Shanyangosaurus 281
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Volkheimeria 422 Talarurus 348 Vulcanodon 423 Tangvayosaurus 350 Wannanosaurus 425 Tanius 352 Wintonotitan 426 Tarbosaurus 353 Wuerhosaurus 428 Tehuelchesaurus 358 Xenotarsosaurus 430 Tenontosaurus 360 Xuanhanosaurus 431 Texasetes 362 Yamaceratops 433 Thecodontosaurus 363 Yangchuanosaurus 435 Therizinosaurus 365 Yaverlandia 437 Thescelosaurus 368 Yunnanosaurus 438 Tianzhenosaurus 370 Zephyrosaurus 440 Titanosaurus 372 Zigongosaurus 441 Torosaurus 374 Zuniceratops 442 Torvosaurus 377 Zupaysaurus 444 Triceratops 379 Was ist ein Dinosaurier? Troodon 382 449 Tsaagan 384 Wie die Dinosaurier Tsintaosaurus 386 zu ihrem Namen kamen Tuojiangosaurus 389 457 Tylocephale 391 Der Autor 463 Tyrannosaurus 392 Literatur 465 Ugrosaurus 402 Bildquellen 467 Ultrasaurus 403 Bücher von Unenlagia 405 Ernst Probst 473 Utahraptor 408 Valdosaurus 413 Velociraptor 414 Venenosaurus 420
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Vorwort
D inosaurier von L bis Z werden in dem gleich- Taschenbuch des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst vorgestellt. Bei jeder Dinosaurier-Gattung erfährt man, worauf deren wissenschaftlicher Name beruht. Es folgen Angaben über die Größe, das zeitliche und geographische Vorkommen, die systematische Stellung und über die wissenschaftliche Erstbeschreibung. „Dinosaurier von L bis Z“ beschreibt die wichtigsten Gattungen der „schrecklichen Echsen von Labocania bis zu Zupaysaurus. Über „Dinosaurier von A bis K“ informiert ein anderer Band.
Ernst Probst hat sich durch zahlreiche populärwissenschaftliche Bücher einen Namen gemacht. Bekannte Werke aus seiner Feder sind: „Deutschland in der Urzeit“, „Rekorde der Urzeit“, „Dinosaurier in Deutschland“ (letzterer Titel zusammen mit Raymund Windolf), „Der Ur-Rhein“, „Der Rhein-Elefant“, „Deutschland im Eiszeitalter“, „Der Mosbacher Löwe“ „Höhlenlöwen“, „Säbelzahnkatzen“, „Der Höhlenbär“, „Monstern auf der Spur“, „Nessie“, „Affenmenschen“ und „Seeungeheuer“.
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Labocania
Name: nach der La-Bocana-Roja-Formation benannt Größe: etwa 7 Meter lang Vorkommen: Obere Kreidezeit Funde: Mexiko Systematik: Saurischia, Theropoda, Tyrannosauroidea? Erstbeschreibung: Molnar 1974 Der Raub-Dinosaurier Labocania lebte in der Oberen Kreidezeit vor etwa 70 Millionen Jahren in Mexiko. Fossile Reste dieser Gattung hat man erstmals in der La-Bocana-Roja-Formation in Baja California in Mexiko entdeckt. La Bocana Roja heißt zu deutsch „rote Lippen“. Labocania wurde 1974 durch den Paläontologen Ralph Molnar wissenschaftlich beschrieben. Die systematische Stellung von Labocania ist unklar. Es wird eine Zugehörigkeit zu den Tyrannosauroidea erwogen. Das Lebendgewicht des etwa sieben Meter langen und 2,50 Meter hohen Raub-Dinosauriers wird auf 1,5 Tonnen geschätzt. Labocania war etwas kleiner als Tyrannosaurus. Sein Schädel soll aber massiver und größer gewesen sein.
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Lebensbild von Labocania. Zeichnung von User „Karkemish“ bei „Wikipedia“
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Lambeosaurus
Name: Lambe-Echse Größe: bis zu 16 Meter lang Vorkommen: Obere Kreidezeit Funde: Alberta (Kanada), Baja California Norte (Mexiko) Systematik: Ornithischia, Cerapoda, Ornithopoda, Iguanodontia, Hadrosauridae Erstbeschreibung: Parks 1923 Der pflanzenfressende Entenschnabel-Dinosaurier Lambeosaurus lebte in der Oberen Kreidezeit vor etwa 83 bis 70 Millionen Jahren in Nordamerika. Lambeosaurus wurde zunächst durch den kanadischen Wissenschaftler Lawrence M. Lambe (1863-1919) als Stephanosaurus wissenschaftlich beschrieben. 1923 benannte der kanadische Paläontologen William A. Parks (1868-1939) diesen Dinosaurier zur Erinnerung an Lambe in Lambeosaurus um. In der Judith-River-Gruppe im Dinosaurier-Provinzpark in der kanadischen Provinz Alberta hat man Fossilien von zwei Arten namens Lambeosaurus lambei und Lambeosaurus magnicristatus entdeckt. Darunter befinden sich nahezu 20 gut erhaltene Schädel und etliche Skelette. Die Fossilien stammen von ausgewachsenen und jugendlichen Tieren. Aus der El-Gallo-Formation im mexikanischen Bundesstaat Baja California Norte liegen ein Schädel
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und Skelettteile einer weiteren Art namens Lambeosaurus laticaudus vor. Lambeosaurus trug einen V-förmigen Kopfschmuck: Auf der Stirn stand ein großer, rechteckiger, hohler Kamm, der nach vorne gerichtet war, während vom Hinterkopf ein fester Knochenzapfen nach hinten ragte. Lambeosaurus ging beim Äsen vierbeinig. Dank seines biegsamen Halses konnte er im weiten Umkreis Pflanzen abweiden, ohne die Stellung des Körpers verändern zu müssen. In Baja California Norte entdeckte man Knochen eines etwa 95 Zentimeter langen Oberschenkels, der vermutlich von dieser Gattung und von einem etwa 16 Meter langen Tier stammt. Nach der Gattung Lambeosaurus sind die Lambeosaurinae benannt. Dabei handelt es sich um eine Gruppe der Entenschnabel-Dinosaurier mit hohlem, aus Nasenbein und Zwischenkieferbein gebildeten Knochenkamm auf dem Schädel.
Lebensbild von Lambeosaurus. Zeichnung von Dmitry Bogdanov
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geboren 1971 in Chelyabinsk (Russland), ist ein russischer Paläoartist, lebt in seinem Geburtsort und arbeitet an der „Staatlichen Medizinischen Akademie“ in Chelyabinsk (PhD, MD). Bogdanov hat im Online-Lexikon „Wikipedia“ zahlreiche Zeichnungen von Dinosauriern veröffentlicht, von denen in diesem Buch mit seiner freundlichen Genehmigung eine Auswahl abgedruckt wird. Weitere Werke von Dmitry V. Bogdanov findet man im Internet unter der Adresse http://dibgd.deviantart.com 17
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Laplatasaurus
Name: La-Plata-Echse Größe: etwa 18 Meter lang Vorkommen: Obere Kreidezeit Funde: Argentinien, Uruguay (Südamerika) Systematik: Sauropoda, Eusauropoda, Neosauropoda, Titanosauroidea, Titanosauridae Erstbeschreibung: Huene 1927 Der Titanosaurier Laplatasaurus lebte in der Oberen Kreidezeit vor etwa 83 bis 65 Millionen Jahren in Südamerika. Laplatasaurus wurde 1927 durch den deutschen Paläontologen Friedrich von Huene (1875-1969) erstmals wissenschaftlich beschrieben. Der Gattungsname Laplatasaurus erinnert an die Region um die argentinische Stadt La Plata, in der die Fossilien entdeckt wurden. Die einzige Art heißt Laplatasaurus araukanicus. Neben Saltasaurus gilt Laplatasaurus als der einzige Elefantenfuß-Dinosaurier, von dem sicher Panzerplatten bekannt sind, die in die Haut eingelassen waren. Wie andere Elefantenfuß-Dinosaurier war Laplatasaurus ein vierbeinig gehender Pflanzenfresser. Er ähnelte einem um 50 Prozent vergrößerten Titanosaurus, allerdings mit schlankeren Beinen.
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Leptoceratops
Name: Schlankes Horngesicht Größe: etwa 1,20 bis 2,70 Meter lang und 75 Zentimeter hoch Vorkommen: Obere Kreidezeit Funde: Alberta (Kanada), Wyoming, Montana (USA)
Systematik: Cerapoda, Marginocephalia, Ceratopsia, Neoceratopsia, Leptoceratopsidae Erstbeschreibung: Brown 1914
Der kleine und flinke Horn-Dinosaurier Leptoceratops gilt als einer der letzten Dinosaurier aus der Oberen Kreidezeit vor etwa 70 bis 66 Millionen Jahren. Dieser stämmig gebaute Pflanzenfresser mit einem großen und wuchtigen Schädel wog zu Lebzeiten schätzungsweise mehr als 65 Kilogramm. Da seine Hinterbeine merklich länger und kräftiger als die kurzen Vordergliedmaßen waren, dürfte er zweifüßig gelaufen sein. Leptoceratops trug kein Horn und sein kleiner Nackenschild war relativ Flach. Leptoceratops wurde 1914 durch den amerikanischen „Dinosaurier-Jäger“ Barnum Brown (1873-1963) erstmals wissenschaftlich beschrieben. Der Gattungsname Leptoceratops besteht aus den griechischen Wörtern leptos (dünn) und keratops (Horngesicht). Bisher liegen drei vollständige und zwei teilweise erhaltene Schädel sowie Teile des Körperskeletts vor.
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Lesothosaurus
Name: Lesotho-Echse Größe: etwa 1 Meter lang Vorkommen: Untere Jurazeit Funde: Lesotho (Südafrika) Systematik: Ornithischia Erstbeschreibung: Galton 1978 Der kleine Vogelbecken-Dinosaurier Lesothosaurus lebte in der Unteren Jurazeit vor etwa 200 bis 190 Millionen Jahren in Südafrika. Fossile Reste dieses Tieres hat man in der Upper-Elliot-Formation entdeckt. Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte 1978 durch den englischen Paläontologen Peter M. Galton. Die einzige Art heißt Lesothosaurus diagnosticus. Lesothosaurus hatte einen kleinen, kurzen und flachen Schädel, der demjenigen heutiger Leguane ähnelt. Seine zahlreichen, weit auseinanderstehenden, wie Pfeilspitzen geformten und gesägten Zähne eigneten sich zum Kauen von Pflanzen. Beim Kauen passten die oberen Zähne genau zwischen die unteren und zerhackten die Nahrung. Bei zwei nebeneinander entdeckten Skeletten von Lesothosauriern waren die Körper eingerollt und von abgenutzten, abgeworfenen Zähnen umgeben, obwohl die Gebisse vollständig erhalten waren. Deswegen vermuten manche Paläontologen, diese Tiere hätten die heißesten und trockensten Monate des Jahres schlafend
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unter der Erde zugebracht, wie es auch heute von vielen Wüstentieren bekannt ist. Lesothosaurus war leicht gebaut, hatte kurze Vorderbeine mit fünffingrigen Händen, lange Hinterbeine und einen langen Schwanz. Nach Untersuchungen von Paul Sereno ist Lesothosaurus einer der primitivsten bekannten Vogelbecken-Dinosaurier. Mit seinen langen Hinterbeinen konnte er schnell vor angreifenden Raub-Dinosauriern flüchten.
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Lebensbild Mariana Ruiz Villarreal, von Lesothosaurus. geboren 1974 in Mexico City, Zeichnung von eine mexikanische Künstlerin Mariana Ruiz Villarreal und Illustratorin, lebt in Hamburg an der Elbe. Sie hat viele Zeichnungen und Abbildungen für das Online-Lexikon „Wikipedia“ unter ihrem Pseudonym „Lady of Hats“ veröffentlicht. Einige dieser Zeichungen wurden mit ihrer Erlaubnis in diesem Buch abgedruckt.
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Lessemsaurus
Name: Lessem-Echse Größe: etwa 12 Meter lang Vorkommen: Obere Triaszeit Funde: Argentinien (Südamerika) Systematik: Saurischia, Sauropodomorpha, Sauropoda, Prosauropoda Erstbeschreibung: Bonaparte 1999 Der pflanzenfressende Vor-Echsenfüßer Lessemsaurus lebte in der Oberen Triaszeit vor etwa 216 bis 203 Millionen Jahren in Argentinien (Südamerika). Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte 1999 durch den argentinischen Paläontologen José F. Bonaparte. Der Gattungsname Lessemsaurus ehrt den Dinosaurier-Forscher und Schriftsteller Don Lessem. Die einzige Art heißt Lessemsaurus sauropoides. Lessemsaurus erreichte eine Länge von etwa zwölf Metern und ein Lebendgewicht von schätzungsweise zwölf Tonnen. Laut Online-Lexikon „Wikipedia“ gilt er als erster Dinosaurier, welcher der evolutionären Strategie des exzessiven Größenwachstums nachkam. Seine Vorderbeine waren etwas kürzer als seine Hinterbeine. Experten nehmen an, dass Lessemsaurus meistens vierbeinig ging, sich aber auf den Hinterbeinen aufrichten konnte, um beim Fressen an die Zweige von Baumkronen zu gelangen. Als einziger Fressfeind von Lessemsaurus gilt der damals
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in derselben Fundgegend lebende räuberische Saurier Fasolasuchus. Letzterer gehört nicht zu den Dinosauriern, sondern zu den Rauisuchiern bzw. Rauchisuchiden. Fasolasuchus erreichte eine Länge von schätzungsweise acht bis zehn Metern.
Lebensbild von Lessemsaurus. Zeichnung von User „Ornitholestes“ bei „Wikipedia“
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Lexovisaurus
Name: Echse der Lexovier Größe: etwa 6 Meter lang Vorkommen: Mittlere Jurazeit Funde: England, Nordfrankreich (Europa) Systematik: Ornithischia, Thyreophora, Eurypoda, Stegosauria, Stegosauridae Erstbeschreibung: Hoffstetter 1957 Die Platten-Echse Lexovisaurus aus der Mittleren Jurazeit vor etwa 167 bis 161 Millionen Jahren gilt als einer der frühesten bekannten Stegosaurier. Entlang des Rückens und des Schwanzes trug Lexovisaurus große, dünne und schindelförmige Knochenplatten. Seine Schulterstacheln waren die längsten, die man bei Stegosauriern kennt. An der Schwanzspitze befand sich ein Paar langer, spitzer Stacheln. Vielleicht trugen Männchen merklich längere Stacheln als Weibchen dieser Gattung. Die Knochenplatten und Stacheln sollten vielleicht Raub-Dinosaurier abschrecken. Die Hinterbeine waren deutlich länger als die Vorderbeine, womit sich der Kopf nahe am Boden befand. Lexovisaurus ging auf vier Beinen und war wie alle Stegosaurier ein Pflanzenfresser. Reste von Lexovisaurus hat man in Cambridgeshire und Dorset in England sowie in Calvados in Frankreich geborgen. Fossile Reste von Lexovisaurus wurden bereits im 19. Jahrhundert in England entdeckt. Lexovisaurus wurde
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1957 durch den französischen Paläontologen Robert Hoffstetter (1908-1999) erstmals wissenschaftlich beschrieben. Der Gattungsname Lexovisaurus erinnert an die Lexovier, ein keltisches Volk, das einst in Nordfrankreich lebte.
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Liaoceratops
Name: Horngesicht aus Liao Größe: etwa 30 Zentimeter hoch Vorkommen: Untere Kreidezeit Funde: China (Asien)
Systematik: Ornithischia, Cerapoda, Marginocephalia, Ceratopsia, Neoceratopsia Erstbeschreibung: Xu, Makovicky, Wang, Norell und You 2002
Der Horn-Dinosaurier Liaoceratops lebte in der Unteren Kreidezeit vor etwa 130 bis 125 Millionen Jahren in China. Von ihm hat man in der Yixian-Formation in der chi-nesischen Provinz Liaoning zwei Schädel entdeckt. Einer davon stammte von einem ausgewachsenen und der Andere von einem jungen Tier. Liaoceratops wurde 2002 durch die Paläontologen Xu X., P. J. Makovicky, Wang X. L., M. A. Norell und You H. erstmals wissenschaftlich beschrieben. Der Gattungsname Liaoceratops besteht aus der Abkürzung Liao für die Fundprovinz Liaoning und dem griechischen Wort keratops (Horngesicht). Als Kennzeichen für diese Gattung gilt ein hornartiger Auswuchs unter jedem Auge. Der Nackenschild war relativ klein. Liaoceratops wird als urtümlicher Neoceratopsia betrachtet. Er war ein Pflanzenfresser, der vielleicht - wie andere frühe Neoceratopsia - vorwiegend auf zwei Beinen ging.
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geboren 1966, ist ein Paläoartist. Er lebt derzeit in Concord (Kalifornien). Bis heute hat er insgesamt rund 1.000 Bilder von prähistorischen Tieren angefertigt. Allein für das Online-Lexikon „Wikipedia“ erstellte er seit 2007 etwa 700 Zeichnungen. Außerdem schuf er Bilder für Ausstellungen in Museen, Bücher und TV-Dokumentationen. Tamura ist der Gründer und Webmaster der Internetseite www.palaeocritti.com. In diesem Buch wird mit freundlicher Genehmigung von Nobu Tamura eine Auswahl seiner Werke bei „Wikipedia“ abgedruckt. 30
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Liliensternus
Name: nach dem Arzt
Rühle von Lilienstern Größe: etwa 7 Meter lang und 3 Meter hoch Vorkommen: Obere Triaszeit Funde: Deutschland (Europa) Systematik: Saurischia, Theropoda, Neotheropoda, Coelophysoidea Erstbeschreibung: Welles 1984 Der Raub-Dinosaurier
Liliensternus
lebte in der Oberen Triaszeit vor etwa 215 bis 200 Millionen Jahren in Deutschland.
Liliensternus
wurde 1984 durch den amerikanischen Paläontologen Samuel Paul Welles (1907-1997) erstmals wissenschaftlich beschrieben. Als einzige Art dieser Gattung ist bisher
Liliensternus liliensterni
bekannt. Mit dem Artnamen
Liliensternus liliensterni
ehrte Welles den deutschen Arzt Dr. Rühle von Lilienstern (1882-1946, Foto) aus Bedheim bei Hildburghausen (Thüringen). Lilienstern sammelte in seiner Freizeit fossile Pflanzen, Tierfährten und Saurierreste aus der Triaszeit von Thüringen und beschrieb sie meist selbst. Am 1. August 1934 eröffnete er in den Nebengebäuden seines Schlosses in Bedheim ein paläontologisches Museum, in dem er die kurz zuvor entdeckten Dinosaurier-Funde vom Gleichberg bei Römhild zeigte. 31
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Dieses Museum wurde 1969 aufgelöst. Die Funde befinden sich heute im Naturkundemuseum der Humboldt-Universität zu Berlin. Der Raub-Dinosaurier Liliensternus wog zu Lebzeiten schätzungsweise 130 bis 150 Kilogramm. Er hatte einen großen Kopf, fünf Finger an den Händen und relativ kurze Hinterbeine. Liliensternus wurde früher als Halticosaurus („Flinke Echse“) bezeichnet. Der Raub-Dinosaurier Halticosaurus wurde zusammen mit Plateosaurus in Halberstadt entdeckt und 1908 von dem Tübinger Paläontologen Friedrich von Huene (1875-1969) erstmals wissenschaftlich beschrieben.
Lebensbild von Liliensternus. Zeichnung von Nobu Tamura
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Linheraptor
Name: Räuber aus Linhe Größe: etwa 1,80 Meter lang Vorkommen: Obere Kreidezeit Funde: China (Asien)
Systematik: Saurischia, Theropoda, Deinonychosauria, Dromaeosauridae
Erstbeschreibung: Xu, Choiniere, Pittman, Qingwei, Dong, Zhiquan, Lin, Clark, Norell, Hone und Sullivan 2010
Der kleine Raub-Dinosaurier Linheraptor lebte in der Oberen Kreidezeit vor etwa 83 bis 70 Millionen Jahren in China. 2008 wurde bei einer Expedition des „Institute of Vertebrate Paleontology & Paleoanthro-pologie“ und des „Long Hao Institutes of Geology and Paleontology“ in der Inneren Mongolei (China) im Stadtbezirk Linhe von Bayan Mandahu ein Skelett dieses Tieres gefunden. Entdecker war der amerikanische Student Jonah N. Choiniere von der „George Washington University“, dem die Spitze einer Kralle auffiel, die aus einem vom Wind erodierten Kliff aus rotem Sandstein herausragte. Die Gesteine des Fundorts, der als „The Gate locality“ benannt wurde, gehören zur Wulansuhai-Formation, dem chinesischen Gegenstück zur mongolischen Djadochta-Formation. Linheraptor ist nach Velociraptor mongoliensis, Velociraptor osmolskae, Tsaagan mangas und
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Muhakale omogovae bereits der fünfte Dromaeosauride aus der Tierwelt der Djadochta-Formation. Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte 2010 durch Xu Xing, Jonah N. Choiniere, Michael Pittman, Qingwei Tan, Dong Xiao, Zhiquan Li, Lin Tan, James M. Clark, Mark A. Norell, David W. E. Hone und Corwin Sullivan. Der Gattungsname Linheraptor bezieht sich auf den Fundort im Stadtbezirk Linhe und enthält das lateinische Wort raptor (Räuber). Die einzige Art heißt Linheraptor exquisitus und weist auf den ungewöhnlich guten Erhaltungszustand des Skelettes hin. Mit einer Länge von schätzungsweise 1,80 Metern war Linheraptor ähnlich groß wie Velociraptor. Der Schädel von Linheraptor war 22,5 Zentimeter lang. Eine Unterkieferhälfte trug etwa 15 Zähne. Wegen der schlechten Erhaltung des Gebisses ist die Gesamtzahl der Zähne unbekannt. Die Vorderkante der Zähne war im Gegensatz zur Hinterkante ungesägt. Der S-förmige gebogene Hals bestand aus zehn Halswirbeln. Die Länge des Rumpfes wird auf 36,5 Zentimeter geschätzt. Verschmelzungen der Wirbel und des Unterbeins lassen darauf schließen, dass es sich um eine erwachsenes Tier handelte. Der auffällig lange Schwanz hatte stark verlängerte Wirbelfortsätze. Am zweiten Fußzeh befand sich jeweils eine vergrößerte Sichelkralle. Linheraptor dürfte mit Tsaagan näher verwandt gewesen sein als mit anderen Dromaeosauriden.
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Lebensbild von Linheraptor. Zeichnung von User „Ornitholestes“ bei „Wikipedia“
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Loncosaurus
Name: Lonco-Echse Größe: etwa 5 Meter lang Vorkommen: Obere Kreidezeit Funde: Argentinien (Südamerika) Systematik: Ornithischia, Ornithopoda Erstbeschreibung: Ameghino 1898 oder 1899 Der Dinosaurier Loncosaurus („Lonco-Echse“) lebte in der Oberen Kreidezeit vor etwa 80 Millionen Jahren in Argentinien (Südamerika). Fossile Reste dieses Tieres hat man bei Rio Sehuen in der argentinischen Provinz Santa Cruz entdeckt. Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte 1898 oder 1899 durch den argentinischen Paläontologen Florentino Ameghino (1854-1911, Foto). Die einzige Art heißt Loncosaurus argentinus. Über die systematische Stellung dieses Dinosauriers wurde viel diskutiert.
Florentino Ameghino (1854-1911)
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Lourinhanosaurus
Name: Lourinha-Echse Größe: etwa 4,50 bis 8 Meter lang Vorkommen: Obere Jurazeit Funde: Portugal (Europa) Systematik: Saurischia, Theropoda, Tetanurae, Spinosauridae? Erstbeschreibung: Mateus 1998 Der Raub-Dinosaurier Lourinhanosaurus lebte in der Oberen Jurazeit vor etwa 150 Millionen Jahren in Portugal. 1982 hat man in Peralta bei Lourinha in Portugal das Teilskelett eines jugendlichen Tieres mit einer Länge von etwa 4,50 Metern entdeckt. Darin befanden sich 32 Magensteine (Gastrolithen). Lourinhanosaurus wurde 1998 durch den portugiesischen Paläontologen Octávio Mateus erstmals wissenschaftlich beschrieben. Die einzige Art Lourinhanosaurus antunesi ist nach dem portugiesischen Paläontologen Miguel Telles Antunes benannt. 1993 fand man nahe des Strandes von Paimogo in Portugal rund hundert Eier von Lourinhanosaurus, von denen einige Knochen von Embryos enthielten. Eier und Skelett von Lourinhanosaurus sind im „Museum da Lourinha“ ausgestellt. Das Lebendgewicht eines 4,50 Meter langen Jungtieres wird auf 160 Kilogramm geschätzt. Erwachsene Tiere dieser Gattung könnten bis zu acht Meter lang gewesen sein.
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Die systematische Stellung von Lourinhanosaurus ist unklar. Man hielt ihn schon für einen primitiven primitiven Allosauriden, aber auch für einen Sinraptoriden oder für einen Megalosauriden.
Rekonstruiertes Skelett von Lourinhanosaurus antunesi im „Museum da Lourinha“
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Lufengosaurus
Name: Echse aus Lu-feng Größe: etwa 6 Meter lang Vorkommen: Untere Jurazeit Funde: China (Asien) Systematik: Saurischia, Sauropodomorpha, Prosauropoda, Massospondylidae Erstbeschreibung: Young 1941 Der Vor-Echsenfüßer Lufengosaurus aus der Unteren Jurazeit vor etwa 199 bis 189 Millionen Jahren gilt als einer der ältesten Dinosaurier in China. Er ähnelt sehr den Gattungen Plateosaurus („Deutscher Lindwurm“) und Yunnanosaurus. Die Erstbeschreibung der Art Lufengosaurus huenei erfolgte 1941 durch den chinesischen Paläontologen Young Chung Chen (eigentlich Yang Zhongjian). Dabei hatte ihm ein Fund aus dem Kreis Lufeng in der Provinz Yunnan vorgelegen. 1947 beschrieb Young eine um ein Drittel größere Art namens Lufengosaurus magnus (lateinisch: magnus = groß). Lufengosaurus besaß scharfe Zähne wie heutige Leguanartige, die sich von Pflanzen ernähren. Bei der Nahrungssuche ging er zeitweise zweibeinig. Seine scharfen Krallen könnte er zum Abreißen von Laub oder zur Verteidigung benutzt haben. Lufengosaurus gilt als Pflanzenfresser, wurde wegen seiner scharfen Krallen aber auch schon als Allesfresser eingestuft.
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Arbeit zitieren:
Ernst Probst, 2010, Dinosaurier von L bis Z, München, GRIN Verlag GmbH
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