Kurzfassung
Bei der Vermögensverwaltung in Sparkassen sollte der Fokus nicht nur auf die Ertragsseite gelegt werden, sondern muss sich auch mit den zugehörigen Risiken beschäftigen. Dabei wurden in der Vergangenheit etablierte Verfahren entwickelt, die bis heute gute Dienste leisten. Allerdings hat die Finanzmarktkrise gezeigt, dass es in außergewöhnlichen Situationen flexibler Methoden zur Risikomessung bedarf. In der vorliegenden Arbeit werden unterschiedliche Methoden zur Risikomessung dargestellt, die derzeit als Standard in den Sparkassen betrachtet werden können. Darüber hinaus wird aber auch die aktuelle Forschung der Risikoschätzung durch Copula-Verfahren beleuchtet, deren Algorithmen in extremen Marktsituationen neue Ansatzpunkte bieten. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Abbildungen von Abhängigkeiten und die Auswahl der passenden Methode für jede einzelne Sparkasse eine große Bedeutung in der Risikosteuerung darstellen. Allerdings wird auch deutlich, dass die derzeitige Forschung im Bezug auf neue Möglichkeiten der Risikoschätzung noch nicht am Ende ist.
I
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis. III
1 Einleitung. 1
2 Begriffsbestimmung 1
2.1 Asset Allocation 1
2.2 Relevante Assetklassen in Sparkassen 2
2.3 Klassischer Ansatz der Portfoliotheorie 2
3 Herausforderungen der Korrelationsschätzung 3
3.1 Neue Anforderungen aufgrund der Finanzmarktkrise. 3
3.2 Verfahren zur Schätzung 4
3.3 Abbildung von Korrelationen bei schlechter Datenlage 5
4 Methoden der Abbildung von Abhängigkeiten 7
4.1 Einfache Addition. 7
4.2 Varianz-/ Kovarianzansatz 7
4.3 Historische Simulation 8
4.4 Copula-Verfahren 9
5 Zusammenfassung 10
Literaturverzeichnis 12
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Zuordnung von Assetklassen zu Risikoklassen
Abbildung 2: Darstellung effizienter Rand riskanter Portfolios
Abbildung 3: Beispiel zur Ermittlung einer historischen Simulation
Abbildung 4: Übersicht der Copula Klassen
III
1 Einleitung
Die adäquate Steuerung von Risiken stellt für Sparkassen eine existenziell wichtige Maßnahme dar, um die Überlebensfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Die Finanzmarktkrise hat diese Notwendigkeit noch deutlicher unterstrichen. Als Reaktion darauf hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in der Novellierung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement unter anderem die Einführung von Stresstests für die Ermittlung von Risikoszenarien verbindlich vorgeschrieben. Um unterschiedliche Arten von Risiken im Rahmen der Gesamtbanksteuerung zu managen, wird in vielen Sparkassen auf die Grundlagen der Asset Allocation zurückgegriffen. Mit Blick auf die Finanzmarktkrise ist es geboten, die aktuell verwendeten Methoden und Möglichkeiten auf ihre Aussagefähigkeit insbesondere bei Extremszenarien zu untersuchen. Dabei geht die vorliegende Arbeit im Kapitel 2 zunächst auf die grundlegenden Definitionen zur Asset Allocation ein, um sich danach im Kapitel 3 mit den Schwierigkeiten der Korrelationsschätzung auseinanderzusetzen. Abschließend werden die unterschiedlichen Methoden zur Abbildung von Abhängigkeiten im Kapitel 4 beschrieben und dabei auf die aktuelle Forschung eingegangen.
2 Begriffsbestimmung
Für die Darstellung von Abhängigkeiten in der Asset Allocation werden nachstehend kurz die wesentlichen Begriffe definiert, die zur Erläuterung des Themas benötigt werden.
2.1 Asset Allocation
Die Asset Allocation beschreibt, im Gegensatz zur Einzeltitelauswahl, die Strukturierung eines Anlageportfolios nach unterschiedlichen Sektoren, Asset-Komponenten oder Märkten in Form eines Top-Down-Ansatzes. 1 Als Assets sind dabei die unterschiedlichsten Formen der Kapitalanlage, wie etwa Aktien, Anleihen, Immobilien oder auch Kunstgegenstände, zu verstehen. 2 Bei der Bildung von Assetklassen ist deren Wahl so zu treffen, dass jede Klasse einer Risikoart, beispielsweise Zinsrisiken, Marktpreisrisiken oder operationelle Risiken, eindeutig zugeordnet werden können. 3 Die Ermittlung des gesamten Risikos hängt von der gewählten Berechnungsmethode ab, auf die im Kapitel 4 näher eingegangen wird. Die Rendite eines Portfolios errechnet sich nach der Formel:
1 Vgl. Rudolph (2003), S. 5.
2 Vgl. Wiedemann (2003a), S. 136.
3 Vgl. Ender/ Schmid (2008), S. 4.
1
Arbeit zitieren:
Alexander Meir, 2010, Abbildung von Abhängigkeiten in der Asset Allocation, München, GRIN Verlag GmbH
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