Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Eröffnung des pädagogischen Problems
"
3. Theoretische Eckpfeiler der Leichtathletikvermittlung
3.1 Aspekte des Lehrplans
3.2 Wissenschaftliche Vermittlungsaspekte - Die Leistungsstruktur
3.3 Motorische Entwicklung der Schüler
3.4 Die Floptechnik
3.5 Erstes Zwischenfazit
4. Lerngruppe und Lernausganglage
4.1 Beschreibung der Lerngruppe
4.2 Bestimmung der Lernausgangslage
4.3 Rahmenbedingungen
5. Umsetzung der Theorie in die Praxis
5.1 Didaktische Begründung der Unterrichtsreihe
5.2 Methodische Überlegungen zur Unterrichtsreihe
5.3 Lernziele der Unterrichtsreihe
5.4 Beispielstunden
5.4.1 Erste Beispielstunde (Stunde 3)
5.4.1.1 Didaktische Analyse
5.4.1.2 Methodische Analyse
5.4.1.3 Lernziele
?
5.4.2 Zweite Beispielstunde (Stunde 7 8)
?
5.4.2.1 Didaktische Analyse
?
5.4.2.2 Methodische Analyse
5.4.2.3 Lernziele
5.4.2.4 Diagnostisches Instrument
5.5 Beobachtung zweier Schüler
5.5.1 Patrick-Philipp
B
5.5.2 Julia
6. Evaluation
6.1 Ergebnisse Posttest
6.2 Eine Möglichkeit der Bewertung
6.3 Schülerbefragung
6.4 Selbstreflexion
6.5 Zweites Zwischenfazit
7. Ausblick auf G8
8. Zusammenfassung
"
9. Literatur
10. Anhang
1. Einleitung
Im Laufe meiner Ausbildung zum Sportlehrer bin ich durch verschiedene Schulen und Schulsportanlagen gegangen. Immer wieder konnte ich mit Fachkollegen über die sport-
liche Leistungssituation der Schüler 1 sprechen. Das Bild vieler Kollegen über die heutigen Schüler hatte dabei eine negative Ausstrahlung, die Kinder seien zu dick, zeigen deutliche Bewegungsmängel und verfügen nur noch über einen geringen motorischen Erfahrungsschatz. Diese Aussagen wurden auch dadurch gestützt, dass die sportlichen Schulrekorde kaum noch erreicht werden und die absoluten Bestmarken noch aus den neunziger Jahren stammen. Diese subjektiven Eindrücke vieler Sportkollegen werden auch durch verschieden sportwissenschaftliche Studien (vgl. „SPRINT-Studie“ 2004, KATZENBOGNER 2004:12f) bestätigt.
Wie ist es aber zu einer solch starken Veränderung gekommen? Wieso nimmt die sportliche Leistungsfähigkeit der Schüler immer weiter ab? Dies hat mindestens zwei Ursachen. Zum einen hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten das Lebensumfeld der Schüler/Kinder extrem verändert. Die intakten Bewegungswelten der Kinder, wie z.B. Bolzplätze, Wälder, Wiesen und Abenteuerplätze, wurden immer weiter durch den Prozess der Verstädterung verdrängt. Der zunehmende Straßenverkehr drängt die Kinder immer weiter in die eigenen vier Wände zurück. Gleichzeitig werden viele Kinder immer mehr von einem Ort zum anderen mit dem Auto gefahren z.B. vom Elternhaus zur Schule im gleichen Ort. Dies hat, wie es KATZENBOGNER (2004:13) trefflich nennt, eine „Verhäuslichung“ und eine „Verinselung“ der Lebenswelten zur Folge. Es erfolgt eine „Verplanung“ und „mediale Überlastung“ der Freizeit. Eine musikalische Früherziehung, stundenlanger Fernsehkonsum (bis zu 30 Stunden pro Woche), Computerspiele und nicht zuletzt der steigende Leistungsdruck in der Schule durch neue Lehrpläne stehlen den Kindern immer mehr Freizeit. Den Kindern wird das Sammeln von aktiven Primärerfahrungen erschwert oder gar verhindert, indem viele Bereiche ihrer Lebenswelt nur noch nach vorgeschriebenen Regeln erlebt werden dürfen.
Die Folgen dieser Veränderung sind vielfältig. Bei vielen Kindern sind muskuläre Dysbalancen, koordinative und konditionelle Defizite sowie Konzentrationsstörungen festzustellen, was sich negativ auf die Schule und nicht zuletzt auch auf den Schulsport auswirkt. Somit müssen Bewegungsaufgaben schnell und einfach zu bewältigen sein, dürfen keine Verpflichtung (längeres Üben) nach sich ziehen und dürfen nicht als körperliche Belastungen empfunden werden (KATZENBOGNER 2004:14).
1 Die Bezeichnung ‚Schüler’ soll hier stellvertretend für Schülerinnen und Schüler verwendet werden.
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Als zweite Ursache für diesen Rückschritt sehe ich die Lehrplansituation, die im Gegensatz zur Lebenswelt der Schüler steht. Statt auf reduzierte, individuellere Inhalte zu setzen, wurde im Zuge der G8-Reform nur der zeitliche Rahmen gekürzt, immer mehr in kürzerer Zeit. So stehen für den achten Jahrgang im Bereich der Leichtathletik nur zwölf Unterrichtsstunden zur Verfügung um mit den Schülern das Bewegungsfeld „Laufen, Springen, Werfen“ durchzuführen (HKM 2005:60). Dies bedeutet, dass theoretisch für jeden Themenbereich nur vier Unterrichtsstunden zur Verfügung stehen. Dies führt dann zu dem unrühmlichen Dreiklang „Vermitteln, Üben und Bewerten in drei Unterrichtsstunden“.
Um aber einen individuellen Leistungsanstieg bei den Schülern zu erreichen, bedarf es einer längerfristigen Konzentration auf ein Themengebiet. Gemäß den trainingswissenschaftlichen Grundsätzen bedarf es zirka sechs Wochen regelmäßigen Übens um eine Adaption zu erzielen (vgl. SCHNABEL ET AL. 2005). Somit ist es aufgrund von organisa-torischen Vorgaben durch den Lehrplan in der Kürze der Zeit kaum möglich, die notwendigen Impulse zur Anpassung und Entwicklung des Körpers zu setzen. Diese Problematik wurde bereits 2003 durch eine Stichprobenuntersuchung der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Rahmen eines Fachdidaktischen Projektes zur Schulleichtathletik bestätigt (MAHLER ET AL. 2003). Nicht zuletzt ist dieses Arrangement, aus Lebenswelt und Lehrplan, mit verantwortlich für das schlechte Abschneiden der Leichtathletik in der Beliebtheit der Schüler.
Aus den genannten Problemen des „Ist-Zustandes“ ergibt sich der Aufbau der hier vorliegenden Arbeit. Nach der Eröffnung des pädagogischen Problems soll zunächst auf einige theoretische Aspekte eingegangen werden. Diese umfassen die Lehrplanvorgaben, die Leistungsstruktur als auch die Floptechnik und die motorische Entwicklung der Lerngruppe. Es sei an dieser Stelle bereits darauf hingewiesen, dass es sich bei der Lerngruppe um die letzte G9 Klassenstufe an der Georg-August-Zinn Schule handelt. Aus diesem Grund soll unter Kapitel sieben ein Übertrag auf das G8-System erfolgen. Nach der Beschreibung der Lerngruppe erfolgt die Umsetzung der theoretischen Überlegungen in die Praxis, die Reihenplanung (erster Schwerpunkt). Exemplarisch werden hier zwei Stunden näher betrachtet, die stellvertretend für weitere Stunden innerhalb der Unterrichtsreihe angesehen werden können.
Als zweiten Schwerpunkt erfolgt die Evaluation der Unterrichtsreihe. Hier wird zum einen der Posttest ausgewertet und zum anderen erfolgt eine Auswertung aus Schülersicht.
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Abschluss dieses Schwerpunktes bildet der Übertrag der Erkenntnisse auf den G8-Lehrplan und damit eine Empfehlung für künftige Lerngruppen im Fach Sport.
2. Eröffnung des pädagogischen Problems
Aus dieser Gegensätzlichkeit zwischen Lehrplan und Trainingswissenschaft ergibt sich zum einen das pädagogische Problem einer adäquaten Leichtathletikvermittlung und zum anderen damit einhergehend das pädagogische Problem einer individuellen Förderung und Bewertung. Beides bedarf meines Erachtens eines größeren Zeitumfangs als es der aktuelle Lehrplan zulässt.
Nicht nur die Schüler fragen sich, wie sie innerhalb von vier bis fünf Unterrichtsstunden eine neue Technik erlernen bzw. verbessern können. Auch als Lehrer bleibt meist nur ein unbefriedigendes Bild am Ende einer Unterrichtseinheit zurück. Denn aufgrund der Rahmenbedingungen profitieren die Leistungsstarken und die weniger Leistungsstarken verlieren oder wie es der Matthäus-Effekt besagt. „Denn wer hat, dem wird gegeben. Wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat“ (WAHL 2006:2f). Dies führt, nachvollziehbar, zu einer ablehnenden Haltung der Schüler gegenüber der Leichtathletik, wovon ich mir zu Beginn meiner Unterrichtseinheit ein gutes Bild machen konnte. Lediglich zwei von 27 Schülern hatten eine positive Einstellung zum Thema Leichtathletik. Bei der Ankündigung einer Fokussierung auf den Hochsprung (vgl. Kapitel 5.1) wurden Aspekte geäußert, die bereits in verschiedenen Studien genannt wurden. Erstens die Angst vor monotonem Üben, zweitens die tradierte, auf absolute Leistung orientierte Bewertung und die damit verbunden Angst der Benachteiligung durch physiologische Voraussetzungen wie z.B. der Körpergröße. Beiden Punkten werde ich durch eine angepasste Vermittlung und Bewertung begegnen, denn ich habe den Wunsch, dass besonders die Leichtathletik im Sportunterricht anders gestaltet wird. Die Schüler sollen begreifen können, dass man sich mit Übung und Anstrengung verbessern kann und damit auch Leistungen vollbringen kann, auf die sie Stolz sein können und durch die sie Anerkennung bei ihren Mitschülern und der Gesellschaft erlangen können. Hierzu bedarf es einer Umstrukturierung der Leichtathletikvermittlung, einer Fokussierung auf eine Disziplin in einem angepassten Zeitrahmen.
Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass es nicht um ein Üben und Trainieren im Sinne des Leistungssportes geht. Dies kann und soll die Schule nicht leisten, denn das ist Aufgabe der Vereine.
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3. Theoretische Eckpfeiler der Leichtathletikvermittlung
Im Folgenden sollen einige Aspekte der Leichtathletikvermittlung näher betrachtet werden. Dies umfasst sowohl die Vorgaben durch den Lehrplan inklusive der Benotung als auch die wissenschaftlichen Aspekte. Diese sollen als Grundlage für die spätere Reihenplanung dienen.
Da die hier betrachtete Lerngruppe die letzte des G9-Zuges ist, werde ich mich hier auch auf den G9-Lehrplan für das Fach Sport konzentrieren. Einen Ausblick auf eine mögliche Anpassung an den G8 Lehrplan erfolgt unter Kapitel acht.
3.1 Aspekte des Lehrplans
Der G9-Lehrplan sieht für die achte Jahrgangsstufe 18 Unterrichtsstunden zum Thema Leichtathletik vor. Inhaltlich wird gefordert, dass eine umfassende Vorbereitung auf die Bundesjugendspiele bzw. Jugend trainiert für Olympia erfolgt. Hierzu sollen die Bereiche Lauf, Sprung und Wurf behandelt werden (vgl. HKM 2002:24f). Im internen Schulcurriculum der Georg-August-Zinn Schule erfolgt in der 8. Klasse zusätzlich die Einführung des ‚Flops’ als Hochsprungtechnik.
Die Leistungsbewertung erfolgt unter verschiedenen Bezugsnormen. Die Anwendung einer reinen Sachnorm ist nicht gestattet. Vielmehr muss die Individualnorm und die Sozialnorm herangezogen werden. Ebenso müssen Sozialverhalten und Engagement berücksichtigt und transparent bewertet werden. Die Schüler sollen ihren gegenwärtigen Leistungsstand erfahren und ihren Leistungsfortschritt dokumentieren können. (vgl. HKM 2002:30).
3.2 Wissenschaftliche Vermittlungsaspekte - Die Leistungsstruktur
Unter wissenschaftlichen Vermittlungsaspekten muss zuerst ein Blick auf die bestimmenden Leistungsfaktoren geworfen werden. BAUERSFELD & SCHRÖTER (1998:216) nennen hier charakterliche und psychische Eigenschaften, Taktik, technische Bedingungen, Wettkampfbedingungen, Koordination/Technik, Kondition und Konstitution als bestimmende Faktoren. Für den Schulsportunterricht lassen sich einige Faktoren ausblenden, da sie entweder nur schwer veränderbar sind (charakterlichen & psychischen Eigenschaften), eine geringe Bedeutung haben (Taktik, Wettkampfbedingungen) oder nicht beeinflussbar sind (Konstitution, technische Bedingungen). Für eine kurze, nähere Betrachtung bleiben somit die drei Faktoren Koordination, Technik und Kondition.
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Kondition: Alle drei konditionellen Grundfähigkeiten, die Schnelligkeits-, die Kraft-und die Ausdauerfähigkeit, nehmen Einfluss auf die sportliche Leistung im Sprung. Eine hohe Bedeutung erfahren dabei besonders die Schnelligkeits- und Kraftfähigkeiten. Im Hochsprung kommt es dabei nicht auf eine maximale Anlaufgeschwindigkeit an. Vielmehr geht es um eine optimale Anlaufgeschwindigkeit und einen schnellkräftigen Absprung (BAUERSFELD & SCHRÖTER 1998:15ff).
Koordination: Dieser „Leistungsfaktor hat die höchste Bedeutung für die Ausnutzung
der konditionellen Voraussetzungen [...] (BAUERSFELD & SCHRÖTER 1998:218). Die
koordinativen Fähigkeiten sind dabei grundlegend für einen ökonomischen Bewegungsablauf und die Umsetzung der Technik. In Anlehnung an MARTIN ET AL. (1999:84) sind besonders die Orientierungsfähigkeit (Flugphase), die Reaktionsfähigkeit (Absprung) und die Differenzierungsfähigkeit (Abstimmung zwischen den einzelnen Bewegungsphasen) hervorzuheben.
Technik: Die Technik beinhaltet verschieden automatisierte Teilbewegungen (Fertigkeiten), die nach Möglichkeit variabel beherrscht sein müssen. Nicht selten erfolgt eine Verbesserung der persönlichen Leistung durch eine effektivere Technik (ZEUNER ET AL. 2005:65).
3.3 Motorische Entwicklung der Schüler
Die Schüler der achten Klasse befinden sich nach dem Entwicklungsstufenmodell im Übergang von der ersten puberalen Phase, Pubeszenz, in die zweite puberale Phase, Adoleszenz (ASMUS 1991:168 IN: MARTIN ET AL. 1999:38). Die körperliche Entwicklung der Schüler ist dabei von verschiedenen sensitiven Phasen gekennzeichnet. So ist die Adoleszenz als eine sensible Phase für das Fertigkeits- und Techniklernen definiert. Pubeszenz und Adoleszenz sind zugleich sensible Phasen zur Schulung der Orientierungsfähigkeit und der Maximalkraftfähigkeit (MARTIN ET AL. 1999:152). Im Bereich der koordinativen Fähigkeiten ist anzumerken, dass es aufgrund von Wachstumsschüben in der Pubeszenz zu einer Instabilität kommt und es einer Neuanpassung bedarf (MARTIN ET AL. 1999:85).
Im Alter von 13 Jahren ist das Nervensystem, welches für das motorische Lernen die Grundlage bildet, bereits vollständig ausgebildet. Das Zentralnervensystem hat die Fähigkeit dauerhafte Bewegungsmuster zu fixieren. Die Hirnrinde bietet darüber hinaus günstige Analysebedingungen. Im Gegenzug dazu haben jedoch die Erregungsreize die Tendenz zur Irradiation, was die motorische Lernleistung durch das frühe Ermüden der
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Konzentrationsfähigkeit und Willensschwäche herabsetzt. So lässt das Nachahmungslernen schnell nach und muss durch ein Lernen über die Sprache ersetzt werden. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Gesamtsystem des Organismuses (Körperhöhe, Körpermasse, Muskulatur, innere Organe) ca. 80% der vollständigen Entwicklung erreicht hat (MARTIN ET AL. 1999:39).
3.4 Die Floptechnik
Die komplexe Floptechnik kann im Rahmen des Schulsports nur in ihrer Grobform er-
lernt werden, da den Schülern „doch wesentliche konditionelle Voraussetzungen [feh-
len],um den Flop wie die „Großen“ zu springen. Hier ist das im Schüleralter noch kaum ausgeprägte Kraftniveau zu bedenken, dass den Einsatz bestimmter technischer Elemente wenig sinnvoll macht“ (KILLING 1995:30). Aus diesem Grunde soll an dieser Stelle nur ein reduziertes Technikleitbild dargestellt werden (didaktische Reduktion). Der Flopsprung lässt sich in drei Hauptphasen einteilen, Anlauf, Absprung und Flug-phase/Landung. Eine graphische Darstellung des Technikleitbildes gibt Abbildung 1 (Anhang 1).
Der Anlauf sollte mit der optimalen Geschwindigkeit in Form eines Kurvenlaufs erfolgen. Die Absprungvorbereitung erfolgt mit dem allmählichen Aufrichten des Oberköpers aus dem Kurvenlauf heraus. Der explosive Absprung ist mit einer Rotation um die Körperlängsachse gekoppelt und führt zu einer aktiven Streckung des ganzen Körpers. Die Flugphase ist durch eine gute Überstreckung der Hüfte im höchsten Punkt der Flugkurve gekennzeichnet. Die Landung erfolgt dabei auf dem Rücken, mit nach oben gestreckten Beinen und Armen (KATZENBOGNER 2004:104).
3.5 Erstes Zwischenfazit
Wie sich zeigt, stehen die genannten Inhalte der Kapitel 3.1 bis 3.4 in einem deutlichen Gegensatz zueinander. Die komplexe Floptechnik bedarf einer umfassenden Schulung der koordinativen Fähigkeiten. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Schüler in einer motorischen Umbruchphase befinden, die sich negativ auf die koordinativen Fähigkeiten auswirkt. Es wäre jetzt falsch zu sagen, dass an dieser Stelle auf die Floptechnik verzichtet werden soll. Vielmehr bedarf es einer gezielten Schulung der koordinativen Fähigkeiten um das Niveau der Schüler zu stabilisieren bzw. neu aufzubauen. Dies er-fordert jedoch mehr Zeit als es der Lehrplan an dieser Stelle zulässt oder aber die Konzentration auf eine zu vermittelnde Technik, wie ich es in Kapitel fünf darstellen möchte.
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Arbeit zitieren:
Jens Ender, 2009, Vermitteln, Üben und Bewerten in drei Stunden? Warum die Ausbildung der Leichtathletik in der Schule grundlegend geändert werden sollte , München, GRIN Verlag GmbH
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