Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis : 3
Tabellenverzeichnis: 3
1. Einleitung 4
2. Grundlagen gravitativer Massenbewegungen 5
2.1 Definition der gravitativen Massenbewegung 5
2.2 Klassifikationen von Massenbewegungen 5
2.3 Wichtige Steuerungsfaktoren für das Auftreten von Rutschungen an Hängen 7
3. Rutschungen in den Nördlichen Kalkalpen 10
3.1 Lage und Klima in den Nördlichen Kalkalpen 10
3.2 Beispiele für Rutschungen in den Nördlichen Kalkalpen 11
3.2.1 Die Felsgleitung von Goldau 12
3.2.2 Rotationsrutschung in Vorarlberg 17
3.3 Abschließende Bemerkungen zu den Steuerungsfaktoren von Rutschungen 20
3.4 Auswirkungen des Klimawandels auf das Auftreten von Rutschungen 21
4. Schluss 22
Literaturverzeichnis : 23
2
Abbildungsverzeichnis:
Abbildung 1: Klassifizierung von Massenbewegungsprozessen am Hang (nach Carson,
Kirkby, 1972, Seite 100). ........................................................................................................... 6 Abbildung 2: Vorbereitende, auslösende und kontrollierende Faktoren von
Massenbewegungen (Dikau et al., 2001, Seite 120). ................................................................. 9 Abbildung 3: Grobgliederung der Alpen (Werner et al., 2010, Seite 27). ............................... 10 Abbildung 4: Kontaktfläche von Konglomerat auf Mergel. Die Rutschfläche entwickelt sich in dem weichen und stark verwitterten Teil des Mergels (Thuro et al., 2005, Seite 305). ...... 13 Abbildung 5: Profilschnitt durch die Gleitbahn und östliche Abrisswand der Felsgleitung von Goldau (nach Heim, 1932 in Thuro et al., 2005, Seite 306). ................................................... 13 Abbildung 6: Gleitflächen am Rossberg mit (1) prähistorischer Rutschung (2) Röthener Rutschung von 1222 (3) Felsgleitung von 1806 (4) Felsrutschung von 2002 (5) zukünftiges
Ereignis? (nach Thuro et al., 2005, Seite 305). ........................................................................ 15 Abbildung 7: Oberer Bereich der Gleitfläche mit Konglomeratbänken und östlicher Begrenzung der Felsgleitung von Goldau (nach Thuro et al., 2006, Seite 15). ....................... 16 Abbildung 8: Abrissbereich (linkes Bild), Östlicher Abbruchrand (mittleres Bild), Gleitfläche und Ablagerungsbereich (rechtes Bild) der Felsgleitung von Goldau (nach Thuro et al., 2005,
Seite 306). ................................................................................................................................. 16 Abbildung 9: Verschiedene Arten von rotativen Rutschungen (nach Dikau et al., 1996, Seite
45). ............................................................................................................................................ 17 Abbildung 10: Flachgründige Rotationsrutschung im Hangschutt am Wiestobel in Vorarlberg,
Österreich (nach Ruff et al., 2005, Seite 46). ........................................................................... 18 Abbildung 11: Typisches Blockdiagramm einer rotativen Rutschung (nach Varnes, 1978 in
Dikau et al., 1996, Seite 45). .................................................................................................... 19
Tabellenverzeichnis:
Tabelle 1: Massenbewegungstypen und zugehörige Beispiele (nach Dikau et al., 2001, Seite
118). ............................................................................................................................................ 5 Tabelle 2: Eine Auswahl vorbereitender, auslösender und kontrollierender Faktoren, die für Massenbewegungen relevant sind (nach Dikau et al., 2001, Seite 120). ................................... 8
3
1. Einleitung
In den Alpen stellen Massenbewegungen immer wieder eine große Gefahr für Menschen, Siedlungen und sonstige Infrastruktur dar, besonders wenn diese plötzlich und mit hoher Geschwindigkeit auftreten. Bereits kleinere Ereignisse dieser Art können zu schweren Schäden führen. Daher ist es wichtig, grundlegende Informationen über Massenbewegungen und ihre geomorphologischen Steuerungsfaktoren, die diese Bewegungen begünstigen oder gar auslösen, zu sammeln. Derartige Informationen bilden die Basis, um vernünftige Landnutzungspläne zu erstellen, wodurch wiederum Menschenleben und Sachwerte besser geschützt werden können (Ruff, Czurda, 2007).
Diese Arbeit beschäftigt sich im Folgenden mit gravitativen Massenbewegungen, vor allem aber mit Rutschungen. Zunächst werden grundlegende Begriffe im Zusammenhang mit gravitativen Massenbewegungen und Rutschungen vorgestellt. Danach werden konkrete Beispiele von Rutschungen in den Nördlichen Kalkalpen vorgestellt und auf die jeweiligen Steuerungsfaktoren, die diese Rutschungen begünstigt haben, eingegangen. Abschließend gibt die Arbeit einen Ausblick auf mögliche Veränderungen bezüglich des Auftretens von Rutschungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel.
4
2. Grundlagen gravitativer Massenbewegungen
2.1 Definition der gravitativen Massenbewegung
Als gravitative Massenbewegungen bezeichnet man allgemein abwärtsgerichtete Verlagerungsprozesse auf schwach geneigten bis steilen Hängen. Die Bewegung erfolgt primär durch die Schwerkraft und nicht, wie bei anderen Massenbewegungen, durch ein Transportmedium, wie etwa Wasser oder Luft (Zepp, 2004). Gravitative Massenbewegungen treten als verschiedene Sturz-, Gleit- und Versatzvorgänge auf, die ineinander übergehen. Sie lassen jedoch eine grobe Unterscheidung in punkt-, linien- und flächenhafte Prozesse zu (Leser, 2009). Im Gegensatz zur Erosion, der linienhaften Abtragung, steht der Begriff der Denudation für den flächenhaften Abtrag von Festgestein und Lockermaterial durch die Medien Wasser, Wind und Eis. Die gravitativen Massenbewegungen werden jedoch auch häufig zu den Denudationsprozessen gezählt (Gebhardt et al., 2007).
2.2 Klassifikationen von Massenbewegungen
Auf Basis der Standardisierungsvorschläge des World Landslide Inventory werden mehrere Massenbewegungstypen unterschieden. Dazu zählt das Fallen, Kippen, Gleiten, Driften, Fließen und die komplexe Form, die eine Mischung aus den zuvor genannten Bewegungstypen darstellt (Dikau et al., 2001). Tabelle 1 führt Massenbewegungstypen mit jeweils zugehörigen Beispielen auf. Diese Arbeit wird vornehmlich das Gleiten von Rutschungen behandeln.
Tabelle 1: Massenbewegungstypen und zugehörige Beispiele (nach Dikau et al., 2001, Seite 118).
Je nach Bewegungsform wird von verschiedenen Massenbewegungen gesprochen. Diese Faktoren hängen von gewissen Randbedingungen ab (Zepp, 2004). Carson und Kirkby (1972) haben einen Ansatz für die Klassifizierung von Massenbewegungen am Hang aufgestellt. Abbildung 1 stellt diesen Ansatz dar.
Abbildung 1: Klassifizierung von Massenbewegungsprozessen am Hang (nach Carson, Kirkby, 1972, Seite 100).
Die Eckpfeiler des Diagramms werden durch die grundlegenden Bewegungstypen Stürzen, Gleiten, Fließen und Versatz gebildet. Entscheidend sind der Wasseranteil im Material und die Geschwindigkeit des ablaufenden Prozesses, um einen Vorgang einer bestimmten Massenbewegung zuzuordnen. Eine Rutschung weist beispielsweise einen gewissen Wasseranteil auf, der höher ist, als bei einem Bergsturz, Felssturz oder Steinschlag, jedoch geringer ist, als bei einer Fließung. Die Rutschung ist mit einer relativ hohen Geschwindigkeit eingestuft. Verringert sich diese, geht die Rutschung langsam in ein Bodenkriechen über (siehe Abbildung 1). In der Natur treten häufig Kombinationen zwischen diesen Klassen auf und die Übergänge sind fließend. Dies macht eine eindeutige Bestimmung vor Ort oftmals nicht einfach (Zepp, 2004).
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Arbeit zitieren:
Franz Maximilian Hummel, 2010, Rutschungen in den Nördlichen Kalkalpen, München, GRIN Verlag GmbH
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