Dinosaurier in Niedersachsen 7
Inhalt
Vorwort 9
Elephantopoides 11
Europasaurus 17
Iguanodon 23
Lexovisaurus 29
Megalosaurus 31
Plateosaurus 35
Rotundichnus 43
Stenopelix 47
Was ist ein Dinosaurier? 51
Wie die Dinosaurier
zu ihrem Namen kamen 59
Der Autor 65
Literatur 67
Bildquellen 69
B ücher von Ernst Probst
71
7
Dinosaurier in Niedersachsen 9
Vorwort
D inosaurier in Niedersachsen werden in dem gleich-namigen Taschenbuch des Wiesbadener Wissen-schaftsautors Ernst Probst vorgestellt. Bei jeder Dinosaurier-Gattung erfährt man, worauf deren wissenschaftlicher Name beruht. Es folgen Angaben über die Größe, das zeitliche und geographische Vorkommen, die systematische Stellung und über die wissenschaftliche Erstbeschreibung. „Dinosaurier in Niedersachsen“ beschreibt die bisher bekannten Gattungen der „schrecklichen Echsen“ aus Niedersachsen: Elephantopoides Europasaurus, Iguanodon, Lexovisaurus, Megalosauripus, Megalosaurus, Plateosaurus, Rotundichnus, Stenopelix.
Ernst Probst hat sich durch zahlreiche populärwissenschaftliche Bücher einen Namen gemacht. Bekannte Werke aus seiner Feder sind: „Deutschland in der Urzeit“, „Rekorde der Urzeit“, „Dinosaurier in Deutsch-land“ (letzterer Titel zusammen mit Raymund Windolf), „Dinosaurier von A bis K“, „Dinosaurier von L bis Z“, „Der Ur-Rhein“, „Der Rhein-Elefant“, „Deutschland im Eiszeitalter“, „Der Mosbacher Löwe“ „Höhlenlöwen“, „Säbelzahnkatzen“, „Der Höhlenbär“, „Monstern auf der Spur“, „Nessie“, „Affenmenschen“ und „Seeungeheuer“.
Dinosaurier in Niedersachsen 11
Elephantopoides
Name: Elefantenähnliche Spur
Größe: etwa 13 Meter lang Vorkommen: Obere Jurazeit Funde: Niedersachsen Erstbeschreibung: Kaever und de Lapparent 1974
Von Elephantopoides barkhausensis entdeckte man 1921 in einem Steinbruch von Barkhausen an der Hunte, einem Ortsteil der Gemeinde Bad Essen im Landkreis Osnabrück (Niedersachsen), Spuren runder Trittsiegel. Sie stammten von einem etwa 10 bis 13 Meter langen Elefantenfuß-Dinosaurier aus der Oberen Jurazeit vor rund 150 Millionen Jahren. Auf diese Fußspuren war der Geologe Walter Klüpfel aufmerksam geworden, als er die Eisenerz-Lagerstätten dieser Region erforschte. Als Erster untersuchte der am „Gymnasium Adolfinum Bückeburg“ unterrichtende Oberlehrer und Fossiliensammler Max Ballerstedt (1887-1945) diese Fußspuren. Damals waren aber nur einige Fährten von Elefantenfuß-Dinosauriern freigelegt worden. Erst später hat man weitere Fußspuren, darunter solche von Raub-Dinosauriern, entdeckt. 1972 wurde der Steinbruch unter Naturschutz gestellt. Weitere Trittsiegel legte man 1983 frei. Man vermutet, dass noch nicht alle Trittsiegel ans Tageslicht kamen. 2000 wurde das bis dahin öffentlich
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zugängliche Naturdenkmal durch ein Glasdach vor Witterungseinflüssen geschützt. Außerdem hat man zwei lebensgroße Nachbildungen jener Dinosaurier aufgestellt, welche die Fußspuren hinterließen. Den Artnamen Elephantopoides barkhausensis prägten 1974 der deutsche Paläontologe Matthias Kaever in Münster sowie der französische Jesuit und Paläontologe Albert S. de Lapparent (1905-1975) aus Paris für die von einem Elefantenfuß-Dinosaurier erzeugten Trittsiegel. Das Naturdenkmal ist eine etwa zehn Meter lange und rund sechs Meter hohe Felswand aus Sandstein. Deren heute fast senkrechte Lage entstand bei der Auffaltung des Wiehengebirges gegen Ende der Kreidezeit vor etwa 65 Millionen Jahren. Auf der Felswand sind Fährten von neun kleineren Elefantenfuß-Dinosauriern und von zwei großen Raub-Dinosauriern zu erkennen, die alle ungefähr in die selbe Richtung verlaufen. Die rundlichen Eindrücke der Hinterfüße der Elefantenfuß-Dinosaurier haben einen Durchmesser von 32 bis 38 Zentimetern. Dagegen sind die meistens direkt vor den Hinterfußabdrücken befindlichen halbmondförmigen Vorderfußabdrücke recht klein. Die Schrittlänge betrug etwa 1,50 Meter. Die beiden Fährten der großen Raub-Dinosaurier laufen in unterschiedliche Richtungen. Eine richtet sich auf der Felswand nach oben, die andere nach rechts. Ihre dreizehigen Trittsiegel sind mit etwa 63 Zentimeter Durchmesser etwa doppelt so groß wie diejenigen der Elefantenfuß-Dinosaurier. Die Raub-
Dinosaurier in Niedersachsen 13
Dinosaurier-Spuren erhielten den wissenschaftlichen Namen Megalosauripus barkhausensis und werden der Art Megalosaurus teutonicus zugeordnet.
Arbeit zitieren:
Ernst Probst, 2010, Dinosaurier in Niedersachsen, München, GRIN Verlag GmbH
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