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I. Eidesstattliche Erklärung
„Ich erkläre hiermit an Eides Statt, dass ich die vorliegende Bachelorarbeit selbständig angefertigt habe. Die aus fremden Quellen direkt oder indirekt übernommenen Gedanken sind als solche kenntlich gemacht. Die Arbeit wurde bisher weder in gleicher noch in ähnlicher Form einer anderen Prüfungsbehörde vorgelegt und auch noch nicht veröffentlicht.“
II
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II. Inhaltsverzeichnis
I. Eidesstattliche Erklärung II
II. Inhaltsverzeichnis III
III. Abbildungsverzeichnis VII
IV. Abkürzungsverzeichnis IX
V. Anmerkung der Autorin X
I. EINLEITUNG 1
1. Ausgangslage und Relevanz der Thematik 1
2. Problemstellung. 2
3. Zielsetzung und forschungsleitende Frage 2
4. Hypothesen 3
5. Aufbau der Arbeit 4
II. THEORIE 5
1. Reiseentscheidung 5
1.1. Einführung 5
a. Allgemeines zur Reiseentscheidung 5
b. Charakteristika der Reiseentscheidung 5
c. Informationsprozess & -quellen 6
1.2. Reiseentscheidungsprozess 7
a. Allgemeines zum Reiseentscheidungsprozess 7
b. Informationen als Inputvariable der Reiseentscheidung 7
c. Einflussfaktoren der Reiseentscheidung 8
d. Modelle des Reiseentscheidungsprozesses 9
i. The Mathison & Wall Travel-Buying Behaviour Model 9
ii. Reiseentscheidung nach dem S-O-R-Modell 10
iii. Schmöll-Modell des Reiseentscheidungsprozesses 11
III
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e. Phasen des Reiseentscheidungsprozesses 12
f. Der Reiseentscheidungsprozess von Backpackern 15
2. Informations- und Kommunikationstechnologien 15
2.1. Grundlagen der IKTs 15
2.2. Entwicklung neuer IKTs 16
2.3. Web 2.0 16
a. Vom Web. 1.0 zum Web 2.0 16
b. Grundlagen des Web 2.0 16
2.4. IKTs im Tourismus 17
a. Allgemeines. 17
b. Das Potenzial von IKTs im Tourismus 18
3. Weblogs 19
3.1. Was sind Weblogs? 20
a. Allgemeines 20
b. Definition & Abgrenzung 20
c. Verschiedene Arten von Weblogs 21
d. Inhalt und Aufbau von Weblogs 22
3.2. Der Blog als Kommunikationsmittel 22
3.3. Weblogs im Tourismus 23
a. Allgemeines. 23
b. Reiseblogs. 23
c. Weblogs und Backpacker - Tourismus 2.0 24
d. Das Potential von Weblogs als Informationsquelle für
Reiseentscheidungen. 24
e. Zusammenhang zwischen Backpackern und Bloggern 25
f. Weblogs im Zusammenhang mit der Reiseentscheidung 25
4. Backpacking Tourismus 26
4.1. Allgemeines. 26
4.2. Begriffsbestimmungen 26
IV
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4.3. Entwicklung der Backpackerbewegung 26
4.4. Identität der Backpacker 27
a. Charakterisierung 27
b. Merkmale eines Backpackers. 28
c. Demografische Abgrenzung. 29
i. Alter 29
ii. Nationalität 30
iii. Einkommen und (Reise-)ausgaben 30
iv. Bevorzugte Destinationen 31
4.5. Bedeutung des Backpackertourismus heute 32
5. Zusammenfassung der Theorie 32
III. EMPIRIE 33
1. Einführung in die empirische Studie 33
2. Forschungsfrage und Hypothesen 33
3. Methode 34
3.1. Wahl 34
3.2. Kritische Stellungnahme zur Methodik der Untersuchung 35
a. Vorteile der Online-Befragung 35
b. Nachteile der computerunterstützten Befragung. 35
4. Erhebungsdesign 36
5. Datenanalyse 37
5.1. Auswertung der Umfrage 37
a. Abschnitt 1 - Persönliche Informationen 37
b. Abschnitt 2 - Web 2.0 40
c. Abschnitt 3 - Reisen 43
d. Abschnitt 4 - Rucksackreisen / Backpacking 46
e. Abschnitt 5 - Reiseentscheidung 49
f. Abschnitt 6 - Reiseblogs / Weblogs von Travellern 51
5.2. Zusammenfassung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse 60
V
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6. Hypothesenbeantwortung 62
6.1. Hypothese 1: 62
6.2. Hypothese 2: 64
6.3. Hypothese 3: 65
7. Kriterienkatalog 66
IV. SCHLUSSBETRACHTUNG 70
1. Zusammenfassung 70
2. Kritische Würdigung 70
3. Ausblick 71
V. Literaturverzeichnis: XII
VI. Anhang A1
1. Online-Umfrage A2
a. Abschnitt 1 - Persönliche Informationen A2
b. Abschnitt 2 - Web 2.0 A3
c. Abschnitt 3 - Reisen A4
d. Abschnitt 4 - Backpacking A4
e. Abschnitt 5 - Reiseentscheidung A5
f. Abschnitt 6 - Reiseblogs A6
VI
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III. Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Einflussfaktoren der Reiseentscheidung
Abb. 2: The Mathison and Wall Travel-Buying Behaviour Model
Abb. 3: Reiseentscheidung nach dem S-O-R-Modell
Abb. 4: Schmöll-Modell des Reiseentscheidungsprozesses.
Abb. 5: Phasen des Reiseentscheidungsprozesses
Abb. 6: Informationsquellen für Reisende
Abb. 7: Altersverteilung innerhalb der Backpackerbewegung
Abb. 8: Tagesausgaben von Backpackern
Abb. 9: Altersverteilung der Umfrageteilnehmer
Abb. 10: Geschlechterverteilung der Umfrageteilnehmer
Abb. 11: Berufsbilder der Umfrageteilnehmer
Abb. 12: Einschätzung des Web 2.0 Potentials
Abb. 13: Web 2.0 Nutzung im Alltag der Umfrageteilnehmer
Abb. 14: Web 2.0 Nutzung bei der Urlaubsplanung
Abb. 15: Reisen als Teil des Lebens der Umfrageteilnehmer
Abb. 16: Reisehäufigkeit der Teilnehmer
Abb. 17: Reisedauer der Umfrageteilnehmer
Abb. 18: Bevorzugter Urlaubstyp
Abb. 19: Backpackererfahrung der Teilnehmer
Abb. 20: Häufigkeit der Rucksackreisen.
Abb. 21: Gründe gegen Backpacking-Touren
Abb. 22: Einflussfaktoren der Reiseentscheidung
Abb. 23: Werden Reiseblogs gelesen?
Abb. 24: Gründe, warum Teilnehmer keine Blogs lesen
VII
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Abb. 25: Warum lesen Teilnehmer Blogs?
Abb. 26: Anzahl der Blogverfasser
Abb. 27: Hindernisse für potentielle Blogger
Abb. 28: Motivatoren für Blogger
Abb. 29: Blogs als Einflussfaktor
Abb. 30: Blogs und die Reiseentscheidung
Abb. 31: Hypothese 1
Abb. 32: Hypothese 2
Abb. 33: Hypothese 3
VIII
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IV. Abkürzungsverzeichnis
IKTs Informations- & Kommunikationstechnologien Abb. Abbildung Bzw. beziehungsweise
et al. und andere (lateinisch = et alii) etc. et cetera f. folgende S. Seite vgl. vergleich(e) z.B. zum Beispiel
IX
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V. Anmerkung der Autorin
Die Forschungsfrage, sowie der Titel dieser wissenschaftlichen Arbeit wurden geringfügig abgeändert, so wie die Hypothesen angepasst, da bei der quantitativen Studie nicht evaluiert werden konnte, ob die gelesenen Reiseblogs von Backpackern oder „herkömmlichen“ Touristen verfasst wurden. Somit wird der Einfluss von Reiseblogs (mögen sie von Backpackern oder anderen Touristen stammen) auf die Reiseentscheidung von Backpackern untersucht. Ebenso konnte aufgrund des Umfanges der empirischen Untersuchung nicht alle Themenpunkte der Disposition (bis ins Detail) behandelt werden.
X
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I. EINLEITUNG
1. Ausgangslage und Relevanz der Thematik
Der Tourismus ist eine boomende Industrie und der weltweit größte Arbeitgeber und Wirtschaftszweig. Gleichzeitig ist das Internet das am schnellsten wachsende Medium dieser Zeit. Die Entwicklung dieser beiden Komponenten geht Hand in Hand und beeinflusst einander maßgeblich. So leben der Tourismus und die Informations- und Kommunikationstechnologien in einer Art Symbiose, denn in kaum einer anderen Branche ist die Dynamik zweier Komponenten so groß. (vgl. Egger, 2005, S. 615)
Blogs sind fester Bestandteil des Web 2.0 und fungieren als Ebene zum interaktiven Informationsaustausch. Somit ist der Internetuser nicht mehr länger lediglich Informationsadressat, sondern auch aktiver Mitgestalter des Webs. (vgl. Hensel, 2008, S. 34)
Im zweiten Quartal 2010 verzeichnete Google 22 200 000 Hits beim Suchbegriff “Weblogs” und 64 900 000 Hits beim Suchbegriff „blogs in tourism“ (vgl. http://www.google.com. Auszug am: 25.05.2010)
Diese Zahl lässt erkennen wie bedeutend Web 2.0 für den heutigen Tourismus ist und wie sehr der Einfluss der Weblogs auf unsere Gesellschaft übergreift.
Die sich rasend schnelle Ausbreitung von neuen Informations- & Kommunikationstechnologien transformiert den Tourismus von einer
arbeitsintensiven zu einer informationsintensiven Industrie. Kommunikations- und Informationsaustausch über verschiedene Web 2.0 Tools ist daher unabdingbar geworden und deshalb umso mehr unerlässlich für das Marketing der Tourismusindustrie. (vgl. Buhalis, 2003, S. 76)
1
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2. Problemstellung
In der heutigen Zeit, die von rasendem Fortschritt geprägt ist, fokussiert sich der Tourismus mehr denn je auf die neuen Informations-und
Kommunikationstechnologien. Da sich der Tourismus durch eine hohe Informationsintensität auszeichnet, steht der Konsument einer ständig wachsenden Vielfalt an Informationen gegenüber, die zum einen immer leichter zugänglich wird, andererseits aber auch den Filterungsprozess erschwert. So entstehen für die Unternehmer wie für die Reisenden nicht nur neue Möglichkeiten der Informationsbeschaffung und -verarbeitung, sondern auch zu bewältigende Herausforderungen. (vgl. Baggio / Corigliano, 2004, S. 341 - 352) Touristen sind, getrieben von ihrer Suche nach Abenteuer und neuen Erfahrungen in allen Ländern der Welt zu finden. Dies gilt im Besonderen für die sogenannten Backpacker. (vgl. Richards / Wilson, 2004, S. 4) Da die Informationssuche bei der Reiseentscheidung eine bedeutende Rolle spielt, gewinnen die IKTs immer mehr an Bedeutung. (vgl. Buhalis, 2003, S. 81)
Der ständige Fortschritt führt zu einer Virtualisierung der heutigen Welt und verändert somit das Entscheidungsverhalten der Touristen maßgeblich, was den Tourismus vor eine neue Herausforderung stellt. (vgl. Egger, 2007, S. 433 - 447)
3. Zielsetzung und forschungsleitende Frage
Ziel dieser Arbeit ist es anhand von theoretischen Grundlagen zu analysieren, inwiefern Weblogs mit dem Tourismus und hier insbesondere mit dem Rucksacktourismus interagieren.
In dieser Arbeit soll der Einfluss von Reiseblogs im Bezug auf den Reiseentscheidungsprozess von Backpackern diskutiert und mithilfe einer quantitativen Befragung erarbeitet werden.
Als Endprodukt dieser Arbeit soll ein Katalog an Kriterien erarbeitet werden, der all jene Kriterien zusammenfasst, die für einen Reiseblog entscheidend sind um die Reiseentscheidung von Backpackern zu beeinflussen.
2
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Dies soll dabei helfen folgende Fragestellung konkret zu beantworten:
„Inwiefern beeinflussen Reiseblogs die Reiseentscheidung von Backpackern?“
4. Hypothesen
Die folgenden Hypothesen sollen einen Leitfaden zur Beantwortung der Forschungsfrage darstellen:
Hypothese 1:
Hypothese 2:
Hypothese 3:
3
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5. Aufbau der Arbeit
Zu Beginn dieser Arbeit soll dem Leser die behandelte Thematik anhand einer Einleitung näher gebracht werden und ebenso wird auf die Problemstellung sowie auf die Zielsetzung der Arbeit eingegangen.
Im zweiten Teil wird näher auf den Reiseentscheidungsprozess allgemein und später dezidiert auf den der Rucksacktouristen eingegangen. Der darauffolgende Teil beschäftigt sich mit den Informations- und Kommunikationstechnologien und anhand von theoretischen Grundlagen wird dieser Bereich charakterisiert und die Relevanz des Themas Web 2.0 erläutert. Im vierten Teil der Arbeit wird auf die Thematik der Weblogs im Allgemeinen und im Bezug auf die Relevanz für den Tourismus eingegangen. Danach folgt die Vertiefung mit dem Thema Rucksacktourismus. Hierbei wird mit einer Erklärung des zentralen Begriffes und der Beschreibung der relevanten Bezugsgruppe in die Thematik eingeführt. Anschließend werden wichtige Facetten des Backpacking Tourismus beleuchtet.
Im nächsten Teil wird die Autorin versuchen diese Teilbereiche zusammenzuführen und herauszufinden, welche Auswirkungen Reiseblogs auf die Reiseentscheidung von Backpackern haben.
Im letzten Teil dieser Arbeit werden die Ergebnisse zusammengefasst, die zu Beginn gebildeten Hypothesen beantwortet und abschließend reflektiert die Autorin das Thema kritisch und gibt einen Ausblick.
4
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II. THEORIE
1. Reiseentscheidung
1.1. Einführung
a. Allgemeines zur Reiseentscheidung
Mit dem Begriff Reiseentscheidung ist die Entscheidung bzw. das Bündel von Teilentscheidungen gemeint, die jemand trifft, bevor er eine Reise antritt. Im Kontext dieser Arbeit wird allerdings nur von Urlaubsreiseentscheidungen die Rede sein; Geschäftsreiseentscheidungen werden nicht berücksichtigt.
Als Determinanten der Reiseentscheidung sind gesellschaftliche
Rahmenbedingungen (soziale Zugehörigkeit, Einkommenslage, Konjunkturlagen), die Reiseerfahrung des Travellers, Image und Attraktivität der zur Auswahl stehenden Destinationen, soziale Normen und darüberhinaus die Verfügbarkeit von Informationen zu nennen.
b. Charakteristika der Reiseentscheidung
Die Reiseentscheidung lässt sich im Kontext dieser Arbeit durch folgende Eigenschaften kennzeichnen:
o Als Basis der Reiseentscheidungen und des gesamten Prozesses dienen Informationen und deren Verarbeitung. Die gegebenen Informationen und dessen Verarbeitung, die im Zuge des Prozesses stattfindet, beeinflussen die Entwicklung des Prozesses maßgeblich.
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o Reiseentscheidungen gehen stets mit Alternativen einher.
o Reiseentscheidungen weisen Prozesseigenschaften auf, denn die Wahl für die „beste Alternative“, unter den zur Verfügung stehenden, stellt das Ergebnis des Reiseentscheidungsprozesses dar.
o Reiseentscheidungen sind stets an bestimmte Ziele, die vom Entscheidungsträger durch das Fällen jener Entscheidung erreicht werden möchten, gebunden.
o Reiseentscheidungen bringen auch einen gewissen Lernprozess mit sich, da durch jeden einzelnen Reiseentscheidungsprozess Informationen
aufgenommen und gespeichert werden, die bei den darauffolgenden
Reiseentscheidungen hilfreich sein können. (vgl. Pikkemaat, 2002, S. 106 f)
Somit lässt sich die Situation der Reiseentscheidung als, durch die oben genannten Komponenten, hochkomplexe Problemsituation beschreiben, die im System Tourismus zu finden ist. Komplexe Problemsituationen wie die Reiseentscheidung charakterisieren sich durch viele unterschiedliche Elemente, eine starke Vernetztheit und verschiedene Ausprägungsmöglichkeiten der Elemente. (vgl. Malik, 2006, S. 202ff)
c. Informationsprozess & -quellen
Das touristische Informationsverhalten und die Informationsbeschaffung von Touristen stehen schon viele Jahre im Interesse der Tourismusforscher. (vgl. Jeng & Fesenmaier, 2002, S. 15 ff)
Es existiert eine Vielzahl an Informationsquellen, die die Reiseentscheidung beeinflussen können. Nicht jeder Tourist verbringt gleich viel Zeit mit der Informationsbeschaffung vor Reiseantritt, jedoch nimmt diese meist einen großen Teil der Vorreisephase in Anspruch. (vgl. Sigala / Mich / Murphy, 2007, S. 154)
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Die Suche nach Reiseinformationen hat sich aber in den letzten Jahren aufgrund der dominanten Rolle des Internets in der heutigen Gesellschaft grundlegend geändert. Das Internet bietet den Touristen einige bemerkenswerte Vorteile bei der Suche nach Reiseinformationen. Allerdings dürfen hierbei die Nachteile nicht außer Acht gelassen werden. Aufgrund der unzähligen Menge an Informationen, auf die der Tourist bei der Online Informationssuche stößt, kann es leicht zu einer Informationsüberlastung kommen. Darüberhinaus finden sich im World Wide Web nicht nur relevante Informationen für den Suchenden, so dass man vermehrt auf irrelevante Informationen stößt, die für die Reisenden nicht von Bedeutung sind. (vgl.Pan & Fesenmaier, 2006, S. 809 ff)
1.2. Reiseentscheidungsprozess
a. Allgemeines zum Reiseentscheidungsprozess
Der Informationsbeschaffungsprozess vor Reiseantritt lässt sich in interne und externe Suche unterteilen. Zu allererste versucht der Mensch durch das Langzeitgedächtnis gespeicherte Informationen abzurufen, die für die Reiseentscheidung relevant sein könnten. Liefert die interne Suche unzureichende Informationen, wenden sich die Menschen an externe Quellen für die Informationsbeschaffung, wie zum Beispiel Reiseveranstalter, Reiseführer, Werbung oder auch nicht kommerzielle Quellen wie Freunde, Bekannte und Familie, die von persönlichen Erlebnissen berichten können. (vgl. Pan / Fesenmaier, 2006,S. 815f)
b. Informationen als Inputvariable der Reiseentscheidung
Die Beschaffung und Verarbeitung von Informationen ist der Grundstein jeder Entscheidung. Der Informationsfluss in der heutigen Gesellschaft erfordert eine immer bessere und schnellere Aufbereitung jener Informationen, denn die Fülle und Intensität an Informationen nimmt ungeahnt Ausmaße an.
Die Informationsüberflutung, die zur heutigen Zeit stattfindet ist auf die sich ständig erweiternde, globale Kommunikation, die Zunahme von Wissen, Informationen sowie Daten und ebenso auf die Weiterentwicklung der Kommunikations- und Informationstechnologien zurückzuführen. (Pikkemaat, 2002, S. 92)
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Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen. Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)
d. Modelle des Reiseentscheidungsprozesses
Im Vorhinein kann bereits erwähnt werden, dass bis heute keine Theorie existiert, die diesen Prozess erklären können. (vgl. Braun, o.J., S. 1) Viele Modelle, die sich in der Vergangenheit mit dem Reiseentscheidungsprozess befasst haben, versuchten lediglich den Entscheidungsprozess für die jeweilige Destination zu erforschen. Reisen stellt jedoch weit mehr dar als von einem Ort zum anderen zu reisen. Der Reiseentscheidungsprozess ist ein sehr komplexes und vielschichtiges Konstrukt, das mit vielen Einzelentscheidungen verbunden ist, die über einen gewissen Zeitraum von Tagen, Wochen oder gar Monaten hinweg getroffen werden müssen. (vgl. Decrop, 1999, S. 4)
Eine Vielzahl jener Modelle, die auf diesem Bereich erarbeitet wurden, sind bereits mehrere Jahre, manche sogar über 15 Jahre alt und berücksichtigen demnach andere Komponenten und ebenso müssen Veränderungen auf dem Markt- und Kundensegment in Betracht gezogen werden. (vgl. Swarbrooke / Horner, 1999, S. 78) Aufgrund der Vielzahl an Modellen kann in dieser Arbeit nur auf die für die Autorin drei wesentlichsten Modelle eingegangen werden.
i. The Mathison & Wall Travel-Buying Behaviour Model
Das Modell nach Mathison und Wall wird anhand von fünf Phasen beim Erwerb einer Reise beschrieben. Dieses Modell ist zeitlich orientiert und als Basis dafür gelten vier Faktoren der Reiseentscheidung.
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Arbeit zitieren:
Johanna Bergthaler, 2010, Backpacker im Web 2.0, München, GRIN Verlag GmbH
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