Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Polens Geschichte vor der 1. Teilung 3
2.1 Jagiellonen Dynastie 3
2.2 Die Wasa 5
3. Der Niedergang und die Teilungen Polens 8
4. Modernisierungshemmnisse in Polens Geschichte 13
5. Schluss und Fazit 16
6. Quellenverzeichnis 18
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1. Einleitung
Die Hausarbeit befasst sich mit einem Überblick der geschichtlichen Ereignisse in Polens Geschichte. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Blütezeit des polnischen Reiches unter der Jagiellonen-Dynastie geworfen. Weiter wird die Zeit der Wasa auf dem polnischen Thron beschrieben.
Besonders möchte ich mich aber mit der Thematik der Teilungen des polnischen Staates beschäftigen. Was waren die Gründe und Ursachen für diese Teilungen? Hatten Diese Einfluss auf die heute immer noch schlechte wirtschaftliche Lage Polens? Außerdem beschäftigt sich die Hausarbeit mit den
Modernisierungshemmnissen in der polnischen Geschichte und ob die Teilungen Polens wirklich damit in Zusammenhang stehen. Es wird kurz das Problem des EU Beitritts 2004 beschrieben, um damit den Kreis auf die geschichtlichen Ereignisse zu schließen. Zum Ende der Hausarbeit werde ich eine eigene Meinung zum Thema und zu den Modernisierungshemmnissen in Polen abgeben.
2. Polens Geschichte vor der 1. Teilung
Die Geschichte Polens beginnt natürlich sehr viel eher mit den ersten Besiedlungen Polens. Außerdem darf man nicht die erste große polnische Ausdehnung unter der Piasten Herrschaft außer acht lassen. Um das Thema etwas einzugrenzen, weil es sonst die Umfänge sprengen würde, habe ich mich dazu entschieden mit der Herrschaft der Jagiellonen zu beginnen. Der Ausgangspunkt dieser Hausarbeit startet mit dem Großfürsten Jogaila bzw. Wladislaw II. Jagiello und seiner Machtübernahme im Jahr 1386.
2.1 Jagiellonen Dynastie
Polen entwickelt sich in den Jahren von 1386 bis 1572 unter der Herrschaft der Jagiellonen Dynastie zu einer Großmacht.
Die Jagiellonen sind eine aus Litauen stammende Familiendynastie, die in der Zeit von 1386 bis 1572 die polnischen und litauischen Könige bzw. Herrscher stellen.
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Gegründet wird das Jagiellonen Reich 1386 durch die Heirat des litauischen Großfürsten Jogaila bzw. Wladislaw II. Jagiello mit der polnischen Königin Jadwiga. Durch diese Verbindung entwickelt sich das Jagiellonen Reich. Die Nachkommen Wladislaws II. Jagiello heiraten in viele Königs- und Adelsfamilien Europas ein. Dadurch vergrößert sich das Reich der Jagiellonen zusehends. Zu Zeiten der größten Ausdehnung reichen die Grenzen von der Ostsee im Norden bis hin zum Schwarzen Meer im Süden. Auch als das Land von Meer zu Meer bezeichnet. Aufgrund dieser Ausmaße beginnen in Europa die angrenzenden Nachbarn Polens Angst um ihre Gebiete zu bekommen. Außerdem wird Polen jetzt als Großmacht anerkannt und als wirklicher Konkurrent um eine Vormachtstellung gesehen.
Nach dem Tod Wladsilaws II. Jagiello im Jahr 1434, wird die erfolgreiche Herrschaft der Jagiellonen fortgesetzt. Die Strategie, möglichst viele Thronfolger in andere Königshäuser einheiraten zu lassen macht sich mehr als bezahlt. Durch Wladyslaw III. tritt auch Ungarn in eine Personalunion mit Polen. In der Folgezeit stagniert die Ausdehnung Polens und mit Sigismund II. stirbt der letzte Nachfahre der Jagiellonen Dynastie 1572. Unter seiner Herrschaft wird die polnische - litauische Personalunion
2 http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Jagiellonen.jpg, am 28.4.2009 aus dem Internet entnommen.
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in eine Realunion umgewandelt. Polen-Litauen wird damit zu einer Adelsrepublik mit einem vom Adel gewählten König.
`Besonders in der Schlussphase der Jagiellonen Herrschaft, entwickelt sich das Reich Polen in Sachen Kunst, Literatur und Wissenschaft außerordentlich. Zu den Zeiten der Renaissance und des Humanismus läuft die kulturelle Entwicklung in Polen zu ihrem Höhepunkt. An dieser Entwicklung trägt auch die direkte Verbindung Polens zum Seeweg bei. Auf diesem Weg kommen Einflüsse fremder Kulturen viel schneller in das Reich als über den Landweg. ` 3
2.2 Die Wasa
Nach dem Tod Sigismunds II. 1572 und dem Aussterben der Jagiellonen Dynastie wählt der polnische Adel die Thronfolger. Der litauische Teil Polens gerät dabei immer mehr in eine Polonisierung der wichtigsten Ämter und Führungspositionen ihres Landes. Durch diese Art der Königswahl, kommt es schnell zu Manipulationen in der Wahl. Der Adel wählt einen König, der gerade in diesem Moment gut für ihn ist. Der gewählte König steht von Beginn seiner Amtszeit an in der Schuld der Adeligen. Kann der amtierende König die Interessen der Adeligen nicht mehr in dem gewünschten Ausmaß vertreten, muss er abgewählt oder beseitigt werden. Im Zuge dessen wird in Polen das `Liberum Veto` eingeführt.
`Ein einzelner Abgeordneter kann mit dem Ruf des Liberum Veto das Parlament blockieren und alle bisher gefassten Beschlüsse ungültig machen. Die Problematik dieser Regelung wird von vielen durchaus erkannt, doch die Macht und das gesellschaftliche Desinteresse der reichen Großgrundbesitzer verhindert jede Art von Reformen. ` 4 Dieses Veto führt zur Instabilität und Schwächung des Landes. Außerdem sind die Adeligen und Großgrundbesitzer nur mit sich selbst beschäftigt und vernachlässigen nicht nur die Verwaltung und Instandhaltung der Städte, sondern auch die Verteidigung und Aufrüstung. Obwohl Polen zu dieser Zeit der größte Nationalstaat in
3 Adamczyk, Dr. Dariusz: Seminar: Polen allein in Europa? Selbstbehauptungsversuche einer Nation, 1918-2000,
Leibnitz Universität Hannover, WS 2008/09
4 Vgl.http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Polens#Die_Union_von_Lublin_und_die_Adelsrepublik_.28Rzeczpos
polita.29_1569.E2.80.931795, am 28.4.09 aus dem Internet entnommen.
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Europa ist, besitzt es nur eine kleine Armee, die an mehreren Stellen gleichzeitig das Land verteidigen muss. Nachdem Stephan Báthory, ein genialer militärischer Taktiker, verstarb, beginnt die Herrschaftszeit der Wasa in Polen. 1587 wird Sigismund III. aus dem schwedischen Geschlecht der Wasa zum König gewählt. Ein Grund dafür ist, dass Sigismund III. Vorfahren aus der Dynastie der Jagiellonen hat. Er ist bei Amtsantritt zur gleichen Zeit polnischer und schwedischer König (1592-1599). Zu der Herrschaftszeit Sigismunds III. kommt es zu den Schwedisch-Polnischen Kriegen 1600-1629 und 1655 -1660. Grund dafür sind die dynastischen Konflikte der protestantischen Wasa in Schweden gegenüber den katholischen Wasa in Polen. Außerdem geht es um die Vormachtstellung beider Länder im Baltikum. Ziemlich zur selben Zeit muss Polen nicht nur an der Nordfront sein Land verteidigen, sondern es kommt an der Ostfront zu Konflikten mit dem immer stärker werdenden Russland. Dies führt von 1609-1618 zum Russisch-Polnischen Krieg. Ein weiteres Übel in der dieser Zeit sind die Kosakenüberfälle auf türkischem Gebiet. Durch diese Überfälle zerbricht das bis dahin gute Verhältnis zu den Türken und Polen wird auch hier in Kriege von 1620-1621 und 1633-1634 verwickelt. Polen steht in der schlechten Position, da es an drei Fronten zu kämpfen hat. Dies liegt nicht nur an der Erhebung von zahlreichen Truppen, sondern auch die Versorgung mit Nachschub sorgt aufgrund der Größe des Reiches für Probleme.
All diese Auseinandersetzungen führen zum allmählichen Zerfall der einstigen Großmacht Polen. Außerdem ist Sigismund III. weiterhin bestrebt seinen in der Zwischenzeit durch die Abwahl des schwedischen Reichstages verlorenen Thron in Schweden zurückzuerlangen. Er ernennt Warschau als neue Hauptstadt Polens, zum Einen weil Warschau zentraler liegt und bei den Auseinandersetzungen schwerer von feindlichen Truppen zu erreichen ist und Zweitens damit er näher an seiner Heimat Schweden ist.
In der Zeit einer weiteren Auseinandersetzung mit dem Zarenreich Russlands 1632 stirbt Sigismund III. und Wladyslaw IV. tritt an seine Stelle. Der russische Versuch Gebiete Polens zu erobern schlägt fehl und mündet in einer Niederlage Russlands. Wladyslaw IV. muss sich auch stärker mit dem Osmanischen Reich auseinandersetzen und den Süden seines Reiches verteidigen. Der dritte polnische Herrscher Johann II. Kasimir aus dem Hause der Wasa und zugleich Sohn von Sigismund III. hat sich mit inneren Problemen Polens auseinanderzusetzen. `Im polnischen Reich kommt es 1648 zum Aufstand der
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Arbeit zitieren:
Sascha Berger, 2009, Nation ohne Staat - Die Teilungen Polens als Voraussetzung für die Modernisierungshemmnisse, München, GRIN Verlag GmbH
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