Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 2
2 Fragestellung und Hypothesen 4
3 Methode 6
3.1 Stichprobenbeschreibung 7
3.2 Material 7
3.3 Durchführung 8
4 Ergebnisse 9
5 Diskussion 10
6 Literaturliste 12
1 Einleitung
Im folgenden Bericht beschäftige ich mich mit dem Thema der interpersonalen Kompetenz, deren Messung und Auswertung. Zunächst möchte ich jedoch den Versuch unternehmen, interpersonale Kompetenz zu beschreiben und zu charakterisieren, damit ungefähre Rahmenbedingungen abgesteckt werden, die dem Leser ermöglichen sollen, diesen Bericht leichter und verständlicher nachzuvollziehen. Kompetenzen sollten als Ergebnis verschiedener Lernprozesse verstanden werden (Böhm, 2005, S. 368), die man in verschiedenen Bereichen, wie z.B. in der Kommunikation, in sozialen Tätigkeiten oder im Laufe seines Lebens erworben, erlernt oder sich angeeignet haben soll(te). Diese Kompetenzen benötigen die einzelnen Personen, um sich in der Gesellschaft zu behaupten und sich dabei an die „Regeln“ des Zusammenlebens sowie ggf. gesetzliche Bestimmungen zu halten. Zu diesen Kompetenzen, die sowohl dem Miteinader wie auch für jeden einzeln dienlich sind oder sein sollen, zählen bspw. Empathie, Kommunikations- (Brunner, 1980, S. 117) und soziale oder Gesprächsführungskompetenz, um nur einige zu nennen. Kompetenzen sind die kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, über die jeder Einzelne verfügt, sodass er Problemen oder Konflikten eigenständig und eigenverantwortlich gegenübertreten kann und diese löst (Weinert, 2002 S. 27). Auch der Begriff der sozialen Kompetenz gesteht dem Individuum zu, mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren, ihnen gegenüber zu treten und gezielt Fertigkeiten (Kompetenzen) einzusetzen, um erfolgreich Aufgaben und Probleme lösen zu können (Fröhlich, 1994, S. 238). Man kann demnach sagen, dass überall dort, wo Menschen aufeinandertreffen, kommunizieren und in Kontakt treten, interpersonale (engl. interpersonal = zwischenmenschlich) Kompetenzen benötigt werden, um die jeweiligen kulturellen und gesellschaftlichen Normen bzw. Regeln im Umgang miteinander einzuhalten. Damit ist eine angemessene Rahmenstruktur gegeben, die dem höflichen Umgang als Leitfaden dient. Interpersonale Kompetenz ist demnach die Humosscholle, durch die ein gelungenes Miteinander keimen und sich entfalten kann. Des weiteren kann interpersonale Kompetenz als Grundlage demokratischen Handelns und Denkens gesehen werden (Kiper/Mischke, 2008). Man benötigt laut Barbara Langmaack (2004, S. 9), soziale Kompetenz respektive soziale Qualitäten, um bestimmte Situationen in seinem Leben meistern zu können. Im Widerspruch zum oben erwähnten vertritt sie die Ansicht, dass interpersonale oder soziale Kompetenzen nicht aktiv erlernt werden können, sie aber durch die jeweilige Entwicklung und Persönlichkeit des Menschen reifen (Langmaack, 2004, S. 10). Sie setzt also voraus, dass
eine gewisse Basis an interpersonaler bzw. sozialer Kompetenz in einem jeden ruhen, und diese Basis sich während der lebenslangen Entwicklung durch soziale Faktoren oder bspw. Umweltfaktoren zu einem riesigen Talent von interpersonaler Kompetenz ausbreitet. Deutlich wird bei diesem Widerspruch der z.T. fehlende Konsens darüber, ob interpersonale Kompetenzen erlernt werden oder eben doch in einem selbst liegen und sich später ausbilden. Es drängt sich nun der Schluss auf, dass Menschen mit einem hohen Maß an interpersonaler Kompetenz fähig sind, eher soziale Kontakte aufzubauen, Beziehungen und Bindungen einzugehen und diese auch langfristig durch eben jene Kompetenz(en) halten können. Merkmale interpersonaler Kompetenz, wie gesellig, gesprächig oder kooperativ zu sein, werden auch im Berufsleben immer mehr von Bedeutung sein. Es zählen nicht mehr nur das Können und die Qualifikation, sondern auch Schlüsselqualifikationen wie z.B. soziale Kompetenz. Sie werden auch als Grundlage effektiverer Arbeit angesehen und entscheiden immer häufiger, ob und wie gesetzte Ziele erreicht werden (Langmaack, 2004, S. 15f). Interpersonale Kompetenz kann man allerdings nur am Verhalten einer Person ablesen und erkennen, da sie sehr vielseitig ist und sich u.a. aus den Bereichen Selbstwert, Kooperationsfähigkeit, Gewissenhaftigkeit, Gesprächsführungskompetenz, Empathie,
Verträglichkeit und Intuition zusammensetzt. Demnach kann man interpersonale Kompetenz nur im Verhalten eines Menschen zu einen Anderen erkennen (Goleman/Kreissl, 2006). Gerade Personen in höheren oder leitenden Positionen müss(t)en ein hohes Maß von dieser Kompetenz besitzen, denn sie müssen mit häufig wechselnden Personen kommunizieren, diese motivieren oder auch mal das „Feierabendgespräch“ führen können. Von diesem hohen Maß kann allerdings nur gesprochen werden, wenn mindestens alle oben genannten Bereiche miteinander funktionieren.
Doch wie kann man interpersonale Kompetenz beschreiben oder definieren? Zunächst einmal kann man sie mithilfe des Fünf-Faktoren-Modells der Persönlichkeit von McCrae und Costa (1987) definieren und beschreiben. Dieses Fünf-Faktoren-Modell oder auch „Big Five“ ist ein einheitliches Persönlichkeitsmodell, welches auf den Dimensionen Verträglichkeit, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen Neurotizismus und
Gewissenhaftigkeit beruht. Da die „Big Five“ genauso wie die Konstrukte Selbstwert und Aggressivität wesentlicher Bestandteil der folgenden Arbeit sein werden, werde ich sie kurz erläutern respektive definieren.
Extraversion beschreibt die Fähigkeit eines Menschen sich gesellig, durchsetzungsfähig, oder gesprächig zu verhalten. Demnach sind extrovertierte Menschen nicht schweigsam oder
zurückgezogen, sondern vielmehr sind sie für neue Bekanntschaften offen und gehen auf andere Menschen zu (Cervone, 2005, S. 322).
Das Verhalten von Menschen zu ihren Mitmenschen wird als Verträglichkeit bezeichnet. Ein hohes Maß an Verträglichkeit besitzen Menschen, die vertrauensvoll, kooperativ, umgänglich und nicht unnahbar sind (Cervone, 2005, S. 322). Hock (2005) definiert Verträglichkeit mit Vertrauen, Freimütigkeit und Altruismus. Sind Menschen gründlich, diszipliniert, zuverlässig und organisiert, so spricht man von Gewissenhaftigkeit (Cervone, 2005, S. 322).
Mit Neurotizismus misst emotionale Festigkeit bzw. Labilität, bspw. in den Punkten Ängstlichkeit, Reizbarkeit oder Depression (Hock, 2005). Neurotisch sind deshalb solche Menschen, die häufig körperliche beschwerden haben, übermäßig nervös, ängstlich oder reizbar sind (Cervone, 2005, S. 322).
Menschen die neuen Erfahrungen und Erkenntnissen positiv gegenüberstehen, kann man unterstellen, dass sie offen für neue Erfahrungen sind. Dies zeigt sich oftmals in Neugier, Originalität, Kreativität und großem Interesse neuem gegenüber (Cervone, 2005, S. 322). Anderson und Bushmann (2002) beschreiben Aggression als ein Verhalten, dessen Ziel es ist einem anderen Menschen absichtlich zu schaden.
Menschen mit hohem Selbstwert empfinden sich selbst als wertvoll und mindestens gleichwertig ihren Mitmenschen gegenüber. „[…] Das Selbstwertgefühl einer Person ist die generalisierte wertende Einstellung dem Selbst gegenüber. Sie beeinflusst sowohl die Stimmung als auch das Verhalten“(Zimbardo, 1995, S. 502).
Interessant an diesem Thema ist die Vielseitigkeit der interpersonalen Kompetenz, aber auch, dass interpersonale Kompetenz für jedes Mitglied der Gesellschaft und für selbige von existenzieller Bedeutung ist, denn so bildet sich ein gewisser „Umgangsrahmen“. Da ein tiefgründiges Eingehen auf das eben Geschriebene den Rahmen dieses Berichts, der sich vordergründig mit der Auswertung des Fragebogens (Grumm/Hein, 2010) beschäftigt, sprengen würde, muss darauf verzichtet werden.
2 Fragestellung und Hypothesen
Interpersonale Kompetenz kann wie zuvor bereits erwähnt, u.a. als die Fähigkeit oder Eigenschaft verstanden werden, mit der man mit seinen Mitmenschen agieren kann. Man steht jedoch vor dem Problem, wie man diese Kompetenzen sichtbar oder sogar messbar machen
Arbeit zitieren:
Daniel Rahn, 2010, Interpersonale Kompetenz, München, GRIN Verlag GmbH
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