Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Lehrstuhl für Kommunikations- und Politikwissenschaft
Aufbaukurs
Das Geschäft mit der Fernsehunterhaltung Wintersemester 2002/03
DIE PRODUKTION UNTERHALTENDER
FERNSEHANGEBOTE IN DEUTSCHLAND
Simone Stephan
Sozialwissenschaften: Kommunikationswissenschaft, Marketing, Psychologie
5. Studiensemester 3. Fachsemester Kommunikationswissenschaft
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INHALTSVERZEICHNIS
ABBILDUNGSVERZEICHNIS. 4
TABELLENVERZEICHNIS 4
1. DIE VERSCHIEDENEN PROGRAMMBESCHAFFUNGSARTEN 6
1.1 Eigenproduktion 6
1.2 Fremdbeschaffung 6
1.2.1 Auftragsproduktion 6
1.2.2 Co-Fremdproduktion 7
1.2.3 Kaufproduktion. 7
1.3 Programmanalyse zur Ermittlung deutscher
Fernsehproduktionen 8
2. DIE DEUTSCHE FILMWIRTSCHAFT. 9
2.1 Wirtschaftliche Lage der Fernsehproduzenten. 10
2.2 Beschäftigungsstruktur. 11
3. MEDIENSTANDORTE 12
4. DIE GRÖßTEN UNTERNEHMENSGRUPPEN 13
4.1 Unternehmensgruppen ohne Senderbeteiligungen. 14
4.2 Unternehmensgruppen mit Senderbeteiligungen 17
5. FERNSEHPRODUKTION NACH GENRES 18
5.1 Fiktion. 18
5.1.1 TV-Movies und Reihen. 18
5.1.2 Serien. 18
5.2 Nonfiktion 19
5.2.1 Talkshows 19
5.2.2 Gameshows 19
5.2.3 Shows 20
5.3 Beschaffungsstruktur nach Genres 20
6. EXKURS: COMEDY 21
6.1 Das Angebot an Comedy-Sendungen. 22
6.2 Die Produktionsformen und -firmen. 22
6.3 Produktionsstandort 23
LITERATURVERZEICHNIS 25
ANHANG 27
4
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Deutsche und ausländische Produktionen im deutschen
Fernsehen...............................................................................................9 Abbildung 2: Umsatz filmwirtschaftlicher Produktionsbereiche 2000.............10 Abbildung 3: Struktur der TV-Auftragsproduktion 2000 .................................11 Abbildung 4: UFA-Produktionsspiegel Dezember 2002 ................................27
TABELLENVERZEICHNIS
Tabelle 1: Produktionsbetriebe, Gesamtproduktion nach Firmensitz und
Produktionsort.......................................................................................12 Tabelle 2: Unternehmensgruppen ohne Beteiligung über Sender .................14 Tabelle 3: Unternehmensgruppen inkl. Beteiligung über Sender ..................17 Tabelle 4: Typische Programmbeschaffungsstruktur deutscher TV-Sender..21 Tabelle 5: Produktionsfirmen und -formen aktueller Comedyformate ...........23 Tabelle 6: Angebot an Humorsendungen im deutschen Fernsehen..............28
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„Der Markt für Fernsehproduktionen hat sich in Deutschland seit der Einführung des dualen Rundfunksystems stark erweitert“ (Pätzold/Röper 1999: 447).
Seit den 80er Jahren hat sich der deutsche Fernsehmarkt spürbar verändert. Die steigende Zahl von privaten Fernsehsendern zieht Wachstumsimpulse in der Produktionswirtschaft mit sich. Immer weniger Fernsehsender importieren Sendematerial aus dem Ausland. Hingegen lässt sich ein Trend zu einheimischen Produktionen feststellen. Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die genauere Betrachtung des Marktes für Fernsehproduktionen in Deutschland. Zentrale Fragen dabei sind mitunter: Wer produziert? Welchen Anteil nehmen deutsche Fernsehproduktionen an der Fernsehunterhaltung ein? Wieviel Geld wird dabei umgesetzt? Wo wird hauptsächlich produziert? Welche Produktionsfirmen gibt es in Deutschland?
Bis vor wenigen Jahren war die Fernsehproduktionswirtschaft Deutschlands kaum erschlossen. Es bestand ein sehr großes Informationsdefizit. Mit Hilfe der 1998 durchgeführten FORMATT-Studie, in der das Produktionsvolumen Deutschlands erhoben wurde, und einer medienwirtschaftlichen Erhebung der Landesmedienanstalten aus dem Jahr 2000 wird in dieser Arbeit versucht, die deutsche Produktionsbranche etwas genauer zu untersuchen.
Im ersten Kapitel werden die unterschiedlichen Programmbeschaffungsarten dargestellt. Anschließend richtet sich der Blick auf die deutsche Filmwirtschaft, insbesondere natürlich auf die Fernsehwirtschaft. Die beiden darauffolgenden Kapitel setzen sich mit den Medienstandorten Deutschlands und den führenden Unternehmensgruppen auseinander. Nachdem schließlich noch auf die Produktion nach den unterschiedlichen Genres eingegangen worden ist, wird das Genre Comedy etwas genauer beleuchtet. Dabei sollen anhand einer Programmanalyse das Angebot und die Produktionsstruktur dargestellt werden.
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1. DIE VERSCHIEDENEN PROGRAMMBESCHAFFUNGSARTEN
Grundsätzlich haben Fernsehanstalten bei der Sendematerialbeschaffung die Möglichkeit der Eigenherstellung einerseits und der Fremdbeschaffung von Programmen andererseits. Nach Seidels Kategorisierung der
Programmbeschaffung, die im Folgenden verwendet wird, lässt sich die Fremdbeschaffung wiederum in Auftrags-, Kauf-, und Co-Fremdproduktionen unterteilen (Seidel/Libertus 1993: 124-133).
1.1 Eigenproduktion
“Eigenproduktionen sind Programme, deren Herstellung und Bearbeitung von der ausstrahlenden Anstalt mit eigenen Produktionsmitteln durchgeführt und allein finanziert wurden” (Seidel/Libertus 1993: 126), d.h. die Sender produzieren in eigener redaktioneller und finanzieller Verantwortung. Vor allem die öffentlich-rechtlichen Sender produzieren zahlreiche Sendungen selbst, was an dem großen Angebot an Informationsprogrammen liegt (Seidel/Libertus 1993: 128).
1.2 Fremdbeschaffung
1.2.1 Auftragsproduktion Die Sendeanstalten vergeben Produktionsaufträge an externe
Produktionsfirmen, wobei der Sender die Finanzierung der Produktion übernimmt. Thema und Zielsetzung der entsprechenden Sendung werden weitgehend vom Auftraggeber mitbestimmt (Seidel/Libertus 1993: 130; Holtmann 1998: 8).
Immer häufiger lagern Fernsehveranstalter betriebliche Funktionsbereiche in am Markt operierende Produktionsfirmen aus (=Outsourcing). Durch die
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Spezialisierung vieler Produktionsunternehmen auf bestimmte
Sendungsgenres, erhoffen sich die TV-Veranstalter sowohl Kosten- als auch Synergievorteile und somit auch eine Effizienzsteigerung beim Ablauf der Produktionsprozesse (Karstens/Schütte 1999: 356, 358). Teilweise sind die Rundfunkanstalten auch an den Produktionsfirmen beteiligt. Beispielsweise besitzen die beiden öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten WDR und SWR die Mehrheit an dem Münchener Produktionsunternehmen Bavaria Film GmbH (Pätzold/Röper 1999: 453).
1.2.2 Co-Fremdproduktion
Bei der Co-Produktion im Allgemeinen wird eine Sendung in Zusammenarbeit mit Partnern produziert. Aus Ersparnisgründen produzieren Fernsehsender gemeinsam mit anderen außer Konkurrenz stehenden TV-Sendern oder auch mit unabhängigen Produzenten (Karstens/Schütte 1999: 356, 357). Bei der Co-Fremdproduktion, auch passive Coproduktion genannt, beteiligt sich der Fernsehveranstalter hauptsächlich nur finanziell, wobei die Partnerunternehmen die redaktionelle Verantwortung übernehmen. Dieser Produktionsform bedienen sich fast ausschließlich öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten (Seidel/Libertus 1993: 132, 133).
1.2.3 Kaufproduktion
Kaufproduktionen, auch Fremdfilme genannt, werden von anstaltsfremden Unternehmen in selbständiger redaktioneller und finanzieller Verantwortung produziert, wobei die Sendeanstalt die Lizenzen für die Ausstrahlung von Sendungen auf dem kommerziellen Programmmarkt erwirbt (Seidel/Libertus 1993: 131).
Der Erwerb von Spielfilmlizenzen spielt vor allem für die Programmgestaltung der Privatsender wie ProSieben eine bedeutsame Rolle (Seidel/Libertus 1993: 132). Deutschland sowie der Rest der Welt importieren Fernsehprogramme in erster Linie aus den USA. Anfangs stellte der Kauf von
Arbeit zitieren:
Simone Stephan, 2002, Die Produktion unterhaltender Fernsehangebote in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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