Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Zur Fundsituation 4
3. Forschungsgeschichte 6
4. Fundbeschreibung 7
a. Bestattete 7
b. Langsax 8
c. Schnalle 9
d. Bronzestück 10
e. Spatha 12
5. Fazit 19
6. Literatur 21
6. 21
6. 21
6. 21
6. 21
6. 21
6. 21
6. 21
6. 21
6. 21
6. 21
6. 21
6. 21
6. 21
6. 21
6. 21
6. 21
6. 21
6. 21
6. 21
6. 21
6. 21
2
2
Einleitung
Altlußheim gehört zur Region Rhein‐Neckar und liegt in der Oberrheinischen Tiefebene, direkt am rechten Ufer einer Schleife des Flusses in etwa 4 Kilometer Entfernung von Speyer. 1
Mit seiner Lage auf einem nordwärts gerichteten Sporn einer Rheinterrasse besitzt die Gemarkung von Altlußheim gute Voraussetzungen für die Gründungen von Siedlungen. Durch einzelne Funde aus dem Neolithikum und der Bronzezeit sind Siedlungen nachgewiesen.
Durch die Ausdehnung des römischen Reiches nach Norden im 1. Jahrhundert nach Christus wurde der Siedlungsplatz Altlußheim zu einem bedeutenden Brückenkopf des Imperium Romanum. Eine befestigte römische Siedlung ist derzeit nicht nachgewiesen, aber durch Grabfunde aus dem 1‐3. Jahrhundert konnte eine römische Bevölkerungsgruppe nachgewiesen werden. Die Lokalisierung eines römischen Feldlagers nördlich von Altlußheim lässt den Schluss zu, dass römische Truppen aus der Festung Speyer das rechtsrheinische Ufer nicht ständig besetzt hatten, jedoch dort durchaus Präsenz zeigten.
In der 1. Hälfte des 5. Jahrhunderts nach Christus gehörte das Gebiet zum Teil des Burgundischen Reiches am Rhein, welches im Jahre 436 durch Hilfstruppen im Dienste Roms endgültig vernichtet wurde und als historische Vorlage für das Nibelungenlied gilt. 1932 kam es zur Bergung eines spätantiken Grabes, in dem sich die Skelette eines Mannes und eine Frau mitsamt Grabbeigaben befanden.
1 Wahle 1934, S. 65 3
Zur Fundsituation
Der Fund wurde 1932 bei Bauarbeiten aus einem Grab geborgen. Er ist unvollständig erhalten, 2 da er bei Bauarbeiten des Freiwilligen Arbeitsdienstes, dem Vorläufer des
Reichsarbeitsdienstes, über den durch groß angelegte Programme wurden arbeitslose Jugendliche oder Erwachsene in der Weimarer Republik beschäftigt wurden, zufällig angeschnitten und vor Eintreffen eines Sachverständigen dem Boden entnommen wurde.
3
Aufgrund des Fundes eines Schwertes wurde bei der Suche nach weiteren wertvollen Funden die bestatteten Überreste der Körper zertrümmert und ebenso eine vorgefundene Tierkopfbronze gewaltsam zerbrochen
4
sowie gefundene Gegenstände unter den Mitgliedern des Freiwilligen Arbeitsdienstes verteilt, wofür auch die Unvollständigkeit der Skelette spricht.
5
Eine wissenschaftliche Aufnahme des Fundes wurde unter diesen Umständen verhindert, und somit handelt es sich um einen geschlossenen, aber nicht vollständigen Fund. Es handelte sich um ein Skelett eines 40‐60jährigen Mannes sowie ein weibliches Skelett etwa selben Alters, welches von den Arbeitern zuerst übersehen wurde
6
und 3 Schweineknochen.
Der Fund bestand des Weiteren aus einer prunkvollen Spatha mit Teilen einer mit Goldblech und einer Silberfassung
einschneidiger Langsax, eine silberne Schnalle mit Spuren von Vergoldung sowie ein nicht näher identifizierbares
2 Gross/Hildebrandt 2007, S. 129 3 Wahle 1934, S. 65 4 Wahle 1934, S. 65 5 Ausschuss Baden 1933, S. 64 6 O.A. 2001, S. 121, Garscha 1960, S. 317. 7 Garscha 1936, S. 191 4
Bronzestück, welches in einen ehemals vergoldeten Tierkopf auslief. 8 Die Fundstelle liegt zwischen Altlußheim und dem Rhein, innerhalb eines sogenannten Hochgestades, 9 der Geländekante zwischen Niederterrasse und Flussaue des Rheins. Die Nachbargemeinde Zwerggraben stand in der Neuzeit regelmäßig ‐ obwohl 1934 durch einen Damm vom Rhein getrennt ‐ bis zur Fundstelle des Grabes unter Wasser. 10
8 Wahle 1934, S. 65 9 Wahle 1934, S. 65 10 Wahle 1934, S. 65 5
Forschungsgeschichte
Der Fund wurde erstmals wissenschaftlich durch Ernst Wahle in der Zeitschrift „Forschungen und Fortschritte“ 1934 publiziert und von Friederich Garscha in der archäologischen Fachpublikation „Germania“ 1936 erstmals ausführlich vorgestellt. 11 Aufgrund der Aufsatzes in der Germania kam es zur Entdeckung der Skelettfunde im Depot des Badischen Landesmuseums Karlsruhe, welche aufgrund der unsachgemäßen Hebung vollkommen zerhackt und zersplittert waren, 12 jedoch wieder zusammengefügt werden konnten. Diese Rekonstruktionen wurden allerdings bei dem im Jahre 1944 erfolgten Bombenangriff auf das Karlsruher Schloss vollkommen vernichtet. 13 Die Spatha, Langsax, Gürtelschnalle und Schwerttragebügel befinden sich heute im Besitz des Badischen Landesmuseums in Karlsruhe und wurden vielfach in Publikationen über die Zeit der Völkerwanderung publiziert.
11 Garscha 1936, S. 191 12 Garscha 1960, S. 317 13 Garscha 1960, S. 318 6
Arbeit zitieren:
Michael Jan Riepe, 2010, Das Grab von Altlußheim, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Archäologie: Das Grab von Altlußheim ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Archäologie: neuer Titel erschienen: Das Grab von Altlußheim
Michael Jan Riepe hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare