Gliederung
Abbildungsverzeichnis 3
Tabellenverzeichnis. 4
1. Einleitung und Definition von Freiräumen. 5
2. Historischer Hintergrund. 6
3. Funktion von Freiräumen. 7
3.1. Nutzungsbezogene Funktion. 7
3.2. Städtebauliche Gestaltungsfunktion 8
3.3. Ökologische Funktion 8
4. Nutzerspezifischer Anspruch an Freiräume. 9
5. Abhängigkeit zwischen Wohnquartierswahl und verfügbaren Freiräumen 12
5.1. Werte von Freiräumen. 12
5.2. Analyse von Wohnquartieren in Dresden 13
6. Fazit. 17
Literatur. 18
2
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Freiräume zur Verbesserung nachbarschaftlicher Kommunikation.
Abb. 2: Freiräume mit städtebaulicher Gestaltungsfunktion.
Abb. 3: Freiräume mit ökologischer Funktion.
Abb. 4: Nutzung von Freiräumen durch Ältere
Abb. 5: Kinder in Dresden-Gorbitz
Abb. 6: Familien-Picknick von Migranten
Abb. 7: Grundstückswert und Bedeutung städtischer Freiräume in Abhängigkeit von
der Entfernung
Abb. 8: Stadtzentrum vor 1945.
Abb. 9: Stadtzentrum 1953
Abb. 10: Stadtzentrum 2007
Abb. 11: Wohnbebauung im Stadtzentrum
Abb. 13: Wohnquartiere der 1950/60er-Jahre in DD-Südvorstadt
Abb. 12: Gründerzeithäuser in DD-Löbtau.
Abb. 14: Villengebiet DD-Blasewitz
Abb. 15: Plattenbausiedlung DD-Gorbitz
Abb. 16: Demontage von Plattenelementen
Abb. 17: Kräutersiedlung DD-Gorbitz
3
Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Altersspezifische Aktivitäten in Parks je Altersgruppe 9
Tab. 2: Zufriedenheit mit Wohnung und Wohnumfeld in Prozent 14
Tab. 3: Leerstandsquote von Wohnquartieren in Dresden 14
4
1. Einleitung und Definition von Freiräumen
In der folgenden Arbeit geht es um die Auswirkungen von Freiräumen auf die Bewohner von Quartieren am Fallbeispiel Dresden, wie sie diese nutzen, welchen Wert Freiräume besitzen sowie ob sich die Art und Weise von Freiräumen auf die Wohnungswahl wiederspiegelt. Es geht also um die zentrale Fragestellung, welche Beziehung die Bewohner zu den sie umgebenden Freiräumen besitzen und warum bestimmte Wohngebiete deshalb weniger und andere mehr bevorzugt werden. Am Ende dieser Arbeit soll aufgezeigt werden, wie Stadt- und Wohnraumplanung in Deutschland auf die entsprechenden Herausforderungen reagieren kann. Wenn man über „Freiraum“ diskutiert, sollte zunächst geklärt werden, was unter dem Begriff „Freiraum“ verstanden wird. Bevor man das Wort „Freiraum“ definieren kann, muss man feststellen, dass man in der Literatur keine einheitliche Definition findet. Die Vielfalt an Definitionen für „Freiräume“ ist also mindestens genauso groß, wie die Zahl der Fachgebiete, in denen von Freiräumen gesprochen wird. Eine allgemeingültige Definition lässt sich also nur schwer konstruieren. Auch zwischen deutscher und amerikanischer Definition von „Freiraum“ bestehen Unterschiede, wie auf der Exkursion nach Columbus/Ohio festgestellt werden konnte. RITTER (2005: 336) definiert Freiräume beispielsweise als naturnahe und ökologisch verträgliche Flächen mit unterschiedlichen Funktionen. Dies können Freiflächen zwischen Wohnbebauung, begrünte Fußwege, Seen, Flüsse/Bäche inkl. Auen, Wälder, aber auch Kleingärten oder begrünte Dachflächen sein (ROCH/CHANG 2008:218). Für ROCH/CHANG (2008:218) sind Freiräume Flächen, welche nicht mit größeren Gebäuden bebaut sind, sowie Flächen, die begrünt oder anderweitig befestigt sind. Das Niedersächsische Bildungsministerium (NIBIS) hingegen beschreibt Freiräume als verkehrsfreie Räume, welche sich potenziell für Vegetation eignen. Wie man also an der Vielzahl der Definitionen sehen kann, hat jedes Fachgebiet eigene Definitionen von Freiraum hervorgebracht. In der folgenden Arbeit wird sich an der Definition von ROCH/CHANG (2008) orientiert, da diese in Betrachtung des genannten Themas am zutreffendsten erscheint. Da, wie bereits erwähnt, die Fragestellungen insbesondere anhand Dresdner Wohngebiete erläutert werden soll, wird in den nachfolgenden Abschnitten zunächst der historische Hintergrund zur Entstehung der Wohnviertel erläutert, bevor später im Detail auf die verschiedenen Quartiere eingegangen wird.
2. Historischer Hintergrund
Mit Beginn der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts, war man in Städten v.a. darauf bedacht, Wohnquartiere für die arbeitende Bevölkerung zu errichten. Die als „Gründerzeitquartiere“ bekannten Wohnviertel, waren oft durch dichte Bebauung und nur wenig umgebendes Grün gekennzeichnet. Allerdings gibt es auch Gründerzeitbauten mit höherer Wohnumfeldqualität (z.B. Dresden-Löbtau), diese waren für Bewohner mit höheren Einkommen vorgesehen. Des Weiteren entstanden für hohe Einkommensschichten Villenviertel, wie z.B. in Dresden-Blasewitz. Das Stadtzentrum Dresdens war bis zum Bombenangriff am 13./14. Februar 1945 durch eine hohe Bebauungsdichte gekennzeichnet. Während der DDR-Zeit wurden nur einige Barockbauten (Zwinger, Semperoper, Hofkirche, Schloss) wieder errichtet. Die Wohnbebauung wurde durch (damals) zeitgemäße Stile ersetzt (später kamen über das gesamte Stadtgebiet verteilte Plattenbauten hinzu). Da in dieser Zeit nur wenig auf den Erhalt und Wiederaufbau alter Bausubstanz geachtet wurde, waren Wohnungen in Plattenbauten begehrt, weil sie eine moderne und günstige Art des Wohnens darstellten (z.B. WC/Bad in der Wohnung). Mit der Wiedervereinigung Deutschlands und des Prozesses der europäischen Einigung (EU), eröffneten sich neue Möglichkeiten des Wohnens bzw. der Sanierung von Altbaubeständen. Diese Transformationsprozesse sind im gesamten Stadtgebiet Dresdens sichtbar.
Das Stadtzentrum wird teilweise in Originalgestalt rekonstruiert, am Stadtrand ent-standen Eigenheimstandorte, Villen werden saniert und Plattenbaugebiete werden aufgewertet (Bsp. Kräutersiedlung Dresden-Gorbitz). Durch diese Maßnahmen, kehren nun viele Menschen wieder in die Innenstadt zurück, die in der Suburbanisierungsphase (1990 - 2000) vor die Tore der Stadt gezogen sind (BECKER 2005:1304). Sie schätzen die kürzeren Wege, die hervorragende ÖPNV-Infrastruktur sowie die deutlich gestiegene Wohnqualität in der Stadt. Hierbei ist insbesondere hervorzuheben, dass bei vielen Umbaumaßnahmen auf eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität in Bezug auf das Wohnumfeld geachtet wird. Dies zeigt, dass Freiräume verschiedene Funktionen besitzen, die je nach Ausprägung die Wohnquartierswahl beeinflussen können. Im folgenden Kapitel werden die entsprechenden Funktionen vorgestellt und näher erläutert.
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Arbeit zitieren:
David Zuk, 2010, Freiraum und Wohnen, München, GRIN Verlag GmbH
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