Ausarbeitung eines Referats im
Lernbereich V
Jackson Pollock –
Meister des Action Paintings
Hauptstudiumsarbeit im Fachbereich Sozialwesen Fachhochschule Nordostniedersachsen
Vorgelegt von:
Bernd Kammermeier
Sommersemester 03
2.1 Gliederung
1.1 Deckblatt
2.1 Gliederung
3.1 Einleitung
4.1 Die Biographie Jackson Pollocks
5.1 Erklärung wichtiger Stilrichtungen und Fachbegriffe im Zusammenhang mit
Pollocks Malstil:
5.1.1 Surrealismus
5.1.2 Regionalismus
5.1.3 Kubismus
5.1.4 New Yorker Schule
5.1.5 Abstrakter Expressionismus
6.1 Action Painting
7.1 Die stilistische Malentwicklung Pollocks bis hin zum Action Painting
8.1 Jackson Pollock: „My Painting is direct“
9.1 Allseitigkeit
10.1 Rythmik
11.1 Beschreibung dreier Bilder Pollocks
11.1.1 „Number 32“, 1950
11.1.2 „One: Number 31“, 1950
11.1.3 „The Deep“, 1953
12.1 Das Ende Jackson Pollocks
12.1 Anwendung des Action Paintings in der sozialen Arbeit
13.1 Literaturverzeichnis
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Die vorliegende Ausarbeitung ist als Einführung für das Wochenendseminar „Action Painting“ zu verstehen. Es handelt sich dabei um eine Gestalttechnik, die von dem Künstler Jackson Pollock entwickelt und ausgeübt wurde. Bevor die Seminarteilnehmer selber nach seinen Prinzipien kreativ werden, möchten wir sie, durch folgendes Referat mit seiner Person vertraut machen, seine Technik erklären und einige grundlegende Definitionen erläutern.
Zu Beginn erfolgt daher die Biographie des Künstlers. Es werden Daten genannt, die zum Verständnis seiner Entwicklung notwendig sind, sowie Beziehungen zu Personen, die seinen künstlerischen Stil maßgeblich beeinflusst haben, beschrieben. Zum besseren Verständnis erfolgen Definitionen wichtiger Stilrichtungen und Fachausdrücke, die in Verbindung mit Pollocks Werken, von Bedeutung sind. Der abstrakte Expressionismus wird erläutert, und die Vorgehensweise der „Aktionsmalerei“ beschrieben. Hierbei differenzieren wir zwischen unterschiedlichen Verfahren, die Pollock systematisch anwendete. Auch die stilistische Malentwicklung Pollocks bis hin zum Action Painting, soll an dieser Stelle genannt werden.
Wir gehen auf die intensive Arbeitsweise, den Ausdruck der spontanen Gefühle und der grenzenlosen Kreativität des Malers ein. Die in seiner Arbeit erkennbaren Grundlagen wie „Aktion, Allseitigkeit und Rhythmik“ werden beschrieben. Damit die Seminarteilnehmer einen persönlichen Eindruck gewinnen, zeigen wir Bilder aus unterschiedlichen Entwicklungsphasen des Künstlers. Drei seiner Werke möchten wir hierbei ausführlicher vorstellen.
Abschließend sollen mögliche Bereiche der sozialen Arbeit genannt werden, in denen die Anwendung des „Action Paintings“ denkbar und eventuell sogar von Bedeutung ist.
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4.1 Die Biographie Jackson Pollocks (1912 – 1956)
28. Januar 1912 wird Paul Jackson Pollock in
1912 Cody/Wyoming geboren
Eltern Stella May McClure und LeRoy Pollock (schottische
- irische Abstammung) Jackson ist der fünfte und letzte Sohn der Familie Pollock Übersiedlung nach San Diego/Kalifornien Weitere Umzüge mit Aufenthalten in Arizona und
1913 - 1928 Kalifornien Die Familie Pollock lässt sich dann in Los Angeles nieder
Er besucht die Highschool in Riverside, von der er aber
1927 - 1928 ausgeschlossen wird
Kunstgewerbeschule (Manual Arts High School) und wird
1928 - 1930 zwei Mal ausgeschlossen Beschäftigung mit Theologie
Pollock geht ebenfalls wie seine Brüder Frank und Charles
1930 - 1933 auf die Art Students League in New York City Er besucht, wie Charles, die Klasse von Thomas Hart Benton Durch Benton geprägt entwickelt er Regeln für die so genannten „Aktionsmuster“, Ableitung von Künstlern wie Rubens, El Greco, Signorelli Thomas Hart Benton sowie ein mexikanischer Wandmaler namens Orozco beeinflussen Pollock stark in seiner Malweise
Kurze Besuche im Greenwich House für Plastik und Zeichnen nach der Natur
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In Frühwerken ist die Hinwendung zur Volkskunst unübersehbar
Pollocks künstlerische Entwicklung geht schnell voran, aber in eine andere Richtung
Er lässt sich von der Kunst der Indianer inspirieren, die er auf seinen Reisen kennen gelernt hat
Symbolische Formen, leuchtende Farben und ineinander greifende Muster führten ihn zur abstrakten Malerei Auch den, von den nach Amerika geflohenen französischen Surrealisten, mitgebrachten „Automatismus“, nahm Pollock in seine Malweise auf
Reisen in den Westen des Landes
1930 - 1934 Entstehung des ersten Selbstporträts (ca. 1930 - 33)
Mit Bildern wie „Cotton Pickers“ 1935 und „Going West“
1934 - 1937 1934 - 35 zeigt er thematische Nähe zum „Regionalismus“
Erste Teilnahme an einer Gruppenausstellung „Achte
1935
Ausstellung von Aquarellen, Pastellen und Zeichnungen
amerikanischer und französischer Künstler“
Pollock erhält bis 1943 eine Anstellung im Rahmen des
„Programms für öffentliche Kunstwerke“ (Public Works of
Arbeit in der „Experimentierwerkstatt“ (neue Techniken mit
1936
synthetischen Lacken und Farben) von David Alfaro
Siquerios Während einer Abendveranstaltung der
Künstlergewerkschaft begegnet er zum ersten Mal Lee
Krasner (die ihn nicht wieder sehen will)
Pollock begibt sich in psychotherapeutische Behandlung
1937
wegen seinem Alkoholproblem/Alkoholabhängigkeit
Entziehungskur im New Yorker Krankenhaus in
1938
Westchester
Er lässt sich von Dr. Joeseph L. Henderson
1939 - 1940
psychoanalytisch behandeln
Henderson verwendet Pollocks Bilder zur therapeutischen
Unterstützung
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Er entdeckt eine Auseinandersetzung mit Picasso Weitere psychotherapeutische Behandlung bei Dr. Violet
1941 - 1942 Staub de Laszlo Im Januar sind Krasner und Pollock zusammen mit anderen
1942 Künstlern (z. B. Robert Motherwell, William Baziotes, Gerome Kamrowski) in der Ausstellung „Amerikanische und französische Maler“ vertreten die von John Graham organisiert wird Zusammen mit Krasner arbeitet Pollock im Rahmen des „Bundesprogramms für Kunst“ im Sommer als ihr Assistent Im Herbst zieht Lee Krasner zu ihm Im Januar läuft das Programm aus und Pollock hat kein
1943 gesichertes Einkommen mehr Im Frühjahr schließt er einen Vertrag mit Peggy Guggenheim Sie organisiert in ihrer Galerie „Art of This Century“ seine erste Einzelausstellung und vertritt ihn bis 1947 Grundlegend für diesen Vertrag war das positive Kritikerecho auf die Bilder „Guardians of the Secret“ und „Stenographic Figure“ (1942) Auftrag für ein Wandgemälde („Mural“), mit diesem Bild beginnt ein reifes abstraktes Werk Gothic schließt an die abstrakte Dynamik von Mural an
1944 Am 25. Oktober 1945 lassen sich Lee und Jackson in der
1945 New Yorker Marble Colleiate Church trauen Im November ziehen sie nach Springs bei East Hampton auf Long Island Kaufen ein Haus (Darlehn von Guggenheim) Pollock wird nun an durch Betty Parson vertreten (bis 1951)
1947 (Guggenheim geht nach Europa) Erste Drip-Gemälde z.B. „Fünf Fäden tief“ und „Kathedrale“ (Mit Pinsel getropft oder durchlöcherte Farbdose)
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Arbeit zitieren:
Bernd Kammermeier, Birgit Wilmanns, 2003, Jackson Pollock – Meister des Action Paintings, München, GRIN Verlag GmbH
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