INHALT
Widmung / Seite 3
Dank / Seite 7
Vorwort
Menschenaffen am Ur-Rhein / Seite 9
Umstrittene Menschenaffen
in Rheinhessen / Seite 11
Die Tierwelt am Ur-Rhein
vor zehn Millionen Jahren / Seite 47
Das Dinotherium-Museum
in Eppelsheim / Seite 59
Der Autor / Seite 69
Literatur / Seite 71
Bildquellen / Seite 75
B ücher von Ernst Probst / Seite 77
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Dinotheriensand-Fundorte und Rekonstruktion des Verlaufes des Ur-Rheins in Rheinhessen. Zeichnung von Christine Hemm-Herkner nach einer Vorlage des Paläontologen Jens Lorenz Franzen (zum Teil nach Heinz Tobien 1980 und Joachim Bartz 1936). Die Ablagerungen des Ur-Rheins werden als Dinotheriensande bezeichnet, weil sie häufig Zähne und Knochen des riesigen Rüsseltieres Deinotherium giganteum enthalten. In der Literatur findet man auch die Schreibweise Dinotherium.
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VORWORT
Menschenaffen
am Ur-Rhein
An den Ufern des Ur-Rheins im Miozän vor etwa zehn Millionen Jahren lebten mindestens drei Gattungen von Menschenaffen. Paidopithex, Rhenopithecus und Dryopithecus. Von jenen Tieren hat man in Eppelsheim und am Wissberg bei Gau-Weinheim fossile Knochen und Zähne entdeckt. Über diese aufsehenerregenden Funde informiert das Taschenbuch „Menschenaffen am Ur-Rhein“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Aus seiner Feder stammen auch die Taschenbücher „Rekorde der Urzeit. Landschaften, Pflanzen und Tiere“, „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“, „Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon“, „Säbelzahntiger am Ur-Rhein. Machairodus und Paramachairodus“ und „Der Rhein-Elefant. Das Schreckenstier von Eppelsheim“. Gewidmet ist das Taschenbuch dem Paläontologen Dr. Jens Lorenz Franzen in Titisee-Neustadt, Altbürgermeister Heiner Roos in Eppelsheim und der Bürgermeisterin Ute Klenk-Kaufmann in Eppelsheim, die sich - jeder auf seine Weise - um die Erforschung der Tierwelt am Ur-Rhein und um den Aufbau des „Dinotherium-Museums“ in Eppelsheim verdient gemacht haben.
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Umstrittene Menschenaffen
in Rheinhessen
Zwei Fundstellen mit rund zehn Millionen Jahre alten Ablagerungen des Ur-Rheins in Rheinhessen sind mit viel diskutierten Menschenaffen-Funden in die Annalen der Anthropologie (Lehre vom Menschen) eingegangen. Eine dieser beiden Fundstellen ist Eppelsheim im Kreis Alzey-Worms. Bei der anderen Lokalität handelt es sich um den Wissberg bei Gau-Weinheim im Kreis Mainz-Bingen. 1820 kam in den Dinotheriensanden bei Eppelsheim ein etwa 28 Zentimeter langer Knochen ans Tageslicht, der zweifellos zu den wissenschaftlich wertvollsten Funden von dort gehört. Denn bei diesem so genannten „Eppelsheimer Femur“ (Oberschenkelknochen) handelt es sich um den weltweit historisch ersten Fund eines Menschenaffen. Die sensationelle Entdeckung glückte in Deutschland und nicht etwa in Afrika oder Asien.
Ernst Schleiermacher (1755-1844), der Direktor des „Großherzoglichen Naturalien-Cabinets“ in Darmstadt und Chef des Paläontologen Johann Jakob Kaup (1803-1873), hat die wahre Natur dieses Fundes nicht erkannt. Er deutete das Fossil als Oberschenkelknochen eines zwölfjährigen Mädchens. Kurz nach der Entdeckung schickte er Georges Cuvier (1769-1832), der als Begründer der Wirbeltierpaläontologie gilt, einen Gipsabguss mit Zeichnung und der Bitte um Begutachtung zu.
Der Pariser Gelehrte Cuvier gab Schleiermacher aber keine Antwort. Er und viele seiner Kollegen glaubten nicht an die Evolution. Cuvier vertrat die irrige Auffassung, alle Organismen seien in ihrem Bau so fein abgestimmt, dass jede Veränderung, die über normale Variabilität hinausgegangen
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Etwa 28 Zentimeter langer Oberschenkelknochen des gibbonähnlichen Menschenaffen Paidopithex rhenanus vom Gewann „Jörgenbauer“ bei Eppelsheim in Rheinhessen. Original im Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Im Dinotherium-Museum Eppelsheim wird eine originalgetreue Kopie aufbewahrt.
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Arbeit zitieren:
Ernst Probst, 2010, Menschenaffen am Ur-Rhein, München, GRIN Verlag GmbH
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