Inhalt
Die Anfänge Amerikas 3
Die Menschen- und Bürgerrechte bei John Locke 5
Die Menschen- und Bürgerrechte in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung 6
8
Der Einfluss der Amerikanischen Revolution auf die Französische Revolution 11
Die Menschen- und Bürgerrechte während der Französischen Revolution 12
Die Unterschiede der Menschenrechtserklärungen in den USA und Frankreich 14
Literaturverzeichnis 17
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George Washington, Thomas Jefferson, John Adams oder auch Benjamin Franklin werden sofort mit der amerikanischen Gründungszeit in Verbindung gebracht. In der Tat spielen sie eine wichtige Rolle beim Kampf der Kolonien, sich vom Mutterland Großbritannien zu separieren. Die Gründung der Vereinigten Staaten wird von Anfang an von einer intellektuellen Elite begleitet. Sie eint der Wunsch nach einem freien, demokratischen Amerika, welches auf Volkssouveränität und Achtung der Menschen- und Bürgerrechte basiert. Doch wer beeinflusste die amerikanischen Gründerväter in ihrem Denken? Welche Unterschiede gibt es hinsichtlich der Deklaration der Menschenrechte zwischen amerikanischer und französischer Revolution? Denn auch in Frankreich wurde nahezu zur gleichen Zeit versucht, die politischen und sozialen Verhältnisse zu ändern und eine Republik zu etablieren. Dies soll mit Hilfe dieser Arbeit aufgezeigt werden. Dazu ist ein kurzer Überblick die Geschichte Amerika bis zur Verfassung von 1787 notwendig.
Die Anfänge Amerikas
Seit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus im Jahre 1492 ist Amerika ein Einwanderungsland. Die ersten englischen Siedler landeten 1620 an der Küste von Massachusetts. D n dem neuen Land ihren
Glauben verwirklichen und ganz von vorne beginnen wollten. Überhaupt trug das Pathos des Neuen, die Pioniergesellschaft, das Bewusstsein einer offenen Grenze i viel zur amerikanischen Identität bei. All diese Ideen prägen die amerikanische Politik bis heute (Ottmann: 2008, S. 2f).
Bis in etwa Mitte des 18. Jahrhunderts erhöhte sich die amerikanische Bevölkerung auf etwa 1,2 Millionen und die Zahl der Kolonien stieg auf 13. Die englische Krone gewährte den Kolonien eine gewisse Autonomie, besaß aber zu allen Gesetzen eine Zustimmungspflicht. Zwar besaß jede Kolonie enge Verbindungen zum Mutterland, zwischen den einzelnen Kolonien gab es jedoch nur geringe Beziehungen. Gleichzeitig konnte sich innerhalb der Kolonien ein politisches System entwickeln. Viele der späteren Gründungsväter der Vereinigten Staaten begannen ihre politische Karriere auf der Ebene der Einzelstaaten. Ab 1760 wuchs die Unzufriedenheit in den Kolonien mit der britischen Herrschaft. Der englische König erhöhte die Steuern in den Kolonien. Gleichzeitig jedoch wurde den amerikanischen Kolonien eine ständige Vertretung im britischen Parlament verwehrt. Es for-stand (Heideking: 1990, S. 33). 1774 wurde daher in Philadelphia der erste Kontinentalkon-
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gress einberufen, der die britischen Steuererhebungen als rechtswidrig bezeichnete und den Handel mit dem Mutterland aussetzte. Der Ruf nach Gleichberechtigung ging mit der Stärkung der eigenen Zugehörigkeit zum Britischen Empire einher. Bis zur Unabhängigkeitserklärung drängten die Kolonisten daher darauf, als britische Staatsbürger mit britischen Freiheitsrechten akzeptiert zu werden (Kelleter: 2002, S. 434).
1775 eskalierte der Streit zwischen den Kolonien und Großbritannien im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.
Paine, einem Engländer, der erst wenige Jahre zuvor nach Amerika eingewandert war, wurden die Forderungen einer amerikanischen Unabhängigkeit immer lauter. Am 4. Juli 1776 wurde amerikanische Unabhängigkeit vom Mutterland Großbritannien besiegelte. Die Unabhängigkeitserklärung enthielt neben Anklagen an den englischen König George III. auch einen Grundrechtskatalog, der die Rechte des Menschen deklarierte (Oldopp: 2005, S.12 ff.). , die Zusammenarbeit der einzelnen Kolonien festgeschrieben. Die Union hatte nun die Gestalt eines Staatenbundes. Der Kongress besaß die Aufgabe einer Bundesregierung, wobei die Souveränität der Einzelstaaten nicht angetastet wurde (Zehnpfennig: 1993, S.2). Die Folgejahre waren geprägt von wirtschaftlichen Problemen in den Kolonien sowie dem Ruf einer stärkeren Rolle des Kongresses, um den Handel innerhalb der Staaten und mit dem Ausland zu verbessern. Daher sollten 1787 n-Der Arbeitsauftrag und des Ergebnis klafften
jedoch weit auseinander, da eine komplett neue Bundesverfassung konzipiert wurde, die bis heute Gültigkeit besitzt. Die Delegierten waren sich einig, eine republikanische Staatsform mit dem Volk als Souverän einzuführen. Strittig hingegen waren das Verhältnis von Bundesregierung und Einzelstaaten sowie das Gewaltenteilungsmodell. Die Federalists plädierten für eine enge Föderation und eine starke Zentralregierung, Anti-Federalists hingegen setzten sich für eine bloße Revision des bestehenden Status ein. Gleichzeitig galt es, die unterschiedlichen Interessen von Nord- und Südstaaten, aber auch von großen und kleinen Staaten unter einen Hut zu bekommen (Oldopp: 2005, S.16). Am Ende der Verhandlungen stand eine Verfassung, die eine Abtretung der Souveränität der Einzelstaaten an den Bund sowie eine Dreiteilung der Gewalten nach dem Ph. Da sich die Delegierten nicht
über die Form der Legislative einigen konnten, verabschiedete man einen Kompromissvor-
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Kammern, dem Senat und dem Repräsentantenhaus, bestehen, die zusammen den Kongress bilden.
In den einzelnen Bundestaaten entbrannten heftige Debatten über die Annahme der neuen Verfassung. In New Yorker Zeitungen versuchten die Verfassungsbefürworter James Madison, John Jay und Alexander Hamilton für eine Ratifizierung der Verfassung zu werben. modernen, pluralistisch organisierten republikanischen Ordnung entworfen (Zehnpfennig: 1993, S.1). Im Mai 1790 ratifizierte mit Rhode Island der letzte der 13 Gründungsstaaten die amerikanische Verfassung.
Die Menschen- und Bürgerrechte bei John Locke
John Locke gilt als Begründer eines liberalen Weltbilds. Er entwarf eine bürgerliche Gesellschaftsordnung, die (Waschkuhn: 1998, S. 211), die von Arbeit und Handel geprägt ist. Freiheitsrechte müssen durch politische Institutionen geschützt werden. Kann ein politisches Regime diesen Schutz nicht gewährleisten, ist es nach Locke illegitim und muss abgesetzt werden. Locke hatte daher entscheidenden Einfluss auf das Entstehen einer revolutionären Verfassung in Amerika (Euchner: 2004, S. 28f.). Jeder Mensch hat im Naturzustand eine Reihe von subjektiven Rechten. Neben materialen Rechten wie Leben, Freiheit und Eigentum (Ottmann: 2008,
S. 12) besitzt er auch instrumentelle Rechte wie die Auslegung des Naturrechts oder die Möglichkeit der Selbstjustiz. Durch Abschluss eines Gesellschaftsvertrages der hier nicht weiter
ist für die Herstellung von Rechtssicherheit und Gerechtigkeit verantwortlich (Brocker: 2007, S. 266f.).
Diese Rechte sind für Locke unveräußerlich. Er begründet dies, da sie von Gott gegeben sind und dem Menschen somit auch nicht zur Disposition stehen. Locke schreibt dazu in seiner weiten Abhandlung über die Regierungy (Ottmann: 2008, S. 11). Zudem
fordert Locke ein Widerstandsrecht für die Bevölkerung, wenn durch die Regierung in diese Grundrechte eingegriffen oder die Souveränität des Volkes angetastet wird. Der Widerstand der Bürger ist nach Locke kein Vertragsbruch oder Rückfall in den Naturzustand, da einzig
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Arbeit zitieren:
Benedikt Kellerer, 2010, Menschenrechte und Verfassung, München, GRIN Verlag GmbH
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