Gliederung
Abk ürzungsverzeichnis 3
1. Einleitung 4
2. Akteure der Umweltpolitik. 5
2.1. Die nationale Umweltpolitik in der Bundesrepublik Deutschland. 6
2.1.1. Rückschau 7
2.1.2. Aufgaben und Kompetenzen des Bundestages und der Bundesregierung. 8
2.1.3. Aktuelle Umweltpolitik der Großen Koalition. 9
2.1.4. Umweltpolitik als Wahlfaktor auf Bundesebene 10
2.2. Außenpolitik und Ökologie. 11
2.2.1. Der Einfluss der Europäischen Union auf die deutsche Umweltpolitik. 12
2.2.2. Die BRD als umweltpolitischer Akteur im internationalen Umfeld 13
2.3. Länder und Kommunen als umweltpolitische Akteure. 13
2.3.1. Umweltfragen und Umweltpolitik auf Landesebene 14
2.3.2. Einfluss der Länder auf die nationale Umweltpolitik 15
2.3.3. Kommunale Kompetenzen und Aufgaben 16
2.4. Politische Parteien als wichtige umweltpolitische Akteure 17
2.4.1.1. Die Unionsparteien CDU und CSU 18
2.4.1.2. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 19
2.4.1.3. Die Freie Demokratische Partei Deutschlands (FDP) 19
2.4.1.4. Das Bündnis 90 / Die Grünen 20
2.4.1.5. Die Linkspartei. 21
2.5. Umweltpolitische Akteure im Bereich der Wirtschaft 21
2.5.1. Wirtschaft und Industrieverbände 22
2.5.2. Landwirtschaft. 22
2.5.3. Energie 23
2.6. Weitere Interessensgruppen in der Umweltpolitik. 24
2.6.1. Der Bürger als umweltpolitischer Akteur 25
2.6.2. Medien. 26
2.6.3. Non governmental organizations (NGO’s) 27
3. Schluss. 27
Bibliographie. 29
Internetquellen.......................................................................................................................... 30
2
Abkürzungsverzeichnis A.u. - Autor unbekannt DBV - Deutsche Bauernverband BDI - Bundesverband der Deutschen Industrie BIP - Bruttoinlandsprodukt BLAK - Arbeitskreis Umweltinformationssysteme BMU - Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit BRD - Bundesrepublik Deutschland BUND - Bund für Umwelt und Naturschutz CDU - Christlich - Demokratische Union EG - Europäische Gemeinschaften EnBW - Energie Baden - Württemberg EU - Europäische Union FCKW - Fluorchlorkohlenwasserstoffe FDP - Freie Demokratische Partei Deutschlands IG Metall - Industriegewerkschaft Metall
IPCC - Intergovernmental Panel on Climate Change (Weltklimarat der UN) Kfz - Kraftfahrzeug LAWA - Länderarbeitsgemeinschaft Wasser PDS - Partei des demokratischen Sozialismus QUANGO - Quasi - non - governmental - organization RWE - Rheinisch - westfälisches Elektrizitätswerk SPD - Sozialdemokratische Partei Deutschlands UMK - Umweltministerkonferenzen USA - United Staates of America VDM - Verband der deutschen Milchwirtschaft Ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft WASG - Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit z. B. - zum Beispiel
3
1. Einleitung
Das Themenfeld der Umweltpolitik ist erst in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in das Blickfeld von Öffentlichkeit und Politik geraten. Obwohl der Mensch bereits seit seiner Sesshaftwerdung während der Neolithischen Revolution seine Umwelt aktiv umgestaltet und sich dieser Prozess mit dem Anwachsen der Weltbevölkerung und der Industrialisierung im 19. Jahrhundert verstetigte und potenzierte, ist der Gedanke des Umweltschutzes erst wenige Jahrzehnte alt. Dieses beginnende ökologische Bewusstsein ist im Angesicht bevorstehender klimatischer Veränderungen und der sichtbaren Verschmutzung von Boden, Gewässern und Luft soweit gewachsen, das das Thema Umwelt aus der öffentlichen Diskussion nicht mehr wegzudenken ist. Die Ökologie und der Umweltschutz gehören zu den vordringlichsten Aufgaben der Menschheit. Die Dringlichkeit wurde mittlerweile auch durch Politik, Medien und Wirtschaft entdeckt. Kein Politikfeld hat in den letzten Jahrzehnten so übergreifenden Einfluss auf alle politischen und privaten Akteure gewonnen. Gleichzeitig haben sich durch den Prozess der Globalisierung und der überregionalen Auswirkung von Umweltproblemen auch die Vorraussetzungen und Handlungsfelder für die umweltpolitischen Akteure verändert. Die Lösung von Umweltproblemen und daraus entstehender sozialer und humanitärer Schieflagen ist im wachsenden Maße nicht mehr durch einzelne Staaten zu lösen. Neue Verträge und eine Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit haben große Priorität. Auch die Rolle der Vereinten Nationen und deren Unterorganisationen sind neu zu überdenken. Auch die Medien und neue Kommunikationsmethoden, wie das Internet dienen zunehmend als Plattform zur Information und Motivation der Bevölkerung im Bereich der Ökologie. Weltweit sind Zuschauer und Internetnutzer in der Lage, kritisch eine Vielzahl an medialen Angeboten zu konsumieren. Ziel dieser Arbeit ist die Beschreibung der Einflüsse, Arbeitsweisen und Auswirkungen der verschiedenen umweltpolitischen Akteure in Deutschland. Darüber hinaus soll besonders auf die Bedeutung der verschiedenen privat organisierten Interessensverbände für die Umweltpolitik eingegangen werden. Die Arbeit soll Einblicke geben in das komplizierte Zusammenspiel unterschiedlicher Interessensgruppen und Akteure im Bereich der deutschen Umweltpolitik und damit auch den Wähler und Bürger als politischen Akteur berücksichtigen. Gleichzeitig gehe ich in dieser Arbeit in geringem Maße auf die verschiedenen Instrumente der Akteure ein, da eine separate Behandlung von Akteuren und Instrumenten häufig nicht die Zusammenhänge erkennen lässt. Bei der Anfertigung dieser Arbeit möchte ich ein großes Augenmerk auf die Bedeutung und Intensität der Arbeit der verschiedenen umweltpolitischen Akteure legen. So möchte ich im Besonderen heraus
4
arbeiten, welcher private oder staatliche Akteur die Umweltpolitik in der Bundesrepublik Deutschland am nachhaltigsten beeinflusst. Um den Wandel und den Aufbau einer funktionierenden Umweltpolitik nachvollziehen zu können, gebe ich zuerst einen kurzen Überblick über die Umweltpolitik in Deutschland in den vergangenen vier Jahrzehnten. So können in kürze auch verschiedene politische Akteure vorgestellt werden und deren Entstehen zeitlich eingeordnet werden. Im ersten Schritt werde ich dann verschiedene umweltpolitische Akteure auf nationalstaatlicher Ebene vorstellen und deren Bedeutung für die Umweltpolitik betrachten. Der nächste wichtige Schritt soll die Möglichkeiten der nationalstaatlichen Akteure in der Umweltaußenpolitik und vor dem Hintergrund der europäischen Einigung aufzeigen. Der nächste Schwerpunkt befasst sich mit den Kompetenzen und Einflussmöglichkeiten der Bundesländer und der Kommunen auf die lokale und nationale Umweltpolitik. Hier möchte ich vor allem auf die Einflussmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger in der Kommunal - und Landespolitik eingehen. Schließlich werde ich dann noch verschiedene gesellschaftliche Akteure vorstellen und deren Ziele und Möglichkeiten in der Umweltpolitik darlegen. Hier soll das Augenmerk vor allem auf der Arbeit der politischen Parteien und den wirtschaftlichen Interessenverbänden liegen. Am Ende werde ich die Arbeit noch einmal kurz zusammenfassen und versuchen den wichtigsten Akteur im Bereich der deutschen Umweltpolitik zu bestimmen.
2. Akteure der Umweltpolitik
„An politischen Entscheidungen beteiligte Person oder Organisation. Hierzu zählen neben den Vertretern der politischen Parteien und der Regierung(en) auch die Beauftragten und Interessengruppen, Firmen etc.“ (Schubert / Klein, 2007: S. 16)
Diese Definition eines politischen Akteurs lässt natürlich eine ganze Reihe weiterer Akteure außen vor. So sind neben den „Entscheidungsträgern“ in den legislativen Gremien, auch die vollziehenden Institutionen auf kommunaler, nationaler und internationaler Ebene von ebenso wichtiger Bedeutung. Eine Definition des Begriffes „Umweltpolitik“ ist jedoch bei weitem schwieriger. Das Wort „Umwelt“ kann sehr viele Bedeutungen haben und auf eine Vielzahl an Möglichkeiten bezogen sein. Sie ist auch nicht auf einen Bereich des menschlichen Lebens zu beschränken. Auf den kleinsten Nenner gebracht beschreibt der Begriff Umweltpolitik alle Entscheidungen, Handlungen und Ergebnisse die aus der Vernetzung zwischen natürlicher Umgebung und dem menschlichen Individuum entstehen. Die Umweltpolitik wird wie andere Politikfelder auch besonders durch die Motivation und das Interesse der Bevölkerung
5
beeinflusst 1 . Daher kann jedes menschliche Individuum, das auf seine Umwelt reagiert oder von ihr beeinflusst wird als Akteur der Umweltpolitik bezeichnet werden. Neben der Möglichkeit der politischen Partizipation hat nämlich auch das eigene Verhalten Auswirkungen auf die Umwelt. Da die Umweltpolitik eng mit der Wirtschaftspolitik verknüpft ist, haben sich vor allem in diesem Bereich gewichtige Akteure herausgebildet. Diese haben durch ihre Produktion und Infrastruktur sowohl Einfluss auf den Umweltschutz als auch durch Werbung und Mediennutzung Bedeutung auf das Konsumverhalten der Bevölkerung. Besonders wichtige institutionelle Akteure im Bereich der Umweltpolitik in der Bundesrepublik Deutschland sind auf nationalstaatlicher Ebene vor allem die Bundesregierung, der Bundestag und der Bundesrat. Diese Governance - Ebene wäre allerdings mit umweltpolitischen Aufgaben allein überfordert, daher haben sowohl Länder und Kommunen, als auch private Akteure großen Einfluss auf die Umweltpolitik in Deutschland und tragen wesentlich zu dessen Erfolg bei (vgl. Jörgensen, 2008: S. 57).
2.1. Die nationale Umweltpolitik in der Bundesrepublik Deutschland
Umweltpolitik gilt heute als eines der wichtigsten Politikfelder in Deutschland. 2006 hielten 93 Prozent der deutschen Bevölkerung den Umweltschutz für die wichtigste politische Aufgabe (vgl. Kuckartz, 2008: S. 4). Die Bedeutung die der Umweltpolitik in der Bevölkerung beigemessen wird, ist auch an der Veränderung der Parteienlandschaft und der Anpassung der Parteiprogramme abzulesen. Die deutsche Umweltpolitik wird hauptsächlich durch die Bundesregierung und die nachgeordneten Bundesbehörden erarbeitet und in Form von Gesetzen veröffentlicht. Allerdings wurde die nationale Umweltpolitik erst 1986 einem eigenen Ministerium zugeordnet (vgl. Glaeser, 1989: S. 39) 2 . Zuvor lag die Umwelt im Zuständigkeitsbereich des Bundesinnenministeriums. Unterstützt wird das
Umweltministerium durch das Umweltbundesamt in Berlin, dem Sachverständigenrat für Umweltfragen und dem wissenschaftlichen Beirat (der Bundesregierung) globale Umweltveränderungen, eine Behörde die der Bundesregierung bei der Erstellung und Nachbesserungen von Umweltgesetzen zuarbeitet. Außerdem bestehen Verknüpfungen zwischen dem BMU und weiteren Bundesministerien, wie z.B. dem
Bundesgesundheitsministerium und dem Landwirtschaftsministerium. Als Exekutivorgan für Umweltgesetze gelten laut Grundgesetz die Bundesländer (vgl. Glaeser, 1989: S. 39). Daher ist die Bundesregierung gezwungen die neuen Gesetze und Richtlinien mit den
1 So ist der beginnende Klimawandel erst durch Medienberichte über das Schmelzen der Polkappen und den IPCC Bericht im Jahr 2007 über die Klimafolgen in das Bewusstsein der Bevölkerung gelangt
2 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
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Länderregierungen auszuhandeln und deren finanzielle und organisatorische Möglichkeiten zu berücksichtigen. Seitdem die Umwelt - und Klimapolitik für einen großen Teil der deutschen Bevölkerung ein so sensibles Thema geworden ist, ist die Versuchung von politischen Mandatsträgern groß dieses Themengebiet zur eigenen Profilierung zu nutzen. Sowohl die Regierungschefin 3 als auch verschiedene Bundesminister nutzen die Möglichkeit sich medienwirksam als besondere Pioniere im Bereich des Umweltschutzes darzustellen und so den eigenen Bekanntheitsgrad zu verbessern (vgl. Bethge / Blech / Falksohn / Hüetlin / Kremb / Nelles / Traufetter 2006 Nr. 45: S. 78 - 96).
2.1.1. Rückschau
Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung ab dem Jahre 1950 verstärkten sich auch in Deutschland die Umweltprobleme. Vor allem die Luft- und Wasserverschmutzung nahmen teilweise extreme Ausmaße an 4 . Die 1970er Jahre sind gekennzeichnet durch ein Umdenken im Bereich der Wirtschaftspolitik und der Entwicklung des neuen Feldes der Umweltpolitik 5 . Zum einen wurde die Politik auf die zunehmenden Probleme aufmerksam, zum anderen begann sich auch die Bevölkerung für Umwelt und Ökologie zu interessieren. Neben der Gründung von Umweltschutzverbänden und Organisationen 6 wurden politische Interessen auch in neuen Parteien deutlich. Dies führte schließlich zur Gründung eines neuen Parteibündnisses, das schließlich 1998 sogar in Regierungsverantwortung auf Bundesebene gelangte 7 . Die 1970er Jahre sind außerdem durch die institutionelle Verankerung von verschiedenen wichtigen Umweltbereichen gekennzeichnet. Neben der Einführung eines Abfallbeseitigungsgesetzes 1972 wurden in den folgenden Jahren die Grundlage für Luftsauberkeit 8 und Gewässerschutz 9 gelegt. Diese Gesetze und Richtlinien haben zu einer Verbesserung der Luftreinheit und der Wasserqualität geführt. In den Anfangsjahren der deutschen Umweltpolitik lag das Augenmerk vor allem auf dem Schutz der menschlichen Gesundheit. Bereiche wie der Tier - oder Pflanzenschutz aber auch die „nachhaltige“ Ressourcennutzung wurden demgegenüber als gering betrachtet. Diese vernachlässigten Aufgaben rückten dann in den 1980er Jahren in den Mittelpunkt der umweltpolitischen
3 So erklärte Bundeskanzlerin Merkel die Umwelt - und Klimapolitik zum Schwerpunktthema ihrer EU -Ratspräsidentschaft oder ließ sich vor den schmelzenden Eiskappen Grönlands abbilden
4 1984 waren 50 % der gesamten deutschen Waldfläche geschädigt („Sterben des deutschen Waldes“). Außerdem waren ein Großteil der deutschen Oberflächengewässer mit Giftstoffen verseucht.(vgl. Hegar, 1985: S. 800 - 813)
5 Dieses neue Politikfeld wurde durch die Regierung Brand/ Scheel ins Leben gerufen (vgl. Jänicke, 2008: S. 53)
6 z.B. Gründung von Greenpeace 1971 (vgl. http://www.greenpeace.de/ueber_uns/ aufgerufen am 20.8.2008)
7 Das Bündnis 90 / Die Grünen
8 Das Bundes - Immissionsschutzgesetz von 1974
9 Wasserhaushalts -und Abwasserabgabengesetz von 1976
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Diskussion. Als Folge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahre 1986 wurde dann, relativ früh im Vergleich zu anderen Industrieländern, das BMU gegründet 10 , dass vor allem den verschiedenen privaten und staatlichen Akteuren eine selbstständige Anlaufstelle bieten sollte. Durch die wachsende Zahl von EU Richtlinien im Bereich des Umweltschutzes wurden dann in den 1990er Jahren die bestehenden nationalen Gesetze weiter ausdifferenziert und teilweise auch aktualisiert (vgl. Jänicke, 2006: S. 406). Ausgehend vom Bericht der damaligen norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland 1987, hat sich in den letzten 20 Jahren der Begriff der Nachhaltigkeit in die Umweltpolitik mit dem Ziel durchgesetzt, kommenden Generationen eine Lebenswerte Umwelt zu erhalten. Der Begriff geht auf die Konferenz von Rio de Janeiro 1992 zurück. Bei der Bundestagswahl 1998 tauchte dieser Begriff in den Programmen der Parteien das erste Mal im Zusammenhang mit Umweltschutz und Entwicklung auf (vgl. http://www.nachhaltigkeit.info/artikel/ brundtland_report_1987_728.htm aufgerufen am 28.8.2008). Mit dem Regierungsantritt der
Rot - Grünen Bundesregierung Schröder / Fischer 1998 gelangte erstmals eine stark ökologisch und pazifistisch geprägte Partei in Regierungsverantwortung. Gleichzeitig stellten die Grünen auch den Bundesminister für Umwelt 11 . Mehrere umweltpolitische Projekte wurden bis 2005 in Angriff genommen. Als Beispiele sind die Ökosteuer, der Dosenpfand, der mittelfristige Ausstieg aus der Atomenergie und die Förderung regenerativer Energien 12 zu nennen.
2.1.2. Aufgaben und Kompetenzen des Bundestages und der Bundesregierung
„Der deutsche Bundestag ist die Vertretung des deutschen Volkes und somit - innerhalb der Grenzen der Verfassung und etwaiger Auflagen des Bundesverfassungsgerichtes für den zukünftigen Gesetzgeber - das autonome oberste Staatsorgan, das keiner Aufsicht unterliegt, an keine Weisung gebunden ist und seine Angelegenheiten selbst regelt.“ (Schmidt, 2007: S. 147)
Zumindest im Bereich der Umweltpolitik sind die Kompetenzgrenzen sehr früh erkennbar. Der Bundestag kontrolliert die Umweltpolitik der Bundesregierung. Er hat allerdings im Bezug auf die Gesetzgebung gegenüber den Bundesländern wenig Spielraum und kann ohne deren Einverständnis kaum Gesetze auf den Weg bringen. Der Bundestag ist also auf eine
10 So wurde z. B. in Japan erst 2001 ein zentralstaatliches Ministerium für Umweltfragen gegründet, in den USA existiert bis zum heutigen Tag nichts vergleichbares
11 Bundesumweltminister von 1998 bis 2005 war Jürgen Trittin
12 z. B. das 100000 Dächer Programm zur Förderung von Solarstrom aus Photovoltaikanlagen
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Arbeit zitieren:
Harald Leutner, 2008, Akteure der Umweltpolitik, München, GRIN Verlag GmbH
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