Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 1
2 DIE VORGESCHICHTE DER HITLERJUGEND 2
2.1 DIE MILITARISIERUNG DER MÄNNLICHEN JUGEND IN DEUTSCHLAND 2
2.2 VORGESCHICHTE UND GRÜNDUNG DES BDM 3
2.3 GRÜNDE FÜR DIE ATTRAKTIVITÄT DER MITGLIEDSCHAFT 4
3 JUGEND IM NATIONALSOZIALISMUS VON 1933 1939 6
3.1 DIE MACHTERGREIFUNG UND IHRE FOLGEN 6
3.2 DIE HITLERJUGEND ALS STAATSJUGEND 7
3.3 DER BUND DEUTSCHER MÄDEL (BDM) 8
4 JUGEND IM NATIONALSOZIALISMUS VON 1939 1945 11
4.1 DIE AUSWIRKUNGEN DER NATIONALSOZIALISTISCHEN RASSENPOLITIK 11
4.2 DIE JUGEND IM KRIEG 12
5 SCHLUSS 15
6 LITERATURLISTE 16
1
1 Einleitung
Das Thema dieser Hausarbeit ist die Jugendpolitik im Nationalsozialismus. Dieser Abschnitt der Geschichte der Jugendpolitik und -fürsorge interessiert mich unter anderem, weil in meiner Familie eine direkte Verbindung zu dieser Zeit besteht: M
der Hitlerjugend. Des Weiteren möchte ich versuchen zu verstehen, wie es möglich war, eine gesamte Generation von Jugendlichen in eine solch fatale Richtung zu lenken. Aus dem komplexen Spektrum von möglichen Bereichen innerhalb des Themas habe ich mir einige ausgewählt, die meiner Meinung nach besonders geeignet sind, das System der Nationalsozialisten zu beschreiben. Es wird aufgezeigt, dass die Jugendpolitik nicht alle Jugendlichen einbezog, es wird untersucht, ob sich die Jugendorganisationen nur das Wohl ihrer Mitglieder als Ziel gesetzt hatten und es werden die unterschiedlichen Rollen von Mädchen und Jungen dargestellt. Konsekutiv ergibt sich folgende zentrale Fragestellung: Auf welchem historischen und organisatorischen Hintergrund basierten die nationalsozialistische Jugendpolitik und ihre Organisationen?
Demnach werde ich schwerpunktmäßig auf die Anfänge, Gründung und Entwicklung der Hitlerjugend und des Bund Deutscher Mädel eingehen.
An dieser Stelle soll angemerkt werden, dass der Begriff Jugendliche in dieser Hausarbeit für zehn- bis 18-jährige Mädchen und Jungen gebraucht wird.
2
2 Die Vorgeschichte der Hitlerjugend
In diesem Kapitel wird erläutert, dass die Wurzeln der HJ bereits tief in der Geschichte verankert waren. Des Weiteren wird auf die Fragestellung eingegangen, woher die Attraktivität der HJ und des BDM rührte.
2.1 Die Militarisierung der männlichen Jugend in Deutschland
Die Militarisierung der männlichen Jugend fand bereits im Kaiserreich im 19. Jahrhundert statt. Im Jahre 1888, unter Kaiser Wilhelm II. begann die militärische Erziehung der männlichen Jugend, Leitgedanke war damals die nationale Erziehung und körperliche Ertüchtigung der jungen Männer, um deren Kraft und Gesinnung für den Kampf für das Volk und Vaterland, Kaiser und Reich zu gewinnen. Ziel war es, auch den außerschulischen Bereich mit Hilfe von Propaganda für die militärische Erziehung zu nutzen (vgl. Schubert-Weller, 1993, 215). ins militärische und politische
Bewusstsein. Die erforderliche Masse an Soldaten fand man in der Jugend und so wurde in die Jugendpflege materiell und gesinnungspolitisch investiert, was der Jugendpflege eine regelrechte Hochkonjunktur bescherte: durch die Jugendpflege-Erlasse 1911 und den Indienstnahme der Ju
welcher mit dem heutigen Wehrdienst zu vergleichen ist. Der Gedanke der Militarisierung des Geistes überlebte den dann folgenden Zusammenbruch des Kaiserreichs, die Umsetzung der vormilitärischen Jugendertüchtigung erfolgte weiterhin, beispielsweise in den Wehrsportgruppen und der Bündischen Jugend (vgl. Schubert-Weller, 1993, 9ff). In der Zeit der Weimarer Republik macht sich jedoch eine Veränderung bemerkbar: Aufgrund des größeren Spektrums politischer Interessengruppen gab es eine größere Auswahl an Jugendgruppen, die jedoch von der Idee des -Weller, 1993, 213ff)
handelnde Gruppe war der von Adolf Lenk in München im Jahre 1922 gegründete
- Bestrebenwar es, die Organisation auf die Person Hitlers auszurichten. Nach Scheitern des Hitler-Ludendorf-Putsches 1923 wurde die NSDAP zwar verboten, deren verschiedene Jugendbundgruppen jedoch illegal und unter Decknamen weitergeführt. Trotzdem erfolgte
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die einzige Jugendorganisation der NSDAP war. Der GDJB zeigte bereits einen kontrollierenden und wehrsportlichen Charakter und hatte außerdem schon deutliche nationalsozialistische Züge: Mitglieder wurden nach biologischen Merkmalen ausgewählt (vgl. Schubert-Weller, 1993, 13ff). 1926 erfolgte d
Arbeit fortan im Kürzel HJ (vgl. Schubert-Weller, 1993, 18f).
Die Arbeitsziele der HJ waren eine politisch-argumentative Schulung und die paramilitärisch-wehrsportliche Ausbildung. Die Erziehungsziele beruhten vor allem auf den Werten Verantwortlichkeit, Entschlusskraft, Idealismus und Persönlichkeit (vgl. Schubert-Weller, 1993, 47ff).
2.2 Vorgeschichte und Gründung des BDM
Obwohl die Mädchen im Vergleich zu den Jungen in den Hintergrund gedrängt wurden und die Jugendbewegung eher einer Jungenbewegung glich, ist es sinnvoll auch die Entwicklung der Jugendgruppen für Mädchen bis hin zum Bund Deutscher Mädel fortan im Kürzel BDM darzustellen.
Die Hitlerjugend in ihren Anfängen um 1922 war eine reine Jungenorganisation, Mädchen fanden in ihr, ebenso wie Frauen in der Politik, keinen Platz. Ziel der Mädchenerziehung war die Mutterschaft. Frauen sollten für die Nachkommen (des Regimes) sorgen und sich als billige Arbeitskraft zur Verfügung stellen (vgl. Klaus, 1980, 40ff). Die eigentlich frauenfeindliche NSDAP hatte also, wollte sie die Frauen für sich gewinnen, keine andere Wahl, als die Mädchen in die Hitlerjugend einzugliedern. So entstanden 1927 die ersten Mädchengruppen der H
weniger Bedeutung zukam. Wirkungsvoller war die Jungmädchengruppe des deutschen
Frauenarbeit und Erziehung der deutschen Frauen und Mädchen im nationalsozialistischen
Hauswirtschaft vermittelt. Man gab ihnen zu verstehen, sich von dem politischen Geschehen komplett fernzuhalten (vgl. Klaus, 1980, 47). Die Jungmädchengruppe des DFO lässt sich als Vorläufer des BDM bezeichnen. Denn nicht nur die Forderung der biologischen Auslese und die vertikale Struktur, sondern auch die Erziehungsziele (wie oben erwähnt) zeigten deutliche Parallelen zur Praxis des BDM, welcher schlussendlich 1930 aus den
Arbeit zitieren:
Lisa Aberle, 2007, Sozialpolitik im Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag GmbH
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