Inhaltsverzeichnis
I Simultanität zwischen einer ewigen und zeitlichen Entität Seite: 5 - 10
1) Boethius Definition Seite: 5
2) Die Unzeitlichkeit einer ewigen Entität Seite: 6 - 10
- Gegenwärtigkeit und Simultanität
II Probleme und Konsequenzen der Simultanität zwischen einer Seite: 11 - 17
zeitlichen und ewigen Entität
1) Beziehung zwischen einer ewigen Entität und einem zukünftig Seite: 11 - 12
Kontingenten Ereignis
2) Übersetzung von einer ewigen in eine zeitliche Abfolge Seite: 12 - 13
3) Problem des kreativen freien Willens Seite: 13 - 15
4) Problem der direkten Kommunikation Seite: 15 - 16
5) Definition der ewigen Entität im Vergleich zur klassischen Seite: 16 - 17
Gottesdefinition
III Quantenphysik, ein Lösungsansatz Seite: 17 - 30
1) Die klassische Physik und ihre Grundsätze - Bisherige Annahmen Seite: 18 - 20
zur Simultanität
2) Quantenphysik - eine kurze Einführung Seite: 20 - 28
3) Vergleich der Quantentheorie mit der klassischen Physik Seite: 29 - 30
IV Der monistische Idealismus - eine mögliche Interpretation der Seite: 30 - 41
Quantenphysik
1) kurze Vorstellung des Idealismus allgemein bezüglich der Seite: 31
Problematik der Simultanität
2 S e i t e
2) Der monistische Idealismus - ein Grundkonzept Seite: 32 - 41
V Quantenansatz des monistischen Idealismus zur Schaffung Seite: 41 - 44
einer Simultanität zwischen einer endlichen und einer zeitlichen Entität
1) Das Allbewusstsein als ewige Entität und im Gottesverständnis Seite: 41 - 42 dieser
2) Das neue Verständnis der Simultanität und Kommunikation Seite: 42 - 43
zwischen einer ewigen und einer zeitlichen Entität
3) Konsequenzen des Allbewusstseins in einer Gottesfunktion Seite: 43 - 44
Quellenverzeichnis Seite: 45 - 47
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In dem Aufsatz „Ewigkeit“ von Elenore Stump und Normann Kretzmann wird die Existenz einer ewigen Entität neben einer zeitlichen Entität anhand der Relativitätstheorie von Albert Einstein erläutert und versucht eine Kommunikation anhand dieses „Bildes“ zu ermöglichen. Dies lässt sich als eine Art Kommunikation zwischen Gott und den Menschen darstellen und ausführen. Jedoch tauchen in der Kommunikation und über die dazu notwendige Simultanität vom Menschen zu einer ewigen Entität einige Probleme auf, die sich mit der normalen klassischen Physik, wie der von Einstein nicht lösen und beschreiben lassen. Um die Kommunikation und das bezügliche Verhalten empirisch getreu nach zustellen benötigt man eine neue Auffassung der Physik, die Quantenmechanik. Die Quantenmechanik ermöglicht uns an schweren Stellen der Simultanität zwischen einer ewigen und einer zeitlichen Entität neue Interpretationen und Erklärungen zu finden und erschafft so ein neues Bild für den Aufbau einer ewigen Entität.
Erst einmal soll jetzt jedoch die eigentliche Simultanität, zum genaueren Verständnis, erläutert werden.
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I Simultanität zwischen einer ewigen und zeitlichen Entität 1
1) Boethius Definition
Ausgehend von Boethius Definition der Ewigkeit gelangt man zu folgender wichtiger Aussage: „Ewigkeit ist der vollständige und vollendete Besitz unbegrenzten Lebens auf einmal“ 2 . Daraus
abzuleiten sind vier Bestandteile einer Definition, die sich für das weitere Vorgehen im Text als wichtig erweisen.
Als erstes muss festgehalten werden, dass alles was ewig ist, auch etwas Lebendiges ist, da sich die Definition auf unbegrenztes Leben bezieht. An dieser Stelle kann man also nicht davon ausgehen, dass eine Zahl oder etwas Abstraktes, wie die Wahrheit ewig sind, auch wenn wir sie vielleicht als etwas immer währendes oder etwas ohne Anfang und Ende bezeichnen würden.
Als zweites ist herauszustellen, dass dieses angesprochene Leben, als ewiges, nicht begrenzt sein kann. Es kann also kein Anfang und kein Ende aufweisen und besitzen. Somit ist die Existenz dieses Lebens von unendlicher Dauer und in jede erdenkliche Richtung unbegrenzt. Zudem ergibt sich an dieser Stelle aus dem Begriff des unbegrenzten, der Begriff der Dauer. Dieser lässt ein ewiges Leben also stetig dauern und macht es von Dauer erfüllt.
Das Leben in dem ewigen Existenzmodus ist jedoch nicht nur von Dauer, sondern auch von Unzeitlichkeit charakterisiert. Dies erklärt die Bezeichnung „der vollständige Besitz auf einmal“. Denn wenn man davon ausgeht, dass eine ewige Entität zeitlich ist und somit nicht gegenwärtig sein kann, sondern in der Vergangenheit oder Zukunft, dann wäre sie entweder nicht mehr oder noch nicht im Besitz ihres vollständigen Lebens.
Somit ist Ewigkeit als Existenzmodi nicht auf die Zeit reduzierbar. Jedoch kann aus dieser nicht reduzierbaren Eigenschaft der Ewigkeit nicht darauf geschlossen werden, dass diese ewige Entität nicht mit der Realität der Zeit unvereinbar wäre. Somit entsteht eine scheinbare Inkohärenz, die sich erst mal mit der Definition von Boethius nicht auflösen lässt.
1 Vgl.: Elenore Stump & Norman Kretzmann; Eternity (dt.: Ewigkeit); The Journal of Phylosophy, Volume LXXVIII,
No. 8, August 1981.
2 Elenore Stump & Norman Kretzmann; Eternity (dt.: Ewigkeit); The Journal of Phylosophy, Volume LXXVIII, No. 8,
August 1981; Deutsche Version, Seite: 164, Zeile: 6-7.
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2) Die Unzeitlichkeit einer ewigen Entität - Gegenwärtigkeit und Simultanität
Es wurde bisher geklärt, dass die Ereignisse im Leben einer ewigen Entität nicht in irgendeiner Form von Abfolge angeordnet werden können. Dies hängt damit zusammen, dass das Leben einer ewigen Entität als unzeitlich definiert wurde. Somit können auch im Hinblick auf das gesamte Leben einer ewigen Entität kein zeitliches Leben und kein zeitliches Ereignis, auch im Hinblick auf früher oder später, sein bzw. existieren. Ansonsten würde dies dazu führen, dass die ewige Entität selbst wieder ein Teil einer Zeitfolge wäre.
Jedoch muss hier unterschieden werden, denn obwohl die ewige Entität selbst nicht Teil einer zeitlichen Abfolge werden darf, ist es nicht auszuschließen, dass eine Art Beziehung oder auch Kommunikation zu anderen Entitäten bestehen kann. Somit könnte diesem ewigen Leben eine Art (Eigenschaft / Teil der Definition) zugesprochen werden, auf der eine Simultanität und Beziehung zu anderen Dingen oder anderen Leben aufbauen kann. Und dadurch, dass die ewige Entität als Leben definiert wurde, hat oder ist sie auch Leben, sei es nun vollständig oder nicht. Dadurch kann man im Bezug auf ihr Leben in einem gewissen Sinn von „gegenwärtig“ und einer gegenwärtigen Existenz sprechen (jedoch sollte sie immer als ewig gegenwärtig betrachtet werden). Sobald das Leben einer ewigen Entität nicht nur in einem einzelnen Ereignis besteht, oder man es nicht in Beziehung zu einem Ereignis oder der Zeit bringen kann, müssen wir eine ewige Entität oder ein ewiges Leben als eines der Relata in eine simultane Beziehung setzten. Denn es ist unter anderem durch eine gewisse Form von Gegenwärtigkeit anzunehmen, dass die ewige Entität in Beziehung zu anderem treten kann und nicht komplett isoliert existiert.
Anwendbarkeit des Begriffs der Simultanität
Eine ewige Entität beschreibt ein Leben und ist unzeitlich und dauernd, somit besitzt sie eine Existenz. Diese Existenz besteht in einer gewissen Form von Gegenwärtigkeit und beschreibt so eine gegenwärtige Existenz. Wenn etwas ewig existiert, dann ist es. Der Definition nach ist Existenz in diesem Zusammenhang eine Dauer ohne Abfolge. Somit hat diese Art der Existenz nicht existiert, noch wird sie existieren. Sie existiert nur, also nur in einer ewigen Form von Ewigkeit, die sich gegenwärtig ausdrückt. Die Art der Gegenwart in der die ewige Existenz sich befindet, ist demnach jedoch nicht die zeitliche Gegenwart. Diese Gegenwart ist, nach der vorherigen Definition von Ewigkeit, auch nicht punktförmig, sondern ausgedehnt. Dies liegt an der Voraussetzung, dass die Ewigkeit den Begriff der Dauer impliziert.
Um jedoch einer ewigen Entität eine Beziehung in Art einer Simultanität mit irgendetwas anderem
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zuschreiben zu können, muss sie kohärent charakterisiert werden, damit wir sie nicht als gänzlich zeitlich verstehen.
Eine Simultanität zwischen zwei zeitlichen Entitäten, also im üblichen temporalen Verständnis wird wie folgt verstanden: Sie ist die Existenz oder das Stattfinden zu ein und derselben Zeit. (T-Simultanität)
Somit könnten wir daraus hervorgehend eine Simultanität zwischen zwei ewigen Entitäten formulieren: Existenz oder Stattfinden zu ein und derselben ewigen Gegenwart. (E-Simultanität)
Simultanrelation zwischen zwei verschiedenen Relata:
Das Interesse des Aufsatzes „Ewigkeit“ liegt hier jedoch bei einer Beziehung zwischen einer ewigen und einer zeitlichen Relata. Diese Beziehung muss kohärent charakteristisch sein, damit überhaupt eine Verbindung bestehen kann. Damit der Aufbau einer Beziehung zwischen einer zeitlichen und einer ewigen Entität überhaupt als möglich angesehen werden kann, muss man wieder von einer Simultanität ausgehen.
Im ersten Teilabschnitt wurden die Gattungen der Simultanität in ihrer Definition so gewählt, dass man in beiden Fällen von ein und demselben „etwas“ ausgegangen ist. Im ersten Fall handelte es sich um eine Beziehung der gleichzeitig existierenden zwischen zwei zeitlich vorkommenden Entitäten und im zweiten Fall um eine Beziehung zwischen zwei ewigen Entitäten. Somit ist dasselbe „etwas“ in einem Fall Zeit und im anderen Fall ewige Gegenwart. Benötigt wird jedoch für eine Beziehung zwischen einer ewigen und zeitlichen Entität eine Simultanität, die zwischen diesen verschiedenen Existenzmodi bestehen kann. Diese neue Konstruktion muss jedoch den verschiedenen Teilkonstruktionen folgen und auf ihnen aufbauen. Man kann an dieser Stelle den Ausdruck „auf einmal“, der in beiden fest und gleich beschrieben wird, vorerst präzisieren. Dies erfordert erst mal den Ausdruck: „Zu ein und demselben ___“, also irgendeine Form in der etwas Zeitliches zu ein und demselben existieren kann wie etwas Ewiges. Anschließend muss die Leerstelle mit einem einzelnen Existenzmodus spezifiziert werden, in dem beide Relata zusammen existieren bzw. stattfinden können.
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Relativität der Gleichzeitigkeit
„Ereignisse, die an verschiedenen Orten stattfinden und in einem Bezugsrahmen gleichzeitig sind,
werden in einem anderen Bezugsrahmen, der sich relativ zum ersten bewegt, nicht gleichzeitig sein“ 3
Dieses Zitat von Einstein bezeichnet die Relativität der Gleichzeitigkeit, welche im Text mit einem simplen Beispiel beschrieben wird. In diesem Beispiel wird ein Zug von zwei Blitzen getroffen, die von jeweils zwei Beobachtern in einer anderen Abfolge gesehen werden. Die andere Abfolge wird hervorgerufen durch die unterschiedlichen Positionen in denen sich die beiden Beobachter befinden. Der eine Beobachter steht außerhalb des Zuges und der andere sitzt im Zug. Dadurch, dass sich der Zug bewegt, sieht der Beobachter im Zug den einen Blitz, der vorne in den Zug einschlägt, vor dem zweiten Blitz, der hinten in den Zug einschlägt, einschlagen. Der Beobachter von außen sieht jedoch beide Blitze gleichzeitig einschlagen, da er sich außerhalb des fahrenden Bezugssystems „Zug“ aufhält. Somit schlagen sowohl beide Blitze gleichzeitig und nicht gleichzeitig in den Zug ein. Es lässt sich nicht entscheiden, welcher Beobachter die „Wahrheit“ sieht bzw. im Recht ist.
Wenn wir dieses Beispiel für den Beweis einer Relativität in der Zeit nach Beobachtern aufführen und in unsere (T-Simultanität) zeitliche Simultanität einbauen, kann diese wie folgt interpretiert werden: Blitze treten zur selben und nicht zur selben Zeit auf. Diese Aussagen können sowohl wahr, als auch falsch sein.
An dieser Stelle scheint eine Inkohärenz zu entstehen. Dies wird dadurch hervorgerufen, dass die Leerstelle in der Definition unserer zeitlichen Simultanität mit ein und derselben Zeit gefüllt wird, also von der Simultanität von zwei zeitlichen Entitäten handelt. Zeit wird jedoch als einzelner, einheitlicher Existenzmodus verstanden. Die Theorie von Einstein versteht die Zeit an dieser Stelle anders. Wir gehen also nicht mehr von einer einheitlichen und feststehenden Zeit als Existenzmodus aus, sondern wir verstehen die Zeit nun als relative Größe. Somit benötigt die zeitliche Simultanität eine kompliziertere Definition, als die, die wir bisher verwendet haben. Diese wird wie folgt festgelegt: Existenz oder Stattfinden zur selben Zeit im Bezugsrahmen eines gegebenen Beobachters.
Hierbei wird nun die scheinbare Inkohärenz durch die Relativierung der Zeit auf einen Bezugsrahmen eines bestimmten Beobachters aufgehoben.
Im weiteren Verlauf tritt die Fragestellung auf, ob die Blitze wirklich gleichzeitig auftreten oder
3 Elenore Stump & Norman Kretzmann; Eternity (dt.: Ewigkeit); The Journal of Phylosophy, Volume LXXVIII, No. 8, August 1981; Deutsche Version, Seite: 171, Zeile: 12 - 16 (Einstein). 8 | S e i t e
nicht. Jedoch lässt sich dies nicht konkret beantworten, denn die Frage scheint von einem Merkmal der Realität zu handeln. Es existiert aber nach den vorherigen Feststellungen kein solch eindeutiges Merkmal der Realität. Und es gibt genauso wenig einen Zustand des absoluten Gleichzeitig-Seins. Das Vorliegen einer Relation wird durch den Bezugsrahmen auf einen Beobachter und den Standpunkt des Beobachters bestimmt. Nach Einsteins Theorie ist auch kein privilegierter Beobachter festzustellen bzw. vorhanden. Ausgehend von dieser Theorie ist die Simultanität irreduzibel relativ in Bezug auf den Beobachter und dessen Bezugsrahmen. Dasselbe gilt somit immer auch für die Zeit. Somit existiert hier kein einheitlicher Existenzmodus. 4
Ewig- zeitliche Simultanität (ET-Simultanität)
Die Simultanität zwischen einer ewigen und zeitlichen Entität muss nun auf ein und dieselbe Gegenwart Bezug nehmen und diese ist nicht die zeitliche Gegenwart. Es ist an dieser Stelle zu beachten, dass wir es mit einer Simultanität von zwei Existenzmodi zu tun haben und somit müssen wir auch in der Definition von jeweils zwei Beobachtern und Bezugsrahmen ausgehen.
Aus der Annahme für die Definition einer ewig - zeitlichen - Simultanität wird nun angenommen, dass x und y Ereignisse und Entitäten beschreiben. Anhand dessen gilt, dass x und y genau dann simultan sind, wenn gilt:
1) Entweder x oder y ist zeitlich (oder umgekehrt).
2) Für einen Beobachter A in einem ewigen Bezugsrahmen sind x und y beide gegenwärtig; Entweder x ist ewig gegenwärtig und y zeitlich oder umgekehrt.
3) Für einen Beobachter B in einem der unendlich vielen zeitlichen Bezugsrahmen sind x und y beide gegenwärtig; Entweder x wird als ewig gegenwärtig und y als zeitlich gegenwärtig festgelegt oder umgekehrt.
4 Ein weiteres bzw. bekannteres Experiment (Gedankenexperiment) von Einstein handelt bezüglich der Relativität von
zwei Beobachtern ausgehend von einer Kabine mit installierter Lichtquelle, die während der Bewegung, die bei der Kabine hervorgerufen wird, permanent leuchtet. Ein Beobachter befindet sich nun in und ein anderer außerhalb der Kabine. Zwei Möglichkeiten stehen nun zur Wahl. Nach der ersten nimmt die mit ihrer Lichtquelle bewegte Kabine den Äther mit, nach der zweiten nicht. Der Innenbeobachter würde in beiden Fällen keinen Unterschied feststellen, denn das Licht breitet sich nach allen Seiten mit der gleichen Geschwindigkeit aus. Anders verhält es sich beim Außenbeobachter. Er würde beobachten, dass das Licht sich in die Bewegungsrichtung der Kabine schneller als die Normalgeschwindigkeit ist, während es entgegen der Bewegungsrichtung langsamer ist. Die Lichtgeschwindigkeit hängt bei ihm von der Bewegung der Lichtquelle ab.
„Wenn wir, so lässt sich weiter folgern, eine Geschwindigkeit erreichen könnten, die größer ist als die des Lichtes, so müssten wir einem Lichtsignal entkommen und bereits ausgesandte Lichtquellen einholen können…“ (Einstein & Infeld, 180)
(Vgl. Klaus Fischer, Einstein; Verlag Herder, Spektrum Meisterdenker, Freiburg im Breisgau, 2004; Seite 76 - 80).
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Die zweite Bedingung sorgt dafür, dass eine zeitliche Entität bzw. ein zeitliches Ereignis von einem ewigen Beobachter wahrgenommen werden kann. Die dritte Bedingung hingegen stellt sicher, dass eine ewige Entität bzw. ein ewiges Ereignis von einem zeitlichen Beobachter als ewig gegenwärtig wahrgenommen werden kann. Zusätzlich ist durch die Definition festgelegt, dass wenn x und y simultan sind, dann ist y weder früher noch später zu x. Jedoch wurde in der Definition als Ausgangspunkt der ewigen Entität auch festgelegt, dass x und y nicht zeitlich simultan sein können. Somit können ewig und zeitlich nicht zu ein und derselben Zeit eines Beobachters existieren. (Jedoch ist die Simultanität natürlich als symmetrisch anzusehen).
Weiter lässt sich aus unserer Festlegung nicht der Schluss ziehen, dass wenn x und y simultan sind und x auch zu z simultan ist, dass dann auch y und z simultan sind. Sowie nicht gegeben sein muss, dass wenn x und y zeitlich simultan sind, dass x und z dann auch zeitlich simultan sein müssen.
Anschließend kann nun wieder von einem Newtonschen Konzept der absoluten Zeit 5
ausgegangenen werden, ausgehend von der Annahme, dass sich menschliche bzw. zeitliche Beobachter meist ein und denselben Bezugsrahmen teilen. Somit sind zeitliche Entitäten genau dann koexistent, wenn es eine Zeit gibt, in der sowohl die eine, als auch die andere Entität existieren. Hingegen ist bei der ewigen Entität hier eine Unterscheidung zu treffen. Wenn etwas ewig existiert, also seine Existenz unendlich ausgedehnt ist, ist seine Existenz immer vollkommen realisiert. Deshalb ist das gesamte Leben einer ewigen Entität mit jeder zeitlichen Entität zu jeder Zeit koexistent, in der diese existiert. Aus zeitlichem Standpunkt betrachtet ist die Gegenwart mit der gesamten unendlichen Ausdehnung des Lebens der ewigen Gegenwart simultan. Aus dem ewigen Standpunkt hingegen ist jede Zeit als Gegenwart zu betrachten und koexistiert mit dem ganzen der unendlichen, unzeitlichen Dauer der ewigen Entität.
5 Die Nowtonsche Zeit besagt, dass wir uns alle in einem absoluten Bezugsrahmen der Zeit aufhalten und so einen
Bezugsrahmen teilen bzw. es nur einen Bezugsrahmen gibt. Diese Zeit geht konstruiert von einem Bezugssystem, mit Hilfe dessen man sich die Lage eines beliebigen Punktes im Raum mit drei Zahlen beschreiben kann, aus. Dieses Bezugssystem stellt den konstruierten Raum dar. Um Ergebnisse in diesem isolierten Verfahren zu bestimmen wird eine konstruierte Zeit aus Zeitintervallen bestehend eingeführt. (Diese Konstruktionen verkörpern den Ausgangspunkt der Nowtonischen Raum- Zeit- Beschreibung).
(Vgl.: Jürgen Audretsch; Die sonderbare Welt der Quanten; Verlag C.H. Beck oHG, München, 2008; Seite: 14 - 18.) 10 | S e i t e
Arbeit zitieren:
Anna - Vanadis Faix, 2010, Beweis einer ewigen Entität als Gott fungierendes Wesen durch die Quantenmechanik in der Interpretation eines monistischen Idealismus im Allbewusstsein , München, GRIN Verlag GmbH
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