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1. Vorbemerkung 03
1. 03
2. Was ist Stress? 04
2.1. Über Stressoren 05
2.2. Das AAS 06
2.3. Physiologische Reaktionen auf Stress 07
2.3. 07
3. Studien 09
3.1. Sexualhormone des Mannes und Stress 09
3.1. Sexualhormone der Frau und Stress 12
3.1. 12
4. Literatur 15
2
1. Vorbemerkung
In dieser Seminararbeit soll es um Umwelteinflüsse in Form von Stress auf den Sexualhormonspiegel gehen.
Dabei will der Autor methodisch vorgehen und sich zunächst in der Begriffsklärung üben, was trotz der rund 200 000 Arbeiten, die allein in den vergangenen 30 Jahren zum Thema „Stress“ erschienen sind 1 , nicht ganz unproblematisch ist. Es geht darum, zu klären, was Stress überhaupt ist, welche Konzepte sich in der Stressforschung entwickelt haben, wie dieses Phänomen in der einschlägigen Literatur definiert ist und aus welchen Elementen es sich zusammensetzt.
In einem zweiten Schritt soll gezeigt werden, welche Auswirkungen Stress auf den Sexualhormonspiegel hat. Zu diesem Zweck werden einige relevante Studien aus diesem Gebiet vorgestellt. Herbert Hofmann Hamburg, im Mai 1997
2. Was ist Stress?
Eigentlich kommt der Begriff „Stress“ aus der englischen Sprache. Er bezeichnet eine beliebige Kraft, die auf eine Struktur einwirkt und eine vorübergehende oder bleibende Veränderung derselben bewirkt. „Stress“ ist daher ein wichtiger Fachbegriff der Ingenieurwissenschaften, zum Beispiel als Bezeichnung für eine überschwere Last, die auf einen Stahlträger einwirkt und diesen biegt oder verformt. Die Reaktion der Struktur wird als „strain“ (Anspannung, Belastung) bezeichnet. Ganz in diesem Sinne wird der Begriff „Stress“ bereits im 17. Jahrhundert in der englischen Umgangssprache und auch heute noch bei uns im Alltagsgebrauch im Hinblick auf den Menschen verwendet - als eine unangenehme physische oder psychische Belastung des menschlichen Organismus. Auch in Psychologie, Psychiatrie und Soziologie wird der Begriff bis heute vielfach noch in dieser verhältnismäßig vagen Bedeutung verwendet - als eine das Individuum oder eine Gruppe schädigende Belastung. Als Fachterminus der biomedizinischen Literatur wurde der Begriff „Stress“ 1950 von dem kanadischen Endokrinologen (Endokrinologie = Lehre von der Funktion endokriner Drüsen) Hans Selye eingeführt und hat seither Eingang in nahezu sämtliche Sprachen gefunden. Selye führte damals eine nicht unumstrittene Definition für „Stress“ ein. Sie lautet: 2
„Stress ist die unspezifische Reaktion des Organismus auf jede Anforderung.“ 3
Selye fasst unter dem Begriff „Stress“ also nicht die Belastungen zusammen, die auf den Organismus einwirken, sondern vielmehr die
physiologischen Reaktionen des Organismus selbst. Das „Unspezifische“ dabei, so Selye, sind die immer gleichen Reaktionen, die im Organismus ablaufen, selbst dann, wenn die belastenden Einwirkungen ganz verschiedener Art sind. 2.1. Über Stressoren
Alle Reize, die diese unspezifische Stressreaktion des Organismus auslösen, werden nach Selye als „Stressoren“ bezeichnet. Das können große Hitze oder Kälte, Sauerstoffmangel, giftige Chemikalien, Infektionen oder schwere körperliche Anstrengungen sein, aber auch starke Aufregungen, Angst, Wut oder selbst große Freude. 4
Allerdings ist eine Analyse und das Erforschen von Kausalbezie‐ hungen zwischen dem, was unter unseren heutigen Alltagsbe‐ dingungen als Belastung, also als Stressor wirkt, und den mög‐ licherweise erst langfristig eintretenden Folgen außerordentlich erschwert; zudem lebt jedes Individuum in einer anderen sozialen Umwelt und erfasst, bewertet und verarbeitet selbst ein und dieselbe Umweltsituation unterschiedlich. Entsprechend verschieden sind die auch die zur Debatte stehenden Stresskonzepte. Ein erstes Modell haben die amerikanischen Psychologen Thomas Holmes und Richard Rahe in Form eines LebensStress‐Inventars zusammengestellt. Ihrer Hypothese nach ergebe sich die krankheitsfördernde Belastung eines Individuums aus der Summe der von ihr innerhalb eines bestimmten Zeitraumes erlebten Lebensereignisse, wobei diese je nach Auswirkung auf das weitere Individuum mit 11‐100 Punkten gewertet wurden. 5
Arbeit zitieren:
Herbert Hofmann, 1997, Stress - Umwelteinflüsse auf den Sexualhormonspiegel, München, GRIN Verlag GmbH
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