Gott der ja für alles Gute steht. Dabei müssten die Kräfte von Gott und dem Bösen ausgeglichen sein, um ein Gleichgewicht zu sichern. So sagt es zumindest der Taoismus der eindeutig sagt, dass die Welt in einem Gleichgewicht lebt, wo das Gute genauso stark wie das Böse ist. Aber hier in Auschwitz erscheint es dass alles Übel das Gute besiegte. Ein Passendes Beispiel dafür ist die Geschichte von Anne Frank, die mit ihrer Familie von Freunden in einem Geheimen Raum versteckt wurde. Zum Schluss wurde nicht nur die Jüdische Familie, sondern auch deren Helfer bestraft, obwohl doch gerade sowas Gott verhindern sollte. Am Ende erscheint diese These also auch nicht wie eine Erklärung für ein vernünftiges Warum. Viel mehr erscheint es wie eine Ausflucht.
Man könnte aber Gott zu gute heißen, dass er trotz seiner Allmacht auch Allwissend ist und somit auch um das Gleichgewicht weiß. Und wenn Gott Allwissend ist, weiß er auch, dass auf Jede Herzensgute Tat eine wirklich abgrundtief schlimme folgen muss. Nur so kann das Gleichgewicht der Welt erhalten werden und somit auch die Existenz Gottes, da dieser in allen Dingen zu finden ist.
Das wäre auch eine Erklärung für das warum er nichts getan hat. In allen Dingen zu stecken bedeutet auch für einen Machtverlust. So könnte man vermuten das er einfach zu dem gegeben Zeitpunkt nicht die Macht hatte das große Unheil zu verhindern. Vielmehr musste er mit ansehen, wie jene die an ihn glaubten und hofften dass er sie erretten würde, starben. Er musste es mit ansehen und litt selbst die Qualen der Sterbenden. In welcher Form hätte er sie also erretten können. Zu dieser Zeit gab es keinen Moses, der ein Meer hätte teilen können. Es gab niemanden zu dem Gott sprechen konnte, wie er einst zu Moses oder zu Jeanne´ D ´ Arc gesprochen hatte um deren Volk in die Freiheit zu führen.
Man muss auch überlegen, was zu der Zeit Moses so anders war, als zu der Zeit wo Auschwitz geschah. Die Menschen können es keinesfalls gewesen sein, denn die Szenarien von der Zeit Moses und Auschwitz könnte man fast schon als Identisch bezeichnen. Menschen beuteten Menschen aus und diese Ausbeutung endete mit dem Tot. Der einzige Unterschied, der bestehen könnte, kann Gott selbst sein, das natürlich zu beweisen oder zu beurteilen, ist schier unmöglich, weil nur Menschen die an einen Gott glauben wollen, auch Gottesbeweise wie von Descartes akzeptieren könnten und vor allem auch wollen.
Das Gott nicht Allmächtig ist, schließen wir einfach an dieser Stelle mal aus, viel mehr wäre es vielleicht besser wenn man sich an die Bibel hält und diese rezitiert, denn der Mensch wurde nach Gottes Bilde geschaffen, was bedeuten könnte, dass Gott in einer gewissen auch sterblich ist und hier kann man ansetzten. Die Intentionen des Gottes aus Moses Zeit könnte eine andere gewesen sein, weil es auch ein anderer Gott war. Man kann Gott, sei es nun der jüdische oder der christliche, auch in keinster Weise sowas wie Rachegelüste zusprechen, denn das würde gegen die Güte Gottes sprechen und das ist einfach undenkbar. Würde Gott keine Güte besitzen, so wäre er nicht anders als der Teufel oder alles Übel dieser Welt. Gott kann aus rein logischen Gründen keine negativen schlechten Emotionen empfinden, er kann aber negative Emotionen Empfinden, die nicht gleich das Böse implizieren. Doch was kann Auschwitz bedeuten? „… daß es den einen Gott gar nicht gibt (obwohl vielleicht mehr als einen)“ 3 Man könnte hier raus lesen, dass es ein anderer Gott war, der dieses Übel zuließ, vielleicht ein anderer Gott als der zu Moses Zeit, was die Theorie, dass Gott sterblich sein könnte, fassbarer macht, denn im Judentum ist kein Platz für einen Olymp von Göttern. Wenn er es aber mehr als einen geben sollte, müsste das bedeuten, dass der alte Gott abgetreten ist und ein Neuer seinen Platz besetzte und andere Gedanken und eine „andere“ Gerechtigkeit duldete. Aber selbst, dass dieser neue Gott eine andere Gerechtigkeit dulden würde, könnte man ausschließen, schließlich war es in keinster Weise gerecht dass die Juden nach Auschwitz kamen. Es wäre nicht einmal eine geeignete Strafe gewesen, wenn Gott die Ermordung Jesus zu dieser Zeit bestrafen wollte. Wäre das der Fall gewesen, hätte Gott dem Leben seines Sohnes, der ja dennoch ein Mensch war, mehr Gewicht gegeben als dem eines Juden. Außerdem würde es abermals der Güte die auch Vergebung einbezieht wiedersprechen.
Aus diesem Grund scheint es deswegen eher unwahrscheinlich das ein anderer Gott als zur Zeit Moses Auschwitz unter seinen Augen geschehen lassen hatte. Weniger leicht zu revidieren, bzw. gar nicht zu revidieren wären die Thesen dass Gott Allmacht und Verstehbarkeit nicht vereinbaren kann und das Gott aufgrund von Machtverlust, weil er eben in allen steckt, nicht eingreifen konnte.
Eine Vermutung könnte auch sein, aber das ist mehr aus der Luft gegriffen als wirklich belegbar, das Die Juden wie Hiob von einem Übel das Gott ihnen auferlegte heimgesucht
3 Der Gottesbegriff nach Auschwitz- Eine jüdische Stimme
Arbeit zitieren:
Christine Hirsch, 2010, Gott und Auschwitz, München, GRIN Verlag GmbH
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