5.2.3 Das CKD - Montagewerk in Thailand 16
5.2.4 Das CKD - Montagewerk in Indien 16
5.2.5 Das Motorenwerk mit Chrysler in Brasilien / Campo Largo 17
5.4 DIE PRODUKTIONS- UND MOTORENWERKE 18
5.4.1 Das Motorenwerk Österreich/Steyr 18
5.4.2 Das Werk Spartanburg USA 18
6. BESONDERHEIT ROVER 22
DIE BESONDERHEIT STELLT DIE ÜBERNAHME VON ROVER IN DIESEM AUFSATZ DAR, DA HIER KEINE TYPISCHE
VORGEHENSWEISE DER BMW AG HERRSCHTE. ES WURDE EINE KOMPLETTE BEREITS BESTEHENDE
PRODUKTPALETTE MIT DEN DAZUGEHÖRIGEN PRODUKTIONSSTÄTTEN ÜBERNOMMEN. 22
6.1 EINLEITUNG 22
6.2 DIE VORGESCHICHTE 23
6.3 DIE ÜBERNAHME 23
6.3.1 Die erhofften Vorteile für die BMW AG 24
6.3.2 Die eingetretenen Nachteile 25
6.3.3 Die Trennung von Rover 26
7. ZUKUNFTSAUSSICHTEN 28
8. RESÜMEE 29
LITERATURVERZEICHNIS 32
Abbildungsverzeichnis
ABBILDUNG 1: AUSLÄNDISCHE MONTAGE-/ PRODUKTIONSSTANDORTE BMW (NUR PKW) (VGL. QUELLE: EIGENE
ZUSAMMENSTELLUNG NACH KÖHN 1997, AUTOMOBIL PRODUKTION 10 / 1997 UND ANDEREN
UNTERNEHMENSANGABEN , AUS LUDGER PRIES, AUF DEM WEG ZU GLOBAL OPERIERENDEN KONZERNEN?
55) 30
ABBILDUNG 2: (VGL. QUELLE MANAGERMAGAZIN MAI 2000 S. 56) 31
2
Abkürzungsverzeichnis
bzw. = beziehungsweise
S. = Seite
vgl. = vergleiche
AG = Aktiengesellschaft
MNK = multinationales Konzern
CKD = completly knocked down
CBU = completly build up
PKW = Personen - Kraft - Wagen
z.B. = zum Beispiel
US = United States
qm = Quadratmeter
F & E = Fahrwerk und Entwicklung
3
1. Vorwort
„Das wir im Zeitalter der Globalisierung leben, ist von jedermann zu hören.“ 1 Im neuen Jahrtausend gewinnen Wörter wie Globalisierung, Denationalisierung bzw. strategische Allianzen, nicht nur in der Politik, sondern auch in der Wirtschaft immer mehr an Bedeutung. Bereits seit den 80er Jahren sind diese Begriffe über viele Unternehmen zu hören bzw. zu lesen. Im Jahre 1996 schaffte es der Begriff Globalisierung sogar in die „Top Ten der Worte des Jahres bei der Gesellschaft für Deutsche Sprache.“ 2
Die Begriffe Globalisierung, Denationalisierung und Strategische Allianzen sind nicht nur interessant, sondern auch sehr zukunftsweisend. Kaum ein Unternehmen der Welt, hat nicht mit diesen Wörtern zu tun. In diesem Aufsatz, soll aber uns der kleinste der global operierenden Konzerne vorgestellt werden - die BMW AG. 3 Der Entwicklungsprozeß der BMW AG auf dem Weg, wie sie sich selbst bezeichnen, zum „global Player“ 4 soll wiedergegeben werden, wobei es sich auf die Automobilproduktion und Automobilmontage beschränken wird. Die Übernahme der Rover - Gruppe soll als Besonderheit in diesem Aufsatz miteinfließen.
Zu Beginn, sollte aber der Unterschied zwischen den drei Begriffen Globalisierung, Denationalisierung und Strategische Allianzen kurz dargestellt werden.
1 vgl. Zitat: Capital Januar 1997 Text von Johannes Gross S. 1
2 vgl. Zitat: Marianne Beisheim/Sabine Dreher/Gregor Walter/Bernhard Zangl/Michael Zürn: Im Zeitalter der
Globalisierung ? 1. Auflage 1999 S. 15
3 vgl. Ludger Pries Auf dem Weg zu global operierenden Konzernen? 1999 S. 54
4 vgl. Zitat BMW eigene Unterlagen Nr.1 (BMW Group Stationen einer Entwicklung Best. Nr. BAK-09-022)
Seite 3
4
2. Definitionen
2.1 Globalisierung
Globalisierung bedeutet, daß die gesamte Welt, bei der Ausrichtung der Unternehmen ihres wirtschaftlichen Handelns, dabei umspannt wird. Streng genommen würde das bedeuten, daß jedes Unternehmen über den kompletten Globus hinweg, ihre wirtschaftlichen Aktivitäten durchführen würde. 5
Bisher war es in der Realität aber so, daß nur ein geringer Teil des Globusses für die meisten Unternehmen von Interesse war. 6 Die meisten Aktivitäten begrenzten sich auf die sogenannten Triade - Staaten Nordamerika ,Westeuropa und Japan. 7 Deshalb wäre die Definition Denationalisierung, bereits in früheren Zeiten zutreffender gewesen. 8
2.2 Denationalisierung
Unter Denationalisierung wird eine „über die Grenzen eines Landes hinausweisenden und hinauswachsenden Aktivitäten von Unternehmen“ 9 verstanden. Seit allerdings der südamerikanische, sowie auch immer mehr der osteuropäische Markt, im Blickwinkel der Großunternehmen steht, kann heute mehr oder weniger von Globalisierung gesprochen werden. Mit der Erweiterung des Wirtschaftsraumes Triade hat der OECD - Wirtschaftsraum immer mehr an Mitgliedern gewonnen. 10
Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) besteht seit 1961, mit der Aufgabe der Planung, Koordinierung und Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit der Mitgliederstaaten, sowie der Hilfe für die Entwicklungsländer.
5 vgl. Ludger Pries Auf dem Weg zu global operierenden Konzernen? 1999 S. 8
6 vgl. .Marianne Beisheim/Sabine Dreher/Gregor Walter/Bernhard Zangl/Michael Zürn: Im Zeitalter der
Globalisierung ? 1. Auflage 1999 S. 16
7 vgl. Fairneß im Standortwettbewerb Teil B Gerhard Fels S. 89
8 vgl. .Marianne Beisheim/Sabine Dreher/Gregor Walter/Bernhard Zangl/Michael Zürn: Im Zeitalter der
Globalisierung ? 1. Auflage 1999 S. 16
9 vgl. Ludger Pries Auf dem Weg zu global operierenden Konzernen? 1999 S. 8
10 vgl. ebenda S. 8
5
Mitglieder dieser wirtschaftlichen Zusammenarbeit sind europäische, nordamerikanische Staaten sowie Japan und als jüngstes Mitglied Mexiko. 11
2.3 Strategische Allianzen
Globalisierung bzw. Denationalisierung, kann entweder durch Gründung eigener Tochtergesellschaften bzw. dem Kauf anderer Gesellschaften im Ausland stattfinden, oder durch Beteiligungen an verschiedenen Unternehmen bzw. durch die komplette Übernahme derer, durchgeführt werden. Letzteres wird auch als Fusion bzw. Strategische Allianz bezeichnet. Dabei ist es ganz egal, welcher Funktionsbereich und in welchem Ausmaß diese Funktionsbereiche betroffen sind. 12 Strategische Allianzen können aber auch rein national entstehen. Durch die komplizierte netzwerkartige Verschmelzung der Unternehmen, ist es schwierig Strategische Allianzen genau zu identifizieren.
11 vgl. Neues großes Lexikon A bis Z „genehmigte Sonderausgabe„ Gesamtherstellung : Neue Stalling,
Oldenburg S. 616
12 vgl. Internationale Unternehmensstrategien und nationale Standortpolitik Mayer/Hans-Eckard Scharrer
(Hrsg.) 1. Auflage Baden-Baden 1999 Normos Verlagsgesellschaft S. 9
6
3. Die BMW AG
3.1. Die Entstehung
Bereits sehr früh erkannte BMW manchen Vorteil der Fusion und aus der Firma Rapp -Motorenwerke und der Firma Gustav Otto - Flugzeugwerke entstanden zunächst 1917 die Bayerischen Motoren Werke GmbH und 1918 die Bayerischen Motorenwerke AG am Münchener Oberwiesenfeld. 13
3.2 Geschichte nach dem ersten Weltkrieg 14
Bedingt durch den Versailles - Friedensvertrag 1919, der den Flugzeugbau für fünf Jahre verbot, setzte das Unternehmen vom Flugzeugbau auf den Motorradbau. Zwar konnte die Produktion der Flugzeuge eine Zeit lang nach Rußland verlegt werden, aber die Umstrukturierung auf den Motorradbau rettete die AG dann letztendlich aus der eigentlich existentiellen Krise.
Knapp zehn Jahre später erwirbt die BMW AG das Dixi - Automobilwerk samt der Lizenz in Eisenach und faßt somit erstmals Fuß in die Produktion von Automobilen. Neben Daimler und Benz hatte der Unternehmer Heinrich Ehrhardt begonnen, Automobile in Deutschland zu bauen. Die Weltwirtschaftskrise zwang den Unternehmer dann schließlich an die BMW AG sein Dixi - Automobilwerk abzugeben.
Bis zum Ende des zweiten Weltkrieges, verzeichnete BMW, aus den Reihen der Automobile und Motorräder, immer wieder bahnbrechende Erfolge. Selbst 1939, bekam BMW den staatlichen Auftrag zur Herstellung von Jagdflugzeugmotoren, deren Triebwerke Turbinen und nicht mehr Sternenmotoren waren.
13 vgl. Achim Schwarze Das standesgemäße Extra für BMW-Fahrer 1989 Seite 57
14 vgl. BMW eigene Unterlagen Nr. 1 Seite 12 - 33
7
3.3 Geschichte nach dem zweiten Weltkrieg 15
Mit Ende des zweiten Weltkrieges, war das Werk in Allach bei München kriegsbeschädigt und konnte durch die Demontage nur noch als Reparaturwerkstatt, für die Fahrzeuge der Alliierten genutzt werden.
Anfang der 40er Jahre, wurden kriegsbedingt Automobil- und Motorradproduktion nach Eisenach verlagert. Durch die Einteilung in Besatzungszonen blieb das Werk in Eisenach für immer verloren, womit die Automobilproduktion und Motorradproduktion unerreichbar wurde. Mit der Beendigung des Versailles Vertrages - Verbots, ergriff BMW die Chance und produzierte wieder Flugzeugtriebwerke. Seit 1948 produziert BMW auch weiterhin Motorräder und mit dem Jahre 1951 gelangte ihnen auch der Wiedereintritt in die Automobilproduktion.
3.4 Die Wiederbelebung der BMW AG 16
Geschwächt von den Kriegsfolgen sieht sich die Unternehmensleitung, auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 09. Dezember 1959 gezwungen, die BMW AG an den Konkurrenten Daimler Benz zu veräußern. Zwei Aktionärsvertretern gelingt aber, die Überzeugung der falschen Bilanzierung, die im Rahmen der Abschreibungen, die entstandenen Entwicklungskosten vom Modell BMW 700 (Automobilreihe) berücksichtigen sollten. Herbert Quandt, heute noch einer der größten Aktionäre, gewinnt Vertrauen in die Firma und übernimmt größere Teile des Kapitals der Gesellschaft. Quandt weiterhin, stellt sein Mitarbeiter Wilcke als Leitung der wiederbelebten Firma zur Verfügung. BMW bleibt somit eine selbständige Aktiengesellschaft. Von diesem Zeitpunkt an agiert BMW, als einer der größten Konkurrenten der Automobilindustrie weltweit. Bis zum Jahre 1972 ist BMW, mit der Produktion bzw. den Montagewerken, alles andere als ein global operierendes Unternehmen. Welche Gedankengänge zu den einzelnen Standorten im Ausland geführt haben könnten, wie diese Prozesse durchgeführt werden und welches Resultat daraus entsteht, soll nun in weiterer Abfolge aufgezeigt werden.
15 vgl. BMW eigene Unterlagen Nr. 1 Seite 12 - 43
16 vgl. BMW eigene Unterlagen Nr. 1 Seite 44 - 45
8
4. Theoretische Erklärungsansätze zu dem Entscheidungsprozeß
Standort im Ausland
4.1 Mögliche Motive zum Standort Ausland aus Sicht der global operierenden Unternehmen, wie die der BMW AG
Weshalb BMW sich zu einem global operierenden Konzern entschieden hat, kann von allgemein gültigen Motiven her abgeleitet werden. Motive für die Tätigkeiten im Ausland können für BMW, und auch alle anderen Automobilkonzerne, wie folgt definiert werden: 17
4.1.1 Absatzsicherung durch größere Marktnähe
Absatzsicherung durch größere Marktnähe ist wohl der wichtigste Punkt bei der Entscheidung zum Standort Ausland. Hinter diesem Motiv, stecken Überlegungen zur Vergrößerung der unternehmerischen Tätigkeit. Dabei spielen besonders der Zugang zu Informationen, die vor Ort besser zu bekommen sind, aber auch die Tatsache, sich an weiteren Ressourcen bedienen zu können eine Rolle. 18 Der weitere Vorteil hier ist, vor Ort am jeweiligen Markt stärker agieren zu können um nicht in Vergessenheit zu geraten. Dies wird insbesondere durch die einfache Präsens des Unternehmens im Ausland erreicht. 19
4.1.2 Senkung der Lohn- und Lohnnebenkosten
Das Leid der meisten Unternehmen ist wohl hier unterzubringen. Jedes Unternehmen ist daran Interessiert die Kosten so gering wie möglich zu halten. Da Personal sehr kostenintensiv ist, wird in Länder, mit niedrigeren Löhnen bzw. Lohnnebenkosten ausgewichen. Es soll aber nicht bedeuten, daß eine Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland, damit die Folge wäre.
17 vgl. Schierenbeck Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre 14. Auflage 1999 Seite 43
18 vgl. Edmund Heinen Industriebetriebslehre 9. Auflage Abb. 2.44 Seite 235 Dunnings eklektische Theorie der
Direktinvestition
19 vgl. Börsen - Zeitung vom 02. September 1997 Aufsatz von Rüdiger Köhn
9
Arbeit zitieren:
Erdal Colak, 2001, Der Entwicklungsprozess auf dem Weg zu einem global operierenden Konzern - die BMW AG, München, GRIN Verlag GmbH
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