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Wachstumseffekte von Rezessionen

Title: Wachstumseffekte von Rezessionen

Term Paper , 2003 , 30 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Tobias Krauss (Author)

Economics - Economic Cycle and Growth
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Summary Excerpt Details

[...] Diese Entwicklung stellt die
traditionelle Trennung von Trends und Zyklen durch die makroökonomische Theorie in Frage
und schlägt eine Rückkehr zur Schumpeter´schen Sicht vor, in der Wachstum und Zyklen als
zusammenhängende Phänomene betrachtet werden.
Das im folgenden untersuchte Modell von P. AGHION und G. SAINT- PAUL (1998)
untersucht die Auswirkungen von Konjunkturzyklen auf das langfristige Wachstum unter zwei
Annahmebündeln bzw. in zwei unterschiedlichen Welten. In Welt 1 (Annahmebündel 1) wirkt
eine Steigerung der Produktivität durch produktivitätssteigernde Aktivitäten restriktiv auf die
laufende Produktion, während in Welt 2 (Annahmebündel 2) die Steigerung der Produktivität
zwar Kosten verursacht, die aktuelle Produktion an sich aber nicht tangiert.
Die Hauptergebnisse des Modells sind folgende: In Welt 1 sind produktivitätssteigernde
Aktivitäten antizyklisch. Der Grund hierfür ist, dass die Opportunitätskosten
produktivitätssteigernder Aktivitäten während einer Rezession schneller als deren Erträge
sinken. Daraus resultiert, dass eine Rezession langfristig einen positiven Effekt auf die totale
Faktorproduktivität ausübt. Im Gegensatz dazu sind produktivitätssteigernde Aktivitäten in
Welt 2 prozyklisch. In diesem Fall sinken die Kosten produktivitätssteigernder Aktivitäten in
Rezessionen im Gegensatz zu deren Erträgen jedoch nicht. In Welt 2 sind Rezessionen daher
schädlich für die langfristige Produktivität.
Die zentrale Frage lautet also: Welche kausale Beziehung besteht zwischen Konjunkturzyklen
und langfristigem Wachstum? Ausgehend von dieser Frage soll in dieser Seminararbeit auch
der Effekt der Struktur von Konjunkturzyklen (Frequenz, Schwingungsweite) auf die
durchschnittliche Wachstumsrate, basierend auf der Analyse von AGHION und SAINTPAUL,
dargestellt und diskutiert werden.
Im weiteren Verlauf der Analyse wird folgendermaßen vorgegangen: In Abschnitt 2 wird das
Modell aufgestellt. Abschnitt 3 beschreibt den Steady State. In Abschnitt 4 werden
Konjunkturzyklen eingeführt. Abschnitt 5 untersucht das zyklische Verhalten von
Produktivitätswachstum. In Abschnitt 6 wird der Effekt der Frequenz und Schwingungsweite von Schwankungen auf das langfristige Wachstum untersucht. Abschnitt 7 schließt mit einer
kritischen Zusammenfassung

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Modell

2.1. Der Gütermarkt

2.2. Bestimmung des Produktivitätswachstums auf Unternehmensebene

2.3. Markteintritt, Marktaustritt und das Gütermarktgleichgewicht

3. Der Steady State

4. Die Einführung ökonomischer Schwankungen

4.1. Welt 1

4.2. Welt 2

5. Zyklisches Verhalten produktivitätssteigernder Aktivitäten

5.1. Welt 1

5.2. Welt 2

6. Der Effekt ökonomischer Schwankungen auf das langristige Wachstum

6.1. Welt 1

6.2. Welt 2

7. Schlussbetrachtung

8. Literaturverzeichnis

A. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die kausale Beziehung zwischen Konjunkturzyklen und langfristigem Produktivitätswachstum basierend auf einem theoretischen Modell von Aghion und Saint-Paul (1998). Dabei wird analysiert, wie sich ökonomische Schwankungen in zwei unterschiedlichen, theoretischen Welten auf die Investitionsentscheidungen in produktivitätssteigernde Aktivitäten auswirken.

  • Analyse des Zusammenhangs zwischen Konjunkturzyklen und langfristigem Wachstum.
  • Untersuchung der antizyklischen oder prozyklischen Natur produktivitätssteigernder Aktivitäten.
  • Einfluss der Struktur ökonomischer Schwankungen (Frequenz, Schwingungsweite) auf die durchschnittliche Wachstumsrate.
  • Differenzierung zwischen zwei Modellwelten basierend auf Anpassungskosten und deren Auswirkung auf die laufende Produktion.
  • Diskussion des sogenannten „exit effects“ bei Markteintritten und -austritten.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

In der Wissenschaft wurde schon vor einiger Zeit erkannt, dass Produktivitätswachstum und Konjunkturzyklen eng miteinander in Verbindung stehen. Trotzdem wurden in der Vergangenheit beide Phänomene getrennt voneinander untersucht.

Die Real Business Cycle- Literatur der achtziger Jahre sieht in Produktivitäts- Schocks eine der wesentlichen Triebkräfte für zyklische Schwankungen. Diese Entwicklung stellt die traditionelle Trennung von Trends und Zyklen durch die makroökonomische Theorie in Frage und schlägt eine Rückkehr zur Schumpeter´schen Sicht vor, in der Wachstum und Zyklen als zusammenhängende Phänomene betrachtet werden.

Das im folgenden untersuchte Modell von P. AGHION und G. SAINT- PAUL (1998) untersucht die Auswirkungen von Konjunkturzyklen auf das langfristige Wachstum unter zwei Annahmebündeln bzw. in zwei unterschiedlichen Welten. In Welt 1 (Annahmebündel 1) wirkt eine Steigerung der Produktivität durch produktivitätssteigernde Aktivitäten restriktiv auf die laufende Produktion, während in Welt 2 (Annahmebündel 2) die Steigerung der Produktivität zwar Kosten verursacht, die aktuelle Produktion an sich aber nicht tangiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zur Thematik der Verbindung von Konjunkturzyklen und Produktivitätswachstum sowie Vorstellung des Modells von Aghion und Saint-Paul.

2. Das Modell: Theoretische Herleitung der ökonomischen Rahmenbedingungen, der Bestimmung des Produktivitätswachstums und der Marktmechanismen.

3. Der Steady State: Analyse des Gleichgewichtszustands der Ökonomie und Untersuchung der langfristigen Auswirkungen von Nachfrageveränderungen.

4. Die Einführung ökonomischer Schwankungen: Formalisierung der Konjunkturzyklen als Markov-Prozess und Darstellung der Auswirkungen in den beiden Modellwelten.

5. Zyklisches Verhalten produktivitätssteigernder Aktivitäten: Untersuchung, ob produktivitätssteigernde Aktivitäten prozyklisch oder antizyklisch in den jeweiligen Welten verlaufen.

6. Der Effekt ökonomischer Schwankungen auf das langristige Wachstum: Analyse der Einflüsse von Frequenz und Schwingungsweite der Konjunkturzyklen auf das Wachstum.

7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Diskussion der Modellergebnisse, ihrer Anwendbarkeit und kritische Würdigung der Voraussetzungen.

8. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.

A. Anhang: Mathematische Herleitungen der Behauptungen und Gleichungen.

Schlüsselwörter

Konjunkturzyklen, Produktivitätswachstum, Real Business Cycle, Aghion, Saint-Paul, Steady State, Rezession, Expansion, Innovationskosten, Marktaustritt, ökonomische Schwankungen, Gesamtfaktorproduktivität, intertemporale Substitution.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert theoretisch die Wechselwirkungen zwischen Konjunkturzyklen und dem langfristigen Produktivitätswachstum einer Ökonomie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen das Verhalten von Unternehmen bezüglich produktivitätssteigernder Investitionen während verschiedener Konjunkturphasen sowie die Effekte von Marktein- und -austritten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche kausale Beziehung zwischen Konjunkturzyklen und langfristigem Wachstum besteht und wie Frequenz sowie Schwingungsweite der Zyklen dieses beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine mathematische Modellanalyse unter zwei unterschiedlichen Annahmen (Welt 1 und Welt 2) durchgeführt, die auf dem Ansatz von Aghion und Saint-Paul basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Modellierung des Gütermarktes, die Bestimmung des Steady State, die formale Einführung der Konjunkturzyklen sowie die Analyse der zyklischen Investitionsentscheidungen und deren langfristiger Wachstumsfolgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Konjunkturzyklen, Produktivitätswachstum, Rezession, Expansion und intertemporale Substitution.

Was unterscheidet Welt 1 von Welt 2 im Modell?

In Welt 1 wirken Investitionen in Produktivitätssteigerung restriktiv auf die aktuelle Produktion (Anpassungskosten), während sie in Welt 2 keine Auswirkungen auf das laufende Output-Ziel haben.

Was besagt das im Modell diskutierte "Neutralitätsergebnis"?

Unter bestimmten Annahmen, insbesondere wenn Markteintrittskosten bei Austritt vollständig ausgeglichen werden, heben sich die Wachstums-Effekte von Rezessionen und Expansionen im Durchschnitt gegenseitig auf.

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Details

Title
Wachstumseffekte von Rezessionen
College
University of Constance  (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftstheorie)
Course
Seminar zu Arbeitsmarkt, Beschäftigung und Wachstum
Grade
2.0
Author
Tobias Krauss (Author)
Publication Year
2003
Pages
30
Catalog Number
V16216
ISBN (eBook)
9783638211277
Language
German
Tags
Wachstumseffekte Rezessionen Seminar Arbeitsmarkt Beschäftigung Wachstum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Krauss (Author), 2003, Wachstumseffekte von Rezessionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16216
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