Inhaltsverzeichnis
Seite
Einleitung 2
1. FAMILIE UND BILDUNG 3 - 5
1.1. Situation auf Korsika vor Napoleons Geburt 3
1.2. Napoleon in Frankreich - Bildungsweg 3 - 5
1.2.1. Ankunft in Frankreich und Charakterbildung 3/4
1.2.2. Militärhochschule und Tod des Vaters 4/5
2. SITUATION NACH DER FRANZÖSISCHEN REVOLUTION 6/7
2.1. Errungenschaften der Französischen Revolution 6
2.2. Jakobinerherrschaft 6
2.3. Direktorium 6/7
2.3.1. Fehler des Direktoriums 6/7
3. MACHTERGREIFUNG 8 - 13
3.1. Situation in Frankreich 8
3.1.1. Günstige Situation für Napoleon 8
3.1.2. Zusammenbruch der erfolglosen Regierung 8
3.2. Wichtige Personen: Sieyès 8/9
3.3. Frankreich war bereit für Napoleon - den Diplomaten 9/10
3.4. Wichtige Personen: Josephine 10
3.5. Wichtige Personen: Talleyrand und Fouché 10
3.6. Überzeugungen 11
3.7. Ein fast missglückter Staatsstreich 11 - 13
3.7.1. Der 18. Brumaire 11/12
3.7.2. Der 19. Brumaire 12/13
3.8. Wichtige Personen: Lucien 13
4. NAPOLEONS FRANKREICH 14/15
4.1. Napoleons Errungenschaften und Veränderungen 14/15
4.1.1. Hat Napoleon sein Versprechen gehalten? 15
Schluss 16
Quellen 17
1
Einleitung
In meiner Hausarbeit erläutere ich Napoleons Werdegang angefangen bei seinem ehrgeizigen Elternhaus über die Erziehung in einer Eliteschule bis zum Zusammentreffen mit Emmanuel Joseph Sieyès - einem Mann, mit dem Napoleon
Ich blicke zurück bis in seine Kindheit, weil meiner Meinung nach schon hier ein wichtiges Fundament für seinen Werdegang gelegt wurde. Sein ambitionierter Vater kämpfte für seine Kinder und ebnete besonders Napoleon den Weg zu einer politischen Laufbahn.
große Rolle, sie soll deshalb kurz skizziert werden.
Der dritte Teil befasst sich mit der chronologischen Abfolge des Staatsstreiches. Hier erkläre ich auch, welche Personen aus welchen Gründen besonders großen Anteil am Gelingen des Streiches haben. Vor allem Napoleons diplomatische Haltung und Sieyès detaillierte Planung halfen ihm seine Umgebung positiv gestimmt zu halten. Auch das Wohlwollen und die Akzeptanz durch das Volk war von großer Bedeutung. Napoleon erarbeitete sich diese Stellung durch die Realisierung vom Volk schon lange erwarteter sozialer und wirtschaftlicher Verbesserungen.
2
1. FAMILIE UND BILDUNG
1.1. Situation auf Korsika vor Napoleons Geburt
Die Insel Korsika wurde 1768 durch Ludwig den XV. dem französischen Königreich einverleibt.
Napoleon wurde ein Jahr später in Korsikas Hauptstadt Ajaccio geboren. Seine Vorfahren waren die Buonapartes aus der Toskana in Italien. Da es im 16. Jahrhundert in Florenz Unruhen gab, kamen sie nach Ajaccio. Es waren gelehrte Leute, die das Schreiberhandwerk beherrschten. Bis Ende des 17. Jahrhunderts gab es Beziehungen zwischen dem korsischen und dem toskanischen Familienzweig. Seine Mutter, Letizia Ramolino, wurde als Dreizehnjährige mit dem Achtzehnjährigem Charles Bonaparte verheiratet. Sie bekam acht Kinder. Davon war Napoleon der Zweitälteste.
Sein Vater, Charles-Marie Bonaparte, war ein armer, kinderreicher Edelmann. Er war von Beruf Anwalt. Die Familie lebte bescheiden vom Ertrag einiger Ländereien. Man hoffte auf die Erbschaft von Onkel Lucien. Im Jahre 1776 reichte Charles einen Bedürftigkeitsnachweis ein. Er gab darin an, nicht die Mittel zu haben, um seine Söhne auszubilden.
Er kämpfte für die Freiheit Korsikas gegen die Franzosen beziehungsweise die Soldaten des Compte de Vaux. Im Mai 1769 erlitten die Korsen eine entscheidende Niederlage in Ponte Nuevo. Das Volk flüchtete daraufhin in die Berge. Kurz vor Napoleons Geburt folgte Letizia Charles dorthin. Der Compte de Vaux gewährte den korsischen Flüchtlingen Amnestie. Kurz darauf kehrten sie zurück nach Ajaccio. Zu der Zeit hätte Charles gern Widerstand geleistet und die Jugend zur Auflehnung begeistert. Doch Frankreich bot schnell die Versöhnung an. Die Bonapartes änderten ihre Haltung und gehörten bald der französischer Partei an. Zuletzt schloss sich auch Charles der neuen Besatzungsmacht Frankreich an. In dieser Zeit wurde Napoleon geboren.
Charles war ein unermüdlicher und geschickter Bittsteller. Auch war vorteilhaft für erhielt die gewünschten Stipendien für seine Kinder. Napoleon soll als Kind wild und mutwillig gewesen sein und gern mit Soldaten gespielt haben. Außerdem konnte er gut rechnen, war lebenslustig, nachdenklich, intelligentes Kind. 1
1.2. Napoleon in Frankreich - Bildungsweg
1.2.1. Ankunft in Frankreich und Charakterbildung
Im Jahre 1778 - Napoleon war gerade neun Jahre alt - wurde er nach Frankreich geschickt. Dort blieb er ununterbrochen bis zu seinem siebzehntem Lebensjahr. Bei seiner Ankunft sprach er nur Korsisch.
Durch seinen langen Aufenthalt in Frankreich verinnerlichte er die Traditionen des alten Frankreichs. Er war Zögling des Königs und bekam somit die französische Erziehung. Er hatte auch Umgang mit jungen Leuten von guter Herkunft. Deren
1 Bainville, Jaques: Napoleon (1950), S. 1-6
3
Eltern hatten geistige und militärische Führungspositionen inne. Napoleon wurde
unwillkürlich die französischen Ideen in sich auf.
Nach vier Monaten im Collège von Autun, kam er in die königliche Militärschule in Brienne. Als sich Napoleon von seinem Bruder Joseph verabschiedete, soll er nur eine Träne vergossen haben. Darin lag nach Abbé Simon jedoch besonders viel Schmerz. Der Abbé interpretierte starke Selbstbeherrschung in Napoleon, die von einem besonders starken Charakter und viel Willensstärke zeuge. Den Lehrplan für die Militärschule hatte der Kriegsminister Saint-Germain selbst entworfen. Auf dem Plan standen unter anderem Deutsch, Latein, außerdem eine Sprache für militärische Zwecke und Musik und Tanz. Napoleon war in der Schule mit adligen Kindern aus vielen Regionen Frankreichs zusammen, wie Bretonen, Lothringern und Elsässern. Durch diese Nähe lernte er Frankreich zu verstehen und
Schule. Er wurde wegen seines Namens und seines Akzents geneckt. Man sah ihn als sonderbaren, verrückten Träumer. Fern von den Seinen und in diesem kalten Klima fühlte er sich nicht sehr wohl. Aber letztendlich machten ihn die Hänseleien sogar stark. Napoleon betonte mit Stolz sein Korsentum. Er war ein wilder und energiegeladener Korse. Er war Republikaner und Pasquale Paoli, der gegen die Franzosen gekämpft hatte, war sein Held. 2
In der Schule soll er einmal zu Bourienne, einem Kameraden, der später sein Sekre
3 Aber Jahre später trug er seinen Kameraden und Lehrern nichts nach, sondern erwies ihnen sogar seine Gunst, indem er ihnen beispielsweise eine gute Position verschaffte.
Während seiner Schulzeit entwickelte er sich vom kleinen, verschlossenen, sonderbaren und mürrischen Korsen zum von Schülern und Lehrern wegen seines Charakters besonders geachteten Menschen. Er war kein Musterschüler, sondern er lernte vielmehr für sich selbst und las begierig Geographie- und Geschichtsbücher. Aus diesem Grund hatte er tiefe Kenntnisse in vielen Bereichen und viele Ideen. Das förderte seine Einbildungskraft. Er war offen für alles. Im Alter von 20 Jahren war er
1.2.2. Militärhochschule und Tod des Vaters
Weil er nicht zur Militärhochschule zugelassen wurde, sollte er zur Marine. Da seine Mutter zu große Angst davor hatte, ihn zur Marine gehen zu sehen, wartete er noch ein Jahr. Dann wurde er doch als Artillerist zum adligen Kadettenkorps der Ecole Militaire in Paris zugelassen. Besonders seine guten Mathematiknoten hatten ihm dabei geholfen. Napoleon verdankte somit der königlichen Armee sein fundiertes Wissen.
In Paris wurde er mit Widersprüchen konfrontiert. Er kannte die korsische Einfachheit. Die Kriegsschule dagegen hatte ein sehr komfortables und pompöses Gebäude. Ihm wurde damit schon früh gezeigt, dass Frankreich ein mächtiges Land war.
2 Bainville, Jaques: Napoleon (1950), S. 6-9
3 Bainville, Jaques: Napoleon (1950), S. 10
4
Arbeit zitieren:
Antje Lempart, 2003, Napoleons Weg an die Spitze Frankreichs, München, GRIN Verlag GmbH
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