Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2.
2
2
4
2.2.1. Akute 4
5
6
2.4. Gesundheitsverhalten 7
3. Theo 9
3.1. Definition von Kindern und Jugendlichen. 9
3.2. Definition von sozialer 9
10
3.4. Theoretische Modelle 13
14
k örperlich-sportliche Aktivität 15
5. Projekte und Ansätze von Interventionsmöglichkeiten körperlich-sportliche
16
5.1. Übersicht 16
5.2. Bewertung der Modelle guter Praxis 17
18
7. Anhang 20
32
Inhaltsverzeichnis
Verzeichnis der Abbildungen
Abb. 1 Altersspezifische Mortalitätsrate (alle Todesursachen, pro 1.000) und absolute
Todesf älle in der Altersgruppe der 15-20-jährigen Jugendlichen 3
Abb. 2 Sterbefälle 2002 2006 (V01-Y98) nach Alter (15-20) und Geschlecht in 4
Anhang Aktuelles Rauchverhalten bei 14-17-jährigen Jugendlichen 26
A-Abb.1
Anhang Regelmäßiger Alkoholkonsum (mindestens einmal pro Woche) bei 14-17-
A -Abb.2 jährigen Jugendlichen
27
Anhang 12-Monats-Prävalenz des Drogenkonsums (Haschisch- und Marihuanakonsum)
A -Abb.3 bei 14-17-jährigen Jugendlichen
28
Anhang Häufigkeit körperlich-sportlicher Aktivität bei 14-bis 17-jährigen Jungendlichen 29
A-Abb.4
Anhang Modelle über den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und
B -Abb.1 Gesundheit in der Kindheit und Jugend
31
Verzeichnis der Tabellen
Tab. 1 Übersicht der relevanten Aspekte von sozialer Ungleichheit und Gesundheit bei
Jugendlichen im Alter von 14-17 Jahren in Deutschland 11
Tab. 2 Übersicht von Modellen guter Praxis für den Bereich körperlich-sportliche
Aktivit ät 17
Tab. 3 Bewertung der Modelle guter Praxis für den Bereich körperlich-sportliche
Aktivit ät 17
Anhang Todesursachen Sterbefälle 2002-2006 nach ausgewählten Todesursachen,
A -Tab.1 Altersgruppe (15-20) und Geschlecht in Prozent von allen Todesursachen
20
Anhang Verhältnis der vertikalen- zur horizontalen sozialen Ungleichheit in Bezug auf
B -Tab.1 die Gesundheit der Jugendlichen in Deutschland
30
Soziale Ungleichheit und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Altersgruppe
1. Einleitung
Mit der ersten umfassenden Datenlagen (KIGGS-Studie 1 ) zur gesundheitlichen Situation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland, ergibt sich die Möglichkeit, besonders belastete Bevölkerungsgruppen so exakt wie noch nie zuvor zu beschreiben und den Wissenstand nutzen zu können, um Handlungsfelder zu identifizieren und zielgruppenspezifische
Interventionsmaßnahmen in die gesundheitliche Versorgung zu integrieren. Aus Public-Health-Perspektive bietet es sich deshalb an, einzelne Altersgruppen getrennt voneinander nach ihrer sozialen Ungleichheit zu untersuchen und Handlungsempfehlungen für die Zukunft zu verfassen.
Inwieweit die aktuellen Modelle guter Praxis in Bezug auf die neuen Erkenntnisse der sozialen Ungleichheiten eingehen, soll exemplarisch anhand eines Beispiels
für die Altersgruppe der 14- bis 17-jährigen Jugendlichen 2 zum Gesundheitsverhalten der körperlich-sportlichen Aktivität dargestellt und diskutiert werden.
Hierzu wird im zweiten Kapitel ein umfassender Überblick der epidemiologischen Daten der Altersgruppe und deren vorherrschenden sozialen Ungleichheiten aufgezeigt. Im Anschluss (Kap. 3) wird der theoretische Hintergrund und der Stand der Forschung anhand von definitorischen Grundlagen, den relevanten sozialen Ungleichheiten, sowie den aktuell diskutierten Modellen zur gesundheitlichen Ungleichheit vorgestellt. Im vierten Kapitel werden der Handlungsbedarf und die Gesundheitsziele zum oben genannten Beispiel dargelegt und Modelle guter Praxis zum hier behandelten Handlungsfeld kurz vorgestellt und bewertet (Kap. 5). Abschließend werden aus Public-Health-Perspektive die Ergebnisse (Kap. 6), denkbare Forschungsfelder für die Zukunft, sowie ein eigens konzipiertes vergleichendes Kennzahlenmodell kritisch diskutiert.
1 Siehe hierzu auch: http://www.kiggs.de/index.html.
2 Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird innerhalb der Arbeit ausschließlich die männliche Form verwendet.
1
Soziale Ungleichheit und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Altersgruppe
2. Epidemiologische Grundlagen
Die nachfolgenden epidemiologischen Daten werden für die Altersgruppe der 14-17-jährigen Jugendlichen in den folgenden vier Kategorien getrennt voneinander dargestellt und besonders vulnerable Gruppen herausgestellt:
Die Einteilung in die vier Kategorien zur genaueren Beschreibung der Mortalität, Morbidität und dem Gesundheitsverhalten erfolgt in Anlehnung an die Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KIGGS), dessen Durchführung von März 2003 bis Mai 2006 stattgefunden hat.
2.1. Mortalität und Todesursachen 3
Im Jahr 2006 sind insgesamt 1.498 Jugendliche in der Altersgruppe von 15-20 Jahren verstorben, wovon insbesondere männliche Jugendliche (1.044) betroffen waren. Die altersspezifische Mortalitätsrate (alle Todesursachen pro 1.000) betrug 2006 0,31 (m: 0,22; w: 0,09) (Statistisches Bundesamt 2007c). Verglichen mit der altersspezifischen Mortalitätsrate von 0,42 aus dem Jahre 2002, hat sich die Mortalität in Bezug auf die jeweilige altersspezifische Bevölkerung kontinuierlich verringert (Abb.1). Dies lässt sich vor allem bei den männlichen Jugendlichen erkennen (2002: 1407 vs. 2006: 1044).
Bei den altersspezifischen Todesursachen für das Jahr 2006 stehen, sowohl bei den männlichen als auch bei den weiblichen Jugendlichen, an erster Stelle
3 Die Angaben zur Mortalität sowie zu den Todesursachen beziehen sich auf die Altersgruppe der 15-20- jährigen Jugendlichen (Statistisches Bundesamt 2007c).
2
Soziale Ungleichheit und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Altersgruppe
5 (10,6%). An dritter Stelle stehen bei den weiblichen 6 und bei den 7
(Statistisches Bundesamt 2007c).
Abbildung 1: Altersspezifische Mortalitätsrate (alle Todesursachen, pro 1.000) und absolute
Todesfälle in der Altersgruppe der 15-20-jährigen Jugendlichen. Eigene Darstellung
(Statistisches Bundesamt 2004, 2005a, 2005b, 2007b, 2007c).
ät und
it 37,8% die Transportmittelunfälle und mit
13,5% die vorsätzlichen Selbstbeschädigungen, die mit Abstand die häufigsten
Todesursachen der Altersgruppe von 15-20 Jahren darstellen 8 . Auch hier sind die männlichen gegenüber den weiblichen Jugendlichen zahlreicher betroffen. Insgesamt lässt sich im historischen Verlauf jedoch ein geringer Rücklauf der Sterbefälle aufgrund der ICD-10 klassifizierten Fälle von V01-Y98 erkennen (Abb.2) (Statistisches Bundesamt 2007c).
4 ICD-10: V01-Y98 (Statistisches Bundesamt 2007c).
5 ICD-10: C00-D48 (Statistisches Bundesamt 2007c).
6 ICD-10: I00-I99 (Statistisches Bundesamt 2007c). 7 ICD-10: G00-G99 (Statistisches Bundesamt 2007c).
8 Zur genaueren Übersicht siehe hierzu Anhang A Tabelle 1.
3
Soziale Ungleichheit und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Altersgruppe
Abbildung 2: Sterbefälle 2002 2006 (V01-Y98) nach Alter (15-20) und Geschlecht in %. Eigene Darstellung (Statistisches Bundesamt 2004, 2005a, 2005b, 2007b, 2007c).
2.2. Körperliche Gesundheit
Um die körperliche Gesundheit der Jugendlichen im Alter von 14-17 Jahren darzustellen, werden die nachfolgenden epidemiologischen Daten differenziert in den zwei Akute (Kap. 2.2.1.), (Kap. 2.2.2.) vorgestellt. Die
Unterscheidung der beiden Unterkategorien soll im weiterführenden Kapitel 3 zur besseren Übersicht der sozialen Ungleichheit beitragen, um mögliche vulnerable Gruppen, sowie akut- oder chronische Erkrankungen hervorzuheben.
2.2.1. Akute Erkrankungen und Verletzungen
Die akuten Erkrankungen und Verletzungen werden mittels der epidemiologischen Daten zu den vollstationären Krankenhausaufenthalten, den in den letzten 12 Monaten vom Arzt behandelten Verletzungen, den Verkehrsunfällen und den akuten Erkrankungen aufbereitet.
Im Alter von 15-20 Jahren sind im Jahr 2006 rund 19,9% der vollstationären Krankenhausaufenthalte aufgrund von Verletzungen und Unfällen registriert worden. Hiervon sind etwa 66,1% auf männliche Jugendliche zurückzuführen. Insgesamt sind 496.819 vollstationäre Patienten in der Altersgruppe aufgenommen worden, was einen Anteil von 2,9% der gesamten vollstationären Krankenhauspatienten ausgemacht hat (Statistisches Bundesamt 2008).
Bei Behandlungen, die in den letzten 12 Monaten durch einen Arzt durchgeführt
4
Soziale Ungleichheit und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Altersgruppe
Jahren zurückzuführen. Auch hier sind die männlichen Jugendlichen signifikant häufiger betroffen (19,9%) als die weiblichen Jugendlichen (13,6%) (Kahl et al. 2007).
Zu den Unfällen gehört auch die Unterkategorie der Verkehrsunfälle (8,3% 10 ), von denen sowohl männliche, als auch weibliche Jugendliche mit niedrigerem soziökonomischem Status signifikant häufiger betroffen sind. Außerdem weisen weibliche Verkehrsunfallteilnehmer eine höhere Migrationszugehörigkeit auf als ihre männlichen Verkehrsunfallteilnehmer (Kahl et al. 2007).
Die grippalen Infekte stellen mit 85,9% den größten Anteil der akuten Erkrankungen der betroffenen Jugendlichen in der Altersgruppe von 15-17 Jahren dar (Kamtsiuris et al. 2007). In erster Linie sind hiervon Nicht-Migranten und Jugendliche mit einem niedrigen sozioökonomischen Status signifikant affektiert (Kamtsiuris et al. 2007). Magen-Darm-Infekte haben mit 34,6% den zweitgrößten Anteil an den akuten Erkrankungen. Von ihnen sind durchschnittlich mehr Westdeutsche, Nicht-Migranten und Jugendliche mit einem gehobenen sozioökonomischen Status tangiert (Kamtsiuris et al. 2007). 19,2% der Altersgruppe hatte eine Angina, die im Durchschnitt mehr bei weiblichen Jugendlichen, Jugendlichen mit einem niedrigen sozioökonomischen Status und bei Migranten vorzufinden waren (Kamtsiuris et al. 2007).
2.2.2. Chronische Erkrankungen
Nachfolgend werden die epidemiologischen Grunddaten von Übergewicht, Adipositas und den primär, prävalenten allergischen Erkrankungen im Bereich der chronischen Erkrankungen vorgestellt.
Jugendliche im Alter von 14-17 Jahren leiden im Durchschnitt mit 8,6% an Übergewicht und mit 8,5% an Adipositas, wobei kein fundamentaler geschlechtsspezifischer Unterschied zu erkennen ist (Klocke & Lampert 2005;
9 Unfälle stellen eine Unterkategorie der Verletzungen dar.
10 Die prozentuale Angabe bezieht sich jedoch auf die Altersgruppe der 1-bis 17-Jährigen (Kahl et al. 2007).
5
Arbeit zitieren:
B.A. PH Sebastian Sauer, 2008, Soziale Ungleichheit und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Altersgruppe 14-17 Jahren in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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