Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2.
2
2.1. (Internet - 2
2.2. Gesundheitskommunikation. 2
2.3. Theoretische Modellannahmen zur Medien- und Internetnutzung im
3
3.
5
6
3.2. Typ-2- 7
3.3. Herz-Kreislauf-Krankheiten. 8
9
3.5. 10
4. Statistische Kennzahlen zur (gesundheitsbezogenen) Internetnutzung der
10
4.1. On- 11
4.2. Vulnerable Gruppen von On- und Offliner der Personengruppe 50 12
4.3. Wissenschaftlicher Forschungsstand zur gesundheitsbezogenen Internetnutzung. 12
14
15
7. Anhang 18
24
Inhaltsverzeichnis
Verzeichnis der Abbildungen
Abb. 1 Prävalenz von Übergewicht und Adipositas nach Alter und Geschlecht 6
Pr ävalenz von Übergewicht und Adipositas nach Schulbildung, Alter und
Abb. 2
Geschlecht 7
Pr ävalenz des Diabetes mellitus nach Altersgruppen und Geschlecht für die 18- 7
Abb. 3
bis 79-jährigen
Anzahl der im Jahr 2002 aus dem Krankenhaus entlassenen vollstationären
Abb. 4
Patienten mit zerebrovaskulären Krankheiten nach Alter und Geschlecht
8
Sch ätzung der altersspezifischen Inzidenz in Deutschland 2004, ICD 10 C00-97
Abb. 5
ohne C44. Neuerkrankungen pro 100.000 nach Alter und Geschlecht
9
Anhang
Abb.1 Altersverteilung Deutschland 2009 Variante 1-W1 in 1.000
18
Anhang
Abb.2 Altersverteilung Deutschland 2025 Variante 1-W1 in 1.000
18
Anhang
Abb.3 Altersverteilung Deutschland 2050 Variante 1-W1 in 1.000
19
Anhang Anteil der Bevölkerung von 65 und mehr Jahren an der Gesamtbevölkerung
Abb.4 2005 in Prozent
19
Anhang Internetnutzung und -planung der On-, Offliner und Nutzungsplaner nach Alter
Abb.5 in den Jahren 2001 bis 2008
20
Anhang
Abb.6 Altersspezifische Internetnutzung des Jahres 2008
20
Anhang Onliner der Personengruppe 50 differenziert nach Bundesländern in
Abb.7 Abhängigkeit vom Bundesdurchschnitt
21
Anhang
Abb.8 Internetnutzung der Personengruppe 50 nach Alter und Geschlecht 2008
21
Anhang
Abb.9 Internetnutzung der Personengruppe 50 nach Alter und Bildung 2008
22
Anhang
Abb.10 Etablierte e-Health Internetnutzer 2007 nach Bundesländern differenziert
22
Inhaltsverzeichnis
Verzeichnis der Tabellen
Tab. 1 Kurzübersicht der Vor- und Nachteile einer internetbasierten
Gesundheitsinformation für den Patienten 14
Anhang Relativer Prozentpunktezuwachs der Onliner von 2001 bis 2008 differenziert
Tab.1 nach Altersgruppen
22
Anhang
Tab.2 Versorgung mit Gesundheitsinformationen von Freunden und Angehörigen
23
Ist das Internet eine geeignete Kommunikationsform für ältere Patienten in
1. Einleitung
In der wissenschaftlichen Literatur wird immer mehr davon gesprochen, dass Patienten 1 gesundheitsbezogene Internetinformationen zur ärztlichen Konsultation mitbringen (vgl. Kaltenborn 2001). Inwieweit sich die Kommunikationsform Internet eignet, um speziell die ältere Patientengruppe über chronische Erkrankungen zu informieren, stellt in anbetracht der demographischen Entwicklung (vgl. Statistisches Bundesamt 2006) aus Public-Health-Perspektive eine wichtige Fragestellung für die zukünftige gesundheitliche Versorgungssituation in Deutschland dar.
Inwieweit die Grundvoraussetzungen zu einer gesundheitsbezogenen Internetnutzung innerhalb der Personengruppe 50+ in Deutschland vorliegen, soll anhand der Faktoren zur sozialen Ungleichheit und den bekannten statistischen Kennzahlen zur Internetnutzung exemplarisch für die nicht übertragbaren chronischen Erkrankungen Adipositas, Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs mittels des aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstandes diskutiert werden.
Hierzu werden im zweiten Kapitel definitorische Grundlagenbegriffe, sowie theoretische Grundlagenmodelle zur Medien- und Internetnutzung im Krankheitsfall vorgestellt. Im Anschluss (Kapitel drei) werden epidemiologische Grunddaten und vulnerable Gruppen der sozialen Ungleichheit, der hier zu untersuchenden chronischen Erkrankungen aufgezeigt. Das viertel Kapitel stellt statistische Kennzahlen zur Internetnutzung und den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand zur gesundheitsbezogenen Internetnutzung der Personengruppe 50+ dar. Mögliche Vor-und Nachteile von internetbasierten
Gesundheitsinformationen werden zum Überblick im fünften Kapitel tabellarisch aufgelistet, um abschließend im sechsten Kapitel die hier vorgestellten Ergebnisse kritisch zu diskutieren und um einen potentiellen Forschungsbedarf, der einen Einfluss auf die gesundheitliche Versorgungssituation in Deutschland haben könnte, aufzuzeigen.
1
Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird innerhalb der Arbeit ausschließlich die
männliche Form verwendet.
1
Ist das Internet eine geeignete Kommunikationsform für ältere Patienten in
2. Definitorische Grundlagen
In den nachfolgenden Unterkapiteln werden die notwendigen definitorischen Grundlagen determiniert, sodass innerhalb dieser Forschungsfrage ein einheitliches Begriffsverständnis geschaffen wird.
2.1. (Internet ) Kommunikation und Information
(Neverla et al. 2007, S. 25). Sender und
Rezipient sind hierbei aktiv und intentional beteiligt und können grundsätzlich beide Kommunikationsformen annehmen. Ziel ist es, sich gegenseitig auszutauschen, zu vermitteln und zu verstehen (vgl. Neverla et al. 2007). In der optimalen Gesprächssituation stehen sich paritätische Partner persönlich gegenüber. Das Internet 2 stellt folglich keine Kommunikationssituation dar,
zeitlich, räumlich u 2007, S. 25).
Die Information hingegen stellt keinen Handlungsprozess dar, sondern ist
(Neverla et al. 2007, S. 26).
2.2. Gesundheitskommunikation 4
(Neverla et al. 2007, S. 20). Es beinhaltet alle Informations- und
2 Das Internet wird auch als Hybridmedium bezeichnet (vgl. Höflich 1997).
3 Ob Mitteilungen Informationen enthalten, des
Betrachters, nämlich von dessen Wissenstand und Wissensb
26).
4 Das Forschung etablierte sich in den 1970er Jahren im
nordamerikanischen Raum auf die praxisorientierte
Analyse der Arzt-Patienten-(Neverla et al. 2007, S. 21).
2
Ist das Internet eine geeignete Kommunikationsform für ältere Patienten in
Kommunikationsformen, sowohl medialer 5 als auch interpersonaler 6 Art. Neuere Definitionen der Gesundheitskommunikation schließen die Ebenen der Gruppen-und Organisationkommunikation, sowie die gesellschaftliche Kommunikation mit ein (vgl. Neverla et al. 2007). Nach Hurrelmann und Leppin (2001) bezeichnet die Gesundheitskommunikation demnach
zwischen Menschen, die als professionelle Dienstleister oder Patienten/Klienten in den gesundheitlichen Versorgungsprozess einbezogen sind, und/oder als Bürgerinnen und Bürger an Fragen von Gesundheit und Krankheit und öffentlicher Gesundheitspolitik interessiert sind. Dieser Austausch kann direktpersonal, wie in der Arzt-Patienten-Interaktion oder in einer Interaktion unter
Leppin 2001, S. 11).
2.3. Theoretische Modellannahmen zur Medien- und Internetnutzung im Krankheitsfall
Mediennutzung ist modellhaft als sinnkonstituierendes Handeln zu verstehen (vgl.
Alltagspraxis und als Form ihres sozialen Handelns, das wie jedes menschliche Handeln im Prinzip intentional und sinnhaft geschieht (Neverla et al. 2007, S. 27). Korrespondierend mit ihrer sozialen Lage und individuellen Befindlichkeit entscheiden sie selbst 7 über Art, Umfang, Zielsetzung und Sinnhaftigkeit ihrer Mediennutzung (Neverla et al. 2007).
Die theoretischen Modellannahmen zur Medien- und Internetnutzung im Krankheitsfall sind stark restriktiv,
beliebige und zufallsgenerierte Auswahl aus dem breiten Spektrum des Medien noch um Unterhaltung ( )
geht. Deshalb handelt es sich bei der Medien- und Internetnutzung im
5
Zum Beispiel medizinische Fachbücher, Fachzeitschriften und allgemeine Massenmedien
wie das Internet (vgl. Neverla et al. 2007).
6
Zum Beispiel Arzt-Patienten-Gespräche (face-to-face) (vgl. Beom 2002; Neverla et al.
2007).
7
Entspricht dem Regefall für freie Individuen in der modernen Gesellschaft (vgl. Neverla et
al. 2007).
3
Ist das Internet eine geeignete Kommunikationsform für ältere Patienten in
Krankheitsfall Menschen
Medienangebote nutzen bzw. nutzen wollen und nutzen können, die für ihre Krankheit relevant 8 Demzufolge muss sich die
Deutung des Informations- und Kommunikationshandelns im Krankheitsfall auf einen rezipientenzentrierten und nicht auf einen medienzentrierten theoretischen Ansatz fokussieren (vgl. Neverla et al. 2007).
Wenn sich Rezipienten den Medien zuwenden, wird dies wie zuvor beschriebenen als intentionales Handeln verstanden (vgl. Neverla et al. 2007). Als Ausgangslage erscheinen Konzepte der Informationssuche (vgl. Atkin 1973; Buchwalder 2001), die sich nicht nur auf die rationale Auswahl und Verarbeitung rein sachlicher Informationen konzentrieren, sondern auch emotionale Komponenten umfassen, im Vorteil gegenüber dem Uses-and-Gratifications-Approach 9 , der die Bedürfnislage der Rezipienten zum Ausgangpunkt macht (vgl. Bonfadelli 1999). Das umfassendste prozessuale Verlaufsmodell zur Informationssuche bei der Medien- - ationaler Ansatz des
2007, S.29) nach Dervin (1998). Nach der Grundidee Dervins (1998) ist die Mediennutzung als eine situative Problemlösung und Suche nach Sinnhaftigkeit zu verstehen. Sobald Wissenslücken bestehen, versucht der Rezipient diese unter
zu lösen. Letztlich entsteht aus dieser Annahme heraus ein Dialog zwischen Informationssuchenden und den jeweilig relevanten Informationsanbietern auf medialer oder interpersonaler Ebene (vgl. Neverla et al. 2007).
Die reellen Informations- und Kommunikationsabläufe im Krankheitsfall lassen sich in Bezug auf die zu untersuchende Fragestellung dieser Arbeit am
hnson & Meischke (1993) untersuchen. In dem von Johnson & Meischke (1993) konzipierten Modell bilden die Merkmalsfaktoren auf Seiten der Rezipienten wie auch die Merkmalszuschreibungen auf Seiten der Medien das
8
Die Nutzer haben einen Neuigkeits- und Nutzwert, der Unsicherheiten reduziert oder
einen Informationsgewinn, der die Möglichkeit zur interpersonalen Kommunikation bietet
(vgl. Neverla et al. 2007).
9
Nach Bonfadelli (1999) weist der Uses-and-Gratifications-Ansatz empirisch ungenügend
geklärte Komponenten der Bedürfnisse und ihrer Befriedigung durch die Medien auf.
4
Arbeit zitieren:
Sebastian Sauer, 2009, Internet, eine geeignete Kommunikationsform für ältere Patienten in Deutschland, um über chronische Erkrankungen zu informieren?, München, GRIN Verlag GmbH
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