INHALTSVERZEICHNIS
Inhalt Seite
1. Einleitung 2
2. Definition des Begriffes „Angst“ 2
3. Entstehung von Angst 3
3.1 Angstauslöser 4
3.1.1 Sturzgefahr 4
3.1.2 Unbekanntes 5
3.1.3 Orientierungsschwierigkeiten 5
3.1.4 Laute Geräusche 5
3.1.5 Schmerz 5
4. Angstentwicklung im Sportunterricht 5
4.1 Leistungs- und Konkurrenzsituation 6
4.2 Prüfungs- und Zensurenangst 6
4.3 Angst vor Misserfolg 7
4.4 Angst vor körperlicher Verletzung 7
4.5 Angst vor der Blamage 7
5. Symptome von Angst 7
5.1 Organische Symptome 8
5.2 Motorische Symptome 8
5.3 Verhaltensmerkmale 8
6. Angstreduktion durch Selbst- und Fremdregulation 9
7. Literatur 11
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1. Einleitung
Situationen, in denen Angst bei Schülern eine Rolle spielt, sind im Sportunterricht fast an der Tagesordnung. Und nicht nur dort, Bandelow schreibt in seinem Angstbuch:
„Angst ist allgegenwärtig. Sie bestimmt, ob wir verzagte oder mutige, strebsame oder untätige,
nachgiebige oder durchsetzungsfähige, liebenswürdige oder streitbare, disziplinierte oder nachlässige,
humorvolle oder ernste, fröhliche oder niedergeschlagene, charmante oder unhöfliche, nachdenkliche
oder sorglose Menschen werden.“ (Bandelow, 2004, S. 18). Angst ist also ein bedeutendes Thema, dass insbesondere in seiner Form im Sportunterricht nicht zu unterschätzen ist.
In den folgenden Kapiteln soll geklärt werden, wie der Begriff Angst zu definieren ist, worin die Ursachen für Angst liegen und was sie auslösen kann (primäre Angstauslöser), unter welchen Symptomen Angst im Sport zu erkennen ist und schließlich welche Möglichkeiten der Lehrer hat, die Angst seiner Schüler zu reduzieren beziehungsweise abzubauen, aber auch welche Möglichkeiten der Schüler selbst hat, seine Ängste zu überwinden.
2. Definition des Begriffes „Angst“
Um das Thema „Angst im Sport“ und eventuelle Lösungsmöglichkeiten im Umgang mit solchen Situationen zu beleuchten, muss zunächst geklärt werden, wie der Begriff Angst definiert wird. Dies scheint jedoch nicht so einfach zu sein, denn Boisen stellt dazu fest:
„Es gibt weder eine einheitliche Theorie über das Entstehen von Angst noch eine allgemein
akzeptierte Definition oder Abgrenzung des Begriffes“ (Boisen, 1975, S. 6). Ähnlich sieht es Vormbrock:
„Angst als psychologischer Forschungsgegenstand wird jeweils theoriegebunden sehr unterschiedlich
definiert“ (Vormbrock, 1983, S. 15).
Allerdings kann der Begriff trotz vieler Definitionen nach Boisen unter folgenden Merkmalen zusammengefasst werden:
„Angst ist eine emotionale Reaktion auf eine Gefahrensituation oder auf die Antizipation - derselben
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Angst wird als unangenehm wahrgenommen und ist von physiologischen Veränderungen - begleitet(z.B. Blutdruckanstieg, Schweißausbruch, Zittern, Erblassen). Angst ruft Verhaltensänderungen auf.“ (Boisen, 1975, S. 8) - Vormbrockfasst die Vielzahl an Definitionen für den Begriff so zusammen, dass Angst in der Mehrzahl der Definitionen als ein unangenehmes Gefühl auf Grund der Wahrnehmung von Gefahr erklärt wird (vgl. Vormbrock, 1983). Etwas genauer versucht Baumann Angst zu definieren:
„Unter Angst, Nervosität und Stress werden im Allgemeinen negative emotionale Zustände
verstanden, die durch Unlust, übergroße Spannung, Überforderung, starke Erregung oder Bedrohung
gekennzeichnet sind. Diese werden subjektiv als unangenehm erlebt, wirken in der Regel
leistungsmindernd und drängen den Menschen dazu, die negativen Gefühlszustände zu vermeiden,
zu beenden oder zu umgehen.“ (Baumann, S. 237)
Um den ziemlich komplexen Begriff „Angst“ weiter eingrenzen und erklären zu können, gibt es Meinungen, die Begriffe Angst und Furcht voneinander zu unterscheiden. Angst ist demnach die „unbestimmte, gegenstandslose, anonyme, unmotivierte Emotion, Furcht die bestimmte, auf einen bedrohlichen Gegenstand oder eine gefährliche Situation gerichtete, benennbare, entsprechend motivierte Gefühlslage“ (Boisen, 1975, S. 6). Baumann allerdings rät, als
Differenzierungsmerkmal zwischen Angst und Furcht nicht die Gegenstandslosigkeit, sondern das Unwissen über die Auslöser zu wählen (vgl. Baumann, 2006).
3. Entstehung von Angst
Nach Freud entsteht die Angst als Reaktion des Ichs auf eine Gefahr. Als Ursachen dieser Bedrohung können eigene Triebansprüche des Unbewussten (des Es), die Bedrohung durch das Über-Ich (Gewissensangst) oder die Wahrnehmung bedrohender Umweltreize (Realangst) vorliegen (vgl. Baumann, 2006).
Ein weiterer Ansatz kommt von Spielberger. Seiner Meinung nach kann man Angst als Eigenschaft oder als Zustand verstehen. Angst als Eigenschaft bedeutet dabei die überdauernde Bereitschaft einer Person, auf bedrohliche Situationen mit Angst zu reagieren. Angst als Eigenschaft sei demnach erworben worden und zwar durch vergangene Lernerfahrungen (insbesondere durch Bestrafungssituationen im
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Arbeit zitieren:
Sören Haß, 2007, Angst im Sport, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Bedeutung und Maßnahmen zur Bewältigung von Ängsten im Sportunterricht
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Hausarbeit, 9 Seiten
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