Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG. 2
2. GRUNDLAGEN DER KOMMUNIKATION 3
2.1. Die vier Seiten einer Nachricht 3
2.2. Die vier Ohren beim Empfänger 4
2.3. Was ist ein Konflikt und wie entsteht ein solcher? 5
3. DER UMGANG MIT KONFLIKTEN UND MÖGLICHKEITEN DER
VERSTÄNDIGUNG IM KONFLIKT 8
3.1. Körperliche und seelische Vorgänge in Stresssituationen. 8
3.2. Möglichkeiten des Umgangs mit Konflikten. 8
3.3. Möglichkeiten der Verständigung im Konflikt. 9
3.3.1. Metakommunikation 9
3.3.2. þPartnerschaftlicher Dialogý 10
3.3.3. þDie innere Landkarteý. 11
3.3.4. Das Modell vom Inneren Team. 13
4. SCHLUSSBEMERKUNG (ODER: WAS IST MIT DEN 3 ROGERS ÿ
VARIABLEN?) 15
LITERATURVERZEICHNIS 16
1
1. Einleitung
Ein treuer Begleiter unseres Alltags ist die Kommunikation, denn Watzlawick hat doch so treffend festgestellt: ÿWir können nicht, nicht kommunizieren!þ Da wir aber der Kommunikation nicht ÿaus dem Wege gehen könnenþ entstehen zwangsläufig Missverständnisse in der Kommunikation und somit Konflikte. Wie können wir aber mit ihnen umgehen und sie möglicherweise lösen? Damit beschäftigt sich die vorliegende Hausarbeit. Sie kann aber keinesfalls Lösungsrezepte anbieten, sondern sie möchte grundlegende Informationen über die Kommunikation vermitteln und verschiedene theoretische Modelle vorstellen, die in entsprechenden Konfliktsituationen für die Verständigung hilfreich sein können. Weil uns aber die Schwierigkeiten, welche die Kommunikation mit sich bringt, alle betreffen, interessiert sich jedermann für dieses Thema. Friedemann Schultz von Thun versucht in einer verständlichen Sprache, mit einer klaren Gliederung, durch Kürze und Prägnanz und durch zusätzliche Stimulanz (vier Säulen der Verständlichkeit) kommunikationspsychologische Erkenntnisse darzustellen und altbekanntes in einem neuen Licht erscheinen zu lassen (vgl. Schultz von Thun/1 1997, S. 12). Davon möchte ich mich auch in meiner Hausarbeit leiten lassen.
Zunächst einmal soll kurz das grundlegende Rüstzeug der Kommunikation vorgestellt werden um später den verschiedenen Modellen der Konfliktbewältigung besser folgen zu können. Es werden die ÿvier Seiten einer Nachrichtþ und die ÿvier Ohren des Empfängersþ erläutert. Danach werde ich mich dem schon erwähnten Begriff ÿKonfliktþ zuwenden und die Entstehung eines solchen beschreiben. Im Hauptteil stehen dann die Möglichkeiten der Verständigung im Konflikt im Mittelpunkt. Es sollen aber nicht die körperlichen und seelischen Reaktionen in Stresssituationen und der prinzipiell mögliche Umgang (scheinbare Toleranz, Toleranz, Intoleranz) mit Konflikten außer Acht gelassen werden. All diese auch theoretischen Modelle sollen durch ein immer wiederkehrenden Beispiel veranschaulicht werden. Zum Schluss wird über den Sinn solcher Überlegungen und Konstruktionen im Hinblick auf die Verständigung im Konflikt nachgedacht.
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2. Grundlagen der Kommunikation
2.1. Die vier Seiten einer Nachricht
Bevor wir uns mit den verschiedenartigen Problemen der Kommunikation auseinander setzen werde ich kurz die Grundlagen der Kommunikation erläutern.
Zunächst einmal ist da ÿein Sender, der etwas mitteilen möchteþ (Schultz von Thun/1 1997, S. 25). Er sendet eine Nachricht an den Empfänger. Dieser muss sie wiederum entschlüsseln. In der Regel treten dabei keinerlei Probleme auf, aber es ist offensichtlich, dass die Nachricht einen langen Weg zurücklegt und mit vielen Botschaften bepackt ist. Dies macht die Kommunikation ÿso kompliziert und störanfällig, aber auch so aufregend und spannendþ (Schultz von Thun/1 S. 26). Deshalb möchte ich mich nun dem ÿpsychologischen Modell der zwischenmenschlichen Kommunikationþ von Schultz von Thun zuwenden und ÿdie vier Seiten (Aspekte) einer Nachrichtþ beschreiben (Schultz von Thun/1 1997, S. 30). Jede Nachricht hat eine Sachseite, eine Selbstoffenbarungsseite, eine Beziehungsseite und eine Appellseite. Ich möchte die vier Seiten an Hand eines Beispiels beschreiben und veranschaulichen: Ein Paar ist mit dem Auto auf der Autobahn unterwegs und die Frau sagt
zum ihrem Mann, der am Steuer sitzt: ÿDu fährst aber schnell!þ 1
Die Sachseite der Nachricht bezieht sich auf die Sachinformation. Im Beispiel erfahren wir etwas über die Geschwindigkeit des Autos. Die Frau schätzt die Geschwindigkeit als sehr hoch ein. Die Selbstoffenbarungsseite sagt etwas über die Person des Senders aus. In unserem Beispiel erfahren wir vom Sender, dass er wahrscheinlich Angst hat um seine und um die Gesundheit und Sicherheit des Fahrers und der anderen Verkehrsteilnehmer. Die dritte Seite der Nachricht sagt etwas darüber aus wie der Sender zum Empfänger steht und was er von ihm hält. Diese Information wird oft über die Art der Formulierung, den Tonfall oder andere nonverbale Signale vermittelt. In dem Beispiel zeigt die Frau dem Mann, dass sie ihm offenbar nicht zutraut, dass er das Risiko richtig einschätzen kann und um ihrer beide Sicherheit bedacht ist. Die Appellseite versucht auf den Empfänger Einfluss zu nehmen. Die Nachricht kann also auch dazu dienen den anderen zu veranlassen bestimmte Dinge zu tun oder zu unterlassen, zu denken oder zu fühlen. Im Beispiel könnte der Appell vielleicht lauten: ÿFahre etwas langsamer, denn dann fühle ich mich sicherer und wir kommen auch ans Ziel!þ Der Versuch Einfluss zu nehmen kann offensichtlich, aber auch verdeckt sein.
1 Wir nehmen bei der weiteren Besprechung dieses Konfliktes einmal an, dass er nicht bei der Autofahrt endgültig besprochen, sondern später noch einmal aufgegriffen wird.
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Die schriftlichen Ausführungen möchte ich nun noch kurz graphisch darstellen:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein und dieselbe Nachricht viele Botschaften enthält. Der Sender sendet immer auf allen vier Seiten. Aber auch der Empfänger kann mit verschiedenen Ohren hören und somit ein dieselbe Nachricht unterschiedlich verstehen.
2.2. Die vier Ohren beim Empfänger
Deshalb möchte ich mich nun dem Empfänger zuwenden der ebenfalls vier Ohren hat. Er hat ebenfalls ein Sachohr (Wie ist der Sachverhalt zu verstehen?), ein Selbstoffenbarungsohr (Was ist das für einer?), ein Beziehungsohr (Wie redet der eigentlich mit mir?) und ein Appellohr (Was soll ich tun, denken, fühlen auf Grund seiner Mitteilung?) (vgl. Schultz von Thun/1 1997, S. 45). Je nachdem, welches der vier Ohren der Empfänger gerade auf Empfang geschaltet hat versteht er die Nachricht verschieden und somit verläuft auch ein mögliches Gespräch sehr unterschiedlich. Oft ist es aber dem Empfänger gar nicht bewusst, dass er ein Ohr sehr gespitzt hat und die anderen eher zugestopft (vgl. Schultz von Thun/1 1997, S. 44). Im folgendem möchte ich wieder anhand des oben verwendeten Beispiels die unterschiedlichen Empfangsmöglichkeiten kurz vorstellen. Wenn der Mann sich nun auf die Sachseite der Nachricht ÿstürzenþ würde, könnte er antworten: ÿJa, ich fahre gerade 190 km/h.þ Damit würde er seiner Frau eine Sachinformation zurücksenden und wenn die Frau auch vorrangig mit der Sachseite gesendet hat, würde das Gespräch damit beendet sein. Bei einer Beziehungsreaktion könnte die Antwort lauten: ÿIch weiß schon was ich mache. Und außerdem: Fahre ich oder fährst du!þ Damit würde sich der Mann gegen die Bevormundung wehren. Beim Beziehungsohr werden die Aussagen sehr stark auf die eigene Person bezogen. Menschen mit einem solch gespitztem Ohr ÿnehmen alles persönlich, fühlen sich leicht angegriffen und beleidigtþ (Schultz von Thun 1997/1 S. 51). ÿFühlst du dich unsicher?þ oder
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Arbeit zitieren:
Markus Bensch, 2006, Wie ist Verständigung im Konflikt möglich?, München, GRIN Verlag GmbH
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