Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
1 Einleitung 3
2 Geschichte der beruflichen Weiterbildung 3
2.1 Geschichte bis 1970 4
2.2 Geschichte von 1970 bis 2000 6
2.3 Geschichte bis heute 7
2.4 Arten von Weiterbildung 9
3 Ausblick und Fazit 10
Literaturverzeichnis 12
Abbildungsverzeichnis 13
2
"Sobald jemand in einer Sache Meister geworden ist,
1 Einleitung
Diese Ausarbeitung beschäftigt sich mit der Geschichte der beruflichen Weiterbildung in Deutschland und ist in das Seminar zur beruflichen Weiterbildung mit deren Grundlagen und theoretischen Ausrichtung dahingehend eingebunden, dass es von Nöten ist die historischen Entwicklungen zu verstehen, um die Auswirkungen auf die Gegenwart erläutern zu können. Sie dient dem Einstieg in das Thema des Wandels der Weiterbildung. Dieser ist elementar für alle anschließenden theoretischen Auseinandersetzungen mit dem Thema und verdeutlicht wie alt die Weiterbildung als solche eigentlich ist. Der nunmehr größte Bildungssektor des deutschen Bildungssystems wird in dieser Ausarbeitung in drei Abschnitten chronologisch beleuchtet. Zum einen wird die Geschichte der Weiterbildung von ihren Ursprüngen an bis zum Jahr 1970 betrachtet. Zum anderen wird der Verlauf der Entwicklung der beruflichen Weiterbildung bis zur Jahrtausendwende aufgezeigt und abschließend werden die aktuellen Erkenntnisse der Weiterbildungsforschung bis heute sowie die Arten der Weiterbildung dargestellt. Das Fazit bildet ein Ausblick auf die aktuellen Problemstellungen der beruflichen Weiterbildung, die es m. E. gilt im Verlauf des Seminars anhand weiterer Betrachtungen zu erörtern.
2 Geschichte der beruflichen Weiterbildung
In der Geschichte der Weiterbildung lässt sich eine Trennung nach den heutigen Arten der Weiterbildung nicht so einfach vornehmen, denn lange Zeit war der Fokus der
Weiterbildungsforschung vorrangig auf die allgemeine Weiterbildung gerichtet 1 . Dies ist zum einen historisch bedingt und zum anderen Ausdruck unterschiedlich verstandener Aufgaben. 2 Doch um die Entstehung der beruflichen Weiterbildung und ihre Entwicklung zur eigenständigen Säule der Weiterbildung aufzuzeigen, wird in diesem Abschnitt zunächst die
1 Vgl. Faulstich, S. 223
2 Vgl. Europahandbuch Weiterbildung, S. 25.10.10
3
Entwicklung der Weiterbildung und ab den 1970er Jahren speziell die berufliche Weiterbildung betrachtet.
2.1 Geschichte bis 1970
Das menschliche Dasein ist von jeher vom Dazulernen geprägt, jedoch das Entfalten der eigenen Kräfte war nicht nur das Motto des Romans von Jean Jacques Rousseau „Emile ou de l‘éducation“ (1762), sondern auch der Beginn des Strebens nach einer institutionalisierten Weiterbildung. Auch Jean Marie Antoine Condorcet forderte in seinem Nationalerziehungsplan 1766 das nunmehr bekannte Lebenslange Lernen. Deutsche Pädagogen wie Johann Heinrich Pestalozzi ließen sich von ihren französischen Vorbildern beeinflussen. So waren es zu Beginn des 19. Jahrhunderts Lesegesellschaften, die Gründung von Volksbibliotheken, Museums- und Harmoniegesellschaften, welche eine frühe Form der Erwachsenenbildung darstellten. Ebenso waren erste Spuren der beruflichen Weiterbildung bereits Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Abkehr vom Merkantilismus zu erkennen. Sie wurde sowohl aus betrieblichen Interessen initiiert als auch praktiziert und trug zur
Qualifizierung und sozialen Anerkennung der Beschäftigten bei. 3 So gründete sich 1871 die Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung. Die Ziele dieser Gesellschaft waren die Verbreitung von allgemeiner, geistiger sowie sittlicher Bildung, die Einzelausbildung in wissenschaftlichen oder technischen Lehrfächern und ebenso sollte es Berührungspunkte zwischen den einzelnen Klassen schaffen. Ende des 19. Jahrhunderts gründeten sich Arbeiterbildungsvereine, um die unzulängliche Elementarbildung der Schulen zu kompensieren sowie dem Drang nach sozialer Verwirklichung Rechnung zu tragen. Die Entwicklung der Persönlichkeit stand dabei noch nicht im Vordergrund und konnte erst ab 1918 als vorrangig beobachtet werden. Der Einzug der Arbeits- und Industriepädagogik im Sinne der Bemühungen um die Seele des Arbeiters konnte bereits in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre nachgewiesen werden. Die Schwierigkeit der Erziehung von Mitarbeitern wurde bereits von den Vorreitern auf diesem Gebiet Johannes Riedel, Franz Schürholz und Peter
Bäumer aufgezeigt. 4
Nach dem 1. Weltkrieg hielten viele Industrielle den Wiederaufstieg Deutschlands nur durch eine Weiterqualifizierung ihrer Mitarbeiter für möglich. Viele Beschäftigte erkannten in dieser Zeit auch unter dem Aspekt der Vermeidung von Arbeitslosigkeit einen Grund für die Annahme von Weiterbildungsangeboten. Im Gesetz über Arbeitsvermittlung und
3 Vgl. Olbrich, S. 29ff
4 Vgl. Büchter, S. 210ff
4
Arbeit zitieren:
B.A. David Wolf, 2008, Geschichte der beruflichen Weiterbildung, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Morphologie des Lernens in Abgrenzung zu Ideologie und Dogmatismus
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Hausarbeit, 29 Seiten
Eine systematisch-problemgeschichtliche Einführung in die Grundstruktu...
Seminararbeit, 9 Seiten
Der Praxeologiebegriff Dietrich Benners und die Lebensweltorientierung
Hausarbeit (Hauptseminar), 24 Seiten
Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen für Jugendliche nach §§ 61, 61a ...
Eine empirische Analyse möglic...
VWL - Fallstudien, Länderstudien
Bachelorarbeit, 159 Seiten
Förderung benachteiligter Jugendlicher
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Hausarbeit, 25 Seiten
Strukturen und Wirkungen von Bildungsmaßnahmen für sozial benachteilig...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Diplomarbeit, 81 Seiten
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung: neuer Titel erschienen: Geschichte der beruflichen Weiterbildung
David Wolf hat einen neuen Text hochgeladen
Beruf - Betrieb - Organisation
Perspektiven der Betriebspädag...
Bernd Dewe, Martin P. Schwarz
Welche Kosten und welchen Nutz...
Ursula Beicht, Elisabeth M. Krekel, Günter Walden
0 Kommentare