Inhalt
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INHALT II
ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
TABELLENVERZEICHNIS III
1 EINLEITENDE PROBLEMSTELLUNG 4
2 DEFINITORISCHE GRUNDLAGEN ZUM BILDUNGSMANAGEMENT 5
3 TRADITIONELLE UND MODERNE ANSÄTZE DER MANAGEMENTFORSCHUNG 5
3.1 ANSÄTZE DER TRADITIONELLEN MANAGEMENTFORSCHUNG 5
3.1.1 Ingenieursmäßig-ökonomische Ansätze 6
3.1.2 Administrative Ansätze 7
3.1.3 Bürokratische Ansätze 8
3.1.4 Physiologisch-psychologische Ansätze (Psychotechnik) 8
3.1.5 Sozialpsychologische und soziologische Ansätze (Human Relations) 9
3.2 MODERNE ANSÄTZE DER MANAGEMENTFORSCHUNG 10
3.2.1 Disziplinäre Spezialisierung 10
3.2.2 Systemtheoretische Ansätze 11
3.2.3 Situative Ansätze 13
3.2.4 Konsistenz-Ansätze 13
4 BEDEUTUNG SOWIE DESIDERATA FÜR EIN BILDUNGSMANAGEMENT 14
5 OHNE METHODEN UND INSTRUMENTE KEIN BILDUNGSMANAGEMENT 16
LITERATURVERZEICHNIS 19
II
Abbildungsverzeichnis
ABBILDUNG 1: AUFGABEN EINES ZUKÜNFTIGEN BILDUNGSMANAGERS .................................................................................. 17
Tabellenverzeichnis
TABELLE 1: TYPISIERUNG DER MANAGEMENTTHEORIEN NACH MALIK (VGL. STAEHLE 1999, S. 44).......................................... 12
III
1 Einleitende Problemstellung
Bezugnehmend auf vorhergehende Arbeiten zum Bildungsmanagement wird dieses innerhalb der vorliegenden Arbeit weiterführend wissenschaftlich gerahmt. Bereits in der Konnotation des Seminartitels „Betriebliches Bildungscontrolling zwi- schenManagement- und Bildungstheorien“ stellt sich ein Problem dar, welches für viele Bereiche der heutigen Gesellschaft zwischen Ökonomisierung und Individualisierung zutrifft.
Elementare Gegenstandsbereiche einer Gesellschaft, wie auch die Bildung und Weiterbildung in Unternehmen, sind nicht mehr genuin einer Wissenschaft zu-zuordnen. Kritiker würden im Zusammenhang mit dem Seminartitel ebenso die Instrumentalisierung von Bildung zu ökonomischen Zwecken verstehen. Wie dem auch sei, es sind integrierte Ansätze aus Wirtschaftswissenschaften und Sozialwissenschaften zu wählen, um Bildungsmaßnahmen im Unternehmen prozessbegleitend zu initiieren, steuern und bewerten.
Die weitestgehende Abstinenz einschlägiger deutscher Grundlagenforschung ist bis auf einige wenige Ausnahmen, wie SEEBER et al. und KÄPPLINGER, Grund genug sich wissenschaftstheoretisch mit der Fragestellung um die Historie der Managementansätze zu beschäftigen. Im deutschsprachigen Raum wird die Forschung um das Bildungsmanagement zumeist mit systemtheoretischen Ansätzen gleich aber nicht umfassend begründet. Ausnahme hierbei stellt das St. Gallener Konzept im Hinblick auf den Nachvollzug der Forschung dar. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich daher mit der Historie der Managementforschung, stellt hermeneutisch Punkte heraus und greift schließlich aktuelle Ergebnisse quantitativer Forschung auf. Ausgehend von einer Arbeitsdefinition werden traditionelle sowie moderne Managementansätze auf Basis von Grundlagenliteratur deskriptiv vorgestellt, anschließend themenbezogen bewertet sowie Desiderata aufgezeigt. In einem Fazit wird schließlich die Notwendigkeit grundlegender Rahmungen - v.a. auch durch wissenschaftstheoretische Grundlagenliteratur zum Thema - für ein betriebliches Bildungsmanagement hervorgehoben.
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2 Definitorische Grundlagen zum Bildungsmanagement
Vor dem Hintergrund, dass betriebliche Bildungsmaßnahmen idealtypisch sowohl strategie- als auch mitarbeiterorientiert angelegt werden, ist es notwendig Bildungsmanagement zu definieren. Der Wettbewerb auf dem Wirtschaftsmarkt und ein zukünftiger Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter erfordern eine effiziente und effektive Steuerung, Koordination, Lenkung und Bewertung von Bildungsmaßnahmen für Mitarbeiter.
Zunächst geht betriebliches Bildungsmanagement „über die betriebliche Bildungs- arbeithinaus (vgl. Herter 1998; Falk 2000; Grüner 2000). […] Es plant, realisiert, gestaltet und bewertet die vielfältigen Formen und Inhalte der betrieblichen Qualifizierung und Kompetenzentwicklung und verbindet sie durch Leitziele, Leitbilder und Partizipation mit der Kultur- und Organisationsentwicklung. Die Aufgabe des betrieblichen Bildungsmanagements im engeren Sinne besteht in der Planung, Steuerung und Bewertung der betrieblichen Bildungsarbeit, die seinen zentralen Referenz- und Bezugspunkt darstellt" (Dehnbostel 2010, S. 28). Betriebliches Bildungsmanagement ist somit ein ganzheitliches, unternehmensweites und strategieerfüllendes sowie -generierendes Instrumentarium zur Weiterentwicklung der Wettbewerbsfähigkeit für Unternehmen und durch Mitarbeiterkompetenzen. Auf operativer Ebene umfasst das Bildungsmanagement die „… konkreten Maßnahmen, die zur Umsetzung des strategischen Managements ergriffen werden. Dazu gehören die Organisation und Gestaltung der betrieblichen Bildungsarbeit und der Ablauf der einzelnen Bildungsmaßnahmen von der Bildungsbedarfsanalyse über die Umsetzung und Durchführung bis hin zum Controlling ebenso wie Kostenmanagement und Kompetenzanalysen" (Dehnbostel 2010, S. 29). Mit Hilfe der vorangegangenen definitorischen Eingrenzung werden im Folgenden traditionelle sowie moderne Ansätze der Managementforschung deskriptiv in notweniger Kürze und Prägnanz vorgestellt.
3 Traditionelle und moderne Ansätze der Managementforschung
3.1 Ansätze der traditionellen Managementforschung
Ausgangspunkt des Managements (im heutigen betriebswirtwirtschaftlichen Verständnis) sowie dessen Erforschung ist die industrielle Revolution, die Mitte des
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18. Jahrhunderts in England beginnt. In den Vereinigten Staaten von Amerika startet die Wissenschaftsdisziplin um das Management mit der Rede von Henry TOWNE, dem damaligen Präsidenten der American Society of Mechanical Engi- neers,über ‚The Engineer as an Economist‘ im Jahr 1886 (vgl. Staehle 1999, S. 22f.).
Die traditionelle Managementforschung lässt sich in fünf wissenschaftliche Forschungsrichtungen untergliedern: ingenieurmäßig-ökonomische, administrative, bürokratische, physiologisch-psychologische und sozialpsychologische, situative Ansätze sowie Konsistenzansätze, die im Folgenden vorgestellt werden.
3.1.1 Ingenieursmäßig-ökonomische Ansätze
Als erstes Grundlagenwerk der Managementlehre gilt ‚The Principles of Scientific Management‘ von Frederick W. TAYLER aus dem Jahr 1911. TAYLER kombiniert dabei die von Karl MARX beschriebene Arbeitsteilung sowie die Forderung nach zergliederten Produktionsschritten, die Adam SMITH bei der Nadelproduktion einführte. TAYLERs proklamiertes Leistungs- und Effizienzdenken kennzeichnet sich durch Akkordzeitarbeit sowie die Trennung von ausführender und planerischer Arbeit (Management). GILBRETH als Schüler TAYLERs untermauert die Zeitstudien, indem er unterstellt, dass Bewegungen, die nicht unmittelbar zum Produktionsprozess zugehörig sind, vertane Arbeit oder vergeudete Zeit seien. Neben anderen Vertretern gilt GIILBRETH als Begründer des Industrial Engineering: eine Forschungsrichtung, die Bewegungs- und Zeitstudien im Hinblick auf Produktionsprozesse betriebt (vgl. ebd., S. 23ff.).
Auf einer nächsten, qualitativen Ebene vertritt TAYLER die Auffassung körperliche von geistig-kreativer Arbeit zu trennen. Letztere stellt den Aufgabenbereich eines funktionalen Managements dar. Die Aufgaben des Managements umfassen dabei Planung als Arbeitsvorbereitung sowie eine Kontrolle der jeweiligen Produktionsstufen hinsichtlich der gesamtbetrieblichen Anforderungen. Die Sozialisation der Arbeiter in den jeweiligen Produktionsschritten wird dabei gezielt auf den Verzicht nach anspruchsvolleren und höheren Tätigkeiten betrieben. Ein niedriger Bil-dungsstand der Arbeiter ist hierbei dienlich und erwünscht (vgl. ebd., S. 25). BAB- BAGEformuliert dazu einen entscheidenden Vorteil dieser ‚Trennung von Körper und Geist‘: „Daß [sic!] nämlich der industrielle Unternehmer durch Aufspaltung der auszuführenden Arbeit in verschiedene Arbeitsgänge […] gerade genau jene
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Arbeit zitieren:
B.A. David Wolf, 2010, Erkenntnisse der Managementforschung für ein betriebliches Bildungsmanagement, München, GRIN Verlag GmbH
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