Inhaltsverzeichnis
1 BYTES, GENFORSCHUNG UND KOMMUNIKATION DAS INFORMATIONSZEITALTER 3
2 GRUNDLAGEN DES WEB 2.0 4
2.1 DIE EIGENE HOMEPAGE
2.2 INSTANT MESSAGING
2.3 SOZIALE NETZWERKE
3 DATENSICHERHEIT ODER GLÄSERNER NUTZER? 6
3.1 DAS RECHT AUF PRIVATHEIT UND DATENSCHUTZ
3.2 DATENMISSBRAUCH AM BEISPIEL SOZIALER NETZWERKE
4 ONLINESUCHT WENN VIRTUALITÄT UND REALITÄT SICH KREUZEN 9
4.1 ONLINESPIELE AM BEISPIEL VON WORLD OF WARCRAFT
4.2 DIE GEFAHR DES VIRTUELLEN RAUMES.
5 DAS INFORMATIONSZEITALTER ALS ETHISCHE HERAUSFORDERUNG 12
LITERATURVERZEICHNIS 13
2
In Deutschland nutzen 49 Millionen Menschen ab 14 Jahren das Internet, davon 76 Prozent täglich 1 . Die Werbung ist überfüllt mit Providern, die uns über alle möglichen Technologien den Zugang ins World Wide Web ermöglichen. In einer Umfrage geben 98 Prozent der 25bis 34-Jährigen an, ein Handy zu besitzen. 2 Die Vernetzung der Menschen ist weit vorangeschritten und die Mobiltechnologie erlaubt es uns, von fast jedem Ort der Welt an einen anderen zu gelangen: per Bild, per Stimme oder als Datenpaket. Die Menschen sind zu Beginn des 21. Jahrhunderts voll im Informationszeitalter angekommen.
Der Terminus Informationszeitalter beschreibt die Priorität der Information als Ware und Ressource. Sie ist das wichtigste Gut und die richtige Information ist mehr wert als jeder andere Rohstoff. Der Soziologe Manuel Castells, der sich eingehend mit Netzwerktheorien
historische Epoche menschlicher Gesellschaften. Das auf mikroelektronisch basierten Informations- und Kommunikationstechnologien sowie der Gentechnologie beruhende technologische Paradigma, welches diese Epoche charakterisiert, ersetzt bzw. überlagert das technologische Paradigma des Industriezeitalters, das primär auf der Produktion und 3
In dieser Hausarbeit soll der Bereich der Internettechnologie im Vordergrund stehen. Meiner Meinung nach ist das Internet das prägende Element des Informationszeitalters, da es das Verhalten der Menschen bestimmt wie kein anderes Medium vorher. Ganze Wissenschaftszweige widmen sich den Phänomenen der Vernetzung und der Kommunikation mit und über das Internet. Durch die Omnipräsenz und Größe des World Wide Web entstehen aber auch Probleme, die unter ethischen Gesichtspunkten untersucht werden müssen. Ethische Problemstellungen ergeben sich vor allem, auch in aktuellen Debatten 4 , im Bereich des Datenschutzes und im Bereich der Entwirklichung durch das Internet, zum Beispiel in Form von abhängig machenden Rollenspielen. 5 Einleitend sollen zum besseren Verständnis zentrale Begriffe, Netzwerke und Übertragungsmöglichkeiten vorgestellt werden, bevor eine genauere
1 ARD/ZDF- Onlinestudie, abrufbar unter: http://www.ard-zdf-onlinestudie.de.
2 Anteil der Handybesitzer in ausgewählten Altersklassen, abrufbar unter:
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/164431/umfrage/anteil-der-handybesitzer-in-ausgewaehlten-
altersklassen-in-deutschland.
3 Manuel Castells: Bausteine einer Theorie der Netzwerkgesellschaft, in: Berliner Journal für Soziologie, 11(4)
2001,S. 424.
4 Man denke an Facebook oder StudiVZ in Bezug auf die Datensicherheit.
5 Das bekannteste Spiel dieser Kategorie ist World of Warcraft.
3
Betrachtung der beiden Problemfelder mit Beispielen erfolgt. Ein gewisses Grundverständnis über die technischen Grundlagen und Möglichkeiten des Internets wird aber vorausgesetzt, da eine solche Beschreibung den Rahmen der Arbeit sprengen würde. Zum Abschluss soll ein Fazit in Bezug auf ethische Probleme im Internet beziehunsgweise des ganzen Informationszeitalters versucht werden.
Die aktuelle Verwendungsform des Internets durch den Großteil der User ist interaktiv und
eher für reine Informationsbeschaffung genutzt wurde, greifen die User in der heutigen Zeit immer mehr auf das Internet als Plattform zu, die sie selbst mitgestalten können. Die bekanntesten Möglichkeiten werden nun vorgestellt.
2.1 Die eigene Homepage
Was früher vor allem ausgebildeten Programmierern und Unternehmen vorbehalten war, gilt heute bei vielen Usern als Selbstverständlichkeit: die eigene Homepage. Viele Provider 6 bieten fertige Baukastensätze an, um die eigene Homepage zu gestalten. Hier lautet das 7 . Vor allem Nutzer mit wenig Erfahrung
im Bereich der verschiedenen Computersprachen 8 können mit wenig Aufwand ihre eigene Webpräsenz erstellen und diese nach Belieben mit Inhalten füllen. Die Provider bieten dazu oftmals kostenlos den nötigen Webspace mit an. 9 Da der Homepagebetreiber alle Inhalte einstellen kann, die er für mitteilungswürdig hält, gibt es in erster Instanz keine Kontrolle des Providers über die Inhalte der Homepage. Im Falle eines kriminellen Hintergrundes ist es in der Haftungsfrage oft schwer, den eigentlichen Betreiber zu ermitteln, da die Identität, die hinter den eingegebenen Daten steckt, nicht nachgewiesen werden muss. Provider haften lediglich dann, wenn sie Kenntnis über die gesetzeswidrigen Inhalte haben, wobei die Beweislast beim Kläger liegt und diese häufig nur schwer zu erbringen ist. 10
2.2. Instant Messaging
Das Instantmessaging ist eine weit verbreitete Kommunikationsform im Internet, bei der zwei oder mehr Nutzer per Textnachrichten miteinander kommunizieren. Dies geschieht im
6 Z.B. Beepworld.de und realhomepage.de.
7 Akt.
8 Gemeint sind etwa gängige Formate wie C++, php, Java skript, HTML usw.
9 Bezeichnet den Umfang der Speichermöglichkeit auf einem Internetserver.
10 Siehe auch Urteil vom 23.09.2003 des BGH, AZ: VI ZR 335/02, abrufbar unter www.bundesgerichtshof.de.
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Arbeit zitieren:
Timo Evers, 2010, Ethik im Informationszeitlater, München, GRIN Verlag GmbH
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