Inhaltsverzeichnis 3
2.7 Chancen und Risiken des Venture Capitals 14
2.7.1 Chancen des Venture Capitals 14
2.7.2 Risiken des Venture Capitals 14
3 Rechtliche Aspekte und staatliche Massnahmen in der Schweiz. 15
3.1 Regelung der rechtlichen Verhältnisse zwischen Venture Capital - Geber und -
Nehmer. 15
3.2 Rechtliche Aspekte bei Pensionskassen 15
3.3 Staatliche Massnahmen zur Förderung von Venture Capital. 15
4 Schluss 16
Literaturverzeichnis 17
Einleitung 4
1 Einleitung
Wie lange existieren Venture Capital (VC) - Finanzierungen in der Schweiz? Verglichen mit der langen Tradition des Schweizer Bankgeschäfts befindet sich das VC - Geschäft noch in den Kinderschuhen.
Das Schweizer VC - Milieu entstand einige Jahre vor der Jahrtausendwende. Der Internetaufschwung löste eine positive Entwicklung im Schweizer VC - Markt aus. In der Zeit von 1996 bis 1998 stieg das VC - Investitionsvolumen von CHF 8 Millionen auf CHF 106 Millionen an. Überraschenderweise wird der VC - Markt nicht von Schweizer Banken, sondern von Tochtergesellschaften global agierender VC - Gesellschaften beherrscht. Heute kommt eine Firma nicht mehr so leicht an VC wie früher (Burgener, 19. März 2007, Frage: Wie verbreitet ist Venture Capital heute und was sind die Zukunftsperspektiven?; Frommann & Leopold, 1998, S. 258 - 259; European Venture Capital Association, ohne Datum, ohne Seite, zit. in Geilinger, Niedermann & Scheidegger, ohne Datum, S. 45). O’Shea (ohne Datum, S. 223) ist der Auffassung, dass die ganze Gesellschaft die Früchte in Form neuer Technologien und Arbeitsplätze der mit VC finanzierten Betriebe erntet. Was sollten wir als Teil der Gesellschaft und damit als Nutzniesser über VC in der Schweiz wissen, um diese Finanzierungsart besser zu verstehen? Dieser Frage werde ich im Haupt- teil auf den Grund gehen.
Betriebswirtschaftliche Aspekte 5
2 Betriebswirtschaftliche Aspekte
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.1 (Klassisches) Venture Capital
VC ist Eigenkapital in Form einer Aussenfinanzierung. Wachstumsfähige sowie junge kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind die Empfänger von VC (Minuz, ohne Datum, S. 138; Albach, Hunsdiek & Kokalj, 1986, S. 166, zit. in Sidler, 1997, S. 7; Sidler, 1997, S. 110). Sicherheiten als auch regelmässige Dividenden werden vom Venture Capitalist nicht verlangt bzw. erwartet (Baily, 1987, ohne Seite, zit. in Ermisch & Thoma, 2002, S. 6).
2.1.2 Corporate Venture Capital
Als weiteren wichtigen Begriff gilt es, Corporate Venture Capital (CVC) zu erklären. Sidler (1997, S. 26) schrieb, dass es sich dabei um von Industrieunternehmen zur Verfügung gestelltes VC handelt. Angelpunkt dieser Form von VC ist die Förderung von Innovationen (Sidler, 1997, S. 25). Gemäss Sidler (1997, S. 25 - 26) ist es nicht ausgeschlossen, dass damit auch geldliche und volkswirtschaftliche Ziele befriedigt werden.
2.1.3 Private Equity
Über die Beziehung zwischen Private Equity 1 und VC ist sich die Literatur uneins. Huber, Keller und Mondello (2000, S. 637) vertreten die Auffassung, dass die Beziehung zwischen den Begriffen von der Geographie abhängig ist. In den Vereinigten Staaten von Amerika wird Private Equity nicht als sinnverwandtes Wort von VC gesehen, wie dies in Europa der Fall ist. Der Schweizer Burgener (19. März 2007) sieht Private Equity als Überbegriff von VC. Meine Arbeit folgt dem Grundgedanken von Burgener.
2.2 Anbieter von Venture Capital
Im Rahmen der Anbieterstrukturen ist das direkte und indirekte VC anzutreffen. Beim direkten VC gibt der Investor sein Geld direkt an das zu finanzierende Unternehmen, beim indirekten VC wird eine VC - Gesellschaft dazwischen geschaltet (Geilinger et al., ohne Datum, S. 47).
1 Private Equity = Finanzierung von nicht - börsennotierten Firmen mit Eigenkapital (Bader, 1996, S. 10ff., zit. in Huber et al., 2000, S. 637)
Betriebswirtschaftliche Aspekte 6
2.2.1 Investoren
Wie meistens in der Welt ist nur Weniges einmalig, eher ist es vielschichtig. So stammen die Investoren beim VC nicht nur aus einem, sondern aus mehreren Bereichen.
2.2.1.1 Verwandte und Bekannte
Nach den Formulierungen von Sidler (1997, S. 24) können Verwandte und Bekannte als die besten Freunde des Lebens der jungen KMU Kapital zur Verfügung stellen, wenn sie von der Qualifikation und dem Fleiss der handelnden Personen überzeugt sind.
2.2.1.2 Privatinvestoren
Finanzielle als auch nicht finanzielle Aspekte veranlassen die nicht zum engen Bezugsfeld gehörenden Privatinvestoren, in VC zu investieren (de Noble, Ehrlich, Moore, Sanford & Weaver, 1994, S. 67ff., zit. in Sidler, 1997, S. 24).
Sidler (1997, S. 25) erklärt, dass die Investitionen in kleineren Beträgen erfolgen als bei VC -Organisationen. Ergänzend sagt Sidler (1997, S. 25), dass Privatinvestoren im Vergleich zu VC - Organisationen nicht so umfangreiche Informationen fordern.
2.2.1.3 Partnerunternehmen
Sidler (1997, S. 25) nennt die Kunden, Lieferanten sowie andere Partnerunternehmen als potenzielle Partner. Anders als bei Verwandten und Bekannten ist gemäss Sidler (1997, S. 25) das Interesse an einer gemeinsamen Partnerschaft für das Investment ausschlaggebend.
2.2.1.4 Industrieunternehmen
Gemäss Sidler (1997, S. 26) ist das von Industrieunternehmen zur Verfügung gestellte VC als CVC zu bezeichnen ( 2.1.2).
2.2.1.5 Banken
Im Folgenden deren wichtigsten Motive, um VC anzubieten: Erzielung finanzieller Gewinne, Risikostreuung der Anlagen, Gewinnung der Jungunternehmer als zukünftige Kunden und volkswirtschaftliche Erwägungen (Sidler, 1997, S. 26 - 27).
Arbeit zitieren:
Christian Franz Georg Zube, 2007, Venture Capital in der Schweiz, München, GRIN Verlag GmbH
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