Inhaltsverzeichnis II
INHALTSVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG 1
2 PROBLEMSTELLUNG 1
2.1 Modulbezug 2
2.2 Lehrplanbezug. 2
2.3 Bezug zu den Ausbildungsstandards. 3
2.3.1 Bezug zu den allgemeinen Ausbildungsstandards: 3
2.3.2 Bezug zu den fachrichtungsspezifischen Ausbildungsstandards für Wirtschaft
und Verwaltung: 4
2.4 Zielvorstellungen und Leitfragen. 4
3 UNTERRICHTSPRAXIS. 5
3.1 Planung der Unterrichtseinheit 5
3.1.1 Bedingungsanalyse 6
3.1.2 Didaktisch-methodische Überlegungen. 7
3.1.3 Kompetenzen 8
3.2 Ausgewählte Aspekte des Unterrichtsgeschehens 10
3.2.1 Simulation von Kreditvergabegesprächen / Besuch des
Existenzgr ünderseminars der Sparkasse zu Lübeck (20. und 23.11.2009) 10
3.2.2 Abschließende Evaluation der Businessplansequenz mit Schwerpunkt
Lernplattformbegleitung (25.01.2010) 11
4 EVALUATION UND PERSÖNLICHES RESÜMEE 12
4.1 Verfahren. 12
4.2 Ergebnisse. 13
4.2.1 Lernplattformbegleitung des projektorientierten Businessplanunterrichts. 13
4.2.2 Lernortkooperation mit der Sparkasse zu Lübeck 14
4.3 Schlussfolgerungen 15
LITERATURVERZEICHNIS 18
Einleitung 1
1 EINLEITUNG
Von den Schülerinnen und Schülern 1 , die nach dem Abitur eine berufliche Ausbildung beginnen, wird in der Wirtschaft viel erwartet. Besonders die Team- und Kommunikationsfähigkeit, ein hohes Maß an Selbständigkeit sowie die Medienkompetenz nehmen in der Arbeitswelt einen sehr hohen Stellenwert ein. Ebenfalls stehen die Schüler, die sich nach dem Abitur für ein Studium entscheiden, vor einer großen Herausforderung, wobei ihnen ihre Kommunikations- und Teamfähigkeit, ihre in der Schule erworbene Selbständig- und Organisationsfähigkeit sowie die unabdingliche Medienkompetenz hilfreich zur Seite stehen werden. Um die Schüler auf die Berufs- und Studierfähikeit vorzubereiten, stellt der aktuelle Lehrplan für das Berufliche Gymnasium daher die Selbständigkeit und Selbsttätigkeit der Schüler in den Mittelpunkt. Hierbei sind im Unterricht Arbeits- und Sozialformen zu bevorzugen, die den Schülern Entscheidungsspielräume und Verantwortung einräumen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, den Lernprozess aktiv, kreativ und produktiv mitzugestalten. Denn das geforderte Lernen durch Handeln, welches an die Lebenswelt der Schüler anknüpft, vertieft und verstärkt den Lernprozess der Schüler und fördert dadurch in besonderer Weise deren Berufs- und Studierfähigkeit. 2 Die aktuelle und zukünftige Lebenswelt der Schüler ist und wird immer mehr mit den neuen Medien und im Besonderen mit dem Internet verflochten sein. Demzufolge bietet sich die Einbettung einer Lernplattform in den Unterricht an, wodurch zudem die im Beruf und Studium geforderte Medienkompetenz sowie die Selbstorganisation der Schüler gefördert wird. Aber auch der regionale Lebensweltbezug der Schüler kann durch eine Lernortkooperation mit regionalen Partnern in den Unterricht eingeflochten werden. Neben dem Expertenwissen, welches im Rahmen der behandelten Unterrichtssequenz von der Sparkasse zu Lübeck angeboten wurde, ergibt sich für die Schüler zudem der Kontakt zu einem möglichen späteren Arbeitgeber. Da sich das Lernen durch Handeln an komplexen Problemen orientiert, bietet sich die umfassende Thematik der Businessplanerstellung für eine eigene Geschäftsidee der Schüler an. Deren methodische Umsetzung durch das Projektlernen bereitet die Schüler darüber hinaus auf die zukünftige Arbeitswelt oder das Studium vor:
„[...] ein komplexes Lehr- und Lernarrangement, das wichtige Elemente sowohl für wissenschaftliches als auch für berufliches Arbeiten bereitstellen und somit Studier- und Berufsfähigkeit in besonderer Weise fördern kann.“ 3
Mein persönlicher Lebensweltbezug ist sehr eng mir der Nutzung von Lernplattformen, der Sparkasse zu Lübeck und somit mit den Schwerpunkten dieser Arbeit verbunden. Während meines Studiums zum Diplom Handelslehrer habe ich eine Reihe von Seminaren zu Lernplattformen besucht und dabei ihre Vorteile zu schätzen gelernt. Im Vorfeld meines Studiums habe ich zudem eine Ausbildung bei der Sparkasse zu Lübeck als Bankkaufmann absolviert, die ich als sehr wertvoll empfunden habe. Nun erhoffe ich mir, durch meinen persönlichen Lebensweltbezug den projektorientierten
Businessplanunterricht aus Schüler- und Lehrersicht zu fördern und in Zukunft weiter zu optimieren.
2 PROBLEMSTELLUNG
Die Problemstellung berücksichtigt den Modulbezug und die Vorgaben des Lehrplanes, nimmt Bezug zu den Ausbildungsstandards und führt abschließend zu der Zielvorstellungen bzw. den Leitfragen, die im Rahmen dieser Hausarbeit untersucht werden.
1 Im Folgenden wird aus Gründen der Vereinfachung ausschließlich die männliche Bezeichnung verwendet.
2 Ministerium für Bildung und Frauen des Landes Schleswig-Holstein (2008), S. 14f.
3 Ministerium für Bildung und Frauen des Landes Schleswig-Holstein (2008), S. 16.
Problemstellung 2
2.1 Modulbezug
Die Hausarbeit und die durchgeführte Unterrichtssequenz nimmt Bezug auf das Pflichtmodul C „Projektorientierter Unterricht“ der Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung, an dem ich im zweiten Ausbildungshalbjahr teilgenommen habe. Der „Projektorientierte Unterricht“ hat für die Schule eine besondere Bedeutung. FREY begründet dies durch das verknüpfte Arbeiten von Kopf, Herz und Hand während der Projektarbeit, die starke Förderung der Selbständigkeit und Kooperationsfähigkeit der Schüler und beispielsweise durch die Möglichkeit fächerübergreifend und außerschulisch zu arbeiten. 4 Im Verlauf der Modulreihe ist das Grundmuster der Projektmethode mit dem idealtypischen Projektablauf 5 theoretisch erarbeitet und anschließend von den Studienreferendaren praktisch umgesetzt worden, indem in Gruppen eine Projektarbeit durchgeführt und dessen Produkte am letzten Modultermin vorgestellt worden sind. Demzufolge konnten die Studienreferendare die Komponenten der Projektmethode durch ihr eigenes praktisches Handeln direkt erfahren und reflektieren. Die geforderte Verknüpfung von Theorie und Praxis, die von den Studienreferendaren während des Moduls vollzogen wurde, habe ich ebenfalls mit den Schülern umgesetzt, indem sie die theoretisch erarbeiteten Inhalte der Businessplanarbeit praktisch in ihrer Gruppe angewendet und mit der von ihnen entwickelten Gründungsidee verknüpft haben. Um den Lebensweltbezug der Schüler herzustellen, habe ich, wie bereits in der Einleitung erwähnt, die Unterrichtssequenz mit einer Lernplattform begleitet und eine Lernortkooperation mit der Sparkasse zu Lübeck durchgeführt. Aber auch die wichtige Reflexion und Evaluation des projektorientierten Businessplanunterrichts sind wesentliche Bestandteile der Hausarbeit. Denn es ist zu untersuchen, inwieweit die Lernplattformbegleitung und die Lernortkooperation die Businessplanarbeit aus Schüler- sowie Lehrersicht unterstützt haben und wie sie darüber hinaus verbessert werden können. Die erhaltenen Materialien zur Projektmethode sowie die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Pflichtmodul C haben dabei die Unterrichtssequenz und im Besonderen die Reflexion unterstützt und gefördert.
Im Zusammenhang mit der Hausarbeit und der durchgeführten Businessplansequenz wird von einer Projektorientierung gesprochen, da durch curriculare Vorgaben und zeitliche Beschränkungen im Rahmen der Schule nicht alle Komponenten der Projektarbeit sinngemäß umgesetzt werden konnten und demzufolge der theoretische Maximalanspruch der Projektarbeit bei gleichbleibender Intention auf das zu realisierende Maß reduziert wurde. 6
2.2 Lehrplanbezug
Curriculare Grundlage für die Makro- und Mikroplanung des Unterrichts ist der Lehrplan für das Berufliche Gymnasium (Betriebswirtschaftslehre mit grundlegendem
Anforderungsniveau) in der Fassung von August 2008. 7 Die behandelte Unterrichtssequenz ist in den Kernbereich 2 („Unternehmen in ihrer grundlegenden Systemstruktur“) eingebettet, indem die Durchführung der Businessplanarbeit mit den Schülern explizit angeregt wird. 8 Der Schwerpunkt der Sequenz liegt demzufolge auf der Erstellung eines Businessplans, wobei die Schüler in Gruppen eine eigene Geschäftsidee formulieren und einen Businessplan über ihr Vorhaben für die Bank (Sparkasse zu Lübeck) schreiben.
4 Frey (2002), S. 50f.
5 Frey (2002), S. 53ff.
6 Jung (2007), S. 140f.
7 http://lehrplan.lernnetz.de/intranet1/links/materials/1217655946.pdf
8 Ministerium für Bildung und Frauen des Landes Schleswig-Holstein (2008), S. 26.
Problemstellung 3
Die Businessplansequenz begleite ich mit der Lernplattform „SchulCommSy“ 9 , um die Kommunikation zu fördern, die Ergebnissicherung zu unterstützen und den Lehrereinblick in die Arbeit der Gruppen zu vereinfachen. Darüber hinaus besuche ich mit der Klasse ein Existenzgründerseminar mit dem Schwerpunkt Finanzierung bei der Sparkasse zu Lübeck. Im Zuge der Lernortkooperation mit der Sparkasse zu Lübeck, wird die Sparkasse die besten Businesspläne aus ihrer Sicht im März 2010 auszeichnen.
2.3 Bezug zu den Ausbildungsstandards
Um die Qualität der Lehrerausbildung weiterzuentwickeln, sind vom IQSH 10 allgemeine und fachspezifische Ausbildungsstandards formuliert worden. Die Grundlage dieser Ausbildungsstandards sind staatliche Vorgaben, die insbesondere im Schulgesetzt und in den Lehrplänen enthalten sind und die vom IQSH mit dem vorherrschendem Lehrerleitbild verbunden worden sind. 11 Demzufolge basiert die Lehrerausbildung auf diesen Standards, die nach der jeweiligen Unterrichtssituation und Klasse zu gewichten bzw. zu berücksichtigen sind. Infolgedessen bilden die nachstehenden Ausbildungsstandards die Grundlage für die vorliegende Hausarbeit und die durchgeführte projektorientierte Businessplansequenz.
2.3.1 Bezug zu den allgemeinen Ausbildungsstandards: 12
• Ausbildungsstandard 2: Die Lehrkraft in Ausbildung plant Unterricht im Kontext
von Unterrichtseinheiten.
Unterrichtsbezug: Der Unterricht ist in einer zusammenhängenden Einheit „Businessplan“ geplant und durchgeführt worden und fügt sich in den Kernbereich 2 („Unternehmen in ihrer grundlegenden Systemstruktur“) ein.
• Ausbildungsstandard 4: Die Lehrkraft in Ausbildung gestaltet Unterricht
entsprechend den Aspekten der Lernkompetenzen (Sach-, Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz) bzw. entsprechend den Vorgaben der Lernfelder (Arbeits- und Geschäftsprozesse) in der beruflichen Bildung. Unterrichtsbezug: Neben Unterrichtseinheiten, die systematisch die
Sachkompetenz gefördert haben, wurden darüber hinaus gezielt die weiteren Lernkompetenzen gefördert. Beispielsweise sei die Einheit zur Vorbereitung auf den Sparkassenbesuch genannt, bei der die Selbst- und Sozialkompetenz in den Vordergrund gestellte wurde.
• Ausbildungsstandard 5: Die Lehrkraft in Ausbildung fördert die Selbstständigkeit
der Lernenden durch eine Vielfalt schüleraktivierender Unterrichtsformen, insbesondere durch die Vermittlung von Lern- und Arbeitsstrategien. Unterrichtsbezug: Der projektorientierte Businessplanunterricht förderte die Schüleraktivierung, indem die Schüler eigene Gründungsideen entwickelten und das erworbene Fachwissen in Gruppen auf ihre Idee beziehen konnten. Dabei konnten sie selbständig arbeiten und sich nach ihrem Entwicklungsstand eigenverantwortlich einbringen.
• Ausbildungsstandard 14: Die Lehrkraft in Ausbildung evaluiert den eigenen
Unterricht systematisch unter Einbeziehung der Lernenden. Unterrichtsbezug: Die Lernenden haben zur Evaluation Fragebögen in Bezug auf ihre Gruppenarbeit, die Lernplattformbegleitung sowie die Sparkassenkooperation
9 Neben einem allgemeinen Raum für alle Schüler ist für jede Existenzgründergruppe ein persönlicher Raum eingerichtet worden, indem sie außerhalb der Schule kommunizieren und ihre Zwischenergebnisse festhalten konnten (www.schule.commsy.net).
10 Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein
11 Ministerium für Bildung und Frauen des Landes Schleswig-Holstein (2004), S. 5f.
12 Ministerium für Bildung und Frauen des Landes Schleswig-Holstein (2007), S. 7f.
Problemstellung 4
beantwortet. Darüber hinaus hat eine gemeinsame Reflexion im Klassenverband stattgefunden.
• Ausbildungsstandard 25: Die Lehrkraft in Ausbildung zieht Konsequenzen aus der
Reflexion der eigenen Arbeit.
Unterrichtsbezug: Auf Grundlage der erfolgten Evaluation und der erhaltenen Anregungen durch die Schüler wird eine Optimierung der zukünftigen Businessplanarbeit und der Lernplattformnutzung erfolgen.
• Ausbildungsstandard 30: Die Lernenden tragen im Unterricht der Lehrkraft in
Ausbildung Verantwortung für den eigenen Lernprozess. Unterrichtsbezug: Durch die geforderte Arbeit in Gruppen, bei der das Theoriewissen auf die Gründungsidee bezogen wurde aber auch durch die Gruppenarbeit außerhalb des Unterrichts und die Auseinandersetzung mit der Lernplattform, gab es große Entscheidungsspielräume für die Schüler, um ihren Lernprozess individuell zu steuern.
2.3.2 Bezug zu den fachrichtungsspezifischen Ausbildungsstandards für Wirtschaft
und Verwaltung: 13
• Fachrichtungsstandard 6: Die Lehrkraft in Ausbildung veranschaulicht
ökonomische Sachverhalte durch simulative Methoden. Unterrichtsbezug: Die simulierte Unternehmensgründung, die der
Businessplansequenz zu Grunde liegt, hat dazu geführt, dass die vermittelten Sachverhalte von den Schülern auf ihre eigene Gründungsidee bezogen werden konnte.
• Fachrichtungsstandard 7: Die Lehrkraft in Ausbildung erhöht den Praxisbezug
durch Kooperationen mit externen Partnern wie Betrieben, Kammern, Gewerkschaften und Verbänden.
Unterrichtsbezug: Die Lernortkooperation mit der Sparkasse zu Lübeck und beispielsweise der Besuch des Existenzgründerseminars erhöhten den Praxisbezug und verknüpften das Expertenwissen der Bank mit der Businessplanarbeit der Schüler.
• Fachrichtungsstandard 11: Die Lehrkraft in Ausbildung gliedert IT-Werkzeuge
anwendungsbezogen in den Unterricht ein.
Unterrichtsbezug: Durch die Begleitung der Unterrichtssequenz mit der Lernplattform „SchulCommSy“ sind die neunen Medien unterstützend in die Businessplanarbeit mit einbezogen worden.
2.4 Zielvorstellungen und Leitfragen
FREY hat bereits 2002 herausgestellt, dass die Projektmethode in besonderer Weise für die Schule geeignet sei, da sie die Selbständigkeit und Zusammenarbeit der Schüler fördert, deren optimale Entfaltung unterstützt und schulische sowie außerschulische Lernbereiche verknüpfen kann. 14 Folglich bildet das Projektlernen einen festen Bestandteil des Lehrplans für das berufliche Gymnasium 15 und dieser Lehrplan empfiehlt für den Kernbereich 2 („Unternehmen in ihrer grundlegenden Systemstruktur“) die Durchführung der Businessplanarbeit mit den Schülern. 16 Demnach beschäftigt sich die Zielsetzung dieser Arbeit nicht mit der Frage, ob ein projektorientierter Businessplanunterricht an sich geeignet sei. Sie orientiert sich vielmehr an dem Ziel, wie der projektorientierte Businessplanunterricht gefördert und optimiert werden kann, indem, wie in den
13 Ministerium für Bildung und Frauen des Landes Schleswig-Holstein (2004), S. 117.
14 Frey (2002), S. 50f.
15 Ministerium für Bildung und Frauen des Landes Schleswig-Holstein (2008), S. 16.
16 Ministerium für Bildung und Frauen des Landes Schleswig-Holstein (2008), S. 26.
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Dipl. Handelslehrer Malte Frenz, 2010, Die Förderung des projektorientierten Businessplanunterrichts durch Lernplattformbegleitung und Lernortkooperation mit der Sparkasse zu Lübeck, München, GRIN Verlag GmbH
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