Inhalt
1. EINLEITUNG - DAS ZIEL DIESER ARBEIT. 2
2. DIE HANDLUNG DER TRILOGIE. 3
BACK TO THE FUTURE I 3
BACK TO THE FUTURE II 4
BACK TO THE FUTURE III 5
3. DIE ZEITREISE ALS SUBGENRE DER SCIENCE FICTION
URSPR ÜNGE, GRUNDREGELN UND THEMEN 6
4. DIE WERTE EINER NATION - DIE AMERIKANISCHE IDEOLOGIE 17
5. DER HISTORISCHE KONTEXT DER TRILOGIE - DIE ÄRA REAGAN. 26
6. DIE PROPAGIERUNG DER AUSGESUCHTEN WERTE IN DER TRILOGIE. 32
6.1. BACK TO THE FUTURE I: “IF YOU PUT YOUR MIND TO IT, YOU CAN ACCOMPLISH ANYTHING 32
6.2. BACK TO THE FUTURE II: “WAS WÄRE, WENN DAS JEDER TÄTE 54
6.3. BACK TO THE FUTURE III: “YOUR FUTURE IS WHATEVER YOU MAKE IT 66
7. ZUSAMMENFASSUNG: DIE ZEITREISE ALS TRÄGER DES SPANNUNGSBOGENS
DIE FUNKTIONEN VON KONTINUITÄT UND WANDEL IN DER TRILOGIE. 80
QUELLEN. 88
FILMOGRAPHIE : 88
LITERATUR ZU KAPITEL 3: DIE ZEITREISE ALS SUBGENRE DER SCIENCE FICTION. 88
LITERATUR ZU KAPITEL 4: DIE WERTE EINER NATION - DIE AMERIKANISCHE IDEOLOGIE. 89
LITERATUR ZU KAPITEL 5: DER HISTORISCHEN KONTEXT DER TRILOGIE - DIE ÄRA REAGAN 89
LITERATUR ZU KAPITEL 6: DIE PROPAGIERUNG DER AUSGESUCHTEN WERTE IN DEN FILMEN. 90
LITERATUR ZU KAPITEL 7: ZUSAMMENFASSUNG:
DIE ZEITREISE ALS TRÄGER DES SPANNUNGSBOGENS 91
LEXIKA UND ENZYKLOPÄDIEN: 92
WEITERE QUELLEN: 92
ANHANG. 93
DATEN UND DETAILS ZU DEN FILMEN: 93
Back to the Future I 93
Back to the Future II 94
Back to the Future III 95
WEITERE ERGÄNZUNGEN ZUM TEXT. 96
Kapitel 5: Der historische Kontext der Trilogie - Die Ära Reagan 96
"BACK TO THE FUTURE" EINE ABFRAGE 97
Amazon.de - Amerikanischer Katalog. 97
IDS Uni Zürich. 97
COPAC. 97
Gesamtkatalog GBV 98
Library of Congress - 24h. 98
British Library. 99
NEBIS - ETH Zürich 99
Bibliotheksverbund Bayern 99
Schottische Nationalbibliothek 100
1
Die Handlung von Back to the Future ist ebenso schlicht wie phantastisch: 1985 reist der
17-jährige Schüler Marty McFly mit einer Zeitmaschine 30 Jahre in die Vergangenheit und wird
dort mit der Aufgabe konfrontiert, seine Eltern miteinander verkuppeln zu müssen, um seine
eigene Existenz in der Gegenwart zu sichern. Diese skurrile Geschichte war nicht nur der
Autoren Bob Gale und Robert Zemeckis vier Jahre später zu gleich zwei Fortsetzungen, die
sogar parallel gedreht wurden: In Teil II reist Marty 30 Jahre in die Zukunft, in Teil III verschlägt
es ihn in den »Wilden Westen« des Jahres 1885.
Schon zuvor hatten sich mehrere Filme mit der Idee der Zeitreise - einem Subgenre der
Science fiction - befasst; zum Beispiel Reise in die Urzeit (1955), die Verfilmung von Wells’
Time Machine (1959) oder Das Philadelphia Experiment (1984). Back to the Future war 1985
jedoch der erste Zeitreise-Film, der zu einem Kassenhit wurde (Terminator (1984) gründet zwar
auf einem Gedankenspiel des Zeitreise-Genres, macht es aber nicht zum zentralen Thema
seiner Handlung). Worin liegt das Erfolgsgeheimnis von Back to the Future?
darauf zurückzuführen ist, dass sie in besonderem Maße den Zeitgeist der Dekade wider-
spiegeln, in der sie entstanden: der 80er Jahre. Im Zentrum soll dabei speziell die Frage
stehen, auf welche Weise die Trilogie die Zeitreise nutzt, um das von Präsident Reagan in
seiner First Inaugural Address proklamierte “national renewal” - “With all the creative energy at
kanische Geschichte zu exemplifizieren und so die Ideologie der Dekade zu reflektieren.
Vorgenommen werden soll diese Untersuchung anhand der Darstellung und Propagierung von
Kontinuität und Wandel zentraler amerikanischer Werte innerhalb der Trilogie.
Auf dem Weg dorthin soll zunächst auf die Zeitreise als Subgenre der Science fiction und
Träger der Handlung eingegangen werden. Im Anschluss folgen die Betrachtung des
angestrebte Untersuchung sowie die Einbettung der Trilogie in den historischen Kontext ihrer
Entstehungszeit. Nach der Untersuchung der ausgesuchten Werte in den drei Filmen soll
schließlich über die Rückkehr zum Zeitreise-Motiv und die Diskussion seiner spezifischen
Funktionen in der Trilogie die zentrale Fragestellung dieser Arbeit beantwortet werden.
2
Protagonist ist der 17jährige Marty McFly aus Hill Valley. Sein väterlicher Freund, der
Wissenschaftler und Erfinder Dr. »Doc« Emmett L. Brown, lädt ihn an einem Oktoberabend des
Jahres 1985 ein, seine neueste Erfindung zu testen: eine in einen DeLorean eingebaute Zeit-
maschine. Nach dem ersten erfolgreichen Versuch mit seinem Hund »Einstein« will Doc selbst
erschossen: Mit dem Plutonium, das die Zeitmaschine antreibt, hätte er ihnen einen
Atombombe bauen sollen. Als die Terroristen auch Marty erschießen wollen, rettet der sich in
den DeLorean und ergreift die Flucht. Die Zeitmaschine ist jedoch bereits aktiviert und
transportiert Marty in dem Moment, als der DeLorean die nötige Geschwindigkeit erreicht, in
Um wieder zurück zu gelangen, muss er Doc ausfindig machen. Auf der Suche nach ihm
trifft er auf seinen Vater George, der 1955 so alt ist wie Marty 1985. Marty bewahrt ihn vor
diesen Unfall hatten sich jedoch ursprünglich seine Eltern kennen gelernt. Anstatt sich aus
Mitleid in den verletzten und in ihrem Elternhaus gesund gepflegten George zu verlieben,
verliert Lorraine ihr Herz nun an ihren zukünftigen Sohn Marty. Marty wird dadurch mit der
Aufgabe konfrontiert, die Ehe seiner Eltern zu stiften, um die eigene zu Existenz sichern. Die
Zeit ist knapp, denn zum einen weiß er aus den Erzählungen seiner Eltern, dass sie sich genau
eine Woche nach dem Unfall, auf einer Tanzveranstaltung, zum ersten Mal geküsst hatten.
Zum anderen kann nur ein Blitz, von dem Marty weiß, dass er am Abend der Tanzveranstaltung
in die Turmuhr des Gerichtsgebäudes von Hill Valley einschlug, die Zeitmaschine mit der
nötigen Energie für den Zeitsprung in die Gegenwart versorgen, da das mitgeführte Plutonium
maschine, an der er 30 Jahre arbeiten wird: Er ist mit dem Kopf gegen das Waschbecken ge-
stoßen. Erst als Marty ihm diese Details schildert, ist Doc überzeugt, dass Marty tatsächlich aus
dem Jahr 1985 kommt. Doc wird sich um das technische Problem der Rückreise kümmern, die
Umleitung des Blitzes; Marty wird seine Eltern zusammenbringen. Letzteres ist leichter gesagt
als getan, da Lorraine nur noch Augen für Marty hat, und George zu schüchtern ist, um Lorraine
anzusprechen. Marty bewegt George zur Inszenierung einer »Rettungsaktion«, in der George
den Lorraine gegenüber zudringlich werdenden Marty zu Boden schlägt und ihr Herz gewinnt.
Doch statt George erscheint zunächst ausgerechnet Biff Tannen, der Schläger der Schule; aus
der Inszenierung wird Ernst. George nimmt schließlich all seinen Mut zusammen und schlägt
Biff zu Boden. Die Weichen für die gemeinsame Zukunft von George und Lorraine sind gestellt.
Bevor Marty zurückreist, schreibt er Doc einen Brief, in dem er ihn vor dem Attentat der
Libyer im Jahr 1985 warnt. Doch Doc zerreißt den Brief. Darauf verstellt Marty die Zielzeit der
eintreffen, um ihn persönlich zu warnen. Der Blitz schlägt ein, der Zeitsprung gelingt, doch als
Marty am Ort des ersten Experiments eintrifft, kann er nur noch zusehen, wie sein früheres Ich
sich in den DeLorean rettet und unter gleißenden Lichtblitzen verschwindet. Doc liegt wie leblos
am Boden. Erstaunt stellt Marty fest, dass Doc lebt: Gewarnt durch Martys Brief, den er später
wieder zusammengefügt hatte, trug er »diesmal« eine kugelsichere Weste.
Doc bringt Marty nach Hause und tritt nun selbst seine erste Zeitreise an: 30 Jahre in die
Zukunft. Als Marty am nächsten Morgen erwacht, hat sich seine Umwelt überraschend ver-
Geschichten; seine Mutter, zuvor eine vom Leben enttäuschte Alkoholikerin, ist eine attraktive
Frau, seine älteren Geschwister sind nicht arbeitslos sondern beruflich erfolgreich in erhobenen
wäscht dessen Auto. Als Marty mit seiner Freundin Jennifer eine Fahrt in seinem Auto (das
vorher auch nicht existierte) unternehmen will, kehrt plötzlich Doc aus der Zukunft zurück und
nimmt die beiden mit auf eine neue »Mission«: Es muss etwas für ihre Kinder getan werden.
Doc hat die Zeitmaschine umgerüstet: Sie kann jetzt sogar mit Haushaltsabfällen betrieben
Marty, Doc und Jennifer reisen 30 Jahre in die Zukunft, in das Jahr 2015. Doc erklärt die
Mission: Marty muss anstelle seines 17jährigen Sohnes, Marty jr., Biffs Enkelsohn Griff treffen
und ihm die Mithilfe bei einem geplanten Einbruch verweigern. Tut er das nicht, wird Marty jr. zu
15 Jahren Gefängnis verurteilt; seine Schwester, Martys Tochter Darlene, zu 20 Jahren wegen
Beihilfe bei einem Ausbruchsversuch. Marty verhindert, dass seine Kinder ins Gefängnis
Doc betäubt und in einer Gasse versteckt wurde, von der Polizei aufgegriffen, anhand ihres
Fingerabdruckes identifiziert und nach Hause gebracht - in ihr Zuhause von 2015. Als Marty
sich als Souvenir einen Almanach mit sämtlichen Sportergebnissen von 1950 bis 2000 kauft,
wird er von Biff beobachtet, der mittlerweile 78 Jahre alt ist. Doc nimmt Marty den Almanach ab
und wirft ihn weg - er hat die Zeitmaschine nicht zur persönlichen Bereicherung erfunden.
Während Marty und Doc beschäftigt sind, Jennifer zurückzuholen, nimmt Biff den Almanach
und leiht sich die Zeitmaschine. Als Doc, Marty und Jennifer nach 1985 zurückkehren, finden
sie alles drastisch verändert vor: Aus Hill Valley ist der Moloch Hell Valley geworden, der von
Biff beherrscht wird, dem reichsten Mann des Landes. Dazu hat Biff George ermordet und
Lorraine gedrängt, ihn zu heiraten.
Es stellt sich heraus, dass der alte Biff aus dem Jahre 2015 mit der Zeitmaschine nach
junge Biff jede Sportwette gewinnen und sich mit dem Geld ein gewaltiges Industrie-Imperium
aufbauen. Um die Manipulation aufzuheben, müssen Marty und Doc zurück nach 1955 und
dem jungen Biff den Almanach wieder abnehmen, bevor er ihn benutzen kann. Dieser Zeitpunkt
fällt exakt zusammen mit der Tanzveranstaltung, bei der sich George und Lorraine zum ersten
Mal küssten. Marty erobert den Almanach zurück und verbrennt ihn. Das »ursprüngliche« 1985,
von dem er (zu Beginn von Teil II) aufgebrochen war, ist wiederhergestellt.
Bevor Marty zum wartenden Doc in den DeLorean steigen kann, wird der Wagen von
Durch den Energiestoß wird sie aktiviert und befördert Doc in das Jahr 1885. Von dort schreibt
er einen Brief und lässt ihn bei einer Kanzlei mit genauen Instruktionen hinterlegen, so dass er
glücklich im jungen Hill Valley von 1885 und will dort bleiben. Mit den Informationen in dem Brief
kann Docs Ich von 1955 Marty nach 1985 zurückschicken.
Marty erreicht Docs Ich von 1955 gerade in dem Moment, als Martys Ich aus Teil I mit
Hilfe des Blitzes entschwunden ist. Der DeLorean, mit dem Doc nach 1885 gereist ist, befindet
sich in einer alten Mine nahe Hill Valley. Da die Zeitmaschine seit Docs Ausflug nach 2015
auch mit Haushaltsabfällen betrieben werden kann, brauchen sie für Martys Rückreise nach
1985 nur ein paar Ersatzteile für die Reparatur der Datumsanzeige, die 1955 leicht zu
Auf einem verlassenen Friedhof nahe der Mine findet Marty jedoch einen Grabstein, aus
dem hervorgeht, dass Doc am 7. September 1885 von einem gewissen Buford Tannen wegen
reisen und Doc vor diesem Schicksal zu bewahren. Er »landet« mitten in einem Gefecht
zwischen Indianern und Kavallerie, versteckt den Wagen in einer Höhle und geht in das noch
junge Hill Valley, wo Doc sich mittlerweile als Hufschmied etabliert hat. Da ein Indianerpfeil den
Tank durchbohrt hat und das Benzin ausgelaufen ist, kann der DeLorean aus eigener Kraft
nicht die erforderliche Geschwindigkeit für den Zeitsprung aufbringen. Doc erarbeitet eine
Methode, um die Schubkraft der Eisenbahn, die einmal pro Woche in Hill Valley hält, so stark
um ein Vielfaches zu steigern, dass sie den DeLorean auf den Schienen bis zur für den
Zeitsprung erforderlichen Geschwindigkeit »anschieben« kann. Marty und Doc wollen so nach
1985 zurückkehren, bevor Tannen Doc erschießen kann.
In der Zwischenzeit rettet Doc das Leben von Clara Clayton, der neuen Schullehrerin, die
ohne ihn in eine Schlucht gestürzt wäre, und verliebt sich in sie. Sie erwidert seine Liebe, glaubt
Buford Tannen ein, wodurch sogar sein eigenes Leben gefährdet wird. Doch schließlich wird
Tannen besiegt und der Staatsgewalt übergeben; Marty und Doc können die Heimreise
antreten. Als die Eisenbahn schon so stark beschleunigt hat, dass der Zeitsprung nicht mehr
aufgehalten werden kann, bemerken sie, dass Clara, die ihnen nachgeritten war, an Bord
geklettert ist. Doc entscheidet sich, bei Clara zu bleiben; Marty reist alleine zurück nach 1985.
Dort angekommen, kann er gerade noch aus dem DeLorean springen, bevor der von einem
herannahenden Zug überrollt und zerstört wird. Er holt Jennifer und kehrt zu der Stelle zurück.
Als er den Verlust seines Freundes betrauern will, erscheint Doc in einer neuen Zeitmaschine,
die er in eine Lokomotive eingebaut hat. Bei ihm sind seine Frau Clara und die Söhne Jules
und Verne - benannt nach Docs und Claras Lieblingsautor. Nach einem letzten Gruß reist Doc
wieder ab, um mit seiner Familie weiter die Epochen zu bereisen. Marty und Jennifer bleiben in
der Gegenwart und nehmen von dort Einfluss auf ihre Zukunft.
Die Idee, sich in andere Epochen zu begeben (und dort in das Geschehen einzugreifen),
steht in einer langen Denktradition, denn sie stützt sich auf zwei archetypische Motive: Die
Reise und der Traum von anderen, meist früheren Zeitaltern gehören zu den ältesten Themen
überhaupt. Viele klassische Epen erzählen von Heldentaten vergangener Jahrhunderte,
beschreiben Götterwelten und berichten über die Abstammung von Geschlechtern. Beispiele
sind Ilias und Odyssee, die nordischen und germanischen Sagen, die Geschichten um Artus
und die Ritter der Tafelrunde, die Legenden um Robin Hood und auch die Bibel. Gemein ist
sie durch Vermischen von Historie und Dichtung. (Selbst in Shakespeares History Plays
verschmelzen Authentizität und Fiktion.) Nicht selten beinhalten sie die Vorstellung eines
Goldenen Zeitalters (Camelot, der Garten Eden), in dem die mythischen Figuren gewirkt haben
sollen und auf das man voll Nostalgie zurückschaut. Auch handeln viele Erzählungen von
Reisen in Sehnsuchtswelten, die auf keiner Karte zu finden sind aber in ein Zeitalter von
Unschuld und Sorglosigkeit zurückzuführen scheinen: ob Alice in Wonderland, das
Schlaraffenland oder die Inseln der Glückseligkeit.
Ein bemerkenswertes Beispiel für eine Verschmelzung von Zeitreisen und Reisen in eine
mythische Sehnsuchtswelt findet sich innerhalb der amerikanischen Literatur in Mark Twains
A Connecticut Yankee at King Arthur’s Court (1889): Hank Morgan, Vorarbeiter in einer
Munitionsfabrik in Hartfort, Connecticut, erhält beim Streit mit einem Arbeiter einen Schlag auf
6. Jahrhunderts wieder, genauer: in König Artus’ Camelot. Binnen kurzer Zeit avanciert er durch
sein technisches Wissen des 19. Jahrhunderts zum zweitwichtigsten Mann hinter Artus und
erhält den Namen »The Boss«. Er beginnt, das pastorale Camelot nach seinen Vorstellungen
in eine moderne Industriegesellschaft umzugestalten. Er eröffnet Schulen, Fabriken und
Militärakademien, richtet Telefone, Telegrafen und eine Zeitung ein und überschwemmt den
Markt mit den Produkten seiner Firmen. Die Tafelrunde wird als Börse von Camelot zur
Handelszentrale. Gleichzeitig macht er sich aber Kirche, Rittertum und Adel, die er ihrer
Machtpositionen beraubt hat, zu Feinden. Die Kirche nutzt eine Reise des Bosses nach
Frankreich, um den Bann über ihn auszusprechen. An der Börse sorgen Manipulationen für ein
Zerwürfnis der Ritterschaft in zwei Lager, die sich schließlich in einer finalen Schlacht
Bürgerkrieg und bereitet mit nur 50 treuen Anhängern durch Schützengräben, elektrische Fang-
zäune und Kanonen 25.000 angreifenden Rittern eine vernichtende Niederlage. Ihre Leichen
bilden jedoch eine unüberwindliche Barriere um den Stützpunkt (Merlins Höhle), die den Sieg
entwertet, indem sie den Boss und seine Anhänger ebenfalls zum Tode verurteilt. All seine
Errungenschaften sind ausgelöscht. Merlin erscheint und belegt den Boss mit einem Zauber,
der ihn 13 Jahrhunderte schlafen lässt. Der Boss erwacht im 19. Jahrhundert und wünscht sich,
sterbend, ausgerechnet in das idyllische Camelot zurück, das er selbst zerstört hat.
ausgesucht hat. Die Romanzen um Artus und die Ritter der Tafelrunde waren besonders bei
der „Pflanzeraristokratie“ [Nagler 106] in den Südstaaten der USA sehr beliebt. Twain sah in
diesen Erzählungen jedoch den Grund für die Rückständigkeit des Südens und sein Verharren
in verkrusteten gesellschaftlichen Formen, wofür er vor allem Sir Walter Scott die Schuld gibt:
In Life on the Mississippi, Clemens blames Scott for retarding the “wave of progress”
and degraded system of government ... sham grandeurs, sham gauds, and sham
chivalries of a brainless and worthless long-vanished society”
Indirekt machte er Scott und amerikanische Autoren wie Cooper mit ihren romanti-
sierenden Beschreibungen sogar mit für den Ausbruch des Bürgerkriegs verantwortlich:
Cooper’s frontier myth was [...] produced, Mark Twain felt, [...] by the effect of
obsolete romanticism of England. Cooper in America and Walter Scott in England
were responsible in disseminating such myths. [...] He felt that the pervasive
influence of Walter Scott, who created in the American mind the idea of romance
and chivalry, needed to be countered before fresh examination of American reality
be undertaken. Mark Twain at one point remarked that it was Walter Scott who by
corrupting the Southern mind by his notion of the romance of the war, indirectly
caused the Civil War. Mark Twain felt that the best way to counter these myths [...]
was through comic techniques like parody, burlesque and pastiche. [...] Thus his
Twain nutzt die Form der Satire, um mit einem Grundreiz der Zeitreise zu spielen: “From
its first appearance in literature, time travel has been used to highlight the differences between
different periods in time” [Russell 11]. Heißt: Zeitreisen werden seit jeher benutzt, um die unter-
schiedlichen technologischen, gesellschaftlichen oder politischen Gegebenheiten von Epochen
darzustellen. Das bereiste Zeitalter fungiert als Gegenpol zur eigenen Epoche. Twain dreht
Parallelisierungen andeutet, dass sich das 6. und das 19. Jahrhundert gar nicht wesentlich
unterscheiden: Der Yankee belächelt die Ritter, die von ihren wohl übertriebenen »Helden-
taten« berichten [“Knights and other professional liars”, ACY 69], vergisst aber anscheinend die
in seiner eigenen Zeit populären tall tales, die auf demselben Prinzip aufbauen. Er will Merlins
Zauberkünste als Hokuspokus entlarven und bedient sich dabei der technischen Möglichkeiten
des 19. Jahrhunderts, klärt aber nie über die Wirkungsweisen auf und ersetzt so nur eine Form
von Magie durch eine andere [ACY XXIII]. Er erklärt den Dorfbewohnern das Prinzip der freien
thing”, ACY 174] und wird später (in Abwandlung) gemäß diesem Prinzip auf dem Sklavenmarkt
verkauft: “[A] man is ultimately worth only what he will bring on the market.” [Berkove, Hoax 37]
- Die Frage, die Twain stellt, ist ersichtlich: Warum soll man sich in eine Zeit zurückwünschen,
die nicht viel anders war als die eigene?
Trotzdem bestätigt das Ende des Romans den Zeitgeist der Epoche, in der er entstanden
ist. Er führt genau jene Möglichkeiten und Gefahren vor Augen, die die Angst vor der unge-
wissen Zukunft schürten und die Flucht in ein imaginäres Zeitalter der Unschuld in pastoraler
Landschaft bewirkten: “The Science and technology that mark progress, that distinguish forward
from backward in time, become the means to annihilate all that humanity has created” [Franklin
170]. Zugleich zeigt er das Dilemma des Fortschritts auf: “Progress as a historical process must
[Fienberg 166]. Diese Feststellung erscheint fast wie ein zynischer Hinweis auf ein
Newtonsches Weltbild, das die Geschichte unerbittlich wie ein Uhrwerk ablaufen lässt und
jedem, der sich der Nostalgie hingibt, ein mahnendes »You can’t go back« entgegnet.
Da sich jede (noch so spekulative) Erzählung letztlich dem Weltbild beugen muss, unter
dessen Einfluss sie entstand, ist der Schluss von A Connecticut Yankee unausweichlich: Damit
Bosses im 6. Jahrhundert am Ende annulliert werden. Die Unabwendbarkeit des geschicht-
Warwick Castle in England werden die Besucher auf eine rätselhafte Kuriosität hingewiesen:
“Ancient hauberk, date of the sixth century, time of King Arthur and the Round
supposed to have been done with a bullet since the invention of firearms—perhaps
Ein Fremder (der sich später als der Boss Hank Morgan erweist) erklärt dem Erzähler der
Später stellt sich heraus, dass der Boss ihn bei einem Ritterturnier mit einem Revolver
erschoss, den er bei seiner Zeitreise »mitgebracht« hatte:
the revolver was back in the holster before anybody could tell what had happened.
Here was a riderless horse plunging by, and yonder lay Sir Sagramore, stone dead.
[…] There was a whole through the breast of his chain-mail, but they attached no
importance to a little thing like that; and as a bullet-wound there produces but little
blood, none came in sight because of the clothing and swaddlings under the armor.
Das Schussloch ist der einzige »Beleg« für die Geschichte des Yankee, die der Erzähler
der Rahmenhandlung in den Notizen des Bosses nachliest - und selbst hierfür findet sich eine
Erklärung, die das Newtonsche Weltbild bewahrt: wahrscheinlich waren es Cromwells Soldaten
Der Yankee gerät durch einen Schlag auf den Kopf und anschließende Bewusstlosigkeit
in das 6. Jahrhundert; Merlins Zauberspruch versetzt ihn am Ende in einen Schlaf, der die Jahr-
hunderte »zurück« überbrückt. Der Schlaf ist eine häufige Methode für Reisen durch die Zeit
oder in Sehnsuchtswelten, da er die Struktur des Traums ausnutzt [Berkove, Dream, passim]. In
Lewis Carrolls Erzählung reist Alice im Traum ins Wunderland, in Charles Dickens’ Christmas
Carol
wird der Geizhals Ebenezar Scrooge im Schlaf von den drei Geistern der Zeit heim-
gesucht. Auch Back to the Future spielt mit diesem Prinzip: Martys eigentliches Abenteuer
beginnt, als er von Doc telefonisch geweckt wird; es endet (in Teil I), als er nach der Rückkehr
durch das Fenster in sein Zimmer klettert und auf dem Bett einschläft. Andrew Gordon
beschreibt Back to the Future I sogar als einen “elaborate daydream” [a377f.]. Nur: Als Marty
Sobald sich die Zeitreise einer »technischen« Methode bedient, die sich dazu auf eine
(pseudo-)wissenschaftliche Basis stützt, wird sie interessant für das Genre der Science fiction,
das per definitionem abhängig ist vom (pseudo-)wissenschaftlichen Diskurs [Hollinger 205]:
Reisen durch die Epochen werden durch Maschinen ermöglicht, deren Mechanismen (auf
werden, aber letztlich doch ungeklärt bleiben.
Ein berühmtes Beispiel für diese »wissenschaftlichen« Zeitreise-Erzählungen ist H. G.
Wells The Time Machine (1895): Ein (anonym bleibender) Zeitreisender baut eine Apparatur,
mit der er aus dem England des späten 19. Jahrhunderts in das Jahr 802.701 reist. Dort trifft er
auf das Volk der Eloi, eine friedliche, kindlich-naive Rasse, die in vollkommener Parklandschaft
(ohne Tiere, dafür reich an vielfältigen Obstsorten) ein scheinbar paradiesisches Dasein ohne
Arbeit, Klassengegensätze, Krankheit oder Alter führt. Er sinniert, dass diese Welt das Ergebnis
das erste Stadium des Verfalls, und so musste das Fehlen jeden Ansporns zum Fortschritt, der
geringsten Gefahr, zu der zufriedenen Lethargie führen, die das Volk der Eloi zu naiven Kindern
maschine plötzlich verschwunden ist, trifft er auf der Suche nach ihr auf die im Gegensatz zu
den Eloi fleischfressenden Morlocks, eine zweite Rasse von Menschen, die in einem Tunnel-
system leben und sich physiognomisch einem Leben unter der Erdoberfläche angepasst
haben. Sie sind von affenartiger Gestalt, haben rotgraue Augen und lange, flachsähnliche
Er erkennt, dass die Eloi und die Morlocks das „Ergebnis einer konsequent fortgeführten
Aufspaltung der menschlichen Gesellschaft in - wie Disraeli es nannte - ‘zwei Nationen’, die
sind. Im Laufe der Zeit haben sich die Herrschaftsverhältnisse zwischen den Abkömmlingen
von Aristokratie (Eloi) und Unterschicht (Morlocks) umgekehrt: Die Morlocks versorgen die Eloi
immer noch z.B. mit Kleidung, nutzen sie dafür aber als »Schlachtvieh« für die eigene,
kannibalische Ernährung. Entsetzt begibt sich der Zeitreisende in seiner von den Morlocks
zurück erkämpften Maschine noch weiter in die Zukunft; nur um festzustellen, dass die Mensch-
heit schließlich völlig von der Erde verschwunden sein wird. Er kehrt zurück in die viktorianische
Ära und berichtet seinen Freunden von seinen Erlebnissen. Dann verschwindet er - niemand
weiß, in welcher Zeit er sich befindet.
The Time Machine
beschreibt ebenso wie
A Connecticut Yankee...
die Reise eines tech-
nisch »Überlegenen« in eine Zeit pastoraler, fast edenischer Einfachheit - eine Rückkehr ins
Paradies. Doch beide Erzählungen enden mit der Erkenntnis, dass das scheinbar (wieder-)
gefundene Paradies längst verloren ist. Für Wachhorst [345] bestehen die meisten Zeitreisen
in dieser Suche nach dem verlorenen Paradies - und gewöhnlich ist die Suche vergebens.
Während dabei Reisen in die Vergangenheit Zustände beschreiben, die existiert haben
(sollen), handeln Reisen in die Zukunft oft von Utopien erstrebenswerter Gesellschaften, die
kommen könnten - oder von Anti-Utopien, die nie Realität werden dürfen. Zeitreisen bedienen
also zwei Impulse: Nostalgie (nach der Vergangenheit) und Neugier (auf die Zukunft). Dazu
sind Reisen in die Zukunft immer auch Extrapolationen der Menschheitsentwicklung, da sie auf
den wissenschaftlichen, technischen, gesellschaftlichen oder politischen Trends der Zeit
basieren, in der sie entstanden. In der Back to the Future-Trilogie geht Doc Brown sogar noch
weiter: Er will mit Hilfe der Zeitmaschine Antworten auf die fundamentalen Fragen der
I didn’t invent the time machine for financial gain. The intent here is to gain a clear
perception of humanity: Where we’ve been, where we’re going, the pitfalls and the
possibilities, the perils and the promise; perhaps even an answer to that universal
Wells’ Zeitreisender beugt sich fatalistisch seiner Entdeckung über die Zukunft der
Menschheit; seine Ergebenheit in die Unausweichlichkeit der Entwicklung verrät offenbar
zulässt. Er kann die Zukunft ebenso wenig verändern, wie der Yankee die Vergangenheit
beeinflussen konnte. Wells’ Roman deutet das in seinem doppeldeutigen Titel an: Er steht nicht
nur für den Apparat, der das Reisen durch die Epochen ermöglicht, sondern auch für die Zeit
selber als Maschine, die sich unerbittlich wie ein Uhrwerk weiterbewegt [Hollinger 211]. Doch
allein die Tatsache, dass Wells’ Figur mit Hilfe einer Maschine (und nicht »nur im Traum«)
durch die Zeit reist, ist schon ein (wenn auch kurzer) Ausbruch aus dem Gefängnis des
unveränderlichen geschichtlichen Ablaufs. Dazu beinhaltet die Rahmenhandlung der
Erzählung, eine Diskussion über die Möglichkeit der Zeitreise, bereits eine bemerkenswerte
Dimensionen:
directions: it must have Length, Breadth, Thickness, and—Duration. […] There are
really four dimensions, three which we call the three planes of Space, and a fourth,
Time. There is, however, a tendency to draw an unreal distinction between the
former three dimensions and the latter […].
There is no difference between Time
and any of the three dimensions of Space except that our consciousness moves
Wells mute für seinen Zeitreisenden ein neues »Universum« schaffen: “Wells had to
separate the subjective time of his Traveller from the objective time by which his temporal
perceptions are supposedly determined. Private time breaks free of public time” [Hollinger 210].
Diese Trennung in objektive und subjektive Zeit ahnt sogar die Relativitätstheorie voraus: Der
Zeitreisende sieht in seiner Maschine die Jahrhunderte im Zeitraffer an sich vorbei eilen. (Wells
weist nicht zufällig in Einsteins Richtung: Er studierte am Imperial College of Science and Tech-
nology in London.) Hier zeigt sich aber auch der Unterschied zwischen Newtonscher und
noch nicht »überspringen«. Das Dogma des unveränderlichen Laufs der Zeit bleibt erhalten.
Here is a portrait of a man at eight years old, another at fifteen, another at
seventeen, another at twenty-three, and so on. All these are evidently sections, as it
Erst Einsteins Relativitätstheorie entwirft ein Weltbild, das dieses Dogma aufhebt.
Lawrence M. Krauss, Professor für Physik und Astronomie an der Case Western University in
Cleveland/Ohio, gibt eine vereinfachte Erklärung: 1) Geschwindigkeit ist Distanz pro Zeit.
2) Licht bewegt sich mit absoluter (d.h. konstanter) Geschwindigkeit. Da die Lichtgeschwindig-
keit konstant ist, müssen die beiden anderen Faktoren der Gleichung variabel sein, Raum und
Zeit werden relativ [Krauss 32]. Zeit dehnt sich oder zieht sich zusammen; der Raum ist nicht
statisch, sondern krümmt sich. Für Reisen durch den Raum heißt das: „Wenn wirklich ein
gekrümmter Raum existiert, so braucht die kürzeste Verbindung zwischen zwei Orten nicht
unbedingt aus einer geraden Linie zu bestehen“ [Krauss 48].
Analog verläuft im vierdimensionalen Universum die Zeit nicht linear, sondern in »Schlau-
fen«, zwischen denen »Abkürzungen« existieren können, die zu Orten führen, „die den An-
schein erwecken, unerreichbar weit entfernt zu sein“ [Krauss 50]. Diese Abkürzungen, »Wurm-
löcher« genannt, können »Zeitsprünge« in die Vergangenheit oder Zukunft ermöglichen. (Die
Zeitmaschine in Back to the Future, Doc Browns DeLorean, nutzt offenbar diese Methode;
Befahren und Verlassen des »Wurmlochs« werden dabei von Lichtblitzen angezeigt.)
Gerade bei der Zeitreise greift die Science fiction oft auf die Relativitätstheorie zurück -
nicht nur, weil diese Zeitreisen sogar ausdrücklich zulässt [Krauss 27f.], sondern auch, weil sie
den Anspruch der Science fiction, eine »rationale« Dichtung zu sein, zu untermauern scheint.
»magischen« Reisen im Schlaf dadurch überlegen ist, dass er eine wissenschaftlichen Basis
hat. (Dabei wird gerne unterschlagen, dass selbst in den Theorien der Astrophysiker nur
Objekte mit unendlich geringer Masse, die sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegen, etwaige
Reisen durch solche »Wurmlöcher« und deren Schwerkräfte überstehen würden. Für einen
Menschen wären diese Passagen eher eine Fahrt durch Dantes Hölle [Hawking 94] als eine
Wenn es theoretisch möglich ist, durch derartige Abkürzungen durch die Zeit zu reisen,
warum sollten dann nicht auch Eingriffe in deren Ablauf möglich sein? Hier liegt der größte Reiz
der Zeitreise, das Spiel mit dem »Was-wäre-wenn?«. Denn wer hegt nicht den Wunsch, etwas
Geschehenes rückgängig zu machen, oder Kenntnisse über zukünftige Ereignisse zu haben,
die nächsten Lottozahlen vorhersagen könnte? Der weitaus häufigere der beiden Wege ist der
in die Vergangenheit. Ihn trägt dieselbe Nostalgie, die der Popularität aller Werke zugrunde
liegt, die sich mit vergangenen Epochen befassen. Nur schließt die Reise in die Vergangenheit
jetzt die Idee mit ein, dass das Glück der Vergangenheit durch deren Manipulation in die
Gegenwart hinüber gerettet werden kann. Besonders Filme mit Zeitreise-Themen spielen
The majority of recent time-travel films [...] deal [...] with an escape into an idealized
past in a desperate attempt to alter the present and the future. They reflect a
growing dissatisfaction with a present that is sensed as dehumanized, diseased, out
of control, and perhaps doomed. Somewhere along the line, the unspoken feeling
goes, something went drastically wrong; if we could only return to the appropriate
crossroads in the past and correct things, we could mend history and return to a
revised, glorious present or future, the time line we truly deserve.
Hier liegt der Ausgangspunkt der Back to the Future Trilogie, die vor allem auf die
Nostalgie nach den 50er Jahren setzt: Die »Kreuzung«, an der sich das Schicksal von Martys
Familie entschied, war gerade der Zeitpunkt, als seine Eltern in seinem Alter waren und sich
George: aus Mitleid, weil ihr Vater ihn mit dem Auto angefahren hatte. Martys Eingreifen
korrigiert den Fehler: George lernt, um ihre Liebe zu kämpfen und beweist, dass er für sich
selbst einstehen und die Frau, die er liebt, beschützen kann. Durch die Auseinandersetzung mit
diesen ritterlichen (!) Idealen im Laufe der Back to the Future-Trilogie (und deren
abschließende Neubewertung) offenbart sich die Tradition Twains: Marty und Doc sind die
Yankees des 20. Jahrhunderts.
Die Logik scheint die Chance einer Manipulation der Vergangenheit zu verbieten. Ein
einfaches Beispiel: Man liest von der Ermordung Lincolns (er wurde am 18. 4. 1865 bei einem
Theaterbesuch in Washington erschossen), baut sich eine Zeitmaschine, reist zu einem
Zeitpunkt kurz vor dem Mord und verhindert ihn. Lincoln bleibt am Leben. Nur: Das Verhindern
Reise. Der Eingriff in die Geschichte annulliert sich in dem Moment, in dem er passiert [Cook
Ursache und Wirkung aus den Fugen geraten last, bezeichnet man als »Zeit-Paradoxon«:
“A Time Paradox is a situation in which the effect of an incident contradicts or eliminates the
cause of that same incident” [“Back to the Future™ Frequently Asked Questions” [FAQ # 12]].
Das berühmte Grandfather Paradox bedroht sogar die eigene Existenz: Man reist in die
Vergangenheit, tötet aus Versehen seinen Großvater (oder einen anderen direkten Vorfahren)
Zeit zurückreisen und seinen Großvater töten. Resultat ist das Paradoxon: „Wenn man existiert,
so kann man nicht existieren; und wenn man nicht existiert, muss man existieren” [Krauss 26].
Doch selbst wenn die eigene Existenz durch die Manipulation nicht gefährdet ist, wie
können in einer Erzählung Charaktere in ihren Eigenschaften definiert werden, wenn jede noch
so kleine »Korrektur« des geschichtlichen Ablaufs auf sie zurückschlägt und sie verändert,
anstatt dass sie sich kontinuierlich weiterentwickeln? Die Lösung liegt in der Einsicht, dass die
Zeitreise ein rein gedankliches Konstrukt ist, “a sign without a referent, a linguistic construction
nur den Grenzen verpflichtet, die ihr Schöpfer (Autor, Regisseur) ihr gesetzt hat. Bob Gale und
Bob Zemeckis, die Autoren von Back to the Future, erklären ihr »Universum« so: “Let’s face it,
of rules for our stories and stick by them, and stay consistent with the little ‘universe’ that we’ve
created” [FAQ # 9]. Wenn das Konstrukt innerhalb der gegebenen Grenzen auf logische
Hindernisse stößt, werden die Grenzen erweitert. Daher ist eine wichtige Grundregel des
Zeitreise-Genres die Immunität des Reisenden gegenüber den Folgen seiner Interventionen
für die Dauer der Reise: “A time traveler in transit is a drifting bubble of now-time ripped loose
from the matrix of the continuum, immune to the transformations of the paradox” [Silverberg 38].
Damit der Zeitreisende bei seiner Rückkehr nicht doch von einem Paradoxon betroffen
11]: Bei den Filmen Smoking und No Smoking (beide 1993) von Resnais steht z. B. am Anfang
jeweils die Alternative, eine auf dem Boden liegende Schachtel Zigaretten aufzuheben
(Smoking) oder sie liegen zu lassen (No Smoking). Nach dieser Entscheidung divergieren die
beiden Filme in zwei völlig verschiedene Handlungen. Jede dieser Handlungen ist ein
mögliches »Universum«, hervorgerufen durch eine einzige Entscheidung. Unendlich viele
Entscheidungen erzeugen unendlich viele »parallele« Universen. Als Konsequenz ist jede
Realität nur die Summe möglicher Entscheidungen. Ein Zeitreisender kann so von einer Fahrt
in die Vergangenheit in eine Realität »zurückkehren«, in der er gar nicht existieren würde. Er
wird dadurch zur einzigen Konstanten der Erzählung, während sich die Welt um ihn
»schlagartig verändert«. Die Zeitreise wird zum “[play] with the sanctity of sequency” [Slusser
168], das die kontinuierliche Entwicklung des Reisenden gegen die Unbeständigkeit der Welt
projiziert. Oft jedoch ist der Zeitreisende in der »neuen« Realität ein Fremder, der sich nichts
mehr wünscht, als in »sein« Universum zurückzukehren - “an oddly Newtonian desire to go
For the time traveler, disengagement from Newtonian time creates new rules,
beyond chronology and causality, for human thought and action. Return to any
traveler is now free to play upon the wish and need for such a return, to create
arabesques that flirt with a reentry point that has now become “forbidden” if not
impossible. [...] He/she must [...] reject the classical sense of time. This rejection of
chronology however creates a tyranny, in the form of a yearning or desire to return
to a temporal fixity now known to be impossible in terms of the new rules adopted.
Auch Marty ist solch ein Fremder: In Back to the Future II landet er bei seiner Rückkehr
aus der Zukunft in die Gegenwart in einem »alternativen« 1985: Sein Vater ist tot, seine Mutter
Seine Geschwister sind im Gefängnis, sein »alternatives Ich« geht in der Schweiz auf ein
Internat. Um in »sein« 1985 zurückzukehren, muss Marty in der Vergangenheit die
Manipulation rückgängig machen, die zu dieser »alternativen Realität« führte.
»Vergangenheit« und »Zukunft« werden bei sequentieller Betrachtung des Geschehens
zu relativen Begriffen, die sich am »Jetzt« des Zeitreisenden orientieren:
[A]ll of the past and all of the future [...] meet and forever meet, at one single point,
now. Furthermore, the now [...] is specifically located, and will never be found in any
Ein Zeitreisender kann also in seiner »subjektiven Vergangenheit« Kenntnis über ein
Ereignis in der »objektiven Zukunft« haben - und sich diese in der »objektiven Vergangenheit«
zunutze machen: Twains Yankee sagt eine Sonnenfinsternis voraus, Marty hilft in Teil I sein
Wissen über einen Blitzeinschlag bei der Planung seiner Rückkehr nach 1985. Die
»Relativität« der Zukunft wird im Film oft anhand von Objekten dokumentiert, die der Reisende
aus der »objektiven Zukunft« der Zeit mitgebracht hat, in der er sich gerade befindet. (Sie sind
Future z. B. ändern sich Schlagzeilen auf Zeitungen, verschwinden Personen von Photos,
wechseln Werbeschriften auf Streichholzbriefchen. »Die Zukunft« ist nicht mehr (wie noch bei
“We know this photograph [of a tombstone] represents what will happen if the events of today
continue to run their course into tomorrow” [Doc Brown, BttF III, 1:04,11h].
Die letzte Betrachtung innerhalb des Zeitreise-Motivs gilt dem Spiel mit dem Déjà vu: In
Teil II muss Marty erneut nach 1955 reisen und dort während derselben Tanzveranstaltung wie
in Teil I in die Geschichte eingreifen, um die Manipulation aufzuheben, durch die sein Vater
später getötet und seine Mutter gedrängt wird, dessen Mörder zu heiraten. Er beobachtet dabei
sein »früheres Ich« aus Teil I, das »zeitgleich« seine Eltern miteinander verkuppeln muss. Hier
zeigt sich, dass der Zeitreise weiterhin Grenzen gesetzt sind: Man kann an jeden Punkt von
Vergangenheit und Zukunft reisen, aber nie in die eigene Vergangenheit oder Zukunft. Denn da
zur selben Zeit immer nur eine Person am selben Ort existieren kann, muss der Zeitreisende
entweder sein früheres/zukünftiges Ich von dessen Platz im Geschehen verdrängen oder selbst
verzichten und sich mit der Beobachtung aus einer anderen Position begnügen. Aus dieser
letzten »Tyrannei« der Zeit kann auch Einstein nicht befreien: Sequenzialität schließt die
Erkenntnis ein, dass jedes Erlebnis einmalig ist. Man entwickelt sich immer weg von dem, was
man war, und hin auf das, was man sein wird. Der Zeitreisende bleibt immer nur ein Besucher,
ein Fremdkörper - und damit ein potentieller Störenfried im natürlichen Lauf der Geschichte.
Insgesamt macht sich die Back to the Future-Trilogie das Zeitreise-Motiv auf vielfältige
Dogma von Ursache und Wirkung auf den Kopf stellt: Nur im fiktiven Rahmen der Zeitreise
kann man sich eine Figur vorstellen, die ihre Eltern zusammenbringen muss, um die eigene
Zeitreise-Motivs; von Reisen in die extrapolierte Zukunft über parallele Realitäten bis zum Spiel
mit Sequenz und Déjà vu. Zweitens bedient es die Nostalgie. Für Marty wird der uralte Wunsch
Wirklichkeit, in vergangene Epochen zurückzukehren, dort Fehlentscheidungen zu korrigieren
und tragische Ereignisse rückgängig zu machen. Schließlich lässt die Zeitreise verschiedene
Generationen auf einer Altersstufe Stufe aufeinander treffen und erlaubt so einen direkten
Vergleich zwischen ihnen. Auf seinen Zeitreisen begegnet der 17jähriger Marty immer wieder
Mitgliedern seiner Familie: In Teil I überspringt er einen vollständigen Generationszyklus von
1985 nach 1955 und landet so in der Zeit, als seine Eltern in seinem Alter waren und selbst
noch zuhause wohnten. In Teil II macht er analog einen »Generationssprung nach vorn« ins
Jahr 2015, wenn wiederum sein Sohn in seinem Alter sein wird. Marty selbst wird dann so alt
sein, wie sein Vater 1985 ist. In Teil III gelangt er nach 1885 und trifft wieder auf seine
Vorfahren: Der erste McFly, der in Amerika geboren wurde, ist noch ein Baby; dessen Eltern,
Einwanderer aus Schottland, sind die ersten McFlys im noch jungen Hill Valley.
Marty und die Figuren der verschiedenen Epochen geraten bei seinen Reisen immer
wieder in analog ablaufende Situationen. Als »Kinder« ihrer Zeit wuchsen sie jeweils auch mit
den Werten dieser Epochen auf. In den Gemeinsamkeiten und Unterschieden, die Marty (als
»Fixpunkt« der Vergleiche) und seine Vorfahren in den wiederkehrenden Situationen erkennen
lassen, offenbaren sich so Kontinuität und Wandel dieser Werte über die Epochen hinweg.
Die USA sind eine Nation, die sich nicht im »klassischen« Sinne des Begriffs definieren
lässt. Sie stellen keine „durch gemeinsame Abstammung verbundene Bevölkerung einer
Landschaft oder Stadt“ [Weber-Fas 321] dar, sondern ein Konglomerat von rund 250 Millionen
Einwohnern verschiedenster Ethnien und sozialer Schichten, eine »Nation von Einwanderern«
[271], ein System von Werten, die sich in der geschichtlichen Entwicklung herausgebildet
haben und die verschiedenen ethnischen, sozialen und regionalen Gruppen in die Nation
integrieren. Lösche beschreibt diese Ideologie sogar detailliert als eine „civil religion“ [Kapitel
III], die sich in Symbolen wie dem Sternenbanner und Ritualen wie dem pledge of allegiance
manifestiert und die Nation begründet und festigt [272].
In der Tat erscheint die »amerikanischen Ideologie« als das Resultat eines engen
Zusammenhangs „von Religion und Kirche auf der einen, von Gesellschaft und Politik auf der
anderen Seite“ [Lösche 273]. Lösche isoliert drei Faktoren, die zur Herausbildung dieser
weltlichen Religion und ihrer Werte beigetragen haben: den englischen Protestantismus, den
Kalvinismus des 17. und 18. Jahrhunderts und das Lockesche Verständnis von Erkenntnis und
Herausbildung der genuin amerikanischen Werte geführt, die daher auch nur in einem
amerikanischen Kontext zu verstehen sind.
Denn anders als in Europa standen sich z. B. Religion und Aufklärung nicht als
Widerparte gegenüber, sondern waren gemeinsam Wegbereiter bei der Gründung der
Republik: „Unabhängigkeit des Denkens und Freiheit des Bekenntnisses mussten in der neuen
Welt keiner Obrigkeit abgetrotzt werden, in der sich geistliche und weltliche Autorität
miteinander verbunden hatten“ [Lösche 273]. Während sich in Europa die feudalen Staats-
formen durch das Gottesgnadentum legitimierten, waren die Staat und Kirche in den USA
immer strikt getrennt. Die Bestrebungen nach bürgerlicher Freiheit waren daher nicht (wie z.B.
in Frankreich) „anti-klerikal oder militant-weltlich“ [Lösche 273], sondern konnten sich sogar
ausdrücklich auf die Gottgewolltheit der bürgerlichen Rechte hin:
We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are
Die strikte Trennung von Staat und Kirche ist sogar im ersten Amendment zur Verfassung
verankert; die garantierte Freiheit der Religionsausübung gilt gemeinsam mit der freedom of
the right of the people peaceably to assemble, and to petition the Government for a
Die Gründe hierfür reichen zurück bis zu den ersten Einwanderern: Die puritanischen
Separatisten, die Anfang des 17. Jahrhunderts aus England nach Amerika kamen, erhofften
sich in der neuen Heimat vor allem Religionsfreiheit. In den Gründungskolonien wurden sie zur
bestimmenden Größe, so dass der englische Protestantismus auch die gesellschaftliche
Entwicklung prägen konnte [Lösche 279]. Laut Lösche förderten die „Ansätze zu theokratischer
Herrschaft“ [273f.] in den Gründungskolonien (wie die Hexenprozesse in Massachusetts auf
dem Höhepunkt der religiösen Strenge) langfristig dialektisch die Erkenntnis, „dass religiöse
kontinuierlichen Besiedlung des Landes, die durch die nachfolgenden Einwanderer garantiert
wurden, wurde die Religionszugehörigkeit als zweitrangig erkannt.
Dialog treten und sich (besonders bei moralischen Fragen) gegenseitig beeinflussen: Die
Religionsfreiheit war ein wichtiger Faktor im Kampf um die Lösung vom Mutterland (s.o.);
kirchliche Verbände setzten sich z. B. für die Aufhebung der Sklaverei ein, Kirchenvertreter wie
Reverend Dr. Martin Luther King kämpften Seite an Seite mit dem Civil Rights Movement.
Die Trennungslinie zwischen Religion und Staat war dabei „immer wieder umstritten und wird in
jeder Generation neu vermessen“ [Lösche 274]: In staatlichen Schulen darf seit den 70er
Jahren nicht mehr gebetet werden, um nicht eine Religionsform öffentlich zu bevorzugen; aus
Rathaus auf seine “constitutionality” überprüft [Burns 58f]. Religion kann sogar Einfluss auf den
Unterricht nehmen: Je nach Region steht im Biologieunterricht die Evolutionstheorie oder die
biblische Schöpfungslehre auf dem Lehrplan. Politik und Religion sind also in den USA kein
Gegensatz, sondern oft eine »logische Kombination«. Wie Lösche [275] festhält, haben in den
USA gerade die Kirchen zur „Grasverwurzelung der Demokratie“ beigetragen.
Durch ihre strikte Trennung vom Staat auch auf administrativer Ebene auf der einen Seite
und ihr starkes politisches Engagement auf der anderen stellen die Kirchen in den USA sowohl
geistliche Gemeinden (congregations) als auch weltliche Kommunen (communities) dar. In der
amerikanischen Geschichte fanden diese Prinzipien von Selbstverwaltung und Unabhängigkeit
vom Staat ihre stärkste Ausprägung an der Frontier, der Grenze der (weißen) Besiedlung nach
Westen, „wo spontan und freiwillig Siedler sich zu kirchlichen Gemeinden zusammen-
schlossen“ [Lösche 275].
Trotz der ausdrücklichen religiösen Toleranz konnten sich die WASPs, die White Anglo-
Saxon Protestants, besonders in der Arbeitsethik durchsetzen: Als Gründerväter der USA
formten sie deren gesellschaftliche Ordnung nach ihrem Modell, in das die späteren Einwan-
derer integriert wurden. Basis des Modells sind lt. Lösche die schon genannten Grundlagen der
schen Philosophien innerhalb der Aufklärung, die untereinander ein komplexes Wechselgefüge
Kennzeichnend für den englischen Protestantismus ist die Auffassung, dass zwischen
Gott und Individuum ein persönliches Verhältnis besteht, so dass „dem individuellen Gewissen
die höchste Autorität zukommt“ [Lösche 279]. Hierauf gründet der amerikanische
Individualismus, der sich unter anderem in Skepsis gegenüber Autorität zeigt - und bis zu
jenem zivilen Ungehorsam reichen kann, den Thoreau in seinem Essay “Civil Disobedience”
forderte. Die Einflüsse von John Locke sind ersichtlich: Nach seiner Erkenntnis-Theorie ist
jedes Wissen und jede Idee abhängig von der persönlichen Erfahrung, die ihrerseits nur über
die Sinne möglich ist. Die äußeren Sinneswahrnehmungen (sensations) beeinflussen dabei die
Gotteserfahrung wird zu einem höchst individuellen Prozess - selbst wenn Gott, als
»übersinnliches« Wesen, nicht direkt erfahren werden kann, sondern nur durch die Zeugnisse
(vor allem die Bibel), die seine Werke und seine Präsenz über die Sinne vermitteln.
Daneben hatte auch Lockes Staatsphilosophie großen Einfluss auf die amerikanische
Ideologie: Locke geht von einem Naturzustand (mit völliger Freiheit und Gleichheit aller) aus,
auf den sich ein Entwicklungsprozess gründet, an dessen Ende der Abschluss eines Gesell-
schaftsvertrags steht, in dem die legislative, judikative und exekutive Gewalt zum Wohl der
Rechtsprechung des einzelnen zu unterbinden. Das Naturgesetz gebietet dabei als oberstes
Recht die Erhaltung der von Gott geschaffenen Natur. Zu diesem Gesellschaftsvertrag gehört
auch die staatliche Toleranz gegenüber jeglicher Religionsausübung. Die protestantische
Skepsis gegenüber der Machtanhäufung einzelner und die Lockesche Staatsphilosophie sind
demnach auch die Wurzeln des amerikanischen Demokratieverständnisses, das insbesondere
die Rechtsstaatlichkeit im republikanischen System betont - als bewusste Abgrenzung von den
Monarchien in Europa [Lösche 280].
Besondere Beachtung widmet Locke dem Recht auf Privateigentum: Die im Naturzustand
herrschende Gütergemeinschaft wird zur Nutzbarmachung und Selbsterhaltung aufgehoben;
Naturgüter gehen durch Arbeit in Privateigentum über. Das allgemeine Einverständnis zur
Einführung von Geld ermöglicht dann sogar die Aneignung von Gütern über den Verbrauchs-
Arbeit zitieren:
Claudia Zimny, 1998, Kontinuität und Wandel amerikanischer Werte in der Science–fiction Trilogie "Back to the future", München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Amerikanistik: Kontinuität und Wandel amerikanischer Werte in der Science–fiction Trilogie "Back to the future" ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Amerikanistik: neuer Titel erschienen: Kontinuität und Wandel amerikanischer Werte in der Science–fiction Trilogie "Back to the future"
Claudia Zimny hat einen neuen Text hochgeladen
Asiatische Monster- und Science-Fiction-Filme
Das deutsche Werbematerial von...
Detlef Claus
An Illustrated History of Horror and Science-Fiction Films: The Classi...
Carlos Clarens, Jim Hoberman
0 Kommentare