Inhaltsverzeichnis
Tabellenverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
Abk ürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Nachhaltige Entwicklung. 2
2.1. Ursprung und Geschichte 2
2.1.1. Die Umweltkonferenz der Vereinten Nationen 3
2.1.2. Der Brundtland-Bericht 3
2.1.3. Der Rio-Folgeprozess 4
2.2. Definition von nachhaltiger Entwicklung 4
2.3. Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit 5
2.3.1. Ökonomische Nachhaltigkeit 7
2.3.2. Ökologische Nachhaltigkeit 7
2.3.3. Soziale Nachhaltigkeit 8
2.4. Starke und schwache Nachhaltigkeit 9
2.5. Indikatoren und Zielwerte für Nachhaltige Entwicklung in
gro ßen Unternehmen 9
2.6. Nachhaltigkeit als Basis für CSR 10
3. Corporate Social Responsibility 11
3.1. Historische Ursprünge 11
3.2. Definition von Corporate Social Responsibility 13
3.2.1. Corporate Citizenship 14
3.3. Die Beziehung von CSR und CC zu nachhaltiger
Entwicklung 15
3.4. Das Stakeholder-Modell 16
3.5. Standards und Richtlinien 16
3.5.1. OECD -Richtlinien für multinationale Unternehmen 17
3.5.2. UN-Global Compact 17
3.5.3. Global Reporting Initiative 17
3.5.4. ISO-Standards 18
4. BP plc - Beyond Petroleum? 18
4.1. Geschichte des Unternehmens 19
I
4.2. Unternehmenswerte und Strategie. 20
4.3. Nachhaltigkeitsberichterstattung bei BP 21
4.3.1. Sicherheit 22
4.3.2. Umwelt 23
4.3.3. Mitarbeiter 24
4.4. Besondere Umstände am Golf von Mexiko 25
4.5. Corporate Social Responsibility bei BP 26
4.5.1. Förderung der Gleichberechtigung: „India: Educate a
girl , educate a family 26
4.5.2. Finanzielle Unterstützung: “Supporting communities
with micro-credits 27
4.5.3. Bildung 27
4.5.4. Umwelt: “Reusing waste in Brazil“ 28
4.5.5. Menschenrechte 28
5. Genaue Betrachtung der subjektiven Auskünfte von BP 29
5.1. Einfluss der Stakeholder 29
6. Bewertung 31
7. Fazit 36
Anhang i
Literaturverzeichnis vi
II
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Sicherheitsindikatoren bei BP 22
Tabelle 2: Umweltindikatoren bei BP 23
Tabelle 3: Soziale Nachhaltigkeit bei BP 25
Tabelle 4: Kernindikatoren für Unternehmen gem. GRI-Version 3.0
i
Tabelle 5: OECD-Leitsätze ii
Tabelle 6: Die 10 Prinzipien des Global Compact iii
Tabelle 7: Nachhaltigkeitsberichterstattung bei BP iv
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit .................. 6
Abbildung 2: Das Verhältnis von CSR, CC und nachhaltiger Unternehmensführung zu nachhaltiger Entwicklung .................... 15
IV
Abkürzungsverzeichnis
BIP = Bruttoinlandsprodukt
CC = Corporate Citizenship
CS = Corporate Sustainability
CSD = Committee on Sustainable Development
CSR = Corporate Social Responsibility
GBP = Britische Pfund
gem. = gemäß
GRI = Global Reporting Initiative
HOPE = Help ourselves prosper economically
IPIECA = International Petroleum Industry Environmental Conservation Association ISO = International Standarization Organisation
IUCN = International Union for Conservation of Nature
Mio. = Millionen
MMS = Mineral Management Service
Mrd. = Milliarden
OECD = Organization for Economic Co-operation and Development OMS = Operating Management System
PROFED = Programme for Enterprise Development
UDHR = Universial Declaration of Human Rights
UN = Vereinte Nationen (United Nations)
V
UNCED = United Nations Conference on Environment And Development UNEP = United Nations Environment Programme
USD = US-Amerikanische Dollar
WCED = World Commission on Environment and
1. Einleitung
In den letzten Jahren wurde der Ruf nach Nachhaltigkeit und sozialem Engagement großer Konzerne immer lauter. Vor allem seit der Klimawandel eine Umstrukturierung der Produktionen fordert und die Kluft zwischen arm und reich auf der Welt immer größer wird, fordern Regierungen und Gesellschaften ein Umdenken der Unternehmen. Oft gerät dieses Engagement in Verruf lediglich zu einem guten Image und somit zu höheren Absatzzahlen verhelfen zu sollen. Vergessen wird hier aber, dass dieses Engagement auf lange Sicht zu Vorteilen für alle Gesellschaften der Erde und die Umwelt führen kann, wenn es richtig umgesetzt wird.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema der nachhaltigen Entwicklung als Basis für das Prinzip Corporate Social Responsibility (CSR), das anhand des Ölkonzerns BP verdeutlicht werden soll. Ziel ist es die Maßnahmen des Konzerns zu bewerten und eventuelle Verbesserungsvorschläge zu machen. Aufgrund des aktuellen Bezugs ist der Ölkonzern BP ausgewählt worden. Er wird in einem eigenen Abschnitt ausführlich vorgestellt um anschließend die Nachhaltigkeitsbemühungen und die CSR-Aktivitäten zu behandeln, welche im weiteren Verlauf auf Basis der vorgestellten Konzepte der Nachhaltigkeit und der CSR bewertet werden.
Die Arbeit behandelt zunächst die Geschichte der nachhaltigen Entwicklung, versucht dann das Prinzip dieser zu definieren und die verschiedenen Dimensionen genau zu beleuchten um später am Beispiel des BP-Konzerns Bezug darauf nehmen zu können. Des Weiteren werden Indikatoren für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg vorgestellt, die im weiteren Verlauf dazu dienen, den Nachhaltigkeitserfolg von BP zu bewerten. Außerdem wird die Geschichte des Prinzips CSR beleuchtet und definiert. Auch hier sollen Indikatoren und Richtlinien vorgestellt werden, die ein Bewerten sozialen Engagements von BP ermöglichen. Ferner wird
1
der Einfluss Externer auf Unternehmen erklärt und ein Bezug zur nachhaltigen Entwicklung hergestellt.
Die Vielzahl an Quellen macht es schwer eine geeignete Auswahl zu treffen. Die Quellenlage zum Thema BP ist hingegen eher einseitig und subjektiv. Daher sind einige Ausführungen zum Thema CSR bei BP kritisch zu betrachten.
2. Nachhaltige Entwicklung
Seit den 1990-er Jahren ist das Thema nachhaltige Entwicklung von hoher Brisanz. Das folgende Kapitel beleuchtet die Entstehung des Konzeptes und versucht einen Überblick über die Dimensionen der Nachhaltigkeit zu vermitteln. Außerdem wird ein Bezug zu CSR hergestellt.
2.1. Ursprung und Geschichte
Der Oberhauptmann Hannß Carl von Carlowitz prägte den Begriff ‚Nachhaltigkeit„ im Jahre 1713. In seiner Schrift ‚Sylvicultura Oeconomica„, forderte er, aufgrund massiver Rodung des Forstes und des beschränkten Holzbestandes, eine nachhaltige Nutzung der Wälder. Es sollte nur so viel Holz gefällt werden, wie auch nachwächst. Er erkannte, dass dies die einzige Möglichkeit war, den Holzbestand dauerhaft zu sichern. 1798 stellte Thomas Robert Malthus Überlegungen an, die sich mit dem Verhältnis von Bevölkerungszahl und den natürlichen Ressourcen beschäftigte, welche für die damalige Ernährungsweise vonnöten waren. Auf-grund des starken Anstiegs der Population während der Industriellen Revolution, sagte er eine Ressourcenknappheit voraus. Heute gelten diese Einsichten als erste wegweisende Auseinandersetzung mit der Nachhaltigkeitsproblematik (Grunwald & Kopfmüller, 2006, S. 14-16). Erst Mitte des 20. Jahrhundert gewann die Nachhaltigkeitsdiskussion wieder an Bedeutung. Edward Mishan machte in den 1960-er Jahren auf die umweltrelevanten Fragestellungen aufmerksam, gefolgt von Dennis und Donella Meadows, die
2
1972 den Bericht ‚The Limits to Growth„ veröffentlichten. In diesem prognostizierten sie, dass die ansteigende Population, einhergehend mit steigender Nachfrage nach nichtregenerativen Rohstoffen, bis Mitte des 21. Jahrhunderts zu erheblichem ökonomischen Schaden führen werde (von Hauff & Kleine, 2009, S. 4).
2.1.1. Die Umweltkonferenz der Vereinten Nationen
Im Jahr 1972 fand in Stockholm die erste Umweltkonferenz der UN statt, welche ein umfassendes Umweltprogramm (UNEP) zur Folge hatte. Die Welt wurde zunehmend für Umweltprobleme sensibilisiert und man erkannte, dass es Schwierigkeiten beim Lösen dieser Probleme gäbe, sodass 1980 die IUCN und Organisationen wie UNEP die ‚World Conservation Strategy„ veröffentlichten. Diese Schrift besagte laut Grunwald und Kopfmüller (2008), „dass eine dauerhafte ökonomische Entwicklung ohne die Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Ökosysteme (…) nicht realisierbar sei.“(S.18). Das Thema ‚Nachhaltige Entwicklung„ tauchte hier zum ersten Mal in einem großen, öffentlichen Kontext auf (Grunwald & Kopfmüller, 2006, S. 17-18).
2.1.2. Der Brundtland-Bericht
Im Jahr 1983 wurde durch die 1980 von der UN gebildeten WCED die Brundtland- Kommission berufen, die den sogenannten Brundtland Bericht zur Folge hatte; benannt nach dem Kommissi-onsvorsitzenden Go Harlem Brundtland. Der Titel der Veröffentli- chunglautete ‚Our Common Future„ und lieferte eine genaue Defi- nitionfür nachhaltige Entwicklung (vgl. 2.2. Definition von nachhaltiger Entwicklung). Diese Definition diente in den folgenden Jahren als Grundlage für viele Veröffentlichungen zum Thema nachhaltige Entwicklung. Auf internationaler Ebene erntete der Bericht viel Beifall, der damit zu begründen war, dass der Bericht wirtschaftliches Wachstum als Mittel zur Umsetzung von Nachhaltigkeit positiv beleuchtete. Dies machte es möglich Strategien vorzuschlagen, welche breite Zustimmung fanden. Laut von Hauff und Kleine
3
(2009) war „Das Ziel (…) eine dauerhafte Erfüllung menschlicher Grundbedürfnisse unter Berücksichtigung der Tragekapazität der natürlichen Umwelt.“ (S.6) (von Hauff & Kleine, 2009, S. 6-7).
2.1.3. Der Rio-Folgeprozess
Ein weiteres Ziel des Brundtland Berichts war es den Dialog aller Staaten, in Form einer Weltkonferenz, zu fördern. Dies wurde 1992, in Form der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in die Tat umgesetzt und fand in Rio de Jainero statt. Die 178 teilnehmenden Staaten einigten sich auf ‚sustainable development„ (deutsch: Nachhaltige Entwicklung) als gemeinsames Ziel. Die ebenfalls beschlossene ‚Agenda 21„ sollte als handlungsweisend wirken und helfen die Ziele von Industrie- und Entwicklungsländern zu vereinigen. Unter anderem forderte die ‚Agenda 21„ eine Liste von Indikatoren, um nachhaltige Entwick- lungmessbar zu machen, deren Überwachung zu erleichtern und Handlungsfelder festzustellen. Da es sich bei allen gemachten Vorgaben aber lediglich um Richtlinien und nicht um Verpflichtungen handelte, zog die Zusammenkunft in Rio weitere Konferenzen nach sich. Zum Thema nachhaltige Entwicklung fand 2002 die Johannesburg-Konferenz statt, die eine Umsetzungsstrategie für Umweltschutz und Armutsbekämpfung festlegte. Die EU erklärte bereits 1992 die Resolutionen von Rio in die Tat umsetzten zu wollen und nahm das Ziel der nachhaltigen Entwicklung als Staatszielbestimmung 1998 in den Vertrag von Amsterdam auf (Rogall, 2002, S. 38-40).
2.2. Definition von nachhaltiger Entwicklung
Die meist zitierte Definition für nachhaltige Entwicklung, die als Basis für spätere Definitionen dient, ist die des Brundtland-Berichtes, und soll daher auch hier zur Geltung kommen:
4
Arbeit zitieren:
Katharina Mecklenburg, 2010, Nachhaltige Entwicklung, Corporate Social Responsibility und der Fall BP, München, GRIN Verlag GmbH
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