Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 5
2 Begriffsklärung/Definitionen zur Angst 7
2.1 Unterschied Furcht - Angst 7
2.2 Ängstlichkeit als Persönlichkeitskonstrukt 8
2.3 Kognitionspsychologischer Definitionsansatz 8
2.4 Eigenschafts- und Zustandsangst 9
2.5 Zusammenfassender Definitionsversuch 10
3 Angstentstehung 12
3.1 2 - Phasentheorie nach Mowrer 12
3.2 Psychoanalytische Theorie nach Freud 13
3.3 Ängstlichkeitsentstehung während der Sozialisation 14
3.3.1 Primäre Sozialisation 15
3.3.2 Sekundäre Sozialisation 17
3.4 Ursachen der Angst 18
4 Angstdiagnostik 18
5 Angstkontrolle 19
6 Zusammenfassung 19
7 Literaturverzeichnis 21
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Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung bzw. beziehungsweise d.h. das heißt Hrsg. Herausgeber männl. männlich S. Seite sportl. sportlich u.a. unter anderen/anderem usw. und so weiter vgl. vergleiche Vpn. Versuchspersonen weibl. weiblich z.B. zum Beispiel
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Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 Freuds zweites topologisches Modell mit Angstentstehung 14
Abb. 2 Unterschiedliches Ausmaß der Angst bei männl. und weibl. Vpn. in sportl. Leistungssituationen 16
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1 Einleitung
Sporttreiben ist für viele die Möglichkeit, sich einen Ausgleich zu schaffen. Sie gehen joggen, um sich fit zu halten, gehen zur Physiotherapie um dort gesundheitssportliche Übungen zu machen oder einfach nur zum Fußballtraining um Bekannte und Freunde zu treffen. Gefühle, wie Freude, Erleichterung oder Spaß, sind hier vermutlich vorrangig. Spricht man dann von Angst in Verbindung mit Sport, stößt man zunächst auf Ver-wunderung. Diese Verwunderung gilt es in Verständnis umzuwandeln. Wird man zum Beispiel mit Leistungssituationen konfrontiert, die im Sport unbestreitbar auftreten, können Ängste entstehen. Das Maß an Freude über eine gute Leistung im Sport oder das Maß der Enttäuschung über eine Niederlage, hängt von der Bedeutung des Leistungsergebnisses für den Sportler ab (vgl. Thomas, 1978, S. 250). Das heißt, dem Schüler beispielsweise, bedeutet sein Leistungsergebnis normalerweise sehr viel, da er sich vor der Klasse nicht blamieren will oder gute Noten braucht um das Schuljahr zu schaffen. An dieser Stelle kann es passieren, dass der Schüler bzw. Sportler Angstgefühle davor entwickelt, was geschieht, wenn er diese Leistung nicht erbringt. Aus diesem Grund spielt die Angst, gerade im Schulsport, eine sehr große Rolle. Doch was ist Angst und wie wird sie in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben bzw. erklärt? Warum haben wir Angst? Wie entsteht sie und wo kommt sie her? Ist sie in uns verankert oder wird sie erlernt? Warum hat eine Person vor etwas Angst, wovor andere keine Angst haben? Und wenn es so etwas wie Angst gibt, kann man sie messen? Die Beantwortung dieser Fragestellungen ist besonders für angehende Sportlehrer höchst relevant und ist Inhalt der vorliegenden Arbeit.
Der Trainer, Sportlehrer oder andere Übungsleiter können besser auf ihre Schüler oder zu trainierenden Sportler eingehen, ihnen helfen mit ihrer Angst umzugehen oder die Ängste sogar zu reduzieren, wenn sie die Ursachen und Entstehungsweisen der Angst kennen. Denn wenn man weiß, wo die Angst herkommt oder wie sie entsteht, kann man entsprechende Maßnahmen zur Angstkontrolle bzw. Angstreduzierung ableiten. Nicht nur der Ausbilder, sondern auch der Sportler selbst, kann so besser lernen seine Ängste zu bewältigen oder zu vermeiden, wenn er weiß wo sie herkommen. Die hohe Relevanz
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der Angstdiagnostik liegt dabei auf der Hand, denn man muss erst feststellen, ob eine Person Angst hat, da diese selten zugegeben wird.
Hinsichtlich des erläuterten Problems, befasst sich diese Arbeit also mit zwei Hauptschwerpunkten. Sie will im ersten Teil versuchen, die Angst zu definieren und eine umfassende Beschreibung zu liefern und im zweiten Teil Entstehungsmöglichkeiten der Angst aus Sicht der einzelnen theoretischen Ansätze der Psychologie aufzeigen. Zusätzlich werden Möglichkeiten zum Feststellen der Angst genannt. Da es für Sozialisation verschiedene Definitionen gibt und der Begriff im Folgenden verwendet wird, soll er an dieser Stelle bestimmt werden. Den im Punkt 3.3 verwendeten Sozialisationsbegriff kann man wie folgt definieren: Sozialisation ist der Lernprozess, in dem ein Individuum in eine Gesellschaft eingegliedert wird, indem es die dort geltenden Werte und Normen lernt, in sich aufnimmt und Fähig- bzw. Fertigkeiten erwirbt, um sich nach ihnen zu richten.
Ebenfalls taucht der Begriff Konflikt im Verlauf dieser Abhandlung auf, der in diesem Zusammenhang für Verwirrung sorgen kann. Der hier gebrauchte Konfliktbegriff bezeichnet einen „psychischen Spannungszustand, der durch das Bewusstwerden von mindestens zwei unterschiedlichen oder konträren Handlungszielen und Lösungsmöglichkeiten gekennzeichnet ist, deren relative subjektive Gleichgewichtigkeit zwiespältige Gefühle erzeugen und eine Entscheidung erschweren und verzögern“ (Schnabel & Thieß, 1993, S. 462).
Der vorliegende Text ist einer empirischen Vorgehensweise entsprungen. Um einen umfassenden Überblick Bearbeitung des Themas wurde verschiedenste Sekundärliteratur der Sportpsychologie herangezogen; dabei ist die Arbeit von Hackfort & Schwenkmetzger (1980) besonders hervorzuheben.
Im folgenden Hauptteil wird nun in Hinblick sportbezogener Angstforschung inhaltlichen Schwerpunkt auf (1) Angstdefinitionen und (2) Angstentstehung gelegt. Die Punkte Angstdiagnostik und Angstkontrolle werden im Anschließenden eher kurz gehalten, da sie für die Beantwortung der zentralen Fragestellung weniger von Bedeutung sind.
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Arbeit zitieren:
Nils Freundl, 2005, Angst und Angstentstehung im Sportunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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