speziell auf meine Situation zu übertragen?“ Z.B. „Kann ich einen verbindlichen
Endtermin (mit oder ohne Vorbehalte) geben? Oder, welche Leistungen erbringe
ich kostenlos, wenn das nicht Einhalten einer Zusage mein Verschulden ist? Oder
kann ich andere Leistungsversprechen geben, die das Entscheidungsverhalten
der Kunden beeinflussen?“
Beispiel 2
Die Inhaberin einer kleinen aber feinen Werbeagentur setzt sich regelmäßig mit
ihren Mitarbeitern zusammen und fragt: „Wie können wir unsere Leistungen so
gestalten bzw. verbessern, dass man mit uns noch zufriedener ist?
Diese Fragestellung ist im Prinzip von jeden/r Unternehmensinhaber/in zu
übernehmen.
Aber auch diese Fragestellung ist einfach zu erweitern, denn es geht um die
Frage, wie man seine Leistungen, sein Angebot verbessern kann. Zu besseren
Ergebnissen würde man kommen, wenn man die Kunden direkt befragen würde.
Eine Alternative wäre auch noch, wenn man alle Kunden die reklamieren, fragen
würde: „Wie hätte ihrer Meinung nach der von uns verursachte Fehler vermieden
werden können?
Zusammenfassung:
Benchmarking ist das Abgucken erfolgreicher Leistungen und Maßnahmen. Das
Übertragen auf die eigene Situation ist relativ leicht und einfach.
2. Die Vorteile
Die Vorteile dieses Vorgehens liegen auf der Hand. Man kann
erfolgsbeeinflussende Leistungen und Angebote mehr oder weniger direkt von
anderen Betrieben übernehmen. Das geht schnell, kostet kein Geld, wenig Zeit
und ist relativ risikosicher.
Für viele Kleinunternehmer/innen ist diese Methode besonders lukrativ, weil
Benchmarking in der vereinfachten Form keinerlei Ausbildung oder Vorwissen
verlangt. Wichtig ist nur, dass die richtigen Vorbilder ausgesucht werden. Aber
auch das ist nicht schwer, denn es wird wohl kaum Inhaber/innen geben, die sich
Vorbilder aussuchen, die sich über den Preis positionieren.
3. Die Praxis
In der Praxis gibt es drei Möglichkeiten Benchmarking zu betreiben:
1. Internes Benchmarking
Internes Benchmarking fragt -radikal vereinfacht- „Welche Leistungen (vom
Betriebsablauf bis zum Marketing) können wir verbessern?“
Bei dieser Fragestellung werden die eigenen Arbeitsabläufe, das eigene Angebot,
die eigenen Leistungen, der Service, das Marketing, der Unternehmensauftritt
Schritt für Schritt analysiert. Bei jeden Schritt wird gefragt: „Was können wir
machen, damit wir wettbewerbsfähiger werden?
Normalerweise werden beim Benchmarking die Kunden nicht mit einbezogen.
Dieser Fehler sollte aber nicht begangen werden, denn der Köder muss dem
Fisch und nicht dem Angler schmecken. Daher ist es empfehlenswert, die
Arbeit zitieren:
Hans-Jürgen Borchardt, 2010, Benchmarking - die einfachste Form von anderen zu lernen, München, GRIN Verlag GmbH
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