Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 E- Learning und das informelle Lernen 4
2.1 E-Learning 4
2.2 Informelles Lernen 4
3 Lerntheorien 4
3.1 Behaviorismus 5
3.1.1 Behaviorismus und computergestütztes Lernen 5
3.2 Kognitivismus 5
3.2.1 Kognitivismus und computergestütztes Lernen 6
3.3 Konstruktivismus 6
3.3.1 Konstruktivismus und computergestütztes Lernen 6
4 Historische Entwicklung des E- Learnings 7
4.1 Erste Phase 7
4.2 Zweite Phase 8
4.3 Dritte Phase 8
5 Formen von E- Learning 9
5.1 Computer- Based- Training 9
5.2 Web- Based- Training 10
5.3 Tele- Learning 10
5.4 Blended Learning 10
6 E-Learning in Unternehmen 11
6.1 Der E- Learning Markt 11
6.2 E- Learning in KMU 13
6.3 E- Learning- Themen 14
6.4 Genutzte E- Learning- Formen 15
6.5 Entwicklungsprognosen 16
7 E- Learning in Hochschulen 16
7.1 E- Learning Formen 17
7.2 Prognose 18
8 Vorteile des E- Learnings 18
9 Nachteile des E- Learnings 20
10 Zusammenfassung 22
Literaturverzeichnis 23
2
1 Einleitung
Der Bildungsbegriff nimmt nicht nur heute einen enorm wichtigen Platz in allen gesellschaftlichen Bereichen und im Alltagsleben der Menschen ein. Menschen treffen oft auf private oder berufliche Herausforderungen, die sie allein durch ihre vorhandene Ausbildung teilweise nicht meistern können. Dementsprechend sind immer mehr Menschen dazu gezwungen, immer wieder neue Wege zu gehen und sich weiterzubilden. Nur so können die ständig erneuernden Anforderungen der Gesellschaft erfüllt werden.
In dieser Hausarbeit wird der Begriff des E- Learnings- mit all seinen Facetten- vorgestellt und erklärt. Obwohl das Seminar, in dessen Verlauf diese Hausarbeit entstand, den Namen „Informelles Lernen“ trägt, kommt man bei dem Thema E- Learning nicht drum herum, auch andere Lernformen mit einzubeziehen, da die Trennung dieser oftmals sehr schwer fällt. Als zentrale Forschungsfrage, die im Rahmen dieser Hausarbeit beantwortet werden soll, wird untersucht, ob sich die unterschiedlichen E- Learning- Angebote als hilfreich erweisen oder den Lernenden bzw. Lehrenden vor unüberwindbare Hürden stellen. Eng mit dieser Frage ist auch die Frage nach dem Kern des E- Learnings verbunden: Was führte zu der starken Verbreitung des E- Learnings? Gibt es neben des vielen Lobes auch negative Seiten?
Zur Beantwortung dieser Fragen erfolgt in der Arbeit zunächst die Klärung der wichtigsten grundlegenden Begriffe, die mit dem E- Learning in Verbindung stehen. Daraufhin wird auf die Geschichte des E- Learnings eingegangen, wobei diese in drei für die Entwicklung des Begriffes wichtige Phasen eingeteilt wird. Außerdem wird auf die drei wichtigsten Lerntheorien eingegangen, da sie die Grundlage für die Entwicklung von E-Learning- Systemen bilden.
Folgend werden die unterschiedlichen Formen des E- Learning dargestellt und miteinander verglichen. Daraus können sich deutlich nicht nur die Vorteile, sondern auch die Nachteile der Lernform herauskristallisieren.
Das Ziel dieser Arbeit ist es, das ganze Spektrum der Einsatzmöglichkeiten von E- Learning darzustellen und zwar in Unternehmen, Hochschulen und Privathaushalten. Dabei soll nichts beschönigt werden, sondern auf alle „wenn“ und „aber“ eingegangen werden.
3
2 E- Learning und das informelle Lernen
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit E- Learning im Kontext des informellen Lernens. Aus diesem Grund werden folgend die beiden Begriffe definiert, um diese Arbeit besser nachvollziehen zu können.
2.1 E-Learning
Das E- Learning, also das electronic learning, ist das elektronisch gestützte Lernen. Darunter werden alle Lernformen verstanden, bei denen digitale Medien für die Präsentation und Übertragung von Lernunterlagen eingesetzt werden. Es basiert auf unterschiedlichen Technologien und wird in unterschiedlichen pädagogischen Szenarien eingesetzt. 1 Im Laufe dieser Arbeit wird auf den Begriff „E-Learning“ näher eingegangen.
2.2 Informelles Lernen
Der amerikanische Philosoph John Dewey war einer der ersten, der den Begriff des informellen Lernens gebrauchte. Dabei bezeichnete er diese Form des Lernens als frei und stellte sie dem Lernen in der Schule gegenüber. Viel später erst wurde das informelle Lernen auch im erwachsenenbildnerischen Kontext entdeckt. 2 Heute kann das informelle Lernen so definiert werden:
Informelles Lernen ist eine Lernart, bei der sich ein Lernergebnis einstellt, ohne dass dies von
vornherein bewusst angestrebt wird. Erfahrungslernen und implizites Lernen unterteilen das
informelle Lernen. Charakteristisch für informelles Lernen ist, dass es in der Arbeits- und
Lebenswelt handlungsbasiert erfolgt, dabei aber nicht institutionell organisiert ist. Informelle
Lernprozesse werden zudem nicht pädagogisch begleitet, und es stellt sich ein Lernergebnis ein,
das aus Situationsbewältigungen und Problemlösungen folgt. 3
Wichtig anzumerken ist, dass zurzeit keine einheitliche Definition des Begriffes existiert.
3 Lerntheorien
Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus gehören zu den drei wichtigsten Lerntheorien. Diese stellen den Ausgangspunkt und damit eine wichtige Größe im Entstehungsprozess des E- Learnings dar.
Die Geschichte des E- Learning kann in drei Phasen eingeteilt werden, die durch die unterschiedlichen lerntheoretischen Ansätze entstanden sind. Auf die einzelnen Phasen wird
1 Vgl. http://wiki.bildungsserver.de/index.php/E-Learning am 21.09.2010 um 18:35 Uhr
2 Vgl. http://www.informelles-lernen.de/index.php?id=41 am 12.09.2010 um 15:15 Uhr
4
in dieser Hausarbeit später eingegangen. Erst sollen die Lerntheorien näher dargestellt werden 4
3.1 Behaviorismus
Die Experimente des russischen Mediziners Iwan Pawlow zur Konditionierung von Verhalten (Experimente mit dem Hund, bei dem die Speichelsekretion schon beim Anblick der Nahrung oder in Verbindung mit einem akustischen Signal beginnt) gelten als Vorläufer des klassischen Behaviorismus. Den klassischen Behaviorismus begründete John B. Watson, der den Entwurf der Reiz- Reaktions- Steuerung von Verhalten und das Pawlow’sche Prinzip des klassischen Konditionierens von der Tierpsychologie auf die Menschenpsychologie übertrug. Aus dem Unvermögen der klassischen Konditionierung entwickelte sich die operante Konditionierung, dessen Begründer B. F. Skinner war. Im Gegenteil zur klassischen Konditionierung ist Lernen kein konditionierter Reflex auf einen Reiz, sondern geschieht durch Belohnung, die durch einen Reiz entsteht. Diese Belohnung sollte möglichst unmittelbar auf ein positives Verhalten folgen. 5
3.1.1 Behaviorismus und computergestütztes Lernen
Überdies gilt Skinner als der Erfinder des programmierten Lernens. So wird die Nutzung der behavioristischen Lerntheorien für das mediale Lernen einbezogen. Dabei erarbeitet sich der Lernende ein Thema allein mit Hilfe eines Mediums. Der Lernstoff wird in kleinen Einheiten wiedergegeben, wobei nach jeder Lerneinheit eine Erfolgskontrolle stattfindet. So erhält der Lernende unmittelbares Feedback. 6
3.2 Kognitivismus
Im Gegensatz zum Behaviorismus ist der Mensch nicht nur durch äußere Reize steuerbar, sondern kann diese selbstständig verarbeiten. Hier wird das Lernen als Informationsverarbeitungsprozess betrachtet, bei dem die Denk- und Verstehensprozesse des Menschen eine wichtige Rolle spielen. Dabei geht es nicht um das Erlernen von Fakten, sondern um die Vermittlung von Methoden und Verfahren zum Problemlösen.
3 Vgl. http://www.informelles-lernen.de/index.php?id=70 am 12.09.2010 um 15:15 Uhr
4 Vgl. REIMER, Maraike (2008): „Einsatz von E- Learning in Unternehmen. Lerntheorien, Instruktionsdesign, Learning Management Systeme im Vergleich.“ VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken S.15
5 Vgl. REIMER, Maraike (2008): „Einsatz von E- Learning in Unternehmen. Lerntheorien, Instruktionsdesign, Learning Management Systeme im Vergleich.“ VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken S.15f
6 Vgl. REIMER, Maraike (2008): „Einsatz von E- Learning in Unternehmen. Lerntheorien, Instruktionsdesign, Learning Management Systeme im Vergleich.“ VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken S.17
5
Der Entwicklungspsychologe Jean Piaget galt als maßgeblicher Vertreter des Kognitivismus, da er die Begriffe Assimilation und Akkomodation als fundamentale Prozesse der kognitiven Anpassung des Organismus an seine Umwelt definierte. 7
3.2.1 Kognitivismus und computergestütztes Lernen
Bei einem kognitivistischen Lernprogramm müssen die Aktivitäten des Lernenden bestmöglich unterstützt werden, indem Lernfortschritte und Lernmängel erkannt und dem Lernstand entsprechend angepasst werden. Es geht bei solchen Lernprogrammen also nicht um Detailwissen, sondern um die Wissensvermittlung zur Erschließung von Zusammenhängen. Dabei soll der Lernende zum kreativen Lernen, Denken und Problemlösen angeregt werden. Außerdem wird der Lernende von dem Lernprogramm nur angeleitet, sodass ihm das Umgehen mit unterschiedlichen realen Situationen ermöglicht wird. 8
3.3 Konstruktivismus
Aus der Kritik am Kognitivismus, bei der es um die Beschränkung des Lernens auf die kognitiven Prozesse geht, entwickelte sich der Konstruktivismus. Hier werden die Verhaltensweisen nicht nur auf interne kognitive Verarbeitungsprozesse begrenzt, vielmehr liegt der Kern in der individuellen Wahrnehmung. Das Lernen wird hier als ein aktiver Entwicklungsgang der Konstruktion von Wissen auf der Basis der vorhandenen Vorkenntnisse beschrieben. Dabei hängt der Lernprozess von dem Vorwissen, der Lernsituation, dem sozialen Umfeld, dem Interesse und der Motivation des Lernenden ab. 9
3.3.1 Konstruktivismus und computergestütztes Lernen
Um konstruktivistische Annahmen im Lernprozess zu implementieren, erweisen sich interaktive Lernprogramme als sehr geeignet. Dabei ergeben sich für eine konstruktivistische Lernumgebung zahlreiche Anforderungen wie komplexe Ausgangsprobleme, Authentizität der Lernumgebung, multiple Perspektiven und sozialer Kontext. Die Realität der Fallbeispiele ist von großer Bedeutung, da die Wahrscheinlichkeit eines Wissenstransfers erhöht werden soll. Das Lernmedium ist also kein reiner Wissensspeicher, sondern soll dem Lernenden als
7 Vgl. REIMER, Maraike (2008): „Einsatz von E- Learning in Unternehmen. Lerntheorien, Instruktionsdesign, Learning Management Systeme im Vergleich.“ VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken S.18
8 Vgl. REIMER, Maraike (2008): „Einsatz von E- Learning in Unternehmen. Lerntheorien, Instruktionsdesign, Learning Management Systeme im Vergleich.“ VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken S.18f
9 Vgl. REIMER, Maraike (2008): „Einsatz von E- Learning in Unternehmen. Lerntheorien, Instruktionsdesign, Learning Management Systeme im Vergleich.“ VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken S.20
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Arbeit zitieren:
Alla Ujkanovic, 2010, Die Facetten des E-Learnings, München, GRIN Verlag GmbH
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