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1. EINLEITUNG 3
2. ERLEBNISPÄDAGOGIK - GESCHICHTE UND DEFINITION 3
2.1 URSPRÜNGE 3
2.2 REFORMPÄDAGOGIK 4
2.3 MODERNE ERLEBNISPÄDAGOGIK 5
2.4 BEGRIFFSDARSTELLUNG EINER METHODE 5
2.5 ZUSAMMENFASSUNG 6
3. SCHNITTSTELLEN ZUR ERLEBNISTHERAPIE 7
3.1 ERLEBNISTHERAPIE NACH KURT HAHN 7
3.2 GRENZSITUATIONSTHERAPIE NACH HELMUT SCHULZE 8
3.3 EXPERIENTIALISM NACH RUTH COHN 9
3.4 THERAPEUTISCHE WIRKUNG 10
4. RESÜMIERENDE ZUSAMMENFASSUNG 11
5. LITERATURLISTE 12
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1. Einleitung
Meine Erfahrungen nach einer Woche Erlebnispädagogik ließen in mir eine Frage immer drängender werden: Wie sehr ist Erlebnispädagogik mit Therapie verwandt? Zwei Elemente führten zu dieser Frage. Zum einen die intensiven Reflexionsrunden. Zum anderen die davor geschalteten - sich ständig wiederholenden - Aufforderungen unsere Innenwelt künstlerisch darzustellen. Zwischendurch empfand ich diese Arbeit als traktierend. Doch die Wirkung am Ende war überwältigend. Die Rückmeldungen nahezu aller Teilnehmer waren in meinen Augen enorm gehaltvoll und sehr persönlichkeitsnah. Um die oben gestellte Frage zu beantworten, möchte ich zwei Ansätze verfolgen. Durch einen Blick auf die Geschichte der Erlebnispädagogik erhoffe ich mir Einblicke in eventuelle therapeutische Wurzeln. Im zweiten Teil greife ich explizit therapeutische Ansätze heraus, die sich selber als verwandt zur Erlebnispädagogik darstellen.
In einem letzten Teil reflektiere ich die gesammelten Darstellungen und versuche mit ihrer Hilfe eine Beantwortung meiner Frage.
2. Erlebnispädagogik - Geschichte und Definition
2.1 Ursprünge
Eine historische Sicht auf das, was zur Erlebnispädagogik zählt, kann somit fast überall ansetzen. Da Rousseau und Thoreau als „Urväter“ gelten, sollte ein erster Blick auf sie fallen. Rousseau spricht sich für ein unmittelbares Lernen über die Sinne aus. Damit einher geht seine Auffassung, dass derjenige, der handelt, besser und mehr lernt. Thoreau`s Denken hebt zusätzlich die Natur als große „Erzieherin und Lehrmeisterin“ hervor (Galuske, S. 247). Neben diesen ursprünglichen und allgemeinen Anfängen der Erlebnispädagogik, eröffnet das 19. und 20. Jh. eine Schatzgrube von philosophischem und pädagogischem Gedankengut für
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erlebnispädagogisches Denken. Allen voran die Existenzialisten. In ihren Betrachtungen findet man vielerorts eine Beschäftigung mit dem „Erleben“. Ein Philosoph soll zur Veranschaulichung herausgegriffen werden. So lässt sich z.B. Bollnows „Existenzphilosophie und Pädagogik“ als eine Art erlebnispädagogisches Grundsatzprogramm deuten. Er beschreibt darin, dass das Leben, Erleben bzw. die Existenz neben „stetigen“ Formen auch andere krisenhafte, nicht voraussagbare, nicht planbare, also „unstetige“ Formen enthält. Aus dieser einfachen Feststellung heraus schlussfolgert er, dass auch alle Erziehung mit diesen „unstetigen“ Formen zu „leben“ und zu bilden hätte. Für ihn sind solche „unstetigen“ Erziehungsformen diejenigen, die neue Erfahrungsmöglichkeiten bieten. (Bollnow, S. 16ff. und S. 132ff.)
2.2 Reformpädagogik
Den sichtbarsten und deutlichsten Einfluss auf die „Wurzeln“ der Erlebnispädagogik besaßen die reformpädagogischen Strömungen. Ihnen voran ging eine Zeit, in der die Schulausbildung sowohl inhaltlich als auch didaktisch von Stoffen geprägt war, die vorgeführt, interpretiert und in das Gedächtnis eingepresst wurden (Wilhelm, S. 2f.). Probleme, wie die soziale Frage, das Aufkommen eines fordernden Liberalismus und die oben beschriebenen strikten Auffassung von Schule und Bildung, ließen auch Kritik an Gesellschaft und Kultur gedeihen. Auf pädagogischer Ebene offenbarte sich diese Kritik durch die Bewegung der Reformpädagogen. Sie stellte sich inhaltlich als ein Gegenpol zu einer Schulpraxis dar, in der belehrender Unterricht dominierte. Dieser entgegnete die Reformpädagogik mit Begriffen wie Erlebnis, Augenblick, Unmittelbarkeit, Gemeinschaft, Natur, Echtheit und Einfachheit (Heckmair, S. 18)
Der kleinste gemeinsame Nenner der unterschiedlichen reformpädagogischen Richtungen ist wohl in der Ausrichtung auf den Menschen als Ganzes zu sehen. Allen Reformpädagogen lag an der Überwindung der „alten“ Schule, die einseitig den Geist „fütterte“ bzw. „voll stopfte“ (vgl. Bauer, S. 13f.)
An dieser Stelle ist es nicht möglich einen „kurzen“ Überblick der reformpädagogischen Schulen zu geben. Da Dewey für den Erfahrungsbegriff Entscheidendes geleistet hat, habe ich ihn exemplarisch ausgewählt. Mit ihm wird das Motto „learning by doing“ verbunden. Genauer müsste es allerdings als Methode der denkenden Erfahrung bezeichnet werden. Lernen ist bei Dewey Handlungslernen. Doch hinzukommen muss das Reflektieren des so Er-
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Arbeit zitieren:
Ronny Teschner, 2005, Erlebnispädagogik - Ganz dicht an einem therapeutischen Setting?, München, GRIN Verlag GmbH
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