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Sparen beim Drucken
Projekt der Auszubildenden der Klasse 11BK-4 zur Energieeffizienz. Das Projekt „Jugend recherchiert - Energieeffizienz“ wurde von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem Energieversorger RWE ausgeschrieben. Wir haben das M otto schüler- und h andlungsorientiert u mgesetzt. Unser Klassen-Th ema ist "En ergieeffizienz beim Drucken - Wie lassen sich Energie und Kosten sparen?“. Neben dem vorliegenden Buch hat die Klasse eine Website erstellt. http://kerschensteiner.jimdo.com Wir sind angehende Bürokaufleute und besuchen die
Georg-Kerschensteiner-Schule in Obertshausen
http://www.gks-obertshausen.de/
Die Ge org-Kerschensteiner-Schule i st ei ne v on d rei B erufsschulen und m it et wa 2. 400 Schülerinnen und Schülern die größte Schule in der Stadt und im Kreis Offenbach/Main. Wir d urchlaufen sei t A ugust 2008 ei ne 3- jährige Aus bildung an der Georg-
Kerschensteiner-Schule. Di e m eisten von u ns habe n k ürzlich die Zwischenprüfung absolviert. Di e erst en v on uns v erkürzen die Aus bildung und we rden A nfang 2011 di e Abschlussprüfung ablegen.
Projektzeitraum : April bis Juni 2010.
Inhalt
Abbildungen. 7
Tabellen. 8
Abk ürzungen 9
Vorwort 11
1 Einleitung 13
2 Gruppe 1: Energieeffizient und umweltbewusst Drucken. 17
o Weniger drucken, mehr verdienen 17
o Clever Drucken - Konzept der Firma Lexmark 17
o Entsorgung alter Geräte. 19
o Betriebsexkursion beim Druckerhersteller Lexmark in Dietzenbach. 21
o Master/Slave-Steckdosenleiste hilft sparen 24
o Entsorgung - wie funktioniert dies in der Praxis? 27
o Was macht die GOAB mit Elektroschrott? 30
3 Gruppe 2: Drucken Zuhause. 33
o Drucken zu Hause - wirtschaftliches Desaster oder rentable Alternative? 33
o Mehrfachsteckdose - einfach und preisgünstig 33
o Automatisch Strom sparen 34
o Kaufberatung für einen Drucker. 36
o Kaufberatung im Internet 36
o Shopping bei Saturn 38
o Einkauf in einem kleinen Elektrofachgeschäft. 39
o Kaufberatung für einen Drucker bei Expert 40
o PrintBox - Eine innovative, zukunftsorientierte Idee 41
o Business-Plan für die PrintBox 45
6 Verzeichn isse
4 Gruppe 3: Drucken im Betrieb 47
o Druckverhalten von Schülern im Vergleich 49
o Private Druckjobs im Betrieb erledigen? 52
o Refill Druckpatronen sparen Geld und Energie 54
o Praxistipps: Worauf ist bei Refill-Stationen zu achten? 56
o Drucker erzeugen Gift-Cocktail 57
5 Gruppe 4: Grünes Marketing oder Etikettenschwindel 61
o Konzeption, Organisation und Kalkulation des Buchprojektes. 61
o Umwelt als Firmenphilosophie - Besichtigung der Berthold Druck GmbH. 64
o FSC - eine gute Alternative - Gutes Gewissen muss nicht teuer sein. 65
o FSC ist gut, spart aber keinen Strom 67
o Grünes Mäntelchen oder faires Werbekonzept? 68
o Buchprojekt kalkulieren 69
6 Resümee 71
7 Über uns und unser Projekt 73
8 Pressebesuch 79
9 Quellenhinweise. 81
G ästebuch 85
Sachwortverzeichnis 92
Unterst ützer 93
Viel Erfolg 95
7
Abbildungen
Abbildung 1.1: Auszubildende müssen haushalten können
Abbildung 1.2: Zukunftsenergie
Abbildung 2.1: Clever drucken
Abbildung 2.2: Entsorgungssystem bei Lexmark GmbH.
Abbildung 2.3: Lexmark-Besichtigung.
Abbildung 2.4: Beurteilung der Lexmark-Besichtigung durch die Schüler
Abbildung 2.5: Steckdosenleiste
Abbildung 2.6: Recyclinghof Obertshausen.
Abbildung 2.7: Entsorgung eines Laserdruckers.
Abbildung 2.8: Recycling bei der GOAB
Abbildung 3.1: Internet-Recherche
Abbildung 3.2: Shopping-Tour
Abbildung 3.3: Blauer Engel.
Abbildung 3.4: PrintBox als Generationen-Treffpunkt.
Abbildung 3.5: PrintBox mit technischen Ausstattungsmerkmalen.
Abbildung 3.6: Business-Plan PrintBox.
Abbildung 4.1: Werden E-Mails ausgedruckt?
Abbildung 4.2: Ist jeder Arbeitsplatz mit einem Drucker ausgestattet?
Abbildung 4.3: Werden mehr als 500 Seiten pro Monat ausgedruckt?
Abbildung 4.4: Werden E-Mails ausgedruckt?
Abbildung 4.5: Selbst für zu Hause drucken?
Abbildung 4.6: Fremdtinte für einen Tintenstrahldrucker.
Abbildung 4.7: Privater Drucker
Abbildung 4.8: Feinstaubbelastung.
Abbildung 4.9: „Kerschensteiner“ im Internet.
Abbildung 5.1: Angebote vergleichen.
Abbildung 7.1: Halbjahreszeugnis
Abbildung 7.2: Gruppenarbeit.
Abbildung 7.3: Projektpräsentation.
Abbildung 7.4: Georg-Kerschensteiner-Schule in Obertshausen.
Abbildung 7.5: Vorher-Nachher-Klassenfoto BK-4 (2008-2011)
Abbildung 7.6: Präsentation der Ergebnisse
Abbildung 8.1: Kritische Blicke der Presse
Abbildung 9.1: FAZ-Redakteur Eberhard Schwarz berichtet
Abbildung 9 2: SpendenBox
Verzeichnisse
8
Tabellen
Tabelle 2.1: Typische Anwendungen einer MSSL 26
Tabelle 2.2: Energieverbrauch eines PC-Systems ohne MSSL 26
Tabelle 2.3: Energieverbrauch eines PC-Systems mit MSSL. 26
Tabelle 2.4: Input von Altgeräten bei der GOAB GmbH 32
Tabelle 5.1: Angebotsvergleich 70
Tabelle 7 1: Altersstruktur der Berufsschulklasse 11BK-4 74
9
Abkürzungen
Abkürzungen, die im Duden verzeichnet sind, werden nicht gesondert aufgeführt.
ATA/ATAPI Advanced Technology Attachment, Intervace für Laufwerke am Mainboard
BIG EEE EAR nationales ElektroG EnEG
EnEV Energieeinsparverordnung EPBD
FAZ
FSC
GOAB
PEFC
PROSA
Remondis
RMA
RWE WEEE
Vorwort • Einleitung 11
Vorwort
Das vorliegende W ettbewerbsprojekt wu rde in itiiert von der Frankf urter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und dem En ergieunternehmen RWE. Wir nehmen nach intensiven Diskussionen und einer Abstimm ung in der Klass e daran teil. Nicht, weil wir beim Wettbewerb unbedingt gewinnen m öchten, sondern um aus Spaß an der Freud an einem Zeitungsprojekt teilnehmen zu können. Wenn wir mehr als Erfahrungen gewinnen, umso besser. Wir haben als Schülerinnen und Schüler noch nie eine Webseite entworfen oder ein Buch geschrieben. Überall gibt es ein erstes Mal. Bundesweit nehm en 80 Schulen am We ttbewerb teil. Im Schulam tsbezirk Offenbach am Main sind wir die einzig e teilnehmende Schulklasse. Das ist für eine Berufsschulklasse beachtlich. Die Klassenbezeichnung heißt 11BK-4. BK steht für Bürokaufleute. Die "4 " steht dafür, dass es m indestens noch drei andere Klassen pro Ausbildungsjahr gibt. W ie viele Klassenzüge es an unserer Schule gibt, hängt von der Arbeitsnachfrage der Firmen ab. Wie ka m es zur Projektteilnahm e? W ir sind Be rufsschüler und haben teils nur den Hauptschulabschluss. Bürokaufm ann/-kauffrau ist ein Querschnittsberuf im Bereich W irtschaft und Ve rwaltung. Haben wir gegen Gym nasialschüler/innen überhaupt eine realistis che Chance? Geh t uns durch das P rojekt Wissen verloren, das wir für die Abschlussprüfung brauchen? Wir müssen im Ra hmen unserer Berufsausbildung elf Lernfelder durchnehmen. Manche von uns m öchten die Ausbildung verkürzen und stehen ab Herbst 2010 unter Prüfungsstress. So lauten die Einwände gegen die Teilnahme. Dafür spricht, dass wir mit einer positiven Bemerkung im Zeugnis und einer Urkunde der Veranstalter unsere beruflichen Chancen stärken. Jeder von uns muss heute Teamf ähigkeit und soziales ehrena mtliches Engagem ent nachweisen. Mit Projektarbeit glänzt man bei jedem Bewerbungsgespräch. Einige Bedenken konnten zerstreut werd en, die Modalitäten der Projektveranstalter sin d flexibel ausgeleg t un d modifizierbar. Ein verkürzter Projektzeitrahmen sei ebenso möglich, wie di e Anfertigung von Einzel-, Gruppen-und Klassenbeiträgen, heißt es auf der Inform ationsveranstaltung der F AZ in Frankfurt. Damit waren wichtig e Stolpersteine ausgeräumt. Der Projekt-
12 Energieeffizienz • Sparen beim Drucken
zeitraum wurde vom Klassenlehrer auf 40 Schulstunden begrenzt und liegt in der Zeit zwischen April und Juni 2010. Mit den vorliegenden Arbeitsergebnissen w ollen wir dazu betragen, dass Klim aschutz wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen vordringt und Deutschland Energiesparweltmeister wird.
Abbildung 1.1: Auszubildende müssen haushalten können
Foto © kug
Vorwort • Einleitung 13
1 Einleitung
Viele Kleingeräte, mit denen wir täglich zu tun haben, verbrauchen Energie, obwohl sie angeblich ausgeschaltet sind. Ohne erkennbare Leistung zu bringen, verbrauchen Drucker, PCs, Fe rnsehgeräte, DVD-Rec order und Lautsprechersysteme Strom. Dies fand di e Zeitschrift „AudioVideoFoto-BILD“ schon 2003 heraus. Durch Leerlaufverluste w erden vier Milliarden Euro verschwendet, schätzt das Um weltbundesamt. Es geht um m indestens 4 Mrd. Euro pro Jahr oder um drei von 17 Atomkraftwerke in Deutschland, die abgeschaltet werden könnten (Sta nd 2006). Auch m uss nicht jede E-Mail ausgedruckt werden. Zehn Liter Wasser werden zur Herstellung von einem Blatt Papier benötigt. Da könnt e effizienter g ewirtschaftet und gespart werden, sagt die Bürokaufleuteklasse 11 BK-4 und beteiligt sich somit an dem Wettbewerb. Auch in der B ildungstheorie bekommt Nachhaltigkeit mittlerweile einen zentralen Stellenwert (Becker 2001). Viele theoretische und praktische Fr agen sind vor, während und nach der Projektarbeit zu beantworten. Es fängt mit dem Fachbegriff Energieeffizienz an. Wie lässt sich ein recht abstraktes Thema schülergerecht und in Übereinstimmung m it de m Ra hmenlehrplan behandeln. Hinzu kommen scheinbar banale Fragen, wie die Kalkulation des Verkaufspreises für das Buch und die Spendenabzugsfähigkeit. Aber genau solche Fragen gehören zur Ausbildung von angehenden Bürokaufleuten. Fa ngen wir m it den theoretischen Fragen an. Was ist eigentlich Energieeffizienz?
Energieeffizienz ist eine ökonom ische Kenngröße, ein Quotient. Der wirtschaftliche Output wird in da s Verhältnis gesetzt zur Energie, die nötig ist, das Bruttoinlandsprodukt zu erbringe n. Energieeffizienz (Energy Perf ormance) rich tet s ich nach den Vo rgaben der EG-Richtlin ie 2002/91 /EG Energy Performance of Buildings Directive (EPBD), welche im Energieeinspargesetz (EnEG) norm iert und dur ch die Energieeinsparverordnung (EnEV) konkretisiert w urde. Nach § 20 EnEV sollen die energetischen Eigenschaften und die Energieeffizienz verbessert werden. Energieeffizienz - Erneuerbarkeit -Energieeinsparung. Bundeskanzlerin
Merkel hat die drei "E " als Strategie gegen den Klim awandel verkündet.
14 Energieeffizienz • Sparen beim Drucken
Aber was hat das m it den Schülerinnen und Schülern zu tun? Sie lernen in ihrer Ausbildung den Begriff Ökonomisches oder Minimax-Prinzip kennen, d.h. m it m öglichst geringen Mitteln ein Maximum zu erz eugen. Umweltschutz - lohnt sich das? Außerdem: Wenn die Schülerinnen und Schüler mit Paragrafen konfrontiert werden, hat es die L ehrkraft nicht leicht. „Was bringt uns das? “, heißt es. Dass es um den Klim awandel und um global warming geht, ist eine große Vermittlungsaufgabe. Unser Projekt fokussiert auf Energiee ffizienz beim Drucken. Dam it haben alle im Betrieb und zu Hause zu tun. So bietet sich die Möglichkeit, anstatt Fachwissen unverbunden anzuhäufen, da s Exemplarische, fächerübergreifend schüler- und handlungsorientiert zu verbinden. Unsere vier Arbeitsgruppen nähern sich dem Projektthema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Es geht um die drei großen „ E“ (Effizienz, Einsparung und Erneuerbarkeit), womit wir die Bundesregierung bei ihrem Klimaziel unterstützen. „BIG EEE“ - Energieeffizienz lässt sich im Büro verbessern. Dreiviertel des Stromverbrauchs werden in deutschen Büros nach Aussagen der Deutschen-Energie-Agentur vergeudet (vgl. Dena o.J.). „Klimawandel" tangiert uns als „Azubis“ und sollte keinen ungerührt lassen. Es geht um unsere Zukunft. Es mag überraschen, bei einer Betriebsbe sichtigung von Lexm ark Deutschland zu erfahren, dass ein D ruckerhersteller m it dem Slogan wirbt: „W eniger drucken.“ Das klingt, als wolle ein Bäck er mehr verdienen, indem er weniger Brötchen verkauft. Doch das Mark eting-Konzept ist schlüssig, weil es Ressourcen schont. Je mehr technische Geräte eingesetzt werden, desto größer ist der globale Energiebedarf. Wir müssen gegensteuern. Vielen Verbrauchern ist es m ehr oder weniger gleichgültig, wie Drucker arbeiten, hergestellt oder entsorgt werden. Den Strom zahlen der Arbeitg eber oder die Eltern zu H ause. Anderen sind Stromkosten, Feinstaub, Servicekosten etc. nicht gleichgültig, sie denken weiter. Auszubildende und Konsumenten müssen sparsam sein. Es ist also eine doppelte Herausforderung. Energieeffizienz hat etw as mit dem eigenen Geldbeutel und dem Gewiss en zu tun. Privat und beruflich nutzen die kaufmännischen Auszubildenden
einen oder mehrere Drucker. Wie Drucker besser, billiger und umweltschonender eingesetzt werden können, interess iert jeden, der dam it zu tun hat -und Sparen gilt als größ te Bürgerpfli cht. Also wurde abgewogen, ob, wie und mit welchen Zielen ans W erk zu ge hen ist. Es haben sich Gruppen für die Projektarbeit gebild et. Zudem werden Arbeitsaufträge vergeben, die
Vorwort • Einleitung 15
allein oder mit einem Partner der Gruppe zu erledigen sind - ganz so wie bei einem Wochenplan. Beispiele dafür si nd die Organisation einer Betriebsbesichtigung oder die Recherche beim städtischen Bauhof.
Abbildung 1.2: Zukunftsenergie
Foto © kug
In Kapitel 2 berichtet die erste Gruppe über Energieeffizienz durch bessere Technik, umweltbewusstes Drucken und intelligente Entsorgung. Die Auszubildenden haben m ehrere Betriebs besichtigungen orga nisiert und Informationen über die Geldsparleiste zusa mmengetragen. Sie haben dazu auf dem Recyclinghof und bei einer Verwertungsfirma recherchiert. Kapitel 3 be fasst sich mit dem Recherche-Ergebnis der Gruppe „Druckverhalten Zuhause“. Dabei werden Strom spar- und Einkaufstipps gegeben sowie der Vorschlag zu einer PrintBox entwickelt. 20 Prozent der ausgedruckten E-Mails werden ungelesen weggesch missen. Da ließe sich viel Energie einsparen.
In Kapitel 4 wird von der dritten Projek tgruppe dargelegt, wie sich Zeit und Kosten im Betrieb sparen lass en. Hier geht es um Schül erverhalten bei m
16 Energieeffizienz • Sparen beim Drucken
Drucken und Sparvorschläge durch de n Einsatz von Frem dtinte. Außerdem wird recherchiert, wie Sparen und Gesundheit m it der Feinstaubbelastung zusammenhängt. Wenn weniger gedruckt wird, sinkt auch der Feinstaubausstoß.
Kapitel 5 stellt die E rgebnisse der vi erten und letzten Gruppe vor. Es geht um Firmenphilosophie, ökologische Gl aubwürdigkeit und P reiskalkulation. Kritisch wird beleuchtet, ob es sich dabei um greenwash, mithin um Etikettenschwindel, oder um e in ernst gem eintes Anliegen handelt. Als Ergebnis dieser Gruppe wird das vorliegende Bu ch preislich nach FS C-Standard gedruckt und kalkuliert.
Ein Resümee und nähere Informationen über die Projektarbeit und das Presseecho schließen sich an. Verschiedene Hinweise und Verzeichnisse runden das Werk ab. Ich freue m ich als Klassenlehrer der 11BK-4 und im Namen der Georg-Kerschensteiner-Schule, Ob ertshausen, dass die Auszubildenden dieses Projekt m it einer W ebsite und einem Buch erfolgreich abschließen konnten und bedanke mich bei allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben.
Dr. Klaus-Uwe Gerhardt
Energieeffizienz • Sparen beim Drucken 17
2 Gruppe 1: Energieeffizient und umweltbewusst Drucken
o Weniger drucken, mehr verdienen
Antonietta Bossio, Julia Carvalho de Sousa, Alexandra Wegner und Alice Wiegel
Vielen Verbrauchern ist es beim Kauf eines neues Druckers egal, ob dieser besonderen Ökostandards entspricht. Ha uptsache der Preis stimm t. Andere rechnen nach und haben Bedenken: Strom - und Servicekosten, Feinstaub etc. So kommt es daz u, dass Ve rbraucher und m oderne Unternehm en Stromkosten sparen und gleichzeiti g etwas für die Um welt tun. Best-Practice-Beispiele überzeugen schlie ßlich die Skeptiker. Das Unternehmen Lexmark Deutschland Gm bH zeigt, dass sich Umweltbewusstsein auszahlt und gut ankommt.
Die Schülerin Alexandra W egner, Auszubildende bei der Lexm ark GmbH, hat für die Klasse eine Betriebsbesi chtung organisiert. Davon wird später berichtet.
Auch Alice Wiegel, Auszubildende bei Amor GmbH, und Julia Carvalho de Sousa, Auszubildende der Rhein-Main-A bfall Gm bH, scheuten sich nicht, für das Projekt den Bauhof in Oberts hausen s owie ein Recycling-Zentrum aufzusuchen. Sie schossen Fotos und orga nisierten für die Klasse eine Besichtigung. Auf den fol genden Seiten präsentieren wir im Detail unser Thema, unsere Beweggründe, Berichte und veranschaulichen Erfahrungen.
o Clever Drucken - Konzept der Firma Lexmark
Viele der L exmark Drucker besitzen da s Gütes iegel „Blauer Engel“. Aber was bedeutet das genau? Drucker m it diesem Siegel entsprechen Standards,
18 Energieeffizienz • Sparen beim Drucken
die auch dem Verbraucher immer wichtiger werden: So wünscht d ieser sich ein Gerät, d as während des Betriebs sowohl leis e ist, dank doppelseitig em Druck weniger Papier verb raucht, auf Recyclingpapi er gute Druckergebnisse liefert als auch weniger Stoffe auspustet, die Gesundheit und Umwelt belasten.
Das alles sind Aspekte, die dazu beitr agen, Energie zu sparen und nachhaltig die Umwelt zu schonen. Lexm ark hat sich den Um weltschutz schon seit Jahren zur Aufgabe gem acht und ein umfangreiches Umweltprogramm auf die Beine gestellt.
Abbildung 2.1: Clever drucken
Fotos © kug
Neben der Reduzierung des Stromverbr auchs bietet der D ruckerhersteller ein Rückführungsprogramm für sein e Kunden an: Sie können Toner oder Druckkassetten kostenfrei zurücksenden, denn ein Großteil dieses Zubehörs wird weiter verwendet.
Energieeffizienz • Sparen beim Drucken 19
Spezielle Kennzeichnung wird angebracht
Ein anderer Aspekt des Um weltprogramms ist die W iederverwertung. Teile der Verpackung und des Zubehörs bestehen aus recycelten Materialen. Zudem erfüllt Lexm ark alle S tandards der europäischen Verordnung für Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE). Deshalb tragen Lexmark Geräte eine spezielle Kennzeichnung gem äß den Anforderungen der WEEE-Richtlinie. Sie tragen das Sym bol ei ner durchgestrichenen Mülltonne, um noch einm al darauf hinzuweisen, dass s ogenannter Elektroschrott getrennt gesammelt werden m uss. Aus diesem Grund unterstützt und befürwortet Lexmark die Im plementierung der EU-Richtlinie 2002/96/EG (sog. W EEE-Richtlinie). Ge mäß dieser Richtlinie m üssen Elektr o- und Elektronikgeräte getrennt vom Haus müll entsorgt werd en, damit eine ordnungsgem äße Wiederverwendung sichergestellt ist.
Damit ist klar: Ene rgieeffizientes D rucken bedeutet nicht nur energiesparend zu drucken, sondern das Prinzip des Energiesparens auf die gesam te Wertschöpfungskette zu übertragen. W as heißt CO 2 sparen genau? Wieso kann in der Bilanz mehr als 100 % herauskommen? Von der Herstellung bis zur Verschrottung des Druckers w ird weniger Energie verbraucht, dam it werden weniger natürliche Ressourcen benötigt, wie beis pielsweise Erdöl oder Holz, und damit wird weniger der Umwelt geschadet.
o Entsorgung alter Geräte
Einige Lexmark Drucker sind m it dem Umweltzertifikat Blauer Engel ausgezeichnet.
Der Blaue Engel bietet Verbrauchern eine neutrale Orientierungshilfe zur Wahl ökologisch besserer Produkte. Em issionen, Energieverbrauch und Recyclingfähigkeit stehen bei zertif izierten Produkten in Übereinstimmung mit den strengen Grenzwerten des Um weltzeichens. Seit 2 Jahren wird bei
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Dr. Klaus-Uwe Gerhardt, 2010, Sparen beim Drucken, München, GRIN Verlag GmbH
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