Inhaltsverzeichnis
Einleitung. 4
1. Was ist die ABC-Analyse? 4
1.1. Historie 4
1.2. Definition 4
1.3. Grundgedanke 5
2. Sinn und Zweck 5
3. Vorgangsweise 6
3.1. Festlegung des Untersuchungszeitraumes 6
3.2. Erfassung der Mengeneinheiten der Produkte 6
3.3. Sortierung und Berechnung des Kriteriums innerhalb der Grundgesamtheit 6
3.4. Ermittlung des prozentuellen Anteils am Gesamtverbrauchswert 6
3.5. Klassifikation in A-, B- und C-Güter 7
4. Vor- und achteile 7
5. Anwendungsgebiete 8
5.1. Controlling 8
5.1.1. Vertriebscontrolling 8
5.1.2. Beschaffungscontrolling 9
5.1.3. Kostencontrolling 9
5.1.4. Umweltcontrolling 9
5.2. Dienstleistungsmanagement 9
5.3. Marketing 10
5.4. Materialwirtschaft 10
5.5. Qualitätssicherung 11
5.6. Zeitmanagement 11
5.6.1. Erstellen eines Zeitplanes 11
5.6.2. Setzen von Prioritäten 11
5.6.3. Durchführung der ABC-Analyse 12
5.6.4. Bestimmung der A-, B- und C-Aufgaben 12
6. Fallbeispiel 12
6.1. Einleitung 12
6.2. Durchführung 13
6.3. Ergebnis 17
7. Fazit 18
2
Darstellungsverzeichnis
Tabelle 1 Produkte und Umsatz 12
Tabelle 2 Produkte und Umsatz nach Wert sortiert 13
Tabelle 3 Umsatz in Prozent am Gesamtumsatz 14
Tabelle 4 Wert- und Mengenanteil 15
Abbildung 1 Wert- und Mengenanteil der Produkte 16
3
Einleitung
Die Komplexität und Vielfalt der Produkte stellt immer mehr eine Herausforderung für die Unternehmen dar. Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit einem Hilfsmittel, welches versucht, die komplizierten Sachverhalte überschaubarerer darzustellen. Die ABC-Analyse ist eine einfache Methode, um das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen. Die Gliederung der Arbeit beginnt zuerst mit der Entstehung und den Grundgedanken der Analyse. Weiters folgen Sinn, Zweck, Vorgangsweise und Vor- und Nachteile dieser Technik. Anschließend werden einige Anwendungsgebiete vorgestellt. Abgeschlossen wird diese Arbeit mit einem selbst erdachten Beispiel und dem Fazit des Verfassers.
1. Was ist die ABC-Analyse?
1.1. Historie
Vilfredo Pareto (1948 - 1923) gilt als Vorreiter der ABC-Analyse. 1 Er erlangte mit 21 Jahren den akademischen Grad des Ingenieurs. 1893 betrieb er als Professor in Lausanne eine Untersuchung des italienischen Volksvermögens. Das Ergebnis dieser Studie war, dass sich 80% des Reichtums auf 20% der Bevölkerung verteilt. 1951 wurde die ABC-Analyse erstmals von H. Ford Dickie beschrieben. Für seinen Artikel „ABC Inventory Analysis Shoots for Dollars, not Pennies“ verwendete Dickie die Ergebnisse von Vilfredo Pareto und Max O. Lorenz, der 1905 die Lorenzkurve erfand.
1.2. Definition
„Die ABC-Analyse ist ein Verfahren zur Bestimmung von Schwerpunkten bei Planungen und Untersuchungen (z.B. Bestimmung von Schwerpunkten im Einkaufsvolumen). 2 Sie ermöglicht es, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen und somit die Aufmerksamkeit und die Aktivitäten auf die Bereiche und Positionen von hoher wirtschaftlicher Bedeutung zu konzentrieren.“
1 Vgl. Homepage ABC-Analyse (Stand: 6.4.2008)
2 Cordts/Lensing (1987), 2.
4
1.3. Grundgedanke
Die ABC-Analyse entspricht in ihren Grundgedanken der Vorgehensweise zur Erstellung der Lorenzkurve und der durch sie dargestellten Konzentrationsgeraden. 3 Die Erkenntnis dabei ist, dass ein relativ kleiner Mengenanteil einer Gesamtmasse einen relativ hohen Wertanteil derselben verkörpert.
Die ABC-Analyse gilt außerdem als wichtiges Instrument, um Schwerpunkte und Prioritäten in einem Unternehmen festzulegen. 4 Diese Technik dient zum Erkennen von Konzentrationsschwerpunkten von Daten und ermöglicht zielgerichtet und wirtschaftlich Korrektur- und Gegensteuerungsmaßnahmen anzusetzen. 5
2. Sinn und Zweck
Der Sinn des Verfahrens liegt in der Zerlegung eines Komplexes in Einzelelemente, wobei die Komplexität verringert wird. 6 Mit der Festlegung eines Maßstabes für die Wertigkeit eines Produktes lässt sich das Bedeutende vom weniger Bedeutenden trennen. 7 Infolgedessen wird das Wert-Mengen-Verhältnis verschiedener Artikel festgelegt, womit ein gewinnbringendes von einem weniger rentablen Produkt unterschieden wird. Je nach ihrem Anteil am Gesamtverbrauchswert teilt die ABC-Analyse die Materialgüter in A-, B- und C-Güter ein. 8
Der Zweck der Einteilung in drei Klassen besteht darin, die Verfahren zur Bedarfsplanung dort einzusetzen, wo der größtmögliche ökonomische Effekt zu erwarten ist. 9 Hauptziel ist die Kosteneinsparung bei A-Gütern herbeizuführen, Beschaffungsinstrumente auf die Gütertypen abzustimmen sowie die Beschaffungsplanung zu erleichtern. 10 Schwerpunktmäßig werden die Aktivitäten auf den Bereich hoher wirtschaftlicher Bedeutung gesetzt und gleichzeitig wird der Aufwand für die B- und C-Güter gesenkt. 11
3 Vgl. Bramsemann (1993), 321.
4 Vgl. Vollmuth (2008), 16.
5 Vgl. Bramsemann (1993), 321.
6 Vgl. Cordts/Lensing (1987), 3.
7 Vgl. Weber (1997), 43.
8 Vgl. Thommen (2006), 241.
9 Vgl. Zäpfel (1996), 162.
10 Vgl. Thommen (2006), 241.
11 Vgl. Hartmann (1997), 142.
5
3. Vorgangsweise
Die ABC-Analyse kann sowohl mengenbezogen als auch positionsbezogen durchgeführt werden. 12 Bei der mengenbezogenen Analyse werden die Materialwerte auf die Materialmengen bezogen, während sich bei der positionsbezogenen die Materialwerte auf die Materialpositionen stützen.
3.1. Festlegung des Untersuchungszeitraumes
In einem festgelegten Untersuchungszeitraum wird die ABC-Analyse durchgeführt und die zu untersuchenden Positionen analysiert. 13 Das Ergebnis hat nur eine bestimmte Zeit Gültigkeit. Aufgrund der Änderungen der Sachverhalte im Unternehmen ist die ABC-Analyse regelmäßig zu überprüfen und zu überarbeiten.
3.2. Erfassung der Mengeneinheiten der Produkte
Die mengenmäßigen Konsume der einzelnen Materialien werden in geeignete Mengeneinheiten erfasst. 14 Anschließend werden die Mengen mit den durchschnittlichen Ein-standspreisen multipliziert und man erhält den Periodenverbrauchswert für jede einzelne Materialposition.
3.3. Sortierung und Berechnung des Kriteriums innerhalb der Grund-
gesamtheit
Die Produkte werden aufgrund ihres errechneten Wertes sortiert, wobei das Produkt mit den höchsten Verbrauchswert an erster Stelle steht. 15 Die Periodenverbrauchswerte werden kumuliert und addiert, um den Gesamtverbrauch zu erhalten.
3.4. Ermittlung des prozentuellen Anteils am Gesamtverbrauchswert
Der prozentuale Anteil der einzelnen Produkte wird mit Hilfe des Gesamtverbrauchswertes berechnet und die ermittelten Prozentwerte werden kumuliert. 16
12 Vgl. Schulte (2001), 62.
13 Vgl. ebenda, 62.
14 Vgl. ebenda, 62.
15 Vgl. ebenda, 63.
16 Vgl. ebenda, 63.
6
Arbeit zitieren:
BA Markus Györök, 2008, Die ABC-Analyse als Instrument zur Prioritätensetzung, München, GRIN Verlag GmbH
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